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Umgestaltung von Hauptmarkt und Obstmarkt

Es ist ein Herzensanliegen vieler Nürnberger: Der Hauptmarkt und der Obstmarkt sollen schöner werden. Pläne dazu gibt es seit einem städtebaulichen Wettbewerb im Jahr 2012. Weil in der Zwischenzeit andere Projekte dringender wurden, wurden diese vorgezogen und die Umgestaltung der beiden Plätze verschob sich. 2021 soll es nun soweit sein. Die Arbeiten beginnen mit dem Obstmarkt. Der jetzt als Durchgangsstraße genutzte Platz hinter der Frauenkirche wird sich mit neu gepflanzten Bäumen und Ruhebänken in einen Ort zum Verweilen verwandeln.


Digitale Bürgerinformation

Für 2020 war ursprünglich eine große öffentliche Veranstaltung geplant, um das Projekt, den Planungsprozess und den aktuellen Planungsstand der Öffentlichkeit vorzustellen. Coronabedingt veröffentlicht die Stadt die aktuelle Planung nun vom 5. bis 30. Oktober in Form einer digitalen Bürgerinformation.

Information im Quartiersbüro Altstadt

Alternativ liegen die Pläne vom 5. bis 30. Oktober im Quartiersbüro Altstadt aus. Dienstags von 16 bis 18 Uhr können Sie sich die Planung persönlich erläutern lassen. Bitte melden Sie sich hierfür per E-Mail oder telefonisch an.

Quartiersbüro Altstadt

Hans-Sachs-Gasse 1

90403 Nürnberg

Telefax: 0911 / 80 19 42 61

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Öffnungszeiten:

Montag von 10 bis 12 Uhr
Dienstag von 9 bis 12 Uhr und 16 bis 18 Uhr
Mittwoch von 14 bis 17 Uhr
Donnerstag von 15 bis 17 Uhr



Fakten zum Projekt:

Lage

Der Hauptmarkt und der Obstmarkt liegen auf der Sebalder Seite der Pegnitz im Zentrum der Nürnberger Altstadt. Verbunden sind sie durch die Frauenkirche. Die Fassade der Kirche ist zum Hauptmarkt ausgerichtet, der Chor der Kirche zum Obstmarkt. Der Bereich, der mit dem Obstmarkt umgestaltet wird, erstreckt sich von der Theresienstraße bis zum Ende der Spitalgasse und bezieht das Umfeld der Frauenkirche mit ein.

Flächen

Der gesamte Bereich, der umgestaltet werden soll, ist rund 13.500 Quadratmeter groß: Der Bereich rund um die Frauenkirche beträgt etwa 3.000 Quadratmeter und die Flächen von Obstmarkt mit Spitalgasse und Buswendeschleife zusammen etwa 10.500 Quadratmeter.

Künftige Nutzung

Der Obstmarkt und das Umfeld der Frauenkirche sollen künftig wieder, aufgrund ihrer Lage und ihres historischen Hintergrunds, in der Altstadt an Bedeutung gewinnen. Durch die einheitliche, neue Gestaltung soll der Platz besser integriert und die Frauenkirche dabei als wichtiges Bindeglied zwischen Hauptmarkt und Obstmarkt in den Mittelpunkt gestellt werden.

Die heute überdimensionierte Fahrbahn wird zugunsten von großzügigen Fußgänger-, Aufenthalts- und Außengastronomiebereichen auf ein notwendiges Maß zurückgebaut. Durch gut platzierte neue Bäume und Freistellung vorhandener Bäume kann der Obstmarkt künftig wieder als Platz wahrgenommen werden, der Blick wird auf den Chor der Frauenkirche geführt. Baumreihen am Fünferplatz und in der Spitalgasse schaffen qualitätsvolle Aufenthaltsbereiche im Straßenraum.

Träger

Die Stadt Nürnberg ist Bauherr und hat Schegk Landschaftsarchitekten Stadtplaner/ Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH mit dem Planen der Umgestaltung des Obstmarkts beauftragt.

Kosten

Erst nachdem die Pläne für die Umgestaltung detaillierter vorliegen, kann eine verlässliche Aussage über die Kosten gemacht werden. Erste grobe Kostenschätzungen liegen bei 11 Millionen Euro.

Zeitplan

Aufgrund des schlechten baulichen Zustands wird mit der Umgestaltung des Obstmarkts und dem Umfeld Frauenkirche begonnen. Basis der Planung ist der Vorschlag aus dem Jahr 2012. Dieser muss jedoch aktualisiert, klimafreundlicher und grüner werden. Die Ergebnisse der bisherigen Bürgerbeteiligungen werden im Planungsprozess berücksichtigt. Die Neugestaltung möchte die Stadt in den kommenden Jahren umsetzen. Die Umgestaltung des Hauptmarkts ist ebenfalls geplant, der Zeitpunkt dafür steht allerdings derzeit noch nicht fest.

Erste Maßnahme für die Umgestaltung des Obstmarkts sind Sondierungsarbeiten zur Beurteilung künftiger Baumstandorte. Diese Arbeiten dauern noch bis Ende Oktober 2020. Die Untersuchung dient auch dazu, mögliche archäologisch wichtige Flächen zu erkunden und zu kartieren.

Das zu untersuchende Planungsgebiet erstreckt sich von der Theresienstraße bis zur Spitalgasse über den Fünferplatz und den Obstmarkt. Miteinbezogen sind das Umfeld der Frauenkirche sowie die Obstgasse und der Stadtratsparkplatz am Fünferplatz. Die Ergebnisse der Bodenuntersuchung dienen als Grundlage für die weitere Planung zur Umgestaltung des Obstmarkts.

