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Der Nelson-Mandela-Platz ist fertiggestellt

Nelson-Mandela-Platz Ueberblick Rasen 01

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Der neugestaltete Nelson-Mandela-Platz - eine grüne Oase in der Südstadt.

Nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit ist der Nelson-Mandela-Platz in der Nürnberger Südstadt fertiggestellt. Der Nelson-Mandela-Platz und der Fahrradspeicher wurden am Dienstag, 15. September 2020, eröffnet. Oberbürgermeister Marcus König, Bürgermeister und Erster Werkleiter des Servicebetriebs Öffentlicher Raum Nürnberg (Sör), Christian Vogel, und Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich gemeinsam mit der südafrikanischen Generalkonsulin Roleta Julieta Susana Lebelo, Regierungsvizepräsidentin Dr. Kerstin Engelhard-Blum sowie der Vorstandsvorsitzende der Verkehrs-Aktiengesellschaft, Josef Hasler, haben den Nelson-Mandela-Platz und den Fahrradspeicher an die Bürgerinnen und Bürger Nürnbergs übergeben.

Baubeginn für die Umgestaltung war im April 2018. Die Kosten betrugen 10,5 Millionen Euro, das Projekt wurde durch die Städtebauförderung von Bund und Freistaat gefördert.

70 neue Bäume, eine großzügige Rasenfläche, sichere Fahrradwege, Parkplätze und Nürnbergs erstes Fahrradparkhaus, der rund 400 Fahrräder fassende Fahrradspeicher, sorgen jetzt gleichermaßen für Aufenthaltsqualität und Funktionalität.

Namensgeber

Der Platz ist benannt nach dem südafrikanischen Politiker Nelson Mandela (1918-2013), der wegen seines Widerstands gegen die Apartheid 27 Jahre lang politischer Gefangener war. 1993 erhielt er den Friedensnobelpreis, von 1994 bis 1999 war er erster schwarzer Präsident Südafrikas.

Die Lage: Nelson-Mandela-Platz und Celtisplatz

Der Nelson-Mandela-Platz liegt zentral an der Nahtstelle von Altstadt und Südstadt. Bis zu seiner Umgestaltung war der Platz hinter dem Hauptbahnhof eine Asphaltwüste, die als Parkplatz genutzt wurde. Ein paar vereinzelte Bäume mit bereits deutlich gelichteten Kronen wirkten verloren auf dem Platz ohne Aufenthaltsqualität.

Genau genommen sind es zwei Plätze: Im Westen befindet sich der steinerne Celtisplatz, im Osten der jetzt grüne Nelson-Mandela-Platz mit seinen einladenden Rasenflächen.

Denkmal

Beide Plätze bleiben vorerst unvollendet: Beim Celtisplatz war ursprünglich ein Pavillon für das Café du Monde vorgesehen. Aufgrund der Corona-Krise entschloss sich der Betreiber, das Vorhaben bis auf weiteres auf Eis zulegen. Die Fläche wurde mit einem sandfarbenen Asphaltprovisorium geschlossen und passt sich damit an die Farbgebung des Pflasters vor Ort an.

Beim Nelson-Mandela-Platz fehlt noch das Denkmal für den Namensgeber. Das zentral auf dem Platz aufgestellte Kunstwerk „Rolihlahla“ bedeutet „Unruhestifter“. Es ist der erste Vorname des südafrikanischen Politikers und Freiheitskämpfers Nelson Mandela. Bei dem Denkmal handelt es sich um einen Acrylblock, etwa auf Herzhöhe wird ein Diamant in diesen Acrylblock eingearbeitet sein. Ein Diamant ist enorm widerstandsfähig und bezieht sich damit auf Mandela, den erfolgreichem Anti-Apartheid-Kämpfer. Auch die Maße der 1,83 Meter großen, von unten beleuchteten Acrylglas-Stele entsprechen exakt denen des 2013 verstorbenen Friedensnobelpreisträgers. Aufgrund von technischen Problemen bei der Fertigung des Acrylglas-Monoliths verschiebt sich die Aufstellung des Denkmals noch um einige Wochen. Es wird jedoch bis spätestens zum Jahresende aufgestellt.

