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Veranstaltungsprogramm

In eigener Regie oder mit Kooperationspartnern wie dem Stadtarchiv, dem Bildungszentrum oder der Willibald-Pirckheimer-Gesellschaft veranstaltet der Verein Vorträge, Tagungen oder Zeitzeugengespräche. In diesem Rahmen werden neueste Forschungsergebnisse zu Aspekten der Stadtgeschichte vorgestellt und überregional bedeutsame Themen beleuchtet sowie Gedenkjahre oder Jubiläen gewürdigt.
Der Verein hat es sich überdies zum Prinzip gemacht, neben renommierten Geschichtswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern vor allem Nachwuchshistorikerinnen und -historikern ein Forum zur Präsentation ihrer Forschungsergebnisse zu bieten. Der Besuch dieser Veranstaltungen ist für Vereinsmitglieder kostenlos.

Vortragsbesucher

Vortragsbesucherinnen und -besucher im Fabersaal, Januar 2010.



Vorträge Februar bis Mai 2022


Das reguläre Vortragsprogramm wird in Kooperation mit dem Bildungszentrum der Stadt Nürnberg durchgeführt. Die Vorträge finden unter normalen Bedingungen am ersten Dienstag im Monat (außer an Feiertagen oder in den Ferien) in der Nürnberger Akademie (ehemaliges LGA-Gebäude), Gewerbemuseumsplatz 2, im Fabersaal (Vortragssaal E 14) statt.
Für Mitglieder des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg ist der Eintritt frei, Nichtmitglieder zahlen pro Vortrag 8 Euro.

RAUMÄNDERUNG / ONLINE-VORTRÄGE

Da der Fabersaal derzeit nicht zur Verfügung steht, finden die Vorträge bis auf Weiteres im "eckstein. das haus der evang.-luth. kirche in nürnberg", Burgstr. 1-3, statt (Beginn 19:00 Uhr).
Um sicherzustellen, dass Sie einen Sitzplatz erhalten, melden Sie sich für die Vorträge bitte vorab per E-Mail (verein-fuer-geschichte@stadt.nuernberg.de) oder Telefon (0911 231-7332) an.

Sofern Präsenzveranstaltungen aufgrund der aktuellen Lage nicht möglich sind, versuchen wir alternativ Online-Vorträge anzubieten, was leider nicht in jedem Fall gelingt. Bitte beachten Sie die jeweiligen Hinweise.



„Was ist des Müllers größtes Glück? Dass die Säcke nicht reden können.“ – Nürnbergs Mühlen-Policey im süddeutschen Vergleich

1. Februar

19.00 Uhr
Online

Vortrag im Rahmen des Vortragsprogramms

Referent: Prof. Dr. Wolfgang Wüst, Erlangen

Dieser Vortrag findet online statt. Beginn ist um 19 Uhr.

Teilnahme unter diesem Link:

Der Müller Hagen in den Hausbüchern der Nürnberger Zwölfbruderstiftung, 1656. (Stadtbibliothek im Bildungscampus Nürnberg Amb. 317b.2° fol. 133 v.)

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Der Nürnberger Müller und Mehlhändler Eberhart Hagen in den Hausbüchern der Nürnberger Zwölfbruderstiftung, 1656. (Stadtbibliothek Nürnberg im Bildungscampus Nürnberg Amb. 317b.2° fol. 133 v.)

In der Bilanz kann man feststellen, dass sich das Bild des unehrlichen Müllers fast als Topos grenzüberschreitend in der süddeutschen Städtelandschaft und darüber hinaus in der alteuropäischen Mühlenwelt manifestierte. Dieser Unehrlichkeitsbefund ist insofern überraschend, da eine Vielzahl an Mühlenordnungen trotz unterschiedlicher Gesetzgeber, Ratsordnungen und gesellschaftlicher Strukturen mit Sanktionen und detaillierten rechtsverbindlichen Ausführungen das „gute“ Regiment auch in den Mühlbetrieben einklagte. Die Unterschiede regionaler Mühlenexpertise trugen aber offenbar nicht wesentlich zu einer Differenzierung des eingetrübten Bildes bei mit Blick auf Transparenz und Ehrlichkeit im Müllerhandwerk. An der Notwendigkeit, die Rechtsnormen und die Alltagsgeschäfte in den Mühlen landes-, stadt- und ortshistorisch zu überprüfen, führt aber kein Weg vorbei. Nürnberg und seine Mühlenordnung vom 24. September 1641 wird uns dabei als ein europäisches Beispiel dienen.

