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17 Kilometer Stadtgeschichte

Fast 17.000 Meter hoch wäre der Turm, wenn es gelänge, alle im Stadtarchiv Nürnberg verwahrten Unterlagen zur Geschichte der Stadt aufeinander zu stapeln: Urkunden und Akten, Chroniken, Einwohnerregister und -karteien, Stadtratsprotokolle, Karten und Pläne, Plakate, Zeitungen und Zeitungsausschnittsammlungen, Adressbücher, Fotos, Postkarten, Filme, Tonbänder und vieles mehr.

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Von 1050 bis in die Gegenwart - Quellen aus elf Jahrhunderten

Die Gesamtzahl der im Stadtarchiv verwahrten Archivalieneinheiten wird auf ca. 8 Millionen geschätzt. Eine genauere Angabe ist nicht möglich, da nicht alle Unterlagen erschlossen sind und die einzelnen Einheiten – dicke Bände und Einzelblätter, Fotonegative oder Dateien – sehr unterschiedlich sind. Jedes Jahr kommen neue Unterlagen hinzu, so dass der Umfang der Bestände, die vom 11. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart reichen, beständig anwächst.

Das älteste im Stadtarchiv verwahrte Dokument ist die nach einer Freigelassenen benannte Sigena-Urkunde vom 16. Juli 1050, die erstmals die Existenz der mittelalterlichen Burgsiedlung Nürnberg belegt. (StadtAN A 1 Nr. 1050-07-16)

Bei den jeweils jüngsten "Dokumenten" handelt es sich in der Regel um Datenbankeinträge in der nahezu tagesaktuell geführten Zeitgeschichtlichen Sammlung (Teilbestand F 7/II).

Die vom Stadtarchiv übernommenen Unterlagen kommen heute in erster Linie aus den Registraturen der Stadtverwaltung. Es handelt sich dabei um Schriftgut, das für die unmittelbare Aufgabenerledigung nicht mehr benötigt wird, aber aus rechtlichen, verwaltungsmäßigen oder historischen Gründen aufbewahrt werden muss, damit Entscheidungen von Politik und Verwaltung nachvollziehbar bleiben. Die Entscheidung über die Archivwürdigkeit der Unterlagen liegt beim Stadtarchiv.

Ergänzend zu den "amtlichen" Unterlagen aus den städtischen Dienststellen übernimmt und sammelt das Stadtarchiv auch "privates" Dokumentationsgut, das für die Stadtgeschichte wichtig ist, zum Beispiel Familienarchive, Nachlässe, Fotos, Filme, Plakate oder Zeitungen.

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Aufbau und Gliederung – Bestände und Bestandsgruppen

Archivalien, die – anders als gedruckte Bücher – in der Regel nur einmal vorhanden sind, werden nach ihrer gemeinsamen Herkunft bzw. Entstehung bei einer Stelle (Provenienz), manchmal auch nach ihrem Betreff oder sachlichen Inhalt (Pertinenz) oder ihrer äußeren Erscheinungsform, die besondere Lagerungsbedingungen erfordert, zu Beständen zusammengefasst. Neben Provenienz- und Pertinenzbeständen sind Sammlungen und Selekte zu unterscheiden.

Die einzelnen Bestände des Stadtarchivs Nürnberg werden nach inhaltlichen oder formalen Kriterien in sechs Bestandsgruppen, die durch die Großbuchstaben A bis F gekennzeichnet sind, gegliedert. Innerhalb der Bestandsgruppen werden die Bestände mit alpha-numerischen Bestandssignaturen bezeichnet (von A 1 bis F 22) und auch so zitiert:

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Gliederung der Bestände: Gesamt-/Teilbestand – Sammel-/Einzelbestand

Zur besseren Übersicht sind viele Bestände aus inhaltlichen oder formalen Gründen in sich noch einmal untergliedert: Gesamtbestände in Teilbestände, Sammelbestände in Einzelbestände.

Gesamtbestand

Ein Bestand, der wegen seiner Größe oder der Verschiedenartigkeit der in ihm enthaltenen Archivalien in mehrere Teilbestände aufgeteilt worden ist, ohne hierdurch seine innere Einheit zu verlieren.
Beispiele: C 7 (Hauptregistratur), C 21 (Einwohnermeldewesen).

Teilbestand

Teil eines größeren Bestands ("Gesamtbestands"), der aus inhaltlichen, formalen oder lagerungstechnischen Gründen eine eigene Verzeichnung und/oder Aufstellung im Magazin erhalten hat, ohne hierdurch seinen inneren Zusammenhang mit dem Gesamtbestand zu verlieren. Ein Teilbestand ist durch eine Signatur mit Schrägstrich und anschließenden römischen Ziffern gekennzeichnet.
Beispiele: C 7/IX (Hauptregistratur / Stadtratsprotokolle bis 1959),
C 21/IX (Meldewesen / Einwohnermeldekartei).

Sammelbestand

Ein Bestand, der sich aus mehreren gleichartigen, aber voneinander unabhängigen Einzelbeständen zusammensetzt.
Beispiele: E 6 (Vereinsarchive), E 9 (Firmen- und Wirtschaftsarchive).

Einzelbestand

Ein ursprünglich selbständiger Bestand, der mit anderen gleichartigen Beständen zur besseren Übersicht in einen Sammelbestand zusammengefasst worden ist, wobei die Einzelbestände ihre gegenseitige Unabhängigkeit behalten. Ein Einzelbestand ist durch eine Signatur mit Schrägstrich und anschließenden arabischen Ziffern gekennzeichnet.
Beispiele: E 6/687 (Vereinsarchive / Verein für Geschichte der Stadt Nürnberg),
E 9/622 (Firmen- und Wirtschaftsarchive / Hotel Merkur).

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Recherchemöglichkeiten

Die Recherche ist online, über eine schriftliche Anfrage oder im Rahmen eines persönlichen Archivbesuchs möglich.

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