Burg im Sonnenuntergang im Herbst

Integration in Nürnberg

Nürnberger Integrationskonferenzen

Am Samstag, 21. November 2026 findet von 09.00-15.30 Uhr im südpunkt die 10. Nürnberger Integrationskonferenz statt.

Ab sofort ist die Anmeldung möglich. Die Teilnahme ist kostenlos.
Bitte melden Sie sich bis zum 10. November 2026 verbindlich an.
Ihre Anmeldung ist bestätigt, sollten Sie von uns bis spätestens eine Woche vor der Konferenz nichts Gegenteiliges hören.

  • Anmeldeformular<https://formularservice.nuernberg.de/intelliform/forms/os2/416_kuf/416_kuf_d_integrationskonferenz/index>

Die 10. Nürnberger Integrationskonferenz greift mit dem Titel „Vielfalt als Standortvorteil – Migration, Integration und Wirtschaft in der zukunftsfähigen Stadtgesellschaft“ einen neuen Schwerpunkt der Leitlinien auf. Vielfalt ist für Nürnberg eine große Stärke. In einer Stadt, in der mehr als die Hälfte der Menschen eine Zuwanderungsgeschichte hat, sind unterschiedliche Erfahrungen, Perspektiven und Kompetenzen eine wichtige Grundlage für gesellschaftlichen Zusammenhalt, wirtschaftliche Entwicklung und Innovationskraft.
In diesem Sinne bringt die Konferenz am 21. November Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und den Communities mit Zuwanderungsgeschichte im südpunkt zusammen, um durch Dialog, Zusammenarbeit und das gemeinsame Engagement aller die zukunftsfähige Stadtgesellschaft mit zu gestalten.

Programm
9.00 Uhr Ankommen und Kaffee

9.30 Uhr Grußwort
Marcus König, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg

9.45 Uhr Begrüßung
Sorush Mawlahi, Vorsitzender des Rates für Integration und Zuwanderung

10.00 Uhr Keynote
"Migration als Standortvorteil in der zukunftsfähigen Stadtgesellschaft im Hinblick auf Arbeitsmarkt und Beschäftigung"

Prof. Dr. Kosyalova ist Leiterin des Forschungsbereiches Migration, Integration und internationale Arbeitsmarktforschung am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung Migrationsforschung an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

10.15 Uhr Keynote
"Migration und Integration aus menschenrechtlicher Perspektive"
Prof. Dr. Bendel ist am Institut für Politische Wissenschaft an der FAU Erlangen-Nürnberg Forschungsbereich Migration, Flucht und Integration tätig.

10.30 Uhr Podiumsdiskussion
„Vielfalt als Standortvorteil – Migration, Integration und Wirtschaft in der zukunftsfähigen Stadtgesellschaft“

Marcus König, Oberbürgermeister
Sorush Mawlahi, Integrationsratsvorsitzender
Prof. Dr. Yuliya Kosyakova
Prof. Dr. Petra Bendel
Claudia Wolfinger, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nürnberg
Herna Muñoz-Galeano, Unternehmerin

11.45 Uhr Mittagspause und Austausch im Foyer

12.30 Uhr Parallele Themenworkshops

15.00 Uhr Konferenzabschluss
Elisabeth Ries, Referentin für Jugend, Familie, Senioren und Soziales

15.30 Uhr Ende der Konferenz

Neben der Gewinnung internationaler Fachkräfte ist die berufliche Integration von Menschen, die bereits in Deutschland leben, ein wichtiger Baustein der Fachkräftesicherung.
Dafür braucht es passgenaue Bildungs- und Unterstützungsangebote sowie die Offenheit aller Arbeitsmarktakteurinnen und -akteure – insbesondere der Unternehmen. Entscheidend ist, Zugewanderte mit ihren unterschiedlichen Bildungsbiografien und Sprachkenntnissen frühzeitig mit Unternehmen in Kontakt zu bringen und ihre Kompetenzen sichtbar zu machen.
Im Workshop beleuchten wir Herausforderungen beim Matching von Unternehmen und zugewanderten Arbeitsuchenden, stellen erfolgreiche Praxisbeispiele vor und diskutieren nachhaltige Lösungsansätze für Nürnberg.

