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Umgestaltung von Hauptmarkt und Obstmarkt

Es ist ein Herzensanliegen vieler Nürnberger: Der Hauptmarkt und der Obstmarkt sollen schöner werden. Pläne dazu gibt es seit einem städtebaulichen Wettbewerb im Jahr 2012. Weil in der Zwischenzeit andere Projekte dringender wurden, wurden diese vorgezogen und die Umgestaltung der beiden Plätze verschob sich. 2021 soll es nun soweit sein. Die Arbeiten beginnen mit dem Obstmarkt. Der jetzt als Durchgangsstraße genutzte Platz hinter der Frauenkirche wird sich mit neu gepflanzten Bäumen und Ruhebänken in einen Ort zum Verweilen verwandeln.


Fakten zum Projekt:

Lage

Der Hauptmarkt und der Obstmarkt liegen auf der Sebalder Seite der Pegnitz im Zentrum der Nürnberger Altstadt. Verbunden sind sie durch die Frauenkirche. Die Fassade der Kirche ist zum Hauptmarkt ausgerichtet, der Chor der Kirche zum Obstmarkt. Der Bereich, der mit dem Obstmarkt umgestaltet wird, erstreckt sich von der Theresienstraße bis zum Ende der Spitalgasse und bezieht das Umfeld der Frauenkirche mit ein.

Flächen

Der gesamte Bereich, der umgestaltet werden soll, ist rund 20.000 Quadratmeter groß: Die Platzfläche des Hauptmarkts beträgt etwa 7.000 Quadratmeter, der Bereich rund um die Frauenkirche etwa 3.000 Quadratmeter und die Flächen von Obstmarkt mit Spitalgasse und Buswendeschleife zusammen etwa 10.500 Quadratmeter.

Künftige Nutzung

Der Obstmarkt ist in einem schlechten Zustand. Der Belag muss dringend saniert werden. Künftig wird der Obstmarkt zum verkehrsberuhigten Bereich. Es soll weniger Parkplätze, dafür mehr Grün und Bäume, überdachte Fahrradabstellplätze sowie Kunst im öffentlichen Raum geben. Zwei Brunnen tragen außerdem zur Aufenthaltsqualität bei.

Träger

Die Stadt Nürnberg ist Bauherr und hat Schegk Landschaftsarchitekten Stadtplaner/ Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH mit dem Planen der Umgestaltung des Obstmarkts beauftragt.

Kosten

Erst nachdem die Pläne für die Umgestaltung detaillierter vorliegen, kann eine verlässliche Aussage über die Kosten gemacht werden.

Zeitplan

Aufgrund seines schlechten baulichen Zustands wird der Obstmarkt mit dem Umfeld Frauenkirche nun vorgezogen umgestaltet. Basis der Planung ist der Vorschlag aus dem Jahr 2012. Dieser muss jedoch aktualisiert, klimafreundlicher und grüner werden. Die Ergebnisse der bisherigen Bürgerbeteiligungen werden im Planungsprozess berücksichtigt. Die aktualisierten Pläne werden den Bürgern 2020 vorgestellt. Die Neugestaltung möchte die Stadt 2021 umsetzen. Die Umgestaltung des Hauptmarkts ist ebenfalls geplant, der Zeitpunkt dafür steht allerdings derzeit noch nicht fest.

Bürgerbeteiligung

2010 fanden umfangreiche und offene Bürgerbeteiligungen statt. Die aktualisierten Pläne werden 2020 mit der Öffentlichkeit diskutiert.

Stadtrat und Ausschüsse

Auch Stadtrat und Ausschüsse beschäftigen sich mit dem Thema Umgestaltung von Hauptmarkt und Obstmarkt. Hier eine chronologische Übersicht der Sitzungen:

Vorgeschichte

2010 beschloss der Stadtplanungsausschuss, dass der Hauptmarkt und der Obstmarkt umgestaltet werden sollen. Im Herbst 2010 fanden dazu zwei Bürgerbeteiligungen statt. Die von der Bürgerschaft geäußerten Vorstellungen und Wünsche waren mit anderen Vorgaben die Grundlagen für den 2012 ausgeschriebenen städtebaulichen Wettbewerb. Den Wettbewerb gewann realgrün Landschaftsarchitekten mit ihrem Vorschlag für den Obstmarkt und Schegk Landschaftsarchitekten mit ihrem Vorschlag für den Hauptmarkt. In den darauffolgenden Jahren verschob sich die Umsetzung der Pläne, da andere Projekte wie zum Beispiel die Umgestaltung des Nelson-Mandela-Platzes oder des Bahnhofsplatzes vorgezogen werden mussten.

Historisches

Auf der ursprünglich sumpfigen Fläche des heutigen Hauptmarkts befanden sich im Mittelalter eine jüdische Wohnsiedlung sowie eine Synagoge und eine Frauensynagoge. Nach dem Judenpogrom von 1349 wurde die Siedlung zerstört. An ihrer Stelle wurden ab etwa 1350 zwei große Marktplätze angelegt. Die beiden Stadthälften Sebald und Lorenz waren bereits zusammengewachsen, somit lag der Bereich im Mittelpunkt der aufstrebenden Stadt.

Im Westen des Areals entstand der spätere Hauptmarkt als gotischer Platz. Die Frauenkirche, 1355 von Kaiser Karl IV. gestiftet, wurde mit ihrer Schaufassade zum Hauptmarkt an Stelle der zerstörten Synagoge errichtet. Der aus den Jahren 1385 bis 1396 stammende Schöne Brunnen war Bestandteil der Neuanlage des Hauptmarkts. Heute steht eine Kopie von 1903 auf dem Hauptmarkt. Das Original befindet sich im Germanischen Nationalmuseum.

Der Obstmarkt im Nordosten des Areals wurde parallel zum Hauptmarkt in der Mitte des 14. Jahrhunderts angelegt und entsprechend seiner Nutzung benannt. Aktuelle archäologische Untersuchungen lassen vermuten, dass in seinem Bereich die Ursprünge der Sebalder Stadt lagen.


Bilder zum Projekt:

Obstmarkt im Herbst 2019.

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Blick nach Norden auf den Obstmarkt. Im Herbst 2019 ist von einem Platz nichts zu sehen. Stattdessen befinden sich an der Rückseite der Frauenkirche eine Durchgangsstraße und zahlreiche öffentliche Parkplätze.

Sanierubngsbedürftige Straße am Obstmarkt.

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Blick nach Süden in Richtung Spitalgasse im Herbst 2019. Gut zu erkennen ist der Flickenteppich der dringend sanierungsbedürftigen Straße.

Aufsicht auf den Obstmarkt mit markiertem Bereich, der umgestaltet werden soll.

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Nicht nur der Obstmarkt wird nach den aktuellen Plänen umgestaltet, sondern auch der Bereich rund um die Frauenkirche sowie Teile des Fünferplatzes und der Spitalgasse.

Blick auf den Obstmarkt 1938.

Der Obstmarkt im Jahr 1938. Eine Straße gab es auch hier. Trotzdem ist der ursprüngliche Marktcharakter des Platzes noch gegeben: Auf dem Obstmarkt sind Marktstände aufgestellt.

Blick auf die Frauenkirche und den Hauptmarkt.

Blick von Osten auf den Hauptmarkt auf die Fassade der Frauenkirche. Auf dem Platz sind die Stände des Wochenmarkts aufgestellt. Links im Bild ist der Schöne Brunnen zu sehen.


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