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Straße der Menschenrechte

Die Geschichte der „Straße der Menschenrechte" reicht bis ins Jahr 1988 zurück, als eine zwölfköpfige Jury im Zusammenhang mit dem Erweiterungsbau des Germanischen Nationalmuseums über die künstlerische Ausgestaltung der Kartäusergasse zu entscheiden hatte. Unter den vier eingegangenen Wettbewerbsvorschlägen überzeugte auf Anhieb das Konzept von Dani Karavan, dessen „Straße der Menschenrechte" mit ihren 27 weißen Säulen von acht Metern Höhe, zwei Bodenplatten, einer Säuleneiche und einem Torbogen eine einladende Verbindung zwischen Kornmarkt und Stadtmauer schaffen sollte. Nach mehrjähriger Planungs- und Bauzeit konnte Karavan sein Werk am 24. Oktober 1993 in einer bewegenden Feier der Öffentlichkeit übergeben.

Auf den Tag genau wurde am 24. Oktober 2013 in einem ergreifenden Festakt auf 20 Jahre „Straße der Menschenrechte“ und die einzigartige Entwicklung vom Kunstwerk zum Leitbild geblickt. Augenzwinkernd kommentierte der dreiundachtzigjährige Künstler: „Die Kraft der Kunst beginnt mich zu überzeugen."

Neben dem feierlichen Festakt im Germanischen Nationalmuseum gab es eine Reihe von Veranstaltungen sowie ein pädagogisches Begleitprogramm. Die Angebote reichten von Vorträgen und Führungen über Kindertheater bis Mitmachaktionen.

Die Botschaft

Ihre Überzeugungskraft bezieht die Skulptur nicht nur aus dem künstlerischen Eindruck, sondern vor allem aus ihrer Botschaft. Jedes der Elemente in der Straße der Menschenrechte trägt in Kurzform einen der Menschenrechtsartikel in deutscher und einer anderen Sprache. Die „Straße der Menschenrechte" ist sowohl eine Anklage gegen die Verbrechen der Nationalsozialisten als auch eine zu Stein gewordene Mahnung an die Menschen, dass die Menschenrechte auch heute noch in vielen Staaten der Erde massiv verletzt werden.

Die Bedeutung des Kunstwerks für die Stadt Nürnberg

Was ein Kunstwerk im günstigsten Fall bewirken kann, haben die Säulenreihe und ihr Schöpfer vollbracht: Die „Straße der Menschenrechte" setzte einen neuen geistigen, politischen und gesellschaftlichen Akzent in Nürnberg, der vormaligen Stadt der nationalsozialistischen Rassegesetze und der Reichsparteitage, aber auch dem Schauplatz des Internationalen Militärtribunals als Keimzelle einer internationalen Strafgerichtsbarkeit.

Die begehbare Installation besitzt über ihre hohe ästhetische Qualität hinaus eine große Symbolkraft, die den Anstoß für zahlreiche Menschenrechtsaktivitäten Nürnbergs gab. So markierte die Eröffnung der „Straße der Menschenrechte" auch die Geburtsstunde des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises: In seiner Rede versprach der damalige Oberbürgermeister Dr. Peter Schönlein, die Stadt Nürnberg werde Dani Karavans Installation als stete Aufforderung begreifen, einen aktiven Beitrag zur weltweiten Durchsetzung der Menschenrechte zu leisten, und kündigte die Stiftung des Preises an. Als Jurymitglied des Internationalen Menschenrechtspreises und als häufiger Gast in Nürnberg begleitet Dani Karavan seither die Menschenrechtsarbeit in der Stadt.

Die Straße der Menschenrechte im Panorama

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Weitere Informationen zum Kunstwerk und dem Künstler:

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