Nuernberg, 26. September 2008: Kettensteg

Servicebetrieb Öffentlicher Raum

Der Ausbau - für die Zukunft.

Zielperspektive Zukunft mit Claim, Bild © ediundsepp / Stadt Nürnberg

Kein Ausbau? Dann...

...wäre eine Sanierung notwendig: hohe Baukosten (aber kaum Zuschüsse) und jahrelange Bauarbeiten ohne Verbesserung der Verkehrssituation.

Was würde ohne den Ausbau passieren?

Der kreuzungsfreie Ausbau bietet ein enormes Potenzial für die Stadt und ihre Lebensqualität. Ein Verzicht auf diesen Ausbau hätte zur Folge, dass zwar jahrelang Baumaßnahmen durchgeführt würden, sich dabei aber verkehrstechnisch nichts ändern würde. Denn: Es wäre eine Sanierung im Bestand notwendig, da in den letzten Jahren nur die notwendigsten Instandhaltungsarbeiten am Frankenschnellweg und im Umfeld durchgeführt wurden – eben im Hinblick auf den kreuzungsfreien Ausbau.

Sanierungsmaßnahmen brächten keine Verbesserung des Zustands mit sich, sondern nur seinen Erhalt.

Bauzeit

Zuerst einmal: Die Arbeiten finden nicht gleichzeitig auf der ganzen Länge des Frankenschnellwegs statt, sondern werden abschnittsweise durchgeführt. Die Bauzeit für den Abschnitt Mitte mit dem 1,8 km langen Tunnel beträgt rund zehn Jahre, bevor der Frankenschnellweg in Betrieb geht. Eine Baustelle dieser Größenordnung und Komplexität stellt immer eine Herausforderung dar – für Anwohnende, Verkehrsteilnehmende, Ingenieurinnen und Ingenieure sowie die Bauausführung. Eine vollkommen belastungsfreie Baustelle gibt es nicht.

Aktuell geht es um den Abschnitt West. Dieser soll – wenn alles planmäßig verläuft – im Februar 2027 beginnen und bis Anfang 2030 fertiggestellt werden.

Grundsätzlich gilt: die Arbeiten werden unter laufendem Verkehr durchgeführt, der Verkehr wird in wechselnden Verkehrsführungen durch das jeweilige Baufeld geleitet. Damit werden weitgehend alle Verkehrsbeziehungen aufrechterhalten und Sperrungen vermieden. Temporäre Sperrungen einzelner Fahrbeziehungen lassen sich baubedingt aber nicht vermeiden.

Für eine Sanierung muss mit immerhin rund fünf Jahren gerechnet werden. Denn: Auch viele Sanierungsarbeiten können nur nacheinander durchgeführt werden, um während der Bauzeit alle Fahrbeziehungen zu erhalten.

Kosten

Sanierungsmaßnahmen sind nicht förderfähig und die Stadt Nürnberg müsste für die Kosten weitgehend selbst aufkommen.

Ausbau oder Sanierung?

ThemaAusbauSanierung
Mögliche ZuschüsseRd. 80 %voraussichtlich keine
BauzeitRd. 10 JahreRd. 5 Jahre
LärmbelastungVerringerung durch Tunnel bzw. LärmschutzwandLärmbelastung steigend wegen Verkehrszunahme
LuftVerbesserung (Verkehrsfluss, Änderung der FlottenzusammensetzungVerbesserung (Änderung der Flottenzusammensetzung)
Vorteile für VerkehrFahrzeitverkürzungen, Staubeseitigung, Entlastung der AlternativroutenKeine
Grüner DeckelStädtebauliches Entwicklungspotenzial, Nutzbarkeit für AnwohnerschaftEntfällt
Neue Rad- und Gehwegverbindungenrd. 5 km neue WegeKeine
Neue KohlenhofstraßeBessere Erschließung des Gewerbegebiets, Verbesserung der VerkehrsflüsseEntfällt

Entwicklung des Verkehrsaufkommens

Die Ausgangssituation: eine relativ gleichmäßige Verteilung der Fahrzeuge entlang des Frankenschnellwegs bei extremer Auslastung.

Ohne Ausbau des Frankenschnellwegs inklusive Untertunnelung ändert sich die Verteilung der Fahrzeuge nicht; das Verkehrsaufkommen steigt geringfügig an, die Straßen bleiben überlastet.

Dank des neuen Tunnels im Abschnitt Mitte wird der Verkehr auf der Oberfläche deutlich verringert. Der Durchgangsverkehr wird durch den Tunnel geleitet, der Stadtverkehr nutzt die oberirdische Verteilerebene.

Verkehrszählung 2024 / 2025

Die aktuellen Verkehrszahlen am Frankenschnellweg zeigen einen leichten Rückgang, ändern jedoch nichts an seiner zentralen Bedeutung. Mit weiterhin rund 48.000 Fahrzeugen täglich bleibt der Frankenschnellweg eine der wichtigsten Verkehrsachsen Nürnbergs.

Der Rückgang ist Ausdruck veränderter Mobilität – etwa durch Homeoffice und den Ausbau des ÖPNV. Das ist erfreulich. Wer daraus jedoch den Schluss zieht, der kreuzungsfreie Ausbau sei überflüssig, verwechselt kurzfristige Trends mit langfristiger Verantwortung. Infrastrukturpolitik darf nicht nach Momentaufnahmen betrieben werden.

Der Frankenschnellweg ist eine unverzichtbare Lebensader für Wirtschaft, Pendler und die Metropolregion – inklusive der Anbindung des Hafens und zahlreicher Betriebe. Der Ausbau bedeutet nicht „mehr Verkehr“, sondern weniger Stau, höhere Sicherheit und geringere Emissionen durch einen flüssigeren Verkehrsablauf.

Stau an den Rampen ohne Ausbau, Bild © SÖR / Stadt Nürnberg
Kein Ausbau – keine Verbesserung für die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer.

Ihr Kontakt zu SÖR:
Nutzen Sie unser Kontaktformular, um uns Ihre Fragen und Anliegen rund um den Ausbau des Frankenschnellwegs zuzusenden.

Kontaktformular</global/ajax_kontaktformular.html?cfid=107367>