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Die Menschenrechte im Stadtbild

Nürnberg hat seine Rolle in der NS-Zeit nicht geleugnet oder ignoriert, sondern sich intensiv und kontrovers damit auseinander gesetzt. Zahlreiche Initiativen der Stadt und aus der Bürgerschaft stellten sich der Frage nach den Ursachen der Verstrickung Nürnbergs in das nationalsozialistische Unrechtssystem und dem daraus resultierenden Auftrag für die Zukunft. So wurde 1985 mit der Ausstellung "Faszination und Gewalt" in der Zeppelintribüne ein erster Zugang zur Geschichte des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes und der Stadt in der NS-Zeit geschaffen. Zwischenzeitlich ist diese in der umfassenden Informationsstätte des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände aufgegangen.

Das 2010 eröffnete „Memorium Nürnberger Prozesse“ verweist auf Nürnberg als den Schauplatz eines Meilensteins des Völkerrechts: Am historischen Ort informiert eine Dauerausstellung über Vorgeschichte, Verlauf und Nachwirkung des internationalen Militärtribunals über führende Vertreter des NS-Regimes.
Die zentralen Rechtsprinzipien dieser Prozesse erforscht hier auch die Akademie Nürnberger Prinzipien unter den drei Gesichtspunkten Legitimität, Akzeptanz und Rechtmäßigkeit der strafrechtlichen Aufarbeitung völkerrechtlicher Verbrechen entwickeln diese weiter.

Neben den großen historischen Orten, die an die Vertreibung und Verfolgung im Zeit des Nationalsozialismus erinnern, gibt es in Nürnberg auch Orte, die von rassistischen Gewalttaten der Gegenwart erzählen:

Erinnerungsorte für die Opfer des NSU in Nürnberg

Mehr als 13 Jahre hat die Gruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“, kurz NSU, in ganz Deutschland rassistisch motivierte Morde und Verbrechen begangen, ohne von den Ermittlungsbehörden aufgedeckt zu werden. Allein in Nürnberg und München sind fünf Menschen mit türkischen und griechischen Wurzeln in dieser Zeit ermordet worden.

Straße der Menschenrechte

1993 wurde die "Straße der Menschenrechte" in Nürnberg der Öffentlichkeit übergeben. Jede ihrer Rundpfeiler trägt die Kurzfassung eines der 30 Artikel der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte" von 1948. Die von dem israelischen Künstler Dani Karavan geschaffene Installation erinnert an das dunkelste Kapitel deutscher und Nürnberger Geschichte, symbolisiert gleichzeitig aber auch den Sieg der Menschlichkeit über die Barbarei und macht Hoffnung auf eine Welt, in der alle Menschen in Würde, Frieden und Freiheit leben können.

Damit sowohl Kinder, als auch Erwachsene merken, dass auch Kinder Rechte haben steht im Stadtpark eine „Straße der Kinderrechte“.

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Weitere Menschenrechtsorte

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