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Umgestaltung der Rechenberganlage

Die rund 5,5 ha große Grünanlage am Rechenberg ist in die Jahre gekommen, deshalb wird sie im Rahmen des Masterplans Freiraum weiterentwickelt. Die Planungen tragen dem besonderen Charakter des Rechenbergs als Ort der Begegnung, Erholung, des Spiels aller Generationen sowie der Bewegung Rechnung. Der langgezogene urban geprägte Grünstreifen ist ein wichtiger wohnungsnaher Erholungs- und Freizeitraum und wird von der Anwohnerschaft der anliegenden Wohnquartiere Rennweg, Weigelshof, Rechenberg und Steinplatte intensiv genutzt. Damit ist die Grünanlage Teil einer bedeutsamen Grünverbindung vom Fenitzerplatz bis zum Erlenstegener Forst.

Aktuell erfolgt die Ausführungsplanung, nachdem der Stadtrat die Maßnahme genehmigt hat. Im Herbst soll der erste Bauabschnitt ausgeschrieben werden, dabei handelt es sich um den Bolzplatz an der Welserstraße.

Visualisierung Rechenberganlage Plateau in Blickrichtung Burg

So soll die Rechenberganlage vom Plateau in Blickrichtung Burg in Zukunft aussehen.

Die Bürgerbeteiligung

Anwohner und andere Interessierte waren eingeladen, ihre Ideen und Anregungen für diese Grünanlage einzubringen. Die Auftaktveranstaltung fand am 16. Oktober 2018 statt, ergänzt wurde sie durch eine Veranstaltung speziell für Kinder und Jugendliche am 2. Oktober 2018. Hier stand vor allem die Weiterentwicklung der Spieleinrichtungen im Mittelpunkt.

Viele Ideen und Anregungen sind in die weitere Planung eingeflossen. Die Entwurfs- und Abschlusspräsentation erfolgte am 5. Februar 2019, am 20. März 2019 fand die zweite Kinder- und Jugendbeteiligung statt.

Jetzt liegt der Abschlussbericht zur Bürgerbeteiligung vor. Er zeigt und erläutert ausführlich die Planungen für die Umgestaltung und zeichnet die einzelnen Schritte und Inhalte der Bürgerbeteiligung nach.

Wesentliche Ergebnisse aus der Bürgerbeteiligung

Gemeinsamer Wunsch war, dass Ausdehnung, Größe und Baumbestand erhalten bleiben und dass die Park-Ränder mit dichtem Strauchwerk erneuert werden. Das zur Zeit transitartige Wegesystem soll von einer neuen Rundweg-Struktur abgelöst werden: Die Ost-West-Ausrichtung der Anlage wird eine sonnige „Winterpromenade“ an der Nordseite sowie eine schattige „Sommerpromenade“ an der Südseite ermöglichen.

Ein Postulat der Bürgerinnen und Bürger auf der Bürgerbeteiligung war es auch, eine
interessante Raumabfolge für verschiedene Nutzergruppen wie z. B. Joggende, Kinder sowie auf Gehhilfen angewiesene Menschen in die bestehende Grünanlage zu bringen: Ein Wechsel von engen Stellen und Orten mit Aktivitäten, ein lichter Baumhain, eine Lichtung, natürliche Heckenbereiche und dichtes Strauchwerk führen zu einer ansprechenden Raumqualität.

Die Promenaden werden mit verschiedenen Vegetationsformen und Nutzungsmöglichkeiten aufgewertet, u.a. mit Arealen für blühende Blumen, darunter die spezielle Blütenmischung „Nürnberger Blauen Bienen-Paradies“. Die Erweiterung des Rodelhügels sowie eine Optimierung der Wegeverbindungen in Richtung Barrierefreiheit stehen ebenfalls auf dem Sanierungsprogramm.

Eine klare Wegeführung soll vor allem das Plateau besser erlebbar machen und
an den Highlights des Rechenbergs vorbeiführen. Im unteren Bereich an der Welserstraße (Basketballplatz / Fußballplatz) wird der bestehende Bolzplatz saniert und ausgebaut, um das Defizit an Spielangeboten für Kinder und Jugendliche auszugleichen.

Der Zeitplan

Voraussichtlich ab 2020 kann der erste Bauabschnitt im Eingangsbereich Welserstraße
mit den Spielflächen starten. Ab 2021 erfolgt dann der zweite Bauabschnitt für die Kinderspielbereiche auf dem Plateau und ab 2022 der dritte Bauabschnitt mit dem Aussichtsbereich um den Ludwig-Feuerbach-Kenotaph sowie die Verbindung des Plateaus mit dem unteren Parkbereich zur Welserstraße hin. Die weiteren Module werden sukzessive weiterbearbeitet und umgesetzt.

Am Rechenberg entsteht ein schäins Blädzla

Am Rechenberg entsteht ein "schäins Blädzla".

Der Rahmenplan für die Umgestaltung des Rechenbergs

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Der Rahmenplan für die Umgestaltung des Rechenbergs.

Präsentation der Planungen für den Rechenberg

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Präsentation der Planungen für den Rechenberg bei der Abschlussveranstaltung der Bürgerbeteiligung.

Zur Geschichte des Rechenbergs

Der Rechenberg bildet intensiv die Stadtgeschichte ab. Von ihm herab beschoss
1552 der Markgraf Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach von seiner Geschützstellung aus erfolglos die Reichsstadt Nürnberg. Exakt 307 Jahre später wählte der berühmte Philosoph Ludwig Feuerbach den Rechenberg als beschaulichen dauerhaften Wohnsitz.

Die Höhe des Rechenbergs mit knapp 380 m ü.d.M. prädestiniert ihn zudem als Standort für Himmelsbeobachtung. Deshalb hat die Regiomontanus-Sternwarte seit 1931 ihren Sitz auf dem höchsten Punkt des Rechenbergs. Zum feierlichen Abschluss ihrer Kernsanierung im Jahr 2004 wurde sogar ein Kleinplanet auf den Namen „Nürnberg“ getauft.

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