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Infoveranstaltung: Sanierung der Hafenbrücken

Die Arbeiten beim Projekt Hafenbrücken gehen in eine weitere Phase. Über den aktuellen Planungsstand informierten wir bei einer rund zweistündigen Veranstaltung am 23. Juni in der Turnhalle der Georg-Holzbauer-Schule. Fragen konnten Sie sowohl vor Ort als auch im Web einbringen. Die Aufzeichnung der Veranstaltung können Sie hier nochmals ansehen.


Bürgermeister Christian Vogel zum nahenden Baustellenbeginn

„Es ist eine absolute Mega-Baustelle, die wir da in Angriff nehmen. Mit Sicherheit wird es auch mal Engpässe und den einen oder anderen Stau geben. Aber die Sanierung ist notwendig und duldet keinen Aufschub. Ich freue mich, dass wir jetzt die Planungen genauer vorstellen können. Und im Herbst beginnen wir mit dem Bau der Behelfsbrücken an der Hafenstraße als ersten großen Schritt.“

Planfeststellungsverfahren läuft

Aktuell läuft das Planfeststellungsverfahren mit integrierter Umweltverträglichkeitsprüfung für den Ersatzneubau der Frankenschnellweg-Brücke über den Main-Donau-Kanal und die Südwesttangente. Der Baubeginn der Behelfsbrücken im Bereich der Hafenstraße über Main-Donau-Kanal und Südwesttangente ist für Oktober 2022 vorgesehen.

Bauablauf:

Oktober 2022 – September 2023

Bau der Behelfsbrücken Hafenstraße

Herbst 2023 bis Frühjahr 2027

Bau der Brücken Hafenstraße

Frühjahr 2024 bis Ende 2027

Bau der Brücke Frankenschnellweg


Verbesserte Verkehrsinfrastruktur

Im Rahmen der jetzt vorliegenden vertieften Entwurfsplanung wurden neue Erkenntnisse gewonnen sowie erforderliche Änderungen und Korrekturen vorgenommen, die maßgeblichen Einfluss auf den baulichen Umfang und die damit verbundenen Kosten und Termine haben: Es wurden Verbesserungen für die Anbindung des Hafens, Verbesserungen für die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer und dabei insbesondere für den Radverkehr, Fördermöglichkeiten, Kostenteilungen mit der Bundeswasserstraßenverwaltung sowie zahlreiche technische und umwelttechnische Nachweise herausgearbeitet.

Förderung durch den Bund und den Freistaat Bayern

Die Kosten für Nürnbergs größtes Brückenprojekt betragen nach derzeitigem Stand rund 347,5 Millionen Euro. Davon wird die Stadt Nürnberg 155,1 Millionen Euro zahlen. Bürgermeister Christian Vogel freut sich darüber, dass der Bund und der Freistaat Bayern eine Förderung in Höhe von 192,4 Millionen Euro in Aussicht gestellt hat. „Dadurch, dass die Brücke höher wird, können Schiffe nach dem Umbau ohne Probleme unter den Hafenbrücken passieren. Bis jetzt müssen große Schiffe zum Teil ihre erhöhten Aufbauten abnehmen, um die Brücken passieren zu können. Durch diese Verbesserung wird das Projekt nun förderfähig. Das bedeutet eine große Entlastung für unsere städtischen Finanzen“, betont Bürgermeister Christian Vogel.

Hafenstraßen Brücke über den Main-Donau-Kanal

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Die neue Hafenstraßenbrücke über den Main-Donau-Kanal besticht durch ihre außergewöhnliche Form.

Hafenstraßen Brücke über die Südwesttangente

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Die zweite Hafenstraßen-Brücke über die Südwesttangente nimmt die Konstruktionsweise und Formensprache ihrer großen Brücken-Schwester über den Kanal auf.

