Die 10. Nürnberger Integrationskonferenz greift mit dem Titel „Vielfalt als Standortvorteil – Migration, Integration und Wirtschaft in der zukunftsfähigen Stadtgesellschaft“ einen neuen Schwerpunkt der Leitlinien auf. Vielfalt ist für Nürnberg eine große Stärke. In einer Stadt, in der mehr als die Hälfte der Menschen eine Zuwanderungsgeschichte hat, sind unterschiedliche Erfahrungen, Perspektiven und Kompetenzen eine wichtige Grundlage für gesellschaftlichen Zusammenhalt, wirtschaftliche Entwicklung und Innovationskraft.
In diesem Sinne bringt die Konferenz am 21. November Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und den Communities mit Zuwanderungsgeschichte im südpunkt zusammen, um durch Dialog, Zusammenarbeit und das gemeinsame Engagement aller die zukunftsfähige Stadtgesellschaft mit zu gestalten.
Programm
9.00 Uhr Ankommen und Kaffee
9.30 Uhr Grußwort
Marcus König, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg
9.45 Uhr Begrüßung
Sorush Mawlahi, Vorsitzender des Rates für Integration und Zuwanderung
10.00 Uhr Keynote Prof. Dr. Yuliya Kosyakova
Prof. Dr. Kosyalova ist Leiterin des Forschungsbereiches Migration, Integration und internationale Arbeitsmarktforschung am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung Migrationsforschung an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.
10.15 Uhr Keynote Prof. Dr. Petra Bendel
Prof. Dr. Bendel ist am Institut für Politische Wissenschaft an der FAU Erlangen-Nürnberg Forschungsbereich Migration, Flucht und Integration tätig.
10.30 Uhr Podiumsdiskussion
„Vielfalt als Standortvorteil – Migration, Integration und Wirtschaft in der zukunftsfähigen Stadtgesellschaft“
11.45 Uhr Mittagspause und Austausch im Foyer
12.30 Uhr Parallele Themenworkshops
15.00 Uhr Abschluss
15.30 Uhr Ende der Konferenz
10. Nürnberger Integrationskonferenz am 21. November 2026 im südpunkt
Informationen zur Anmeldung werden demnächst hier zur Verfügung gestellt.
Änderungen vorbehalten.
Neben der Rekrutierung von Fachkräften aus dem Ausland ist die berufliche Integration zugewanderter Personen, die sich bereits in Deutschland aufhalten, ein wichtiger Schritt zur Fachkräftesicherung.
Dies erfordert nicht nur die systematische Unterstützung und Weiterbildung der Menschen, sondern auch eine Offenheit aller Arbeitsmarktakteurinnen und Akteure, insbesondere der Unternehmen selbst. Die Menschen mit ihren jeweils unterschiedlichen Bildungsbiographien und Sprachkenntnissen brauchen passgenaue Bildungsangebote und die Möglichkeit, sich und ihre Kompetenzen frühzeitig bei den Unternehmen zu präsentieren.
Im Workshop betrachten wir Herausforderungen im Matching von Unternehmen und zugewanderten Arbeitsuchenden, blicken auf Gelingensbedingungen anhand von Best-Practices-Beispielen und diskutieren Ideen für nachhaltige Lösungen für Nürnberg.
In diesem Workshop steht das langfristige Bleiben (Stay) im Mittelpunkt. Während das Bildungsbüro und der Rat für Integration und Zuwanderung die berufliche Integration (Work) thematisiert, widmen wir uns der Frage: Wie schaffen wir es, dass internationale Fachkräfte, Studierende und Azubis und deren Familienangehörige in unserer Region Wurzeln schlagen? Das neue Work and Stay Center agiert hierbei als zentrale Koordinationsstelle, die Menschen in ihrer spezifischen Lebenslage entlang des gesamten Integrationsprozesses begleitet und Transparenz und Verbindlichkeit zwischen allen Beteiligten schafft. Unter dem Motto „Ankommen ist erst der Anfang“ analysieren wir die Bedürfnisse jenseits des Arbeitsplatzes – von der Kita-Suche bis zur Mitwirkung im Sportverein. Wir machen Integration als wechselseitigen Prozess physisch erlebbar und erarbeiten mit Ihnen konkrete „Bleibe-Impulse“. Ziel ist es, Strukturen zu öffnen und Teilhabe so zu gestalten, dass Vielfalt zum echten Standortvorteil für Mittelfranken wird.
