Der erste Bauabschnitt der Breiten Gasse ist fertiggestellt. Die Stadt Nürnberg hat die zwischen Ludwigsplatz und Färberstraße neu gestaltete Fußgängerzone am heutigen Freitag, 31. Juli 2026, offiziell eröffnet. Damit ist ein wichtiger Meilenstein bei der Erneuerung einer der bedeutendsten Nürnberger Einkaufsstraßen erreicht. Die Kosten für den ersten Bauabschnitt betragen rund 2,36 Millionen Euro. Die Erneuerung wird mit rund 1,37 Millionen Euro durch das Bund-Länder-Programm „Lebendige Zentren“ durch die Bundesrepublik Deutschland und den Freistaat Bayern gefördert
Der erste Bauabschnitt der Breiten Gasse ist am Freitag, 31. Juli 2026, der Öffentlichkeit übergeben worden. Von links: Die Referentin für Wirtschaft und Wissenschaft, Dr. Andrea Heilmaier, Oberbürgermeister Marcus König, 2. Bürgermeister Andreas Krieglstein und 3. Bürgermeister Dr. Nasser Ahmed freuen sich über die neuen Sitzgelegenheiten und die sichtbar bessere Aufenthaltsqualität des fertig gestellten Bauabschnitts zwischen Jakobsplatz und Färberstraße.
Der Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg (Sör) hat den alten, stark verschlissenen Straßenbelag vollständig erneuert und durch ein hochwertiges, barrierefreies Granitpflaster ersetzt. Neue Sitzbänke und Drehstühle sowie eine moderne Beleuchtung schaffen eine bessere Aufenthaltsqualität und geben der Breiten Gasse ein klares Erscheinungsbild. Aufenthaltszonen und flexibel nutzbare Flächen schaffen mehr Raum zum Einkaufen, Flanieren, Begegnen und Verweilen.
„Die Breite Gasse gehört zu den wichtigsten Straßen unserer Altstadt. Mit der Neugestaltung gewinnt sie deutlich an Aufenthaltsqualität und wird gleichzeitig fit für die Zukunft. Mehr Bäume, ein hochwertiges Pflaster und attraktive Plätze zum Verweilen machen unsere Innenstadt noch lebenswerter und stärken den Einkaufsstandort Nürnberg. Ich freue mich, dass wir diesen ersten Bauabschnitt nun abschließen können.
Mein Dank gilt allen, die dieses Projekt möglich gemacht haben – insbesondere den Fördergebern von Bund und Freistaat, den beteiligten Dienststellen sowie den Geschäftsleuten und Anwohnerinnen und Anwohnern, die während der Bauzeit viel Geduld gezeigt haben.“
Bäume sind das Herzstück der Neugestaltung
Ein Schwerpunkt liegt auf der klimatischen Aufwertung. Neun Bäume sind das Herzstück der Neugestaltung. Die Bäume schaffen eine attraktive und möglichst schattige Aufenthaltszone. Wegen notwendiger Kanalarbeiten an einem mehr als 100 Jahre alten Kanal mussten sieben vorhandene Bäume gefällt werden. Es konnten neun neue Bäume mit besseren Standortbedingungen gepflanzt werden, zwei mehr als davor. Durch unterirdische Leitungen, Feuerwehr- und Anlieferflächen, Außengastronomie sowie erforderliche Mindestabstände zwischen Baumstandorten und zu Gebäuden konnten nicht noch mehr Bäume gepflanzt werden.
Hohen Nutzungsdruck - Unterschiedlichen Ansprüche
Durch den hohen Nutzungsdruck von tausenden Passanten und die vielen unterschiedlichen Ansprüche an die Fußgängerzone war es nicht möglich, offene Grünflächen in der beengten Breiten Gasse zu schaffen.
Die Baumstandorte werden jedoch durch ein „Klimaband“ verbunden, ein sogenanntes Unterflursystem, das für Stadtbäume ideale Standortbedingungen ermöglicht, indem es die Bewässerung, die Belüftung und den Wurzelschutz gewährleistet. Gleichzeitig sind die Flächen barrierefrei und dienen der Außengastronomie. Ergänzt wird die Ausstattung durch einen öffentlichen Trinkwasserbrunnen.
Bürgermeister Andreas Krieglstein: Nürnberg putzt sich heraus
„Sobald Sör eine Teilfläche fertiggestellt und freigegeben hatte, kehrten die Tische und Stühle der Gastronomie zurück – und mit ihnen ein Stück Normalität in die Breite Gasse“, sagt Bürgermeister und Erster SÖR-Werkleiter Andreas Krieglstein. Er fügt hinzu: „Mit dem Abschluss des ersten Bauabschnitts wird sichtbar, wohin die Entwicklung geht. Noch ist die Umgestaltung nicht abgeschlossen, doch schon heute lässt sich erkennen, welche Aufenthaltsqualität die Breite Gasse künftig bieten wird.
Nach dem Lorenzer Platz ist nun auch der erste Abschnitt der Breiten Gasse fertig, und im Laufe dieses Sommers folgt der Hallplatz. Nürnberg putzt sich heraus, und das neue Gesicht der Altstadt nimmt Schritt für Schritt Gestalt an.“
Dr. Nasser Ahmed, Bürgermeister für Wohnen, Bauen und Stadtentwicklung
„Die Altstadt ist das Wohnzimmer unserer Stadt. Hier wollen wir Menschen zusammenbringen, zum Verweilen einladen und die Lebensqualität in Nürnberg nachhaltig stärken“, sagt Dr. Nasser Ahmed, Bürgermeister für Wohnen, Bauen und Stadtentwicklung. Er ergänzt: „Mit dem Klimaband und dem innovativen Klimastein setzen wir in der Breiten Gasse konsequent auf das Prinzip der Schwammstadt und schaffen wirksame Antworten auf die Herausforderungen des Klimawandels.
