Nuernberg, 26. September 2008: Kettensteg

Servicebetrieb Öffentlicher Raum


Abriss und Neubau der Frankenschnellwegbrücke

Projekt Hafenbrücken: Abriss der Frankenschnellwegbrücke, Bild © Christian Höhn / Stadt Nürnberg

Die Frankenschnellweg-Brücke über die Südwesttangente und den Main-Donau-Kanal ist mit über 300 Metern Spannweite Nürnbergs längste Brücke. Sie besteht aus zwei Brückenteilen, die nacheinander erneuert werden sollen. Ursprünglich war vorgesehen, den Verkehr während der Bauarbeiten jeweils über eine Brückenseite zu führen. So sollte auf der anderen Seite der Rückbau und anschließende Neubau erfolgen.

Brückensperrung

Im Rahmen einer Brückenprüfung im März 2026 musste SÖR die Frankenschnellweg-Brücke über den Main-Donau-Kanal und die Südwesttangente jedoch für den Verkehr sperren. Die Untersuchung hat gezeigt, dass die Brücke den Verkehrsbelastungen nicht mehr sicher standhalten kann. Um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden zu gewährleisten, bleibt die Brücke deshalb bis zu ihrem Abbruch vollständig gesperrt. Eine Befahrung ist nicht mehr möglich.

  • Brückensperrung in der BR-Frankenschau<https://www.ardmediathek.de/video/frankenschau-aktuell/hafenbruecke-in-nuernberg-gesperrt/br/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdC9GMjAyNVdPMDE1ODA4QTAvc2VjdGlvbi9lMTYxYzMyYS0zNGM2LTRlNmQtYjE5MC0zMmExNTQ0ZmFiYWM>
  • Brückensperrung im Franken Fernsehen<https://www.frankenfernsehen.tv/mediathek/video/frankenschnellwegbruecke-in-nuernberg-bleibt-weiterhin-gesperrt-zirndorfer-bruecke-teilweise-freigegeben/>

Fragen und Antworten zur Frankenschnellwegbrücke am Kreuz Nürnberg-Hafen -

Das endgültige Prüfergebnis liegt nun vor. Aus Gründen der Verkehrssicherheit muss die Frankenschnellwegbrücke über den Main-Donau-Kanal und die Südwesttangente bis zu ihrem Abbruch vollständig gesperrt bleiben. Sie kann nicht mehr befahren werden.

1.

Seit wann ist die Brücke gesperrt?

Der Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg (SÖR) hat die Brücke am Mittwoch, 18. März 2026, nach einer Brückenprüfung für den Verkehr gesperrt.

2.

Warum kann die Brücke nicht wieder für den Verkehr freigegeben werden?

Die Prüfung hat ergeben, dass das Bauwerk die Verkehrsbelastung nicht mehr sicher aufnehmen kann. Deshalb ist eine Freigabe für den öffentlichen Verkehr nicht mehr möglich.

3.

Was passiert jetzt am Bauwerk?

SÖR veranlasst weitere Untersuchungen an der Brücke. Außerdem wird geprüft, ob die Brücke auf der Innenseite noch von Baufahrzeugen bis 3,5 Tonnen befahren werden kann.

4.

Wie wird der Zustand der Brücke weiter überwacht?

Es wird ein Monitoringsystem installiert, um mögliche weitere Veränderungen am Bauwerk unter Eigenlast festzustellen. Zusätzlich bleibt es bei einem engen Prüf- und Kontrollrhythmus.

5.

Was ist das Ziel dieser Überwachung?

Ziel ist es, den Verkehr unter der Brücke – also auf dem Main-Donau-Kanal und der Südwesttangente – möglichst weiter aufrechterhalten zu können.

6.

Welche Folgen hat die Sperrung für den Verkehr?

Die Sperrung verändert die Verkehrsströme im Umfeld der Hafenbrücken deutlich. Deshalb wird die Verkehrssituation insbesondere in den morgendlichen und abendlichen Spitzenzeiten genau geprüft.

7.

Welche Maßnahmen sind für den Verkehr geplant?

Die Stadt prüft mehrere Maßnahmen, um den Verkehr besser zu lenken und zu entlasten. Dazu gehören: • die Anpassung des Beschilderungskonzepts, • die Prüfung von Änderungen an Ampelprogrammen an wichtigen Knotenpunkten, • eine mögliche übergangsweise Auffahrtsmöglichkeit von der Hafenstraße auf die A73 in Richtung Feucht, • sowie eine stärkere Verkehrslenkung über die Anschlussstelle Nürnberg-Hafen-Süd.

8.

Was wird zusätzlich für das Projekt Hafenbrücken untersucht?

Für das Projekt wird ein Verkehrsgutachter beauftragt. Er soll die Verkehrssituation insbesondere mit Blick auf den Beginn der Bauarbeiten entlang der Achse Hafenstraße bewerten.

