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Sanierung der Hafenbrücken

Das Projekt Erneuerung der Hafenbrücken hat sich seit der Projektstudie und seit den Beschlüssen auf Grundlage der Vorplanung weiterentwickelt. Mit der vertieften Entwurfsplanung wurden nicht nur neue Erkenntnisse gewonnen, sondern auch erforderliche Änderungen und Korrekturen vorgenommen, die maßgeblichen Einfluss auf den baulichen Umfang und die damit verbundenen Kosten und Termine haben.

Hafenstraßen Brücke über den Main-Donau-Kanal

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Die neue Hafenstraßenbrücke über den Main-Donau-Kanal besticht durch ihre außergewöhnliche Form.

Hafenstraßen Brücke über die Südwesttangente

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Die zweite Hafenstraßen-Brücke über die Südwesttangente nimmt die Konstruktionsweise und Formensprache ihrer großen Brücken-Schwester über den Kanal auf.

Hafengebiet

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Im Vordergrund die beiden aufeinanderfolgenden Hafenstraßenbrücken über die Südwesttangente und den Main-Donau-Kanal. Weiter hinten die Frankenschnellwegbrücke. Mit ihren 312 Meter, überspannt Nürnbergs größte Brücke sowohl den Main-Donau-Kanal, als auch die Südwesttangente.

Verbesserte Verkehrsinfrastruktur

Im Rahmen der jetzt vorliegenden vertieften Entwurfsplanung wurden neue Erkenntnisse gewonnen sowie erforderliche Änderungen und Korrekturen vorgenommen, die maßgeblichen Einfluss auf den baulichen Umfang und die damit verbundenen Kosten und Termine haben: Es wurden Verbesserungen für die Anbindung des Hafens, Verbesserungen für die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer und dabei insbesondere für den Radverkehr, Fördermöglichkeiten, Kostenteilungen mit der Bundeswasserstraßenverwaltung sowie zahlreiche technische und umwelttechnische Nachweise herausgearbeitet.

Frankenschnellweg Brücke

Frankenschnellweg-Brücke Nachtaufnahme

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Die Brücke Frankenschnellweg wird künftig durch eine optimierte Verkehrsführung um eine Fahrspur pro Richtungsfahrbahn verschmälert. Sie wird in gleicher Lage wie jetzt als Stahlverbundbrücke mit einer Gesamtlänge von rund 320 Metern errichtet und in der Mitte je Fahrtrichtung geteilt.

Hafenbrücke bei Sonnenuntergang

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Durch eine Optimierung der Bauablaufplanung entfällt der ursprünglich vorgesehene Bau von Behelfsbrücken, der Verkehr wird während der Baumaßnahme über jeweils eine Brückenhälfte geführt.

Frankenschnellweg Brücke

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Die Abfahrt von der Südwesttangente auf den Frankenschnellweg ist nicht mehr möglich. Die Rampe musst aufgrund ihres maroden Zustands gesperrt werden.

Verkehrsknotenpunkt Frankenschnellweg und Südwesttangente

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Das Aufeinandertreffen von Südwesttangente, Frankenschnellweg und Main-Donau-Kanal machen die Frankenschellwegbrücke am Hafen zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt in Nürnberg.

Der Zustand der Bestandsbrücke hat sich weiter verschlechtert. So musste die Zufahrtsrampe von der Südwesttangente aus Richtung Fürth kommend in Richtung Eibach vom Verkehr gesperrt werden. Zudem mussten in Notstandsmaßnahmen Übergangskonstruktionen an den Brückenenden provisorisch erneuert werden. Aufgrund des schlechten Zustands wurde auch die Brückensanierung des Überführungsbauwerks vom Frankenschnellweg zur Südwesttangente in das Projekt mit aufgenommen. Hier wird die Sanierung in 2022 im Vorgriff auf die Erneuerung der Hafenbrücke Frankenschnellweg erfolgen. Der Bau letzterer ist dann nach erteiltem Planfeststellungsbeschluss dann für 2023 vorgesehen. Die Bauzeit beträgt 4 Jahre.

Brücken-Achse Hafenstraße

Hier sind die Planungen aufgrund der Lage und Kreuzungssituationen deutlich komplexer.
Die bisherige nicht mehr leistungsfähige Knotenpunktsform wird völlig neu aus-gebildet. So wird der Anschluss der Autobahn A73 und der Südwesttangente an die Hafenstraße zu den bisherigen zwei Rampen zwei zusätzliche Rampen erhalten. Dadurch werden die Konfliktverkehre auf der Kreuzung deutlich entschärft und die Leistungsfähigkeit vor allem des Verkehrs in Richtung Hafen deutlich erhöht. Auch die zusätzlich ins Projekt genommene Weiterführung der 6-streifigen Verkehrsführung vom Ende der Autobahn A73 bis zum Abzweig zum Frankenschnellweg verbessert die Verkehrssituation. Mit der neuen Knotenpunktsausbildung wurden auch auf beiden Seiten der Brücke komfortable weit-gehend höhenfreie Radwege geplant. Zudem wurde die Durchfahrtshöhe für die Schifffahrt auf dem Main-Donau-Kanal erhöht, so dass ein Absenken der Fahrerkabine nicht mehr notwendig ist.