Der Vortrag von Herrn Prof. Dr. Wüst wird digital über das Konferenztool Teams angeboten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte folgen Sie zur Teilnahme dem Link im Hinweisfeld oder diesem Link: http://go.nuernberg.de/bccd25c5.

Er führt Sie direkt zu der Sitzung in „Microsoft Teams“. Eine Installation des Programms ist hierfür nicht notwendig. Unbedingt erforderlich ist jedoch ein elektronisches Gerät (PC, Tablet, Smartphone), das entweder durch ein Headset oder durch Lautsprecher, Mikrofon und (nach Wunsch) Kamera entsprechend benutzt werden kann. Am besten testen Sie den Link vorab.

Beginn der Vortragsveranstaltung ist 19.00 Uhr.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!


Aus Christoph Scheurls Reisetagebüchern: Die erste Nürnberger Gesandtschaft nach Spanien 1519/20

8. März 2022

19.00 Uhr, hybride Veranstaltung

Vortrag im Rahmen des Vortragsprogramms

Referent: Prof. Dr. Franz Fuchs, Würzburg

Der Nürnberger Ratskonsulent und Humanist Dr. Christoph Scheurl (1481–1542) war ein weitgereister Mann; in seiner Autobiographie hebt er ausdrücklich hervor, dass er "von jugent auff uberaus grossen lust und neygung zum reitten, raisen unnd wandern" verspürt habe und schon während seiner über siebenjährigen Studienzeit in Bologna die großen Städte Italiens (Venedig, Rom, Neapel, Florenz, Mailand etc.) selbst in Augenschein nehmen konnte.

Ratskonsulent Dr. Christoph Scheurl, Kupferstich, um 1700. (Stadtarchiv Nürnberg A 7/I Nr. 4327)

Ratskonsulent Dr. Christoph Scheurl, Kupferstich, um 1700. (Stadtarchiv Nürnberg A 7/I Nr. 4327)

Im Vortrag soll sein eigenhändig geführtes "Rayspuchlein" vorgestellt werden, welches die zwischen 1519 und 1538 unternommenen Reisen des Nürnbergers in tagebuchartigen Aufzeichnungen dokumentiert. Diese bislang völlig unbeachtete Quelle liefert neben genauen Entfernungsangaben über die einzelnen Reisestationen auch Angaben zu den Straßenverhältnissen, Gasthäusern und Herbergen; gelegentlich finden sich hier auch kurze Beschreibungen der besuchten Orte sowie kurze Informationen zu den besichtigten Kirchen und Wallfahrtsorten; es enthält auch Bemerkungen zu Mitreisenden und Reisebekanntschaften. Neben vielen kleineren Reisen nach Augsburg, München und in die Umgebung Nürnbergs werden vor allem zwei Gesandtschaften auf die iberische Halbinsel in den Jahren 1519/20 und 1523 und die Ritte nach Österreich und Schlesien ausführlich geschildert. Für die erste Spanienreise, die neben dem Ritt nach Österreich im Referat etwas näher vorgestellt werden soll, ist zusätzliches Material (Rechnungen, Geschenkeliste, Schlussbericht an den Nürnberger Rat) im Staatsarchiv Nürnberg überliefert.
Der Vortrag von Herrn Prof. Dr. Fuchs wird sowohl als Präsenzveranstaltung im „eckstein“, Raum E.01, als auch gleichzeitig als Online-Veranstaltung über das Konferenztool Teams angeboten. Eine Anmeldung ist nur für die Präsenzveranstaltung erforderlich.

Der Link führt Sie direkt zu der Sitzung in „Microsoft Teams“. Eine Installation des Programms ist hierfür nicht notwendig. Unbedingt erforderlich ist jedoch ein elektronisches Gerät (PC, Tablet, Smartphone), das entweder durch ein Headset oder durch Lautsprecher, Mikrofon und (nach Wunsch) Kamera entsprechend benutzt werden kann. Am besten testen Sie den Link vorab.


