Kontakt

Veranstaltungsprogramm

In eigener Regie oder mit Kooperationspartnern wie dem Stadtarchiv, dem Bildungszentrum oder der Willibald-Pirckheimer-Gesellschaft veranstaltet der Verein Vorträge, Tagungen oder Zeitzeugengespräche. In diesem Rahmen werden neueste Forschungsergebnisse zu Aspekten der Stadtgeschichte vorgestellt und überregional bedeutsame Themen beleuchtet sowie Gedenkjahre oder Jubiläen gewürdigt.
Der Verein hat es sich überdies zum Prinzip gemacht, neben renommierten Geschichtswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern vor allem Nachwuchshistorikerinnen und -historikern ein Forum zur Präsentation ihrer Forschungsergebnisse zu bieten. Der Besuch dieser Veranstaltungen ist für Vereinsmitglieder kostenlos.

Vortragsbesucher

Vortragsbesucherinnen und -besucher im Fabersaal, Januar 2010.



Vorträge September bis Dezember 2021


Das reguläre Vortragsprogramm wird in Kooperation mit dem Bildungszentrum der Stadt Nürnberg durchgeführt. Die Vorträge finden unter normalen Bedingungen am ersten Dienstag im Monat (außer an Feiertagen oder in den Ferien) in der Nürnberger Akademie (ehemaliges LGA-Gebäude), Gewerbemuseumsplatz 2, im Fabersaal (Vortragssaal E 14) statt.
Für Mitglieder des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg ist der Eintritt frei, Nichtmitglieder zahlen pro Vortrag 8 Euro.

RAUMÄNDERUNG / ONLINE-VORTRÄGE

Da der Fabersaal derzeit nicht zur Verfügung steht, finden die Vorträge bis auf Weiteres im "eckstein. das haus der evang.-luth. kirche in nürnberg", Burgstr. 1-3, statt (Beginn 19:00 Uhr).
Um sicherzustellen, dass Sie einen Sitzplatz erhalten, melden Sie sich für die Vorträge bitte vorab per E-Mail (verein-fuer-geschichte@stadt.nuernberg.de) oder Telefon (0911 231-7332) an.

Sofern Präsenzveranstaltungen aufgrund der aktuellen Lage nicht möglich sind, versuchen wir alternativ Online-Vorträge anzubieten, was leider nicht in jedem Fall gelingt. Bitte beachten Sie die jeweiligen Hinweise.



21. September 2021

19.00 Uhr
GNM, Aufseß-Saal

Vortrag im Rahmen des Vortragsprogramms

Referentin: Prof. Dr. Anja Grebe
Referent: Prof. Dr. G. Ulrich Großmann

Dürer – die niederländische Reise 1520–1521

Dieser Vortrag findet im Aufseß-Saal im Germanischen Nationalmuseum, Kartäusergasse 1, 90402 Nürnberg, statt. Beginn ist um 19 Uhr.

Im Anschluss an den Vortrag wird die Jahreshauptversammlung nachgeholt.

Federzeichnung Schiffe im Hafen

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Albrecht Dürer: Der Hafen von Antwerpen, Federzeichnung, 1520. (Grafische Sammlung Albertina, Wien)

Von Sommer 1520 bis Sommer 1521 hielt sich Albrecht Dürer zusammen mit Frau und Magd in Antwerpen auf, also in den südlichen Niederlanden. Er hoffte auf ein Treffen mit dem neuen Kaiser, Karl V., und verband dies mit Besichtigungen, dem Knüpfen eines Netzwerks und Interessen am Verkauf seiner Werke. Vieles von der Reise wissen wir aus einem "Tagebuch", in dem Dürer alle Kosten festhielt, in zwei Abschriften überliefert. Daraus ließen sich die Route und die Bedeutung der Reise besser rekonstruieren als dies bisher der Fall war. Neue Erkenntnisse, aber auch neue Fragen sind Gegenstand des Vortrags. Dürer wurde regelmäßig eingeladen, besichtigte bedeutende Bau- und Kunstwerke, saß aber auch beim Spielen (und) im Badehaus. Er reiste nach Aachen, Brüssel, Brügge, Gent, Mecheln und nach Seeland, wo er einen gestrandeten Wal sehen wollte, diese Unternehmung hätte beinahe mit einem Schiffbruch geendet. Er knüpfte Kontakte zu Kaufleuten, zur Statthalterin Margarethe von Österreich und zu Erasmus von Rotterdam, arbeitete für den dänischen König und war immer wieder in Gesellschaft Nürnberger Ratsherren. Den Kaiser traf er in Köln und erhielt dort sein Privileg für eine jährliche Zahlung von 100 Gulden.
Rechtzeitig zur Aachener Ausstellung "Dürer war hier. Eine Reise wird Legende" (sie läuft bis 24. Oktober 2021) haben die Referenten ein umfassend bebildertes Buch vorgelegt, dass die Reise umfassend auf einer neuen Basis darstellt.


