Lorenzer Platz: Staudenbeete entwickeln sich prächtig
Am Lorenzer Platz wird derzeit noch ein letzter Baustein der Umgestaltung fertiggestellt: Die provisorischen Holzeinfassungen rund um die Baum- und Staudenbeete werden durch dauerhafte Metalleinfassungen ersetzt. Damit erhält die Pflanzung ihren endgültigen Schutz.
Die rund 70 Zentimeter hohen Einfassungen verhindern, dass Fußgängerinnen und Fußgänger durch die Beete abkürzen oder Lieferfahrzeuge beim Rangieren versehentlich in die Pflanzflächen geraten. Zwischen der Pflasterkante und der Metalleinfassung bleibt zusätzlich ein etwa 50 Zentimeter breiter Abstand. Er schützt die Einfassung und schafft zugleich einen zusätzlichen Puffer zur Pflanzfläche.
Wie wichtig dieser Schutz ist, zeigt die Entwicklung der Beete eindrucksvoll. Noch im Frühjahr waren die frisch gesetzten Stauden klein und große Teile der mineralischen Mulchschicht deutlich sichtbar. Nur rund ein halbes Jahr später hat sich bereits ein üppiger Staudenflor entwickelt. Die Pflanzen bedecken inzwischen große Teile der Beete, zahlreiche Stauden blühen – vom Kies ist vielerorts nur noch wenig zu sehen.
Der Lorenzer Platz zeigt damit sehr anschaulich, wie solche Pflanzungen funktionieren: Der Kies ist kein Ersatz für Grün, sondern dient als mineralische Mulchschicht insbesondere während der Anwuchsphase. Er schützt den offenen Boden, reduziert unerwünschten Aufwuchs und hilft dabei, die Bodenoberfläche wasserdurchlässig zu halten. Während sich die Stauden entwickeln, tritt die Kiesschicht optisch immer weiter in den Hintergrund.
Blütenpracht im ersten Jahr
Nur rund ein halbes Jahr später haben sich die Stauden kräftig entwickelt und bedecken bereits große Teile der Fläche. In den Pflanzbeete am Lorenzer Platz hat sich ein dichter und abwechslungsreicher Staudenflor entwickelt. Dauerhafter Schutz für die Pflanzung: Die neuen Metalleinfassungen ersetzen die provisorischen Holzeinfassungen und schützen die Beete vor Abkürzungen und rangierenden Fahrzeugen.
Lorenzer Platz wird zum grünen Tor der Altstadt
Der östliche Lorenzer Platz ist fertig umgestaltet: Nach rund einem Jahr Bauzeit haben Oberbürgermeister Marcus König, Bürgermeister und Erster Sör-Werkleiter Andreas Krieglstein, der Bürgermeister für Wohnen, Bauen und Stadtentwicklung, Dr. Nasser Ahmed, und Matthias Wittmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Nürnberg, den neu gestalteten Platz am Montag, 6. Juli 2026, offiziell an die Nürnbergerinnen und Nürnberger übergeben. Mehr Bäume, deutlich mehr entsiegelte Flächen, großzügige Baumquartiere mit abwechslungsreicher Staudenbepflanzung, ein Wasserspiel und ein Trinkwasserbrunnen machen den Platz künftig zu einem grünen Entree in die Lorenzer Altstadt
Von links nach rechts: Bürgermeister und Erster Sör-Werkleiter Andreas Krieglstein, der Bürgermeister für Wohnen, Bauen und Stadtentwicklung, Dr. Nasser Ahmed, Oberbürgermeister Marcus König und Matthias Wittmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Nürnberg, haben am Montag, 6. Juli 2026, den neu gestalteten Lorenzer Platz offiziell der Öffentlichkeit übergeben.
„Der Lorenzer Platz zeigt sehr anschaulich, wie wir unsere Innenstadt Schritt für Schritt an den Klimawandel anpassen: mit mehr Grün, mehr Schatten, mehr Wasser und mehr Aufenthaltsqualität. Auch hier zeigt sich: Die Entwicklung der Altstadt und der Stadtumbau in Zeiten des Klimawandels haben für uns Priorität“, sagt Oberbürgermeister Marcus König.
Er fügt hinzu: „Mein besonderer Dank gilt der Regierung von Mittelfranken, dem Freistaat Bayern und der Bundesrepublik Deutschland für die Förderung im Bund-Länder-Programm ,Lebendige Zentren‘ sowie der Sparkasse Nürnberg und ihrer Zukunftsstiftung. Ohne diese Unterstützung wäre ein Projekt in dieser Qualität nicht möglich gewesen.“
Trinkwasserbrunnen bietet kostenlose Erfrischung
Bei der Umgestaltung wurde der Baumbestand auf dem östlichen Lorenzer Platz von fünf auf zehn Bäume verdoppelt. Mehr als 360 Quadratmeter zuvor befestigte Fläche wurden entsiegelt. Offene Baumscheiben ermöglichen, dass Regenwasser besser versickern kann und den Pflanzen zugutekommt. An heißen Tagen spenden die neuen Bäume Schatten, das interaktive Wasserspiel sorgt zusätzlich für Verdunstungskühle. Ein neuer Trinkwasserbrunnen bietet kostenlose Erfrischung.