Nürnberg und seine "Weinpatenschaften" in der Zeit des Nationalsozialismus

5. April 2022

19 Uhr, hybride Veranstaltung

Vortrag im Rahmen des Vortragsprogramms

Referent: Dr. Christof Krieger, Traben-Trarbach

Werbeplakat für die im Oktober 1935 im Reich stattfindenden einwöchigen Weinfeste zur Steigerung des Absatzes von deutschem Wein. Deutsche Landwerbung GmbH, Berlin, 1935. (Privatbesitz)

Nie zuvor – und auch nie danach(!) – hat es in Deutschland eine gewaltigere Absatzaktion für die heimischen Winzer gegeben: Unter der eingängigen Parole "Wein ist Volksgetränk!" entfaltete das NS-Regime vor dem Zweiten Weltkrieg eine groß angelegte Weinpropaganda, die das Trinken deutschen Rebensaftes als geradezu nationale Tat beschwor. Und mehr noch: Zwischen 1935 und 1937 übernahmen annähernd 1.000 Städte vom Rheinland bis nach Ostpreußen besondere "Weinpatenschaften" für einzelne Winzerorte, wobei im Rahmen eines im ganzen Reich stattfindenden "Festes der deutschen Traube und des Weines" vom Parteiapparat der NSDAP allerorten volkstümliche Weinfeste und Umzüge organisiert worden waren. Der Volksmund machte daraus rasch die Parole: „Saufen für den Führer!“ Tatsächlich wurde den deutschen Winzern damit seitens des Hitlerstaates eine ungewöhnliche propagandistische Aufmerksamkeit gewidmet. Auch im fränkischen Nürnberg beteiligte man sich eifrig an dem parteiamtlichen Trinkgelage, wobei der "Stadt der Reichsparteitage" unter anderem die pfälzische Weinstadt Neustadt wie auch Traben-Trarbach an der Mosel als "Patenkinder" zugeteilt worden waren.

Der Vortrag von Herrn Dr. Krieger wird sowohl als Präsenzveranstaltung im „eckstein“, Raum 1.01, als auch gleichzeitig als Online-Veranstaltung über das Konferenztool Zoom angeboten. Eine Anmeldung ist nur für die Präsenzveranstaltung erforderlich.

Um Online an der Veranstaltung teilzunehmen, klicken Sie auf unten angefügten Link. Der Link führt Sie direkt zur Sitzung über Zoom. Sie müssen sich für die Teilnahme keine App herunterladen, Sie können über die Funktion „mit Ihrem Browser anmelden“ oder „per Browser teilnehmen“ an der Veranstaltung teilnehmen. Nach der Aktivierung des Links werden Sie aufgefordert, den Kenncode einzugeben. Unbedingt erforderlich ist jedoch ein elektronisches Gerät (PC, Tablet, Smartphone), das entweder durch ein Headset oder durch Lautsprecher, Mikrofon und (nach Wunsch) Kamera entsprechend benutzt werden kann. Am besten testen Sie den Link vorab. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Meeting-ID: 683 1638 7192
Kenncode: 113039


„Es wäre zum Lachen, wenn’s nicht zum Weinen wäre …“ – Der Nürnberger Jude Josef Schwab und seine Korrespondenz mit Albert Speer

3. Mai 2022

19 Uhr, hybride Veranstaltung

Vortrag im Rahmen des Vortragsprogramms

Referentin: Christine Geyer, Wiesbaden

Die Nürnberger Familie Schwab wurde 1938 vom Hitler-Regime aus ihrem Haus in der Burgstraße vertrieben. Als Josef Schwab rund 30 Jahre später die „Erinnerungen“ von Albert Speer, Rüstungsminister und „Freund“ Adolf Hitlers, las, schrieb er einen empörten Brief an dessen Verlagshaus. Die Antwort auf seinen Brief erhielt er zu seiner Überraschung von Albert Speer persönlich. Dies war der Beginn einer zweieinhalb Jahre andauernden Korrespondenz.

Der Vortrag von Frau Geyer wird sowohl als Präsenzveranstaltung im „eckstein“, Raum 1.01, als auch gleichzeitig als Online-Veranstaltung über das Konferenztool Zoom angeboten. Eine Anmeldung ist nur für die Präsenzveranstaltung erforderlich.

