Am Hallplatz in der Lorenzer Altstadt geht der Umbau auf die Zielgerade. Bereits 2024 wurde die südliche Hälfte des Platzes neugestaltet. Nach einer Pause, in der Versorgungsleitungen im Untergrund erneuert wurden, arbeitet SÖR seit April 2026 an der nördlichen Platzhälfte.
Dabei wurde die Planung noch einmal verbessert: Zwei zusätzliche Baumquartiere sorgen künftig für mehr Grün und Schatten. Im Herbst werden dort ein Zürgelbaum und ein Spitzahorn der Sorte „Allershausen“ gepflanzt. Beide gelten als sogenannte Zukunftsbäume und kommen mit Hitze und Trockenheit vergleichsweise gut zurecht. Der Baumschutz aus Metall wurde bereits montiert. Die Baumpflanzung erfolgt im November oder Dezember 2026.
Barrierefreier Zugang
Auch bei der Barrierefreiheit hat sich noch etwas getan. Das Granitpflaster auf der nördlichen Platzseite wurde so angehoben, dass die bisherigen Stufen vor den Hauseingängen verschwunden sind. Geschäfte und Gebäude sind nun ohne Stufen erreichbar.
Granitpflaster
Das neue Pflaster verbindet historische Optik mit mehr Komfort: Die Granitsteine haben eine gesägte und damit ebene Oberseite. Rollstühle, Rollatoren, Kinderwagen oder Fahrräder kommen darauf leichter voran. Gleichzeitig wurde die Oberfläche aufgeraut, damit sie auch bei Regen griffig bleibt.
Auch das Denkmal „Flucht und Vertreibung“ wurde in die neue Platzgestaltung einbezogen und deutlich aufgewertet. Neue Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein. Ein Teil davon ist bewusst seniorengerecht gestaltet und bietet mit einer höheren Sitzposition und Armlehnen zusätzlichen Komfort.
Ein Platz - Viele Funktionen
Natürlich wird es auch am Hallplatz die Frage geben, warum es nicht noch mehr Grün, weniger Pflaster oder größere offene Baumscheiben gibt. Doch ein innerstädtischer Platz muss vieles gleichzeitig leisten: Er ist Fahrbahn und Zufahrt, muss Platz für Feuerwehr, Taxis und Lieferverkehr bieten, Raum für Außengastronomie lassen und Veranstaltungen oder Demonstrationen ermöglichen. Hinzu kommen zahlreiche Leitungen im Untergrund. Kurz gesagt: Der Hallplatz ist eben ein echter Stadtplatz – mit vielen unterschiedlichen Ansprüchen.
Bis Ende September sollen alle Steine verlegt und verfugt sein. Anschließend braucht der Unterbau noch rund vier Wochen zum Aushärten. Danach kann der Hallplatz vollständig freigegeben werden.
Gefördert durch:
Die Förderung erfolgt aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.