Nuernberg, 26. September 2008: Kettensteg

Servicebetrieb Öffentlicher Raum

Das Projekt

Der Frankenschnellweg soll zwischen der Stadtgrenze Nürnberg / Fürth und der Otto-Brenner-Brücke in zwei voneinander getrennten Abschnitten kreuzungsfrei ausgebaut werden. Die Ziele: bessere Verkehrsflüsse, weniger Stau, mehr Grün, ein neuer Stadtteilpark, Entlastung für Bürgerschaft und Umwelt.

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Abschnitt West

Im Abschnitt West zwischen der Anschlussstelle Nürnberg / Fürth und der Jansenbrücke wird in Fahrtrichtung Hafen eine dritte Fahrspur angebaut, außerdem werden auf beiden Seiten des Frankenschnellwegs Lärmschutzwände errichtet.

  • Für mehr Ruhe.<https://www.nuernberg.de/internet/soer_nbg/fsw_vorteile_laermschutz.html>
Diese Skizze zeigt den Blick auf den Frankenschnellweg mit der acht Meter hohen Lärmschutzwand von Nordwesten aus., Bild © edi und sepp / Stadt Nürnberg
Zielperspektive: Der Frankenschnellweg mit Lärmschutzwand im Abschnitt West.

Abschnitt Mitte

Der Abschnitt Mitte geht von der Rothenburger Straße bis zur Otto-Brenner-Brücke. Hier soll ein 1.800 Meter langer Tunnel gebaut werden, der eine kreuzungsfreie Durchfahrt unter den Verkehrsachsen Rothenburger Straße, Schwabacher Straße, Landgrabenstraße / An den Rampen und Sandreuthstraße ermöglicht. Der Tunnel soll auch mehrere Bahnlinien unterqueren. Auf der Oberfläche wird dann nur noch der Verteilerverkehr zu den angrenzenden Stadtteilen und zur Innenstadt abgewickelt.

Mit der Neuen Kohlenhofstraße soll über den ehemaligen Güterbahnhof und die Steinbühler Straße eine neue Zufahrt zum Innenstadtring hergestellt werden: Sie wird zur zweibahnigen Hauptverkehrsstraße mit jeweils zwei Fahrspuren pro Richtung und begrüntem Mittel- und Seitenstreifen. Die kreuzenden Verkehrsachsen Rothenburger Straße und Schwabacher Straße werden höhenmäßig angepasst. Und nicht zuletzt sollen die kreuzenden Straßen und die Verteilerfahrbahnen Rad- und Gehwege erhalten.

Beim Tunnelportal West führt der Frankenschnellweg zweispurig in den Tunnel., Bild © langhuggerramp / Stadt Nürnberg
Zielperspektive: Der Abschnitt Mitte beginnt mit dem Tunnel in Höhe der Rothenburger Straße.

Der Tunnel

Kernstück des Abschnitts Mitte ist der Tunnel, der den Durchgangsverkehr bündelt und kreuzungsfrei unter dem jetzigen FSW durchleitet. Oberhalb des Tunnels entsteht zum einen die Verteilerebene, durch die der Verkehr in die bzw. aus der Stadt geleitet wird. Zum anderen wird auf dem südlichen Tunneldeckel ein neuer Stadtteilpark angelegt. Ungefähr so groß wie der Hummelsteiner Park, bietet dieser viele Spiel- und Erholungsmöglichkeiten und kann über 23 Tonnen CO₂ pro Jahr abbauen. Die Gestaltung des Parks erfolgt im Zuge eines Wettbewerbs, federführend wird hier das Stadtplanungsamt sein.

  • Mehr zum Tunnel.<https://www.nuernberg.de/internet/soer_nbg/fsw_projekt_tunnel.html>
  • Für mehr Grün.<https://www.nuernberg.de/internet/soer_nbg/fsw_vorteile_gruen.html>
Nach An den Rampen entsteht auf dem Tunnel ein Park., Bild © langhuggerramp / Stadt Nürnberg
Zielperspektive: So könnte der Park auf dem "Grünen Deckel" des neuen Tunnels aussehen.