Hafengebiet

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Im Vordergrund die beiden aufeinanderfolgenden Hafenstraßenbrücken über die Südwesttangente und den Main-Donau-Kanal; weiter hinten die Frankenschnellwegbrücke. Mit ihren 312 Metern überspannt Nürnbergs größte Brücke sowohl den Main-Donau-Kanal als auch die Südwesttangente.

Frankenschnellweg-Brücke

Frankenschnellweg-Brücke Nachtaufnahme

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Die Brücke Frankenschnellweg wird künftig durch eine optimierte Verkehrsführung um eine Fahrspur pro Richtungsfahrbahn verschmälert. Sie wird in gleicher Lage wie jetzt als Stahlverbundbrücke mit einer Gesamtlänge von rund 320 Metern errichtet und in der Mitte je Fahrtrichtung geteilt.

Hafenbrücke bei Sonnenuntergang

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Durch eine Optimierung der Bauablaufplanung entfällt der ursprünglich vorgesehene Bau von Behelfsbrücken, der Verkehr wird während der Baumaßnahme über jeweils eine Brückenhälfte geführt.

Frankenschnellweg Brücke

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Die Abfahrt von der Südwesttangente auf den Frankenschnellweg ist nicht mehr möglich. Die Rampe musst aufgrund ihres maroden Zustands gesperrt werden.

Verkehrsknotenpunkt Frankenschnellweg und Südwesttangente

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Das Aufeinandertreffen von Südwesttangente, Frankenschnellweg und Main-Donau-Kanal macht die Frankenschellwegbrücke am Hafen zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt in Nürnberg.

Der Zustand der Bestandsbrücke hat sich weiter verschlechtert. So musste die Zufahrtsrampe von der Südwesttangente aus Richtung Fürth kommend in Richtung Eibach vom Verkehr gesperrt werden. Zudem mussten in Notstandsmaßnahmen Übergangskonstruktionen an den Brückenenden provisorisch erneuert werden. Aufgrund des schlechten Zustands wurde auch die Brückensanierung des Überführungsbauwerks vom Frankenschnellweg zur Südwesttangente in das Projekt mit aufgenommen. Der Bau letzterer ist dann nach erteiltem Planfeststellungsbeschluss vorgesehen. Die Bauzeit beträgt vier Jahre.

Brücken-Achse Hafenstraße

Hafenstraßen-Brücke

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Hier sind die Planungen aufgrund der Lage und Kreuzungssituationen deutlich komplexer. Die bisherige nicht mehr leistungsfähige Knotenpunktsform wird völlig neu ausgebildet. So wird der Anschluss der Autobahn A73 und der Südwesttangente an die Hafenstraße zu den bisherigen zwei Rampen zwei zusätzliche Rampen erhalten. Dadurch werden die Konfliktverkehre auf der Kreuzung deutlich entschärft und die Leistungsfähigkeit vor allem des Verkehrs in Richtung Hafen deutlich erhöht. Auch die zusätzlich ins Projekt genommene Weiterführung der 6-streifigen Verkehrsführung vom Ende der Autobahn A73 bis zum Abzweig zum Frankenschnellweg verbessert die Verkehrssituation. Mit der neuen Knotenpunktsausbildung wurden auch auf beiden Seiten der Brücke komfortable weitgehend höhenfreie Radwege geplant. Zudem wurde die Durchfahrtshöhe für die Schifffahrt auf dem Main-Donau-Kanal erhöht, so dass ein Absenken der Fahrerkabine nicht mehr notwendig ist.