9.

Hat die Sperrung Auswirkungen auf den weiteren Bauablauf?

Ja. Die Bauabläufe und die Verkehrsführung werden vor dem Hintergrund der neuen Situation erneut geprüft. Das betrifft insbesondere die Zeit bis zur Fertigstellung des ersten Brückenüberbaus der Frankenschnellwegbrücke im August 2027.

10.

Wird auch eine Beschleunigung der Arbeiten geprüft?

Ja. Es wird geprüft, ob der Abriss und der Neubau der zweiten Brückenhälfte vorgezogen werden können. Dabei spielen unter anderem Baukapazitäten, Kosten, Finanzierung und die Stromversorgung des Nürnberger Südens durch N-ERGIE eine wichtige Rolle.

Fertigstellung des ersten neuen Brückenteils im Sommer 2027

Der Neubau der Brücke läuft bereits seit Ende 2024. Der Abbruch des nördlichen Brückenteils wurde im Sommer 2025 abgeschlossen. Die Fertigstellung dieses ersten neuen Brückenteils ist für August 2027 vorgesehen. Danach kann dieser Teil für den Verkehr freigegeben werden. Im Anschluss folgen der Abbruch und Neubau der zweiten Brückenhälfte.

Baustellenkamera

Mit der Baustellenkamera sind Sie immer auf dem Laufenden und können sich einen Überblick über den aktuellen Stand der Arbeit verschaffen.

Das Bild erneuert sich alle 15 Minuten.

Die Frankenschnellwegbrücke ist lang und groß. Die Webcam erfasst nicht die ganze Baustelle, sondern nur einen Teil. Nicht immer werden Sie Bauaktivitäten sehen können.

Derzeitiger Stand der Baustelle 'Neubau Brücke Frankenschnellweg'

Der Bildausschnitt zeigt die Frankenschnellwegbrücke am Kreuz Nürnberg-Hafen im Bereich der Südwesttangente.

Abbruch der Frankenschnellwegbrücke über den Main-Donau-Kanal

Der Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg (SÖR) hat am Donnerstag, 3. April 2025, ein 55 Meter langes und rund 18 Meter breites Teilstück der Frankenschnellwegbrücke über den Main-Donau-Kanal entfernt. Der Stahl-Beton-Koloss wurde aus der bestehenden Brücke herausgesägt, auf eine Schwimmplattform abgelassen und anschließend mit zwei Schleppern an das nördliche Kanalufer bugsiert. In den nächsten Tagen wird das Brückenstück nochmals unterteilt und an Land gebracht. Hier wird der Beton vom Stahl getrennt und recycelt.

Abriss der Frankenschnellwegbrücke über den Main-Donau-Kanal, Bild © Christian Höhn / Stadt Nürnberg

Ursprünglich sollte das Brückenstück bereits einen Tag früher, am Mittwoch, 2. April, entfernt werden. Aufgrund des an diesem Tag vorherrschenden böigen Windes mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 50 Stundenkilometern wurden die Arbeiten jedoch um einen Tag verschoben. Dadurch konnten sowohl die Anforderungen an den Arbeitsschutz als auch ein störungsfreier Ablauf der Aktion gewährleistet werden. Das Abtrennen des Brückenabschnitts und das anschließende Ablassen sowie der Transport zum Kanalufer haben insgesamt rund elf Stunden gedauert.

Frankenschau besucht Brückenbaustelle

Der Bayerische Rundfunk (BR) hat zwei Beiträge über den Abriss der Frankenschnellwegbrücke gedreht und in der Frankenschau gezeigt. BR-Redakteurin Konstanze Schulze fragt nach, warum es so lange dauert mit der Planung und begleitete mit ihrem Team den bisher spannendsten Baustellentag: Das Aussägen, Ablassen und Abtransportieren eines 53 Meter langen und 1600 Tonnen schweren Koloss aus Stahl und Beton.

Bürgermeister und erster Werkleiter SÖR Christian Vogel © Christine Dierenbach / Stadt Nürnberg

Bürgermeister und Erster Sör-Werkleiter Christian Vogel freut sich

über die gelungene Aktion: „Das war Maßarbeit. Hier wurde mit höchster Präzision und Konzentration gearbeitet. Kompliment an die Baufirmen und alle Beteiligten. Es ist ein echter Meilenstein im Bauablauf und zeigt, dass es zügig vorangeht. Wir haben noch einen langen Weg vor uns. Die Frankenschnellwegbrücke wird voraussichtlich Ende 2029 wiedereröffnet. Aber mit diesem Kapitel haben wir einen für alle sichtbaren, deutlichen Schritt in diese Richtung zurückgelegt.“

Projekt Hafenbrücken - Abriss Frankenschnellwegbrücke

Nürnbergs längste Brücke

Die mit rund 317 Metern längste Nürnberger Brücke ist eine der drei Hafenbrücken, die in den nächsten fünf Jahren abgerissen und neu gebaut werden.

