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Straße der Kinderrechte

Kinder haben Rechte! Damit sowohl Kinder, als auch Erwachsene das merken, steht im Stadtpark eine „Straße der Kinderrechte“.

Kinderrechte sind Menschenrechte mit besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse von Kindern und ihrer politischen, sozialen und wirtschaftlichen Stellung. Festgeschrieben sind die einzelnen Kinderrechte in der Kinderrechtskonvention. Am 20. November 1989 wurde die Konvention von der UN-Generalversammlung verabschiedet und im Anschluss daran von 193 Staaten ratifiziert. Sie ist mit ihren 54 Artikeln der am meisten angenommene Menschenrechtsvertrag. Nur die USA und Somalia haben dieser Konvention nicht zugestimmt.

An oberster Stelle steht das Wohl des Kindes. Kinder sind nicht nur Objekte von Schutz und Fürsorge durch Erwachsene, sondern auch Träger eigener Rechte, die ihre eigene Entwicklung mitbestimmen sollen und können. Dazu ist es notwendig, dass Kinder ihre Rechte kennen.

Entstehung der „Straße der Kinderrechte“

Damit alle Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen in Nürnberg von diesen Rechten erfahren, hat die Kinderkommission die „Straße der Kinderrechte“ ins Leben gerufen. Hier sollen Kinder auf kindgerechte Weise und spielerisch mehr über ihre Rechte erfahren können. Im Oktober 2005 hat die Kinderkommission Kinder des Hortes Neue Hegelstraße und Kinder aus dem Kinder- und Jugendhaus Bertha eingeladen, sich an der Gestaltung und Umsetzung zu beteiligen. Sie malten zusammen mit den beiden Künstlern Ursula Rössner und Jürgen Eckart Skizzen und bauten verschiedene Modelle zu den von ihnen ausgewählten Kinderrechten. Die Schirmherrschaft für das Projekt übernahm der israelische Künstler Dani Karavan, der Schöpfer der Straße der Menschenrechte. Nachdem die Modelle in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt wurden, fand die Umsetzung der Kunstwerke mit großzügiger Unterstützung vieler Sponsoren unter der Federführung des Gartenbauamtes statt.

Am 2. Oktober 2007 wurde die Straße der Kinderrechte feierlich unter dem Beisein von Kindern und den Künstlern Ursula Rössner und Jürgen Eckart, Dani Karavan, sowie Eugénie Musayidire, der Preisträgerin des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises 2007, vom Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly eröffnet.

Stationen zu den Kinderrechten

Bisher wurden in der Straße der Kinderrechte sieben bunt und einladend gestaltete Stationen verwirklicht.

Am 24. Oktober 2013 ist die Straße der Kinderrechte um eine weitere Station ergänzt worden.
In einem Festakt mit zahlreichen Gästen wurde eine Kletterskulptur mit dem Titel "Mit Bildung die Welt besteigen", sowie eine dazugehörige Welten- und Bildungsbank vom Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly der Öffentlichkeit übergeben.

Die Stationen verkörpern die folgenden Rechte:

  1. Schildkröte – Recht auf Gesundheit und eine intakte Umwelt
  2. Spielweg – Recht auf Spiel und Freizeit
  3. Amphitheater – Recht auf freie Meinungsäußerung, Information und Beteiligung
  4. Gleichheitsfiguren – Recht auf Gleichheit
  5. Buchstabenbaum – Recht auf Privatsphäre und Intimität
  6. Elternskulpturen – Recht auf elterliche Fürsorge
  7. Litfaßsäule – Recht auf Information
  8. Kletterskulptur und Bank – Recht auf Bildung

Die Platzierung der Kunstwerke im sehr gut besuchten öffentlichen Raum konfrontiert Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf unaufdringliche Art und Weise mit der Bedeutung der Kinderrechte. Auf der Litfaßsäule und der Beschilderung werden den besuchenden Schulklassen, Kindertagesstätten oder Einzelpersonen alle wesentlichen Grundinformationen zur UN-Kinderrechtskonvention vermittelt, während die Stationen eine spielerische und sinnliche Erfahrung der Kinderrechte ermöglichen.

Weitere Informationen und Bilder

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