Seit 2012 stand der ehemalige Kaufhof am Aufseßplatz in der Nürnberger Südstadt leer. 2020 wurde das Gebäude abgerissen, bevor das Bauprojekt bis Anfang 2026 ruhte und traurige Bekanntheit als „Lago di Aufseß“ erlangte. Im Februar 2026 folgte der Startschuss für die Fortführung der Bauarbeiten für das sogenannte „Schocken-Carré“.
Entstehen wird an seiner Stelle ein Neubau mit bezahlbaren Wohnungen, zahlreichen Einzelhandelsflächen sowie sozialen Einrichtungen. Die Fassade des neuen Wohn- und Geschäftsgebäudes wird an den alten Schocken erinnern. Ergänzend wird das Umfeld sowie der angrenzende Aufseßplatz durch Bäume und Grün aufgewertet.

Das ist neu
Nach intensiven Gesprächen und erfolgreicher Vermittlung der Stadt zwischen der Ten Brinke Group als Eigentümerin und Entwicklerin des sogenannten „Schocken-Carré“ sowie der BayernHeim und dem Siedlungswerk Nürnberg beginnen in Kürze die Bauarbeiten zur Fortführung des Projekts am Aufseßplatz.
Mit dem sogenannten „Schocken-Carré“ entsteht am Aufseßplatz ein modernes, gemischt genutztes Quartier aus Wohnen, Einzelhandel, Nahversorgung und sozialen Angeboten. Geplant ist ein siebengeschossiger Neubau. Seine Fassade wird an das historische Schocken-Gebäude erinnern und damit städtebaulich an die Geschichte des Orts anknüpfen. Im Untergeschoss mit direktem Zugang zur U-Bahn werden künftig Flächen für den Einzelhandel und kleinteilige Mietangebote untergebracht. Der bestehende U-Bahn-Zugang bleibt erhalten und wird in das neue Gebäude integriert.
In den Obergeschossen entstehen rund 200 neue Wohnungen, Stellplätze sowie eine Kindertagesstätte. Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist dabei der geförderte Mietwohnungsbau. Zudem wurde eine Vereinbarung zu Dach- und Fassadenbegrünung, einem Mobilitätskonzept sowie einem Anteil familiengerechter Wohnungen getroffen. Auch das Umfeld des ehemaligen Kaufhofs und der angrenzende Aufseßplatz werden durch Bäume und ergänzendes Grün aufgewertet.
Fakten zum Projekt:
Der Aufseßplatz liegt in der Nürnberger Südstadt in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs. Im Süden des Platzes schließt das Areal des ehemaligen Kaufhofs an. Der Platz ist durch Haltestellen der U-Bahnlinie U1 und der Straßenbahnlinien 5, 6, 10 und 11 an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden.
Die Grundstücksfläche des ehemaligen Kaufhofs umfasst etwa 7.000 Quadratmeter. Der Aufseßplatz selbst hat eine Fläche von etwa 9.000 Quadratmeter.
Ehemalige Kaufhof-Immobilie:
Für den geplanten Neubau hat die Stadt Nürnberg eine Baugenehmigung erteilt. Mit dem sogenannten „Schocken-Carré“ entsteht ein modernes, gemischt genutztes Quartier aus Wohnen, Einzelhandel, Nahversorgung und sozialen Angeboten. Geplant ist ein siebengeschossiger Neubau. Im Untergeschoss mit direktem Zugang zur U-Bahn werden künftig Einzelhandelsflächen und kleinteilige Mietangebote untergebracht. Der bestehende U-Bahn-Zugang bleibt erhalten und wird in das neue Gebäude integriert. In den Obergeschossen entstehen 200 neue Wohnungen, Stellplätze sowie eine Kindertagesstätte. Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist dabei der geförderte Mietwohnungsbau. Zudem wurde eine Vereinbarung zu Dach- und Fassadenbegrünung, einem Mobilitätskonzept sowie einem Anteil familiengerechter Wohnungen getroffen.