Bürgerbeteiligung

2010 fanden umfangreiche und offene Bürgerbeteiligungen statt. Für 2020 war ursprünglich eine große öffentliche Veranstaltung geplant, um den erarbeiteten Entwurf der Öffentlichkeit vorzustellen. Coronabedingt wird die aktuelle Planung nun vom 5. bis 30. Oktober in Form einer digitalen Bürgerinformation veröffentlicht.

Pressemitteilungen

Hier finden Sie eine chronologische Übersicht der von der Stadt Nürnberg veröffentlichten Pressemitteilungen zum Thema Umgestaltung von Hauptmarkt und Obstmarkt:

Stadtrat und Ausschüsse

Auch Stadtrat und Ausschüsse beschäftigen sich mit dem Thema Umgestaltung von Hauptmarkt und Obstmarkt. Hier eine chronologische Übersicht der Sitzungen:

Vorgeschichte

2010 beschloss der Stadtplanungsausschuss, dass der Hauptmarkt und der Obstmarkt umgestaltet werden sollen. Im Herbst 2010 fanden dazu zwei Bürgerbeteiligungen statt. Die von der Bürgerschaft geäußerten Vorstellungen und Wünsche waren mit anderen Vorgaben die Grundlagen für den 2012 ausgeschriebenen städtebaulichen Wettbewerb. Den Wettbewerb gewann realgrün Landschaftsarchitekten mit ihrem Vorschlag für den Obstmarkt und Schegk Landschaftsarchitekten mit ihrem Vorschlag für den Hauptmarkt. In den darauffolgenden Jahren verschob sich die Umsetzung der Pläne, da andere Projekte wie zum Beispiel die Umgestaltung des Nelson-Mandela-Platzes oder des Bahnhofsplatzes vorgezogen werden mussten.

Historisches

Auf der ursprünglich sumpfigen Fläche des heutigen Hauptmarkts befanden sich im Mittelalter eine jüdische Wohnsiedlung sowie eine Synagoge und eine Frauensynagoge. Nach dem Judenpogrom von 1349 wurde die Siedlung zerstört. An ihrer Stelle wurden ab etwa 1350 zwei große Marktplätze angelegt. Die beiden Stadthälften Sebald und Lorenz waren bereits zusammengewachsen, somit lag der Bereich im Mittelpunkt der aufstrebenden Stadt.

Im Westen des Areals entstand der spätere Hauptmarkt als gotischer Platz. Die Frauenkirche, 1355 von Kaiser Karl IV. gestiftet, wurde mit ihrer Schaufassade zum Hauptmarkt an Stelle der zerstörten Synagoge errichtet. Der aus den Jahren 1385 bis 1396 stammende Schöne Brunnen war Bestandteil der Neuanlage des Hauptmarkts. Heute steht eine Kopie von 1903 auf dem Hauptmarkt. Das Original befindet sich im Germanischen Nationalmuseum.

Der Obstmarkt im Nordosten des Areals wurde parallel zum Hauptmarkt in der Mitte des 14. Jahrhunderts angelegt und entsprechend seiner Nutzung benannt. Aktuelle archäologische Untersuchungen lassen vermuten, dass in seinem Bereich die Ursprünge der Sebalder Stadt lagen.


Bilder zum Projekt:

Modellbild: Blick auf den Obstmarkt nach der Umgestaltung.

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Vom Parkplatz zum Platz: So soll der Obstmarkt nach der Umgestaltung aussehen.

Grabung am Obstmarkt.

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Blick nach Süden in Richtung Spitalgasse: Beginn der Bodenuntersuchungen am Obstmarkt im August 2020.

Obstmarkt Grabung

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Blick nach Norden in Richtung Theresienstraße: Beginn der Bodenuntersuchungen am Obstmarkt im August 2020.

Obstmarkt im Herbst 2019.

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Blick nach Norden auf den Obstmarkt. Im Herbst 2019 ist von einem Platz nichts zu sehen. Stattdessen befinden sich an der Rückseite der Frauenkirche eine Durchgangsstraße und zahlreiche öffentliche Parkplätze.

Sanierubngsbedürftige Straße am Obstmarkt.

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Blick nach Süden in Richtung Spitalgasse im Herbst 2019. Gut zu erkennen ist der Flickenteppich der dringend sanierungsbedürftigen Straße.

Aufsicht auf den Obstmarkt mit markiertem Bereich, der umgestaltet werden soll.

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Nicht nur der Obstmarkt wird nach den aktuellen Plänen umgestaltet, sondern auch der Bereich rund um die Frauenkirche sowie Teile des Fünferplatzes und der Spitalgasse.

Blick auf den Obstmarkt 1938.

Der Obstmarkt im Jahr 1938. Eine Straße gab es auch hier. Trotzdem ist der ursprüngliche Marktcharakter des Platzes noch gegeben: Auf dem Obstmarkt sind Marktstände aufgestellt.

Blick auf die Frauenkirche und den Hauptmarkt.

Blick von Osten auf den Hauptmarkt auf die Fassade der Frauenkirche. Auf dem Platz sind die Stände des Wochenmarkts aufgestellt. Links im Bild ist der Schöne Brunnen zu sehen.


Weitere Projekte

Stadtentwicklungsprojekte ziehen manchmal große Veränderungen im Stadtbild nach sich und werden in der Öffentlichkeit rege diskutiert. Ausgewählte Projekte stellen wir Ihnen auf unserer Seite „Stadtentwicklung“ in loser Folge vor.


Aktualisiert am 28.09.2020, 10:59 Uhr

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