Neubau erforderlich

Abriss der Frankenschnellwegbrücke über den Main-Donau-Kanal, Bild © Christian Höhn / Stadt Nürnberg
Die Brücken am Nürnberger Hafen stammen aus den 1970er-Jahren und müssen aufgrund ihres Zustands durch Neubauten ersetzt werden.

Verbesserungen

Abriss der Frankenschnellwegbrücke über den Main-Donau-Kanal, Bild © Christian Höhn / Stadt Nürnberg
Bei dieser Maßnahme werden auch Verbesserungen für den steigenden Schiffsverkehr sowie für den Fuß- und Radverkehr im Umfeld der Brücke mit konzipiert.

Kosten

Abriss der Frankenschnellwegbrücke über den Main-Donau-Kanal, Bild © Christian Höhn / Stadt Nürnberg
Am Anfang steht der Abbruch der alten Brücken. Die Kosten für Nürnbergs größtes Brückenprojekt betragen nach derzeitigem Stand rund 347,5 Millionen Euro.

Uferweg am Main-Donau-Kanal im Bereich der Hafenbrücken gesperrt

Im Zuge des Neubaus der Hafenbrücken ist der Uferweg auf dem Damm des Main-Donau-Kanals auf einer Uferseite derzeit gesperrt. Der Weg ist bei Radfahrenden und Fußgängerinnen und Fußgängern sehr beliebt, kann jedoch während der Bauarbeiten nicht genutzt werden. Für die umfangreichen Bauarbeiten wird der gesamte Bereich als Arbeits- und Sicherheitsraum benötigt. Vor Ort kommen schwere Baumaschinen zum Einsatz, zudem laufen mehrere komplexe Bauabläufe parallel. Eine Öffnung des Weges würde ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen.

Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden hat daher oberste Priorität. Eine Umleitung für den Fuß- und Radverkehr ist vor Ort ausgeschildert.

Ursprünglich war die Sperrung bis Ende 2025 vorgesehen. Aufgrund des Baufortschritts und der bautechnischen Anforderungen wurde sie bis Ende Juli 2026 verlängert. Nach derzeitigem Stand ist davon auszugehen, dass der Uferweg für die gesamte Dauer der Baumaßnahme – voraussichtlich bis 2030 – gesperrt bleiben muss.

Der Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg bittet um Verständnis für diese notwendige Maßnahme.

Umleitungsstrecke entlang des Ludwig-Donau-Main-Kanals

Radfahrende können die Baustelle ab der Schleuse Nürnberg wie folgt umfahren: über die Strecke Rüsternweg, Pappelweg, Alpenrosenweg und Wachholderweg gelangt man zu einer Frankenschnellweg-Unterführung, biegt danach an einer Sportanlage rechts ab und gelangt über einen asphaltierten Seitenweg zum Ludwig-Donau-Main-Kanal.

Abriss der Frankenschnellwegbrücke: Fahrradumleitung, Bild © Stadt Nürnberg
Dem Kanaluferweg folgt man rund 1,6 Kilometer in südlicher Richtung bis zur Schleuse 72. Rund 100 Meter südlich der Schleuse folgt man einem Waldweg in Richtung Westen, passiert eine Unterführung der Autobahn A73 und gelangt nach weiteren 300 Metern zum Europakai am Main-Donau-Kanal. Die Umleitungsempfehlung gilt auch für die Gegenrichtung und ist vor Ort ausgeschildert.

Interaktive Baustellenkarte: Immer den Überblick behalten

Die interaktive Baustelle zeigt Ihnen immer den aktuellen Baustellenzustand an: Welche Straße ist zurzeit gesperrt? Welche Umleitungsmöglichkeiten gibt es? Welcher Abschnitt ist im nächsten Monat wieder freigegeben?

Zweiteilige Brücke

Die Arbeiten finden im Rahmen des Projekts Hafenbrücken statt. Die Frankenschnellwegbrücke besteht aus zwei Brückenteilen. Der Verkehr wird während der Arbeiten über eine Brückenseite geleitet, so dass auf der jeweils anderen Seite der Abriss und der Brückenneubau erfolgen kann. Der Neubau der Frankenschnellwegbrücke wird voraussichtlich Ende 2029 abgeschlossen sein.

Brücken aus den 1970er Jahren müssen ersetzt werden

Die alten Brücken am Nürnberger Hafen stammen aus den 1970er Jahren und müssen durch Neubauten ersetzt werden. Am Anfang steht der Abbruch der alten Brücken. Die Kosten für Nürnbergs größtes Brückenprojekt betragen nach derzeitigem Stand rund 347,5 Millionen Euro.

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