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Umgestaltung des Nelson-Mandela-Platzes

Visualisierung des geplanten Rasenparterres auf dem Nelson-Mandela-Platz.

Er wird kaum wiederzuerkennen sein: Rasen statt Asphalt, Bäume statt Beton. Der Nelson-Mandela-Platz erhält eine dringend benötigte Frischzellenkur. Nach der Umgestaltung soll der Platz, der die Altstadt mit der Südstadt verbindet, nicht mehr nur von parkenden Autos dominiert werden. Er soll zu einem Ort werden, an dem man sich auch gerne aufhält.

Mehr Bäume und Grün waren die wichtigsten Wünsche der an der Planung beteiligten Bürger. Bei einem städtebaulichen Wettbewerb entschied sich die Jury anschließend für den Entwurf des Landschaftsarchitekten Rainer Schmidt. Nach dessen Plänen wird sich der Nelson-Mandela-Platz in einen lebendigen, grünen Stadtteilplatz verwandeln.


Ein Café, Sitzstufen und vor allem mehr Grün

Im Detail: Der Platz erhält einen neuen, einheitlichen Pflasterbelag. Eine große Rasenfläche, die von Sitzstufen und Bänken umrandet ist, lädt als grüne Insel zum Verweilen und Spielen ein. Für Schatten sorgen insgesamt 70 neu gepflanzte Bäume, für Erfrischung ein Trinkwasserbrunnen. Das zentral auf dem Platz aufgestellte Kunstwerk "Unruhestifter", das auch den Namen "Rolihlahla" trägt, erinnert an den Namensgeber des Platzes: den südafrikanischen Politiker und Freiheitskämpfer Nelson Mandela.

Wer möchte, kann sich die Zeit in einem neuen Café vertreiben, auch eine öffentliche Toilette wird es dort geben. Der Gehweg an der Straße Hinterm Bahnhof wird verbreitert und mit Bäumen bepflanzt. Für Radfahrer gibt es künftig einen Radweg in beide Richtungen und ein modernes Fahrradparkhaus, das ans Bahnhofsgebäude anschließt. Für Autos sind platzsparende Senkrecht-Parkplätze vorgesehen.

Nelson Mandela Platz

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So sieht der Nelson Mandela Platz zurzeit aus: parkende Autos und wenig Grün.

Entwurf der Rasenfläche auf dem Nelson-Mandela-Platz

Und so soll er bis Ende 2019 aussehen: Statt tristem Asphalt lädt eine große Rasenfläche zum Spielen und Toben ein. Auf Sitzstufen kann man lesen oder ein Eis essen.

Entwurf des umgestalteten Nelson-Mandela-Platzes

Mehr Platz erhalten auch Fußgänger: Der Gehweg hinterm Bahnhof wird verbreitert und mit Bäumen bepflanzt. Im neuen Fahrradparkplatz können künftig 350 Räder im Trockenen stehen.


Die Bauphasen

Ende April 2018 beginnt die Stadt mit den Bauarbeiten. Sie sollen zwei Jahre andauern und gliedern sich in drei Bauphasen. In den kommenden Wochen wird die Stadt die Anlieger mit Flyern informieren.

Erste Bauphase:

In der ersten Bauphase von Ende April bis Dezember 2018 richtet die Stadt auf dem Nelson-Mandela-Platz die Baustelle und einen Lagerplatz ein. Der westlich anschließende Celtisplatz wird geräumt. Die Straße Hinterm Bahnhof erhält einen neuen Belag, der Gehweg zum Bahnhofsgebäude wird verbreitert und ein Fahrradweg in beide Richtungen gebaut. Der Hummelsteiner Weg wird etwas weiter nach Osten verlegt und erhält ebenfalls einen neuen Belag.

Zweite Bauphase:

In der zweiten Bauphase ab Frühjahr 2019 pflanzt die Stadt in der Straße Hinterm Bahnhof neue Bäume und richtet dort 30 Kurzzeitparkplätze ein. Die Galgenhofstraße erhält einen neuen Belag und weitere neun Parkplätze. Direkt hinter dem Bahnhofsgebäude wird ein modernes Fahrradparkhaus mit etwa 350 Stellplätzen errichtet. Auch Schließfächer für Fahrrad-Helme und Stromanschlüsse für E-Bikes sind in dem Parkhaus vorgesehen. Der Celtisplatz erhält ein neues Pflaster und einen Trinkwasserbrunnen. Der Nelson-Mandela-Platz wird in dieser Bauphase weiterhin als Lagerplatz für die Baustelle genutzt.

Dritte Bauphase:

In der dritten Bauphase sollen bis Ende 2019 die Arbeiten an der Straße Hinterm Bahnhof und in der Galgenhofstraße abgeschlossen sein. Auf dem Celtisplatz wird der Café-Pavillon errichtet. Der Nelson-Mandela-Platz erhält sein neues grünes Gewand in Form eines tieferliegenden, abgestuften Rasenparterres mit Sitzstufen und Bänken. Außerdem werden auf dem Platz neue Bäume gepflanzt und das Kunstwerk "Unruhestifter" installiert.

Animation des geplanten Fahrradparkhauses

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Über 100 Meter lang und sieben Meter breit: Das moderne Fahrradparkhaus wird den südlichen Zugang zum Hauptbahnhof prägen. Wie die Fassade des Parkhauses genau aussehen wird, entscheidet sich noch im Laufe der Planung.


Neuer Süd-Ost-Ausgang des Hauptbahnhofs

Ein weiterer Ausgang wird künftig vom Hauptbahnhof direkt in die Südstadt führen: Neben dem bisherigen Süd-West-Ausgang wird es an der Straße Hinterm Bahnhof etwas weiter östlich einen neuen Süd-Ost-Ausgang geben. Die Arbeiten dafür haben bereits begonnen. Die Deutsche Bahn verlängert dazu den vorhandenen Osttunnel um 23 Meter in Richtung Südstadt. Der neue Fußgängertunnel soll Ende 2018 in Betrieb genommen werden. Unter den betroffenen Gleisen werden Hilfsbrücken eingebaut, der Zugverkehr wird durch die Baumaßnahmen nicht beeinträchtigt.


Hintergrundwissen: Stadterneuerungsgebiete

Die Umgestaltung des Nelson-Mandela-Platzes ist ein Projekt der Stadterneuerung Galgenhof/Steinbühl. In neun Stadterneuerungsgebieten investiert die Stadt Nürnberg intensiv in Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität im öffentlichen Raum. Bei den Stadterneuerungsgebieten stehen neben der Altstadt vor allem die südlichen und westlichen Innenstadt-Randgebiete im Fokus.


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