Aufwertung des Aufseßplatz:
Auch das Umfeld des ehemaligen Kaufhofs und der Aufseßplatz werden aufgewertet.
Südwestlich des historischen Nymphenbrunnens wurde im Sommer 2024 ein ebenerdiger Brunnen mit Fontänen errichtet. Auf dem gesamten Platz werden neue Bäume als Schattenspender gepflanzt und zusätzliche Sitzbänke aufgestellt.
Die Firma Ten Brinke Group ist Eigentümerin des ehemaligen Kaufhof Warenhauses und entwickelt das Projekt. Die Stadt trägt die Kosten für die Maßnahmen zur Aufwertung des Aufseßplatzes. Nach längerem Stillstand hatte die Stadt zuletzt zwischen dem privaten Eigentümer sowie der BayernHeim und dem Siedlungswerk Nürnberg erfolgreich vermittelt, Fördermittel für den geförderten Mietwohnungsbau akquiriert und damit maßgeblich die Fortführung des Projekts mit angestoßen.
Die Kosten für die Aufwertung des Aufseßplatzes betragen etwa 1,4 Millionen Euro. Die Kosten für den Neubau sind nicht bekannt, da es sich hier um private Investitionen handelt.
Die ehemalige Kaufhof-Immobilie ist abgebrochen. Im Jahr 2026 starten die Bauarbeiten für den Neubau des Wohn- und Geschäftsgebäudes im Herzen der Südstadt.
Im Juni 2019 luden die Stadterneuerung Nürnberg und das Quartiersmanagement Galgenhof/Steinbühl zu einer Bürgerinformationsveranstaltung zur Aufwertung des Aufseßplatzes ein. Auch der Südstadt Aktiv e.V., Veranstalter des jährlichen Maifestes auf dem Aufseßplatz, hat sich mit Anregungen an den Planungen beteiligt.
Hier finden Sie eine chronologische Übersicht der von der Stadt Nürnberg veröffentlichten Pressemitteilungen zum Thema Aufwertung des Aufseßplatzes und ehemalige Kaufhof-Immobilie.
Auch Stadtrat und Ausschüsse beschäftigen sich mit dem Thema Aufwertung des Aufseßplatzes. Hier eine chronologische Übersicht der Sitzungen:
Am 11. Oktober 1926 wurde mit dem Kaufhaus Schocken das erste Kaufhaus in Nürnberg eröffnet. Der Name geht auf die ehemaligen Eigentümer Salman und Simon Schocken zurück. Die jüdischen Brüder mussten ihren Kaufhauskonzern im Zuge der „Arisierung“ 1938 zwangsverkaufen. 1939 wurde aus der Schocken AG die Merkur AG und das Kaufhaus in Merkur umbenannt.
Das ursprüngliche Haus von Architekt Erich Mendelsohn war der erste Bau in Nürnberg in moderner Architektur. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und durch einen Neubau ersetzt. 1949 erhielt die Familie Schocken 51 Prozent des Grundkapitals von der Merkur AG zurück, 1953 verkaufte sie ihre Anteile an Helmut Horten. Ab 1975 firmierte das Kaufhaus unter dem Namen Horten. Die Fassade war zu diesem Zeitpunkt längst mit den für Horten-Kaufhäuser typischen „Hortenkacheln“ ausgestattet.
1994 übernahm die Kaufhof AG die Horten-Kette, 2004 wurde das Kaufhaus in Kaufhof umbenannt. Am 16. Juni 2012 schloss die Filiale am Aufseßplatz endgültig ihre Türen. Damit endete eine rund 85-jährige Kaufhaus-Geschichte in der Südstadt. Im Frühjahr 2016 kaufte die Edeka Nordbayern-Sachsen-Thüringen Stiftung & Co. KG die leerstehende Immobilie. Im Herbst 2019 wurde sie an die Firma Ten Brinke Group weiterverkauft.
Bilder zum Projekt
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Aktualisiert am 06.03.2026, 14:19 Uhr