Neben diesen erheblichen verkehrlichen Verbesserungen wurde für die Gestaltung der Brücken eine optisch besondere Stahlkonstruktion gewählt, um hier am Eingangstor zur Innenstadt auch ein markantes Zeichen zu setzen und damit die Brücken besser wahrnehmbar zu machen. Die auch hier für die Bauzeit ursprünglich in beide Fahrtrichtungen vorgesehenen Behelfsbrücken konnten in der weiteren Planung optimiert werden. So muss die Behelfsbrücke nur noch für eine Fahrtrichtung und damit deutlich schmäler zur Verfügung stehen. Die andere Fahrtrichtung kann zunächst über die Bestandsbauwerke und dann über die neu errichteten Brücken laufen. Um das Risiko einer vorzeitigen Verkehrsverlagerung im Falle einer unerwarteten Bauwerksverschlechterung abzufedern, wird der Bau der Behelfsbrücken vorgezogen und bereits ab Herbst 2022 durchgeführt. Ursprünglich hätten die Behelfsbrücken angemietet werden sollen. Da jedoch aufgrund des Hochwassers im Westen Deutschlands im Sommer 2021 zurzeit keine Behelfsbrücken verfügbar sind, müssen die Ersatz-Brückenbauwerke neu gebaut werden. Im Februar 2022 erfolgt die Rodung für die Bereiche der Behelfsbrücken an der Hafenstraße.

Die eigentlichen Brückenbauarbeiten im Bereich der Achse Hafenstraße sollen dann wie bei der Achse Frankenschnellweg ab 2023 baulich beginnen und innerhalb von vier Jahren beendet sein.

Übersicht

Im Nürnberger Hafengebiet gibt es drei Brücken, die saniert werden müssen. In diesen Spannbetonbrücken sind besondere Spannstähle verarbeitet. Einzelne Spannstähle, die zwischen 1965 und 1978 produziert wurden, erwiesen sich als mangelhaft. Diese Spannstähle sind besonders rissgefährdet und die Brücken müssen abgerissen werden.

  • Frankenschnellweg (FSW) über den Main-Donau-Kanal und die Südwesttangente
  • Hafenstraße über den Main-Donau-Kanal (MDK)
  • Hafenstraße über die Südwesttangente (SWT)
Die drei rissgefährdeten Spannbetonbrücken im Hafengebiet.

Informationsveranstaltungen

Die Stadt Nürnberg führt immer wieder Informationsveranstaltungen für interessierte Bürgerinnen und Bürger durch, so auch zurzeit. Der Projektleiter informiert über das anstehende Planfeststellungsverfahren, die Entwürfe zur Brückengestaltung und den zeitlichen Ablauf der Sanierungsmaßnahme.

Projektvorbereitung und Planung

Die Stadt will die Auswirkungen für die Nürnbergerinnen und Nürnberger im Umfeld der Baumaßnahme so gering wie möglich halten. Deshalb hat SÖR auch Umleitungsstrecken ertüchtigt und leistungsfähiger gemacht, damit diese die Baustellenbereiche vom Verkehr entlasten.

Nach Fertigstellung der Genehmigungsplanung ist für die Brücke Frankenschnellweg über Main-Donau-Kanal und Südwesttangente ein etwa zwölfmonatiges Rechtsverfahren angesetzt, gefolgt vom Ausschreibungs- und Vergabeverfahren. Die Bauarbeiten für die notwendigen Behelfsbrücken an der Hafenstraße beginnen voraussichtlich im Herbst 2022. Das gesamte Bauprojekt ist voraussichtlich in 2027 fertiggestellt.

Bereits im Vorfeld wurden beziehungsweise werden an mehreren Stellen Verkehrsknotenpunkte und Straßen ertüchtigt, damit der Verkehrsfluss während der mehrjährigen Bauzeit erhalten bleibt.

Bereits abgeschlossene Arbeiten

Arbeiten zur Vorbereitung des Abrisses der Hafenbrücken

Die roten Zahlen 1-3 zeigen die Stellen, an denen die Umleitungsstrecken ertüchtigt wurden.

  1. Ausbau des Knotenpunkts Wiener Straße / Vorjurastraße / Frankenschnellweg zum Kreisverkehr (beendet 2015)
  2. Zusätzlicher Abbiegestreifen am Knotenpunkt Marthweg / Wiener Straße (beendet 2018)
  3. Fahrbahnerneuerung und neue Lichtsignalanlage beim Knotenpunkt Marthweg / Saarbrückener Straße / Autobahn A73 (beendet 2018)

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