Moderation: Tamara Morro und Martina Schuster, Bildungsbüro der Stadt Nürnberg
Miriam Degmayr und Daniel Stanin, Geschäftsstelle des Integrationsrates
Herna Muñoz-Galeano, Unternehmerin

In diesem Workshop steht das langfristige Ankommen und Bleiben (Stay) im Mittelpunkt. Während Workshop 1 die berufliche Integration (Work) in den Blick nimmt, fragen wir: Wie gelingt es, dass internationale Fachkräfte, Studierende, Auszubildende und ihre Familien in unserer Region Wurzeln schlagen?
Das neue Work and Stay Center begleitet Menschen entlang des gesamten Integrationsprozesses und schafft Transparenz sowie eine verlässliche Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Akteurinnen und Akteuren. Gemeinsam beleuchten wir, was für ein gutes Ankommen jenseits des Arbeitsplatzes wichtig ist – von Kinderbetreuung und Wohnen bis zu Freizeit, Ehrenamt und sozialen Netzwerken. Wir machen Integration als wechselseitigen Prozess physisch erlebbar!
Anhand konkreter Beispiele entwickeln wir Ideen, wie Teilhabe gestärkt und bestehende Strukturen geöffnet werden können. Ziel ist es, Vielfalt als echten Standortvorteil für Mittelfranken zu gestalten.

Moderation: Katharina Schwartz, Work And Stay Center Mittelfranken
Susanne Wagner, IHK Nürnberg für Mittelfranken

Auf Grundlage eines Stadtratsbeschlusses entwickelt eine Arbeitsgruppe eine Gesamtstrategie unter obiger Überschrift. Ziel ist es, allen städtischen Akteur*innen entlang der fünf Funktionen einer Stadtverwaltung Orientierung für diskriminierungsfreies und antirassistisches Handeln zu geben. Ein gemeinsames Werteverständnis stärkt Handlungssicherheit, Resilienz und den demokratischen Zusammenhalt.
Der Workshop stellt den Entwicklungsprozess sowie die zentralen Leitplanken der Strategie vor und lädt städtische wie zivilgesellschaftliche Akteur*innen dazu ein, diese gemeinsam zu diskutieren.

Moderation: Martina Mittenhuber, Menschenrechtsbüro der Stadt Nürnberg
Christine Burmann, Gleichstellungsstelle der Stadt Nürnberg

Hasskriminalität und gezielte Desinformation im Netz richten sich nicht allein gegen einzelne Menschen und gesellschaftliche Gruppen, sondern gefährden auch den demokratischen Zusammenhalt und ein respektvolles Zusammenleben in Vielfalt. Ein wirksamer Umgang damit erfordert Sensibilität für menschenfeindliche und manipulative Inhalte sowie Kenntnisse über rechtliche Rahmenbedingungen, Handlungsmöglichkeiten und Unterstützungsangebote.
Der Workshop gibt einen Überblick über Erscheinungsformen von Hasskriminalität und Desinformation, erläutert deren rechtliche und polizeiliche Einordnung anhand konkreter Beispiele und zeigt auf, wie Betroffene sowie Zeuginnen und Zeugen digitale Hetze erkennen, dokumentieren und melden können. Darüber hinaus bietet er Raum für Fragen, Erfahrungsaustausch und die Entwicklung gemeinsamer Handlungsansätze.

Moderation: Kriminaldirektor Michael Weinzierl, Der Beauftragte der Bayerischen Polizei gegen Hasskriminalität, insbesondere Antisemitismus

Podiumsdiskussion der 9. Nürnberger Integrationskonferenz

Nürnberg hat über 40 Jahre Erfahrung beim Thema Integration und in der interkulturellen Arbeit.
Die Integrationspolitik wird dabei als Querschnittsaufgabe begriffen, die nachhaltig alle Bereiche kommunalen Handelns betrifft und von allen Referaten und Dienststellen der Stadt bei ihrer Arbeit berücksichtigt werden muss.
Alle Bürger*innen sollen gleiche Chancen haben und gleichermaßen an allen Leistungen und Angeboten im öffentlichen Leben teilhaben können.

Ziele der Konferenzreihe sind es:

  • eine Zwischenbilanz der Nürnberger Integrationspolitik zu ziehen,
  • im Dialog mit den Mitgliedern der verschiedenen Gremien des Nürnberger Netzwerkes Integration und anderen engagierten Akteuren Handlungsbedarf und Zukunftsperspektiven gemeinsam zu erörtern,
  • in der Öffentlichkeit für die Themen Integration, Interkulturelle Öffnung und Vielfalt zu sensibilisieren,
  • Transparenz herzustellen über die Integrationsarbeit und Integrationspolitik der Stadt Nürnberg,
  • Akteure aus den verschiedensten Handlungsfeldern und Gremien zusammenzubringen sowie
  • eine Plattform zu bieten, die Gelegenheit zum Informations- und Erfahrungsaustausch auf und zwischen unterschiedlichen Ebenen gibt.

Schwerpunkte der Konferenzreihe:

- Bildung
- Wirtschaft und Arbeit
- Soziales
- Kultur, Freizeit und Sport
- Menschenrechte
- Interkulturelle Öffnung
- Wohnen und Zusammenleben im Stadtteil
- Gesundheit
- Senior*innen mit Migrationshintergrund
- Mädchen und Frauen
- Flüchtlinge
- Kooperationsstrukturen, Informationen und Vernetzung