In Umsetzung eines Auftrags aus dem Stadtrat entwickelt eine Arbeitsgruppe o.g. Strategie mit dem Ziel, allen städtischen Akteur*innen Leitplanken zu antirassistischem und diskriminierungsfreiem Handeln entlang der fünf Funktionen einer Stadtverwaltung an die Hand zu geben. Denn eine Verwaltung mit einem gemeinsamen Werteverständnis schafft Handlungssicherheit und Resilienz. Der Workshop stellt den Prozess und die Leitplanken der Strategie vor und will städtische und zivilgesellschaftliche Akteur*innen ermuntern, darüber in die Diskussion zu gehen.
Hasskriminalität und gezielte Desinformation im Netz richten sich nicht nur gegen einzelne Menschen und gesellschaftliche Gruppen, sondern gefährden auch den demokratischen Zusammenhalt und ein respektvolles Zusammenleben in Vielfalt. Der wirksame Umgang damit erfordert sowohl die Sensibilisierung für menschenfeindliche und manipulative Inhalte als auch Kenntnisse über rechtliche Grenzen, Handlungsmöglichkeiten und Unterstützungsangebote. Betroffene sowie Zeuginnen und Zeugen müssen wissen, wie sie digitale Hetze erkennen, dokumentieren und melden können und an welche Stellen sie sich wenden können. Der Workshop zeigt unterschiedliche Erscheinungsformen von Hasskriminalität und Desinformation auf, erläutert die polizeiliche und rechtliche Einordnung anhand konkreter Beispiele und bietet Raum für Fragen, Erfahrungsaustausch und gemeinsame Handlungsansätze.
Nürnberg hat über 40 Jahre Erfahrung beim Thema Integration und in der interkulturellen Arbeit.
Die Integrationspolitik wird dabei als Querschnittsaufgabe begriffen, die nachhaltig alle Bereiche kommunalen Handelns betrifft und von allen Referaten und Dienststellen der Stadt bei ihrer Arbeit berücksichtigt werden muss.
Alle Bürger*innen sollen gleiche Chancen haben und gleichermaßen an allen Leistungen und Angeboten im öffentlichen Leben teilhaben können.
Ziele der Konferenzreihe sind es:
- eine Zwischenbilanz der Nürnberger Integrationspolitik zu ziehen,
- im Dialog mit den Mitgliedern der verschiedenen Gremien des Nürnberger Netzwerkes Integration und anderen engagierten Akteuren Handlungsbedarf und Zukunftsperspektiven gemeinsam zu erörtern,
- in der Öffentlichkeit für die Themen Integration, Interkulturelle Öffnung und Vielfalt zu sensibilisieren,
- Transparenz herzustellen über die Integrationsarbeit und Integrationspolitik der Stadt Nürnberg,
- Akteure aus den verschiedensten Handlungsfeldern und Gremien zusammenzubringen sowie
- eine Plattform zu bieten, die Gelegenheit zum Informations- und Erfahrungsaustausch auf und zwischen unterschiedlichen Ebenen gibt.
Schwerpunkte der Konferenzreihe:
- Bildung
- Wirtschaft und Arbeit
- Soziales
- Kultur, Freizeit und Sport
- Menschenrechte
- Interkulturelle Öffnung
- Wohnen und Zusammenleben im Stadtteil
- Gesundheit
- Senior*innen mit Migrationshintergrund
- Mädchen und Frauen
- Flüchtlinge
- Kooperationsstrukturen, Informationen und Vernetzung