Menschenrechte

Der Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela ist auch eine Ikone der Menschenrechtsbewegung und passt somit sehr gut zu Nürnberg, der Stadt der Menschenrechte.

Starkes Signal der Stadtplanung

Der Nelson-Mandela-Platz hat sich vom grauen Parkplatz zum grünen Platz mit Aufenthaltsqualität gewandelt. Mit dieser Umgestaltung geht auch eine Verbesserung des Stadtklimas einher: Weniger versiegelte Fläche bedeutet auch, dass sich der Platz in den heißen Sommermonaten nicht mehr so stark aufheizt. Davon profitiert vor allem die stark verdichtete Südstadt, die nur wenige Parkanlagen und Grünflächen besitzt.

Ein echter Trendsetter

Der Nelson-Mandela-Platz liegt voll im Trend seiner Zeit: mehr Bäume, mehr Grün, weniger Parkplätze, eine deutlich schlankere Straße, bessere Fahrradwege und das erste Fahrradparkhaus von Nürnberg. Nicht zuletzt ist der Hauptbahnhof seit dem Durchstich des Osttunnels vor rund einem Jahr deutlich besser mit der Südstadt verbunden.

Und für die Rasenfläche wurde eine innovative Technik eingesetzt: Damit der Rasen nicht innerhalb kurzer Zeit vertrocknet, wurde unter der Rasenfläche ein flächiges Bewässerungssystem installiert. Eine Kombination aus Bewässerungsschläuchen und Vliesmatten sorgt dafür, dass das Wasser gleichmäßig in der Fläche verteilt wird, damit der Rasen auch bei starker Nutzung und heißen, trockenen Sommern grün bleibt.

Akzentverschiebung

Es gibt nach wie vor Parkplätze und eine Straße. Aber die frühere Dominanz des Autos ist hier nun nicht mehr so stark. Stattdessen ist der Platz durch unterschiedliche Gruppen (Fußgänger, Fahrradfahrer, ÖPNV-Nutzer, Verweilende) vielfältig nutzbar. Seine neue Gestalt verdankt der Platz dem Landschaftsarchitekten Rainer Schmidt und seinem Büro Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten und Stadtplaner, München.

Fahrradspeicher

Gemeinsam mit der Übergabe des Nelson-Mandela-Platzes an die Nürnberger Bürgerinnen und Bürger wird der Fahrradspeicher offiziell eröffnet. In zwei Wochen Probebetrieb haben schon einige Radler Nürnbergs erstes Fahrradparkhaus getestet.

Im Fahrradspeicher stehen den Kunden 400 Stellplätze für ihre Räder zur Verfügung. Und zwar sowohl ebenerdig als auch im für Fahrradparkhäuser typischen Doppelstockparker. Die Abstellplätze können entweder tageweise oder für einen längeren Zeitraum gemietet werden. Die Preise liegen bei 70 Cent pro Tag, sieben Euro pro Monat und 70 Euro pro Jahr. Für E-Bike-Besitzer gibt es Schließfächer mit Stromanschluss im Inneren, in denen man die Akkus laden kann, während das Rad abgestellt ist. Ein Servicebereich mit frei nutzbarem Werkzeug und Luftpumpe sowie ein Schlauchautomat machen das Rundum-Paket fürs Rad perfekt.

Das Angebot des Fahrradspeichers richtet sich an Pendler ebenso wie an Nürnbergerinnen und Nürnberger, die eine trockene und sichere Abstellmöglichkeit für ihr Fahrrad suchen. Der Zugang zum Fahrradspeicher ist nur mit Karte durch ein gesichertes Drehkreuz möglich, er wird rund um die Uhr überwacht.

Der Fahrradspeicher hat eine Länge von 110 Metern. Die Kosten betrugen 1,6 Millionen Euro, davon wurden 860 000 Euro durch den Freistaat gefördert.

Förderung

Der Umbau des Nelson-Mandela-Platzes wurde durch die Städtebauförderung von Bund und Freistaat gefördert. Auch der Fahrradspeicher erhielt eine Förderung vom Freistaat Bayern.


Weitere Bilder von Nelson-Mandela-Platz und Fahrradspeicher finden Sie hier

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