Neben diesen erheblichen verkehrlichen Verbesserungen wurde für die Gestaltung der Brücken eine optisch besondere Stahlkonstruktion gewählt, um hier am Eingangstor zur Innenstadt auch ein markantes Zeichen zu setzen und damit die Brücken besser wahrnehmbar zu machen. Die auch hier für die Bauzeit ursprünglich in beide Fahrtrichtungen vorgesehenen Behelfsbrücken konnten in der weiteren Planung optimiert werden. So muss die Behelfsbrücke nur noch für eine Fahrtrichtung und damit deutlich schmäler zur Verfügung stehen. Die andere Fahrtrichtung kann zunächst über die Bestandsbauwerke und dann über die neu errichteten Brücken laufen. Um das Risiko einer vorzeitigen Verkehrsverlagerung im Falle einer unerwarteten Bauwerksverschlechterung abzufedern, wird der Bau der Behelfsbrücken vorgezogen und bereits ab dem kommenden Frühjahr durchgeführt.
Die eigentlichen Brückenbauarbeiten im Bereich der Achse Hafenstraße sollen dann wie bei der Achse Frankenschnellweg ab 2023 baulich begonnen und innerhalb von 4 Jahren beendet sein

Projekt Hafenbrücken – Planung und Bauablauf

Die Vorbereitungen für die Sanierung der Hafenbrücken sind angelaufen.
Projektleiter Bernhard Homering vom Servicebetrieb Öffentlicher Raum gibt einen Ausblick auf das anstehenden Großprojekt im Nürnberger Südwesten.

Übersicht

Im Nürnberger Hafengebiet gibt es drei Brücken, die saniert werden müssen. In diesen Spannbetonbrücken sind besondere Spannstähle verarbeitet. Einzelne Spannstähle, die zwischen 1965 und 1978 produziert wurden, erwiesen sich als mangelhaft. Diese Spannstähle sind besonders rissgefährdet und die Brücken müssen abgerissen werden.

  • Frankenschnellweg (FSW) über den Main-Donau-Kanal und die Südwesttangente
  • Hafenstraße über den Main-Donau-Kanal (MDK)
  • Hafenstraße über die Südwesttangente (SWT)
Die drei rissgefährdeten Spannbetonbrücken im Hafengebiet.

Informationsveranstaltungen

Die Stadt Nürnberg führt immer wieder Informationsveranstaltungen für interessierte Bürgerinnen und Bürger durch, so auch zurzeit. Der Projektleiter informiert über das anstehende Planfeststellungsverfahren, die Entwürfe zur Brückengestaltung und den zeitlichen Ablauf der Sanierungsmaßnahme.

Projektvorbereitung und Planung

Die Stadt will die Auswirkungen für die Nürnbergerinnen und Nürnberger im Umfeld der Baumaßnahme so gering wie möglich halten. Deshalb hat SÖR auch Umleitungsstrecken ertüchtigt und leistungsfähiger gemacht, damit diese die Baustellenbereiche vom Verkehr entlasten.

Nach Fertigstellung der Genehmigungsplanung Ende 2020 ist für die Brücke Frankenschnellweg über Main-Donau-Kanal und Südwesttangente ein etwa zwölfmonatiges Rechtsverfahren, gefolgt vom Ausschreibungs- und Vergabeverfahren angesetzt. Die Bauarbeiten für die notwendigen Behelfsbrücken an der Hafenstraße beginnen voraussichtlich im Frühjahr 2022. Das gesamte Bauprojekt ist voraussichtlich im Frühjahr 2026 fertiggestellt.

Bereits im Vorfeld wurden beziehungsweise werden an mehreren Stellen Verkehrsknotenpunkte und Straßen ertüchtigt, damit der Verkehrsfluss während der mehrjährigen Bauzeit erhalten bleibt.

Bereits abgeschlossene Arbeiten

Arbeiten zur Vorbereitung des Abrisses der Hafenbrücken

Die roten Zahlen 1-3 zeigen die Stellen, an denen die Umleitungsstrecken ertüchtigt wurden.

  1. Ausbau des Kontenpunkts Wiener Straße / Vorjurastraße/ Frankenschnellweg zum Kreisverkehr (beendet 2015)
  2. Zusätzlicher Abbiegestreifen am Knotenpunkt Marthweg / Wiener Straße (beendet 2018)
  3. Fahrbahnerneuerung und neue Lichtsignalanlage beim Knotenpunkt Marthweg / Saarbrückener Straße / Autobahn A73 (beendet 2018)

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