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Straßennamen von 1750

Hans Bien listet in seiner Karte 193 Ortsbezeichnungen auf. Die 191 Bezeichnungen der Karte von 1750 wurden mit denen von 1630 und mit der heutigen Situation verglichen. Heute gibt es etwa 234 Straßennamen in der Altstadt. Die Karte von 1750 enthält einige Fehler bei den Bezeichnungen und den damit verbundenen Nummern bzw. Buchstaben. Einige Nummern und Buchstaben sind in der Karte nicht auffindbar.

In der Karte von Hans Bien gibt es dagegen nur eine offenbar falsche Platzierung eines Namens: Der Judenfriedhof war laut Stadtlexikon außerhalb des Judenviertels (heutige Martin-Treu-Straße).


Vergleich der Karte von 1750 mit der Karte von 1630:

Die Bezeichnung der Karte von 1750 ist in der Karte von 1630

Anteil in Prozent

vorhanden

69

etwas anders

7

ganz anders

2

nicht vorhanden

22

Anmerkungen zur Tabelle:

  • Änderungen in der Schreibweise wurden nicht als Veränderung der Bezeichnung gewertet.
    Beispiel: „Tieling Hof“ gleich „Dielling hoff“, „Hinterm Tetzel“ gleich „Hinder dem Tetzel“
  • Beispiele für anders lautende Bezeichnungen für die gleiche Sache: „Judengäßlein“ und „Juden höflein“, „das Ober Zollhaus“ und „Neue waag“
  • Beispiele für vollkommen andere lautende Bezeichnungen: „a.b.c. Brucken“ und „Langen bruckhen“, „Meilers Hoff“ und „Straußen hoff“

Die in beiden Karten identischen Ortsbezeichnungen haben sich in den 120 Jahren von 1630 bis 1750 kaum verändert. Allerdings gibt es 32 Bezeichnungen, die Hans Bien nicht auflistet. So erwähnt er etwa bis auf den Turm Luginsland keine einzelnen Gebäude innerhalb des Burgkomplexes. Andererseits hält Bien Bezeichnungen für wichtig, die 1750 nicht mehr erscheinen, zum Beispiel zwei Brunnen und zwei der fünf Badehäuser. Einige der 1630 erwähnten Wirtshäuser erscheinen in der Karte von 1750 nicht: „Zum Wilden Mann“, „Sieben Türme“ und „Bärleinhuter“. Die „Sieben Türme“ und der „Bärleinhuter“ waren noch im Jahr 1800 vorhanden. Das zeigt, dass die Straßennamen nicht fest waren und dass bei der Kartenherstellung eine Auswahl unter den vorhandenen Ortsbezeichnungen getroffen wurde.

Insgesamt kann festgestellt werden, dass es zwar keine dramatischen, aber doch bemerkbare Veränderungen zwischen 1630 und 1750 gegeben hat.


Vergleich der Ortsbezeichnungen der historischen Karten mit der heutigen Situation:

Die Bezeichnung der Karte ist heute

von 1630

von 1750

vorhanden

35

38

etwas anders

11

15

noch zur Orientierung verwendbar

13

8

nicht vorhanden

41

39

Das Ergebnis des Vergleichs überrascht nicht: Die Karte von 1750 ist der heutigen Situation näher als die Karte von 1630. 38 Prozent statt 35 Prozent der Ortsbezeichnungen sind heute noch vorhanden.

Insgesamt 53 bzw. 46 Prozent der alten Ortsbezeichnungen können auch heute noch problemlos zur Orientierung verwendbar. 61 bzw. 59 Prozent der Namen sind heute noch vorhanden, wenn auch zum Teil in etwas anderer Form.

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