Bürgermeister und Erster Sör-Werkleiter Andreas Krieglstein:
„Baustellen in der Altstadt und im übrigen Stadtgebiet sind unbequem, das wissen wir. Sie bedeuten Lärm, Umwege und Einschränkungen. Aber der Lorenzer Platz zeigt, wofür sich diese Anstrengung lohnt. Im Herzen Nürnbergs ist derzeit viel in Bewegung: Der Lorenzer Platz ist fertig, der erste Bauabschnitt der Breiten Gasse ist ebenfalls abgeschlossen, am Obstmarkt und am Hallplatz geht es weiter. Schritt für Schritt wird das neue Gesicht der Altstadt sichtbar. Am Ende jeder fertiggestellten Baustelle steht mehr Lebensqualität für Nürnberg.“
Spielerischer Umgang mit dem Element Wasser
Auch die Aufenthaltsqualität wurde deutlich verbessert.
Das interaktive Wasserspiel richtet sich besonders auch an Kinder und Familien: Durch Hüpfbewegungen können Wasserfontänen ausgelöst werden.
Verbesserte Aufenthaltsqualität
Neue hochwertige Sitzmöglichkeiten laden zum Verweilen ein. Der Platz wurde zudem mit einem modernen Beleuchtungskonzept ausgestattet. Rad- und E-Scooter-Stellplätze wurden neu geordnet.
Das interaktive Wasserspiel richtet sich besonders auch an Kinder und Familien: Durch Hüpfbewegungen können Wasserfontänen ausgelöst werden. Am Montag, 6. Juli 2026, überprüfen die drei Nürnberger Bürgermeister Andreas Krieglstein, Marcus König und Nasser Ahmed (v.r.n.l), gemeinsam mit einer Nürnbergerin den das neue Wasserspielgerät anlässlich der offiziellen Übergabe des Platzes.
„Für mich ist der neue Lorenzer Platz ein Versprechen: Wir können unsere historische Altstadt bewahren und sie zugleich fit für die Zukunft machen. Gerade dort, wo der Stadtraum eng und stark versiegelt ist, brauchen wir mehr Grün, mehr Wasser, bessere Wege und Orte, an denen Menschen gerne verweilen. So entsteht Schritt für Schritt eine Innenstadt, die mit ihrer Geschichte sorgsam umgeht und zugleich den Anforderungen von morgen gerecht wird."
Matthias Wittmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Nürnberg
„Die Sparkasse Nürnberg ist schon immer eng mit dieser Stadt verbunden. Deshalb unterstützen wir Projekte, die Nürnberg lebenswerter machen und den Menschen unmittelbar zugutekommen. Der Lorenzer Platz liegt in direkter Nachbarschaft zu unserem ‚Haus der Kunden‘. Umso mehr freuen wir uns, dass hier ein hochwertiger, grüner und einladender Stadtraum entstanden ist. Die Förderung durch unsere Zukunftsstiftung ist ein sichtbares Zeichen unseres Engagements für die Stadt.“
Das Bearbeitungsgebiet
Der östliche Lorenzer Platz zwischen Kirche und Peter-Vischer-Straße wurde innerhalb eines Jahres umgebaut.
Die Umgestaltung wurde archäologisch begleitet. Dabei wurden Mauerreste aus dem Spätmittelalter und der frühen Neuzeit sowie vereinzelte verlagerte Bestattungen des früheren Lorenzer Friedhofs entdeckt, dokumentiert und fachlich gesichert. Der Lorenzer Platz erhielt entsprechend dem Gestaltungshandbuch der Stadt Nürnberg einen hochwertigen Granitbelag in unterschiedlichen Farbtönen. Das neue Pflaster ist robust, langlebig und durch seine gesägte und aufgeraute Oberfläche barrierearm.
Förderung und Unterstützung
Die Umgestaltung des Lorenzer Platzes liegt im Sanierungsgebiet „Altstadt Mitte“. Das Projekt wurde mit 1,118 Millionen Euro durch den Freistaat Bayern und die Bundesrepublik Deutschland durch das Bund-Länder-Programm „Lebendige Zentren“ gefördert. Weitere Finanzierungsanteile stammen aus Wiederherstellungsbeiträgen der Sparkasse Nürnberg sowie aus Mitteln der Zukunftsstiftung der Sparkasse Nürnberg. Die Gesamtkosten liegen bei rund 2,363 Millionen Euro.