Um Online an der Veranstaltung teilzunehmen, klicken Sie auf unten angefügten Link. Der Link führt Sie direkt zur Sitzung über Zoom. Sie müssen sich für die Teilnahme keine App herunterladen, Sie können über die Funktion „mit Ihrem Browser anmelden“ oder „per Browser teilnehmen“ an der Veranstaltung teilnehmen. Nach der Aktivierung des Links werden Sie aufgefordert, den Kenncode einzugeben. Unbedingt erforderlich ist jedoch ein elektronisches Gerät (PC, Tablet, Smartphone), das entweder durch ein Headset oder durch Lautsprecher, Mikrofon und (nach Wunsch) Kamera entsprechend benutzt werden kann. Am besten testen Sie den Link vorab. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Meeting-ID: 625 7017 4229
Kenncode: 026789


Ein Nürnberger Humanist „entdeckt“ Westeuropa – Hieronymus Münzer und der Bericht seiner Reise (1494): Nürnberg und Europa

12. Mai 2022

19.00 Uhr
Hirsvogelsaal

Vortrag im Rahmen des Vortragsprogramms

Referent: Prof. Dr. Klaus Herbers

Der Nürnberger Arzt Hieronymus Münzer floh 1494 nicht nur angeblich vor der Pest. Mit Verweis auf Aristoteles wollte er sich „der Suche nach der Wahrheit“ widmen. Sein Reisebericht zeugt davon, in welchem Maße ihm das gelang. Vorkenntnisse aus Studium und Nürnberger Zusammenhängen sowie die Unterstützung von Kaufleuten, Druckern, Gelehrten und Höflingen halfen ihm, erfolgreich zu suchen.

Itinerarium Hieronymus Münzer Abschrift von Hartmann Schedel, Bayerische Staatsbibliothek München Clm 431, Bl. 183

Hieronymus Münzer schildert in seinem Itinerarium den Widerstand der Bewohner Numantias gegen die Römer und fügt einen Lageplan des alten Numantia am dort bezeichneten Fluss Duero ein. Abschrift von Hartmann Schedel. (Bayerische Staatsbibliothek München Clm 431, Bl. 183v)

Sein Itinerarium, das in vollständiger Edition und Übersetzung jetzt vorliegt, gewährt vielfältige Einblicke. Der Vortrag zeigt an einigen zentralen Aspekten des Reiseberichts nicht nur, wie europäisch Nürnberg um 1500 war, sondern er erschließt zugleich zahlreiche Facetten europäischer Kulturgeschichte in dieser Zeit.

Vortragsbeginn: 19 Uhr
Veranstaltungsort: Hirsvogelsaal des Museums Tucherschloss, Eingang über den Treibberg


Führungen und Rundgänge


Führungen durch Ausstellungen, Stadtteilbegehungen, Halbtagsexkursionen in die nähere Umgebung und Studienfahrten machen Geschichte mit allen Sinnen erfahrbar. Für Themenvielfalt und Abwechslung im Veranstaltungskalender sorgen die Vereinsmitglieder mit Initiativen und Spezialwissen selbst.

Besonders die Präsentation von sonst unzugänglichen Besichtigungszielen macht versteckte Facetten der Nürnberger Stadtgeschichte sichtbar. Dabei fallen für unsere Mitglieder nur die reinen Unkosten einer Begehung an, die Führungen selbst sind kostenfrei.

Ausstellungsführung

Ausstellungsführung im Stadtarchiv in der Norishalle, Januar 2010.


Verein für Geschichte der Stadt Nürnberg

Marientorgraben 8

90402 Nürnberg


Alda Hellmuth (Mitarbeiterin Geschäftsstelle)

Zi. 207


Telefon 09 11 / 2 31-73 32

Telefax 09 11 / 2 31-40 91

Zur verschlüsselten Übertragung Ihrer Nachricht:

Kontaktformular

Öffnungszeiten:

Dienstag 15.30 bis 17.00 Uhr
Freitag 14.00 bis 16.00 Uhr



Ulrike Swoboda M.A. (Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen)

Zi. 106


Telefon 09 11 / 2 31-54 86

Telefax 09 11 / 2 31-40 91

Zur verschlüsselten Übertragung Ihrer Nachricht:

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Aktualisiert am 08.05.2022, 08:53 Uhr

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