5. Oktober 2021

19.00 Uhr, eckstein

Vortrag im Rahmen des Vortragsprogramms

Referent: Robert M. Müller-Mateen

Die Geschichte des Nürnberger "Widerstandskreises" um Dr. Joseph Drexel und Karl Tröger

Dr. Joseph Drexel. Foto: Eugen Kusch, 1952. (Stadtarchiv Nürnberg E 10/123 Nr. 987-5)

Ab Mitte der 1920er Jahre entstanden mit der von Ernst Niekisch herausgegebenen Zeitschrift "Widerstand" sogenannte Widerstandskreise. Ihren Ursprung hatten die Gruppen meist in den militanten Freikorps und dem rechten Bund Oberland. So auch der "Widerstandskreis" um Dr. Joseph Drexel und Karl Tröger, der 1937 in einer von der Nürnberger Gestapo organisierten deutschlandweiten Aktion verhaftet wurde. Entgegen des Nachkriegsnarrativs waren seine circa 25 Mitglieder allerdings keine Widerstandskämpfer. Archivbestände, Gestapo- und Prozessprotokolle zeichnen ein differenziertes Bild der einzelnen Biografien der Männer.


9. November 2021

19:00 Uhr
eckstein

Vortrag im Rahmen des Vortragsprogramms

Referent: Robert Giersch

Baugeschichtliche Quellen von einst stadtbildprägenden Bürgerhäusern im Barfüßerviertel

Bauriss

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Bauriss des Hauses An der Fleischbrücke 1. Zeichnung, 1598. (Stadtarchiv Nürnberg B 1/II Nr. 275)

Das innere Barfüßerviertel erstreckte sich in der Lorenzer Altstadt nördlich, östlich und südlich der Lorenzkirche. Hier fanden sich die Anwesen reicher Handelsleute und gutsituierter Handwerksmeister ebenso wie die Liegenschaften geistlicher Stiftungen und ratsfähiger Geschlechter. Einige Gebäude prägten über Jahrhunderte hinweg durch ihre besondere architektonische Qualität das Nürnberger Stadtbild. Die Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg, aber auch Modernisierungen in den Jahrzehnten um 1900 haben das historische Barfüßerviertel nahezu zerstört. Nur die außergewöhnlich gute grafische und schriftliche Überlieferung hält die Erinnerung wach. Der Vortrag wird baugeschichtliche Einblicke in das Barfüßerviertel bieten und dabei das Projekt Topo N des Stadtarchivs vorstellen, das einen unmittelbaren Zugang zu dieser Überlieferung geschaffen hat.


7. Dezember 2021

19 Uhr
eckstein

Vortrag im Rahmen des Vortragsprogramms

Referent: Dr. Christof Krieger

Nürnberg und seine "Weinpatenschaften" in der Zeit des Nationalsozialismus

Werbeplakat für die im Oktober 1935 im Reich stattfindenden einwöchigen Weinfeste zur Steigerung des Absatzes von deutschem Wein. Deutsche Landwerbung GmbH, Berlin, 1935. (Privatbesitz)

Nie zuvor – und auch nie danach(!) – hat es in Deutschland eine gewaltigere Absatzaktion für die heimischen Winzer gegeben: Unter der eingängigen Parole "Wein ist Volksgetränk!" entfaltete das NS-Regime vor dem Zweiten Weltkrieg eine groß angelegte Weinpropaganda, die das Trinken deutschen Rebensaftes als geradezu nationale Tat beschwor. Und mehr noch: Zwischen 1935 und 1937 übernahmen annähernd 1.000 Städte vom Rheinland bis nach Ostpreußen besondere "Weinpatenschaften" für einzelne Winzerorte, wobei im Rahmen eines im ganzen Reich stattfindenden "Festes der deutschen Traube und des Weines" vom Parteiapparat der NSDAP allerorten volkstümliche Weinfeste und Umzüge organisiert worden waren. Der Volksmund machte daraus rasch die Parole: „Saufen für den Führer!“ Tatsächlich wurde den deutschen Winzern damit seitens des Hitlerstaates eine ungewöhnliche propagandistische Aufmerksamkeit gewidmet. Auch im fränkischen Nürnberg beteiligte man sich eifrig an dem parteiamtlichen Trinkgelage, wobei der "Stadt der Reichsparteitage" unter anderem die pfälzische Weinstadt Neustadt wie auch Traben-Trarbach an der Mosel als "Patenkinder" zugeteilt worden waren.



Führungen und Rundgänge


Führungen durch Ausstellungen, Stadtteilbegehungen, Halbtagsexkursionen in die nähere Umgebung und Studienfahrten machen Geschichte mit allen Sinnen erfahrbar. Für Themenvielfalt und Abwechslung im Veranstaltungskalender sorgen die Vereinsmitglieder mit Initiativen und Spezialwissen selbst.

Besonders die Präsentation von sonst unzugänglichen Besichtigungszielen macht versteckte Facetten der Nürnberger Stadtgeschichte sichtbar. Dabei fallen für unsere Mitglieder nur die reinen Unkosten einer Begehung an, die Führungen selbst sind kostenfrei.

Ausstellungsführung

Ausstellungsführung im Stadtarchiv in der Norishalle, Januar 2010.


Verein für Geschichte der Stadt Nürnberg

Marientorgraben 8

90402 Nürnberg


Alda Hellmuth (Mitarbeiterin Geschäftsstelle)

Zi. 207


Telefon: 09 11 / 2 31-73 32

Telefax: 09 11 / 2 31-40 91

Zur verschlüsselten Übertragung Ihrer Nachricht:

Kontaktformular:
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Öffnungszeiten:

Dienstag 15.30 bis 17.00 Uhr
Freitag 14.00 bis 16.00 Uhr



Ulrike Swoboda M.A. (Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen)

Zi. 106


Telefon: 09 11 / 2 31-54 86

Telefax: 09 11 / 2 31-40 91

Zur verschlüsselten Übertragung Ihrer Nachricht:



Aktualisiert am 07.10.2021, 14:49 Uhr

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