Die Kosten

Der kreuzungsfreie Ausbau des Frankenschnellwegs ist mit rund einer Milliarde Euro veranschlagt. Für die Baumaßnahme gewährt der Freistaat Bayern Zuschüsse in Höhe von 80 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten.

Der kreuzungsfreie Ausbau ist in hohem Maße förderfähig, weil sich durch ihn die Situation gleich für drei Gruppen verbessert: für die verschiedenen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, für die unmittelbaren Anlieger und für die Anwohnerschaft im Umfeld des Grünen Deckels. Die Kosten des Projekts basieren auf der Entwurfsplanung, die der Planfeststellung zugrunde liegt. Diese Kosten, Stand 2020, wurden mit dem Baupreisindex hochgerechnet.

Die Baukosten für den Abschnitt West betragen insgesamt rund 90 Millionen Euro. Davon entfallen 84 Millionen Euro auf den Frankenschnellweg und 6 Millionen Euro auf die Sigmundbrücke. Die Finanzierung erfolgt über städtische Mittel und Fördermittel des Freistaats Bayern.

Die Bauzeit

Die Arbeiten finden nicht gleichzeitig auf der ganzen Länge des Frankenschnellwegs statt, sondern werden abschnittsweise durchgeführt. Die Bauzeit für den Abschnitt Mitte mit dem 1,8 km langen Tunnel beträgt rund zehn Jahre, bevor der Frankenschnellweg in Betrieb geht. Eine Baustelle dieser Größenordnung und Komplexität stellt immer eine Herausforderung dar – für Anwohnende, Verkehrsteilnehmende, Ingenieurinnen und Ingenieure sowie die Bauausführung. Eine vollkommen belastungsfreie Baustelle gibt es nicht.

Zuerst geht es jedoch um den Abschnitt West. Dieser soll – wenn alles planmäßig verläuft – im Februar 2027 beginnen und bis Anfang 2030 fertiggestellt werden.

Grundsätzlich gilt: die Arbeiten werden unter laufendem Verkehr durchgeführt, der Verkehr wird in wechselnden Verkehrsführungen durch das jeweilige Baufeld geleitet. Damit werden weitgehend alle Verkehrsbeziehungen aufrechterhalten und Sperrungen vermieden. Temporäre Sperrungen einzelner Fahrbeziehungen lassen sich baubedingt aber nicht vermeiden.

Die neue Kohlenhofstraße

Die neue Kohlenhofstraße, wie sie im Rahmen des kreuzungsfreien Ausbaus geplant ist, löst gleich zwei verkehrliche Herausforderungen: zum einen verbessert sie die Erschließung des geplanten neuen Kohlenhofareals und bündelt den Verkehrszu- und -abfluss in die Stadt bzw. aus der Stadt heraus. Zum anderen werden beidseitig Geh- und Radwege angelegt, so dass eine durchgängige Verbindung zwischen St. Leonhard und Gostenhof für den nicht motorisierten Verkehr entsteht.

Bürgerbeteiligung

Nürnbergs größtes Bauvorhaben soll transparent und verständlich kommuniziert werden. Deshalb haben SÖR und die Stadt von Beginn an offen kommuniziert und alle Beteiligten regelmäßig über die Projektentwicklung unterrichtet: über die Website zum FSW, im persönlichen Gespräch, bei Veranstaltungen und natürlich über die Medien.

Als institutionalisierte Runde wurde das projektbegleitende Forum eingerichtet; es dient der öffentlichen Information, Diskussion und Beratung. Das Forum wirkt zudem bei der Planung der entstehenden Grünanlage mit. Nächste Termine werden bei Bedarf geplant.

Was würde ohne den kreuzungsfreien Ausbau passieren?

Kein Ausbau? Dann wäre eine Sanierung notwendig: hohe Baukosten (aber kaum Zuschüsse) und jahrelange Bauarbeiten ohne Verbesserung der Verkehrssituation.

Ihr Kontakt zu SÖR:
Nutzen Sie unser Kontaktformular, um uns Ihre Fragen und Anliegen rund um den Ausbau des Frankenschnellwegs zuzusenden.

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