Die neue Gestaltung verbindet Aufenthaltsqualität, Barrierefreiheit und Klimaanpassung auf vorbildliche Weise. Schön, praktisch und hitzebeständig – so gestalten wir die öffentlichen Räume für die Anforderungen von morgen.“
Planung zur Breiten Gasse stammt vom Stadtplanungsamt
Vor der Umgestaltung waren umfangreiche Arbeiten im Untergrund notwendig. Die Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg erneuerte den Kanal, die N-Ergie arbeitete an den Versorgungsleitungen und errichtete den Trinkwasserbrunnen. Begleitet wurden die Arbeiten durch archäologische Untersuchungen. Die Planung zur Breiten Gasse stammt vom Stadtplanungsamt, die bauliche Umsetzung liegt beim SÖR.
Wirtschafts- und Wissenschaftsreferentin Dr. Andrea Heilmaier
„Mit der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts erhält die Breite Gasse ein neues Gesicht. Mehr Grün, hochwertige Aufenthaltsbereiche und eine moderne Gestaltung machen diesen Abschnitt zu einem attraktiven Ort für Handel, Gastronomie und die Menschen in unserer Stadt“, sagt Wirtschafts- und Wissenschaftsreferentin Dr. Andrea Heilmaier. Und weiter: „Ich danke allen ansässigen Unternehmen herzlich für ihre Geduld und ihre Unterstützung während der Bauarbeiten. Die gemeinsamen Anstrengungen haben sich gelohnt und schaffen einen sichtbaren Mehrwert für die Nürnberger Innenstadt.“
Geschäfte möglichst gut erreichbar
Die Umbauarbeiten im ersten Bauabschnitt wurden so organisiert, dass die Geschäfte und Gastronomiebetriebe während der gesamten Bauzeit möglichst gut erreichbar blieben. Gleichzeitig standen den Gewerbetreibenden mit der Sör-Bauleitung und dem Stab Innenstadt feste Ansprechpartner zur Seite, die Anliegen aufnahmen und gemeinsam mit den Betrieben pragmatische und unbürokratische Lösungen entwickelten. Dieses bewährte Vorgehen wird auch in den kommenden zwei Bauabschnitten fortgeführt.
Arbeiten im zweiten Abschnitt haben begonnen
Die Umgestaltung der gesamten Breiten Gasse zwischen Ludwigsplatz und Pfannenschmiedsgasse erfolgt in drei Bauabschnitten. Die Arbeiten im zweiten Abschnitt zwischen Färberstraße und Krebsgasse haben bereits begonnen. Wegen der Hochbaumaßnahme am ehemaligen Schuh-Leiser-Gebäude wurde der Baubeginn vorgezogen, um spätere, zusätzliche Eingriffe zu vermeiden.
Zweiter Bauabschnitt: Fertigstellung im Juli 2027 geplant
Bis zur Winterpause 2026 soll zunächst die südliche Straßenhälfte hergestellt werden. Ab Frühjahr 2027 folgen die nördliche Seite und die neuen Baumstandorte. Die Fertigstellung ist für Ende Juli 2027 vorgesehen.
Finanzierung und Förderung
Die Erneuerung der Breiten Gasse wird im Rahmen des Bund-Länder-Programms Lebendige Zentren durch die Bundesrepublik Deutschland und den Freistaat Bayern gefördert. Die Kosten für den ersten Bauabschnitt zwischen Ludwigsplatz und Färbergasse betragen rund 2,36 Millionen Euro.
"Wir schaffen mehr Grün, mehr Aufenthaltsqualität und für Einzelhandel und Gastronomie ein zeitgemäßes und einladendes Umfeld.“
Oberbürgermeister Marcus König betont:
„Die Stadt Nürnberg zeigt mit dieser Investition, dass die Weiterentwicklung unserer Altstadt Priorität hat. Wir investieren etwa sieben Millionen Euro, um die Breite Gasse zu erneuern und für Einheimische und Gäste wieder attraktiv zu machen. Wir schaffen mehr Grün, mehr Aufenthaltsqualität und für Einzelhandel und Gastronomie ein zeitgemäßes und einladendes Umfeld.“
Wirtschafts- und Wissenschaftsreferentin Dr. Andrea Heilmaier
„Mit dem bevorstehenden Baustart legen wir den Grundstein für eine attraktive Umgebung, die Handel, Gastronomie und Nürnbergerinnen und Nürnbergern neue Perspektiven eröffnet. Auch wenn die Baumaßnahme mit Herausforderungen verbunden ist, ist sie ein notwendiger Schritt, um unser Ziel einer zukunftsfähigen Innenstadt zu verwirklichen“, betont Wirtschafts- und Wissenschaftsreferentin Dr. Andrea Heilmaier.
„Leitidee der Umgestaltung ist ein durchgängiges ‚Gestaltungsband‘ mit vielfältigen Aufenthalts- und Nutzungsmöglichkeiten: Sitzgelegenheiten unter Bäumen, temporär bespielbare Aktionszonen für Gewerbe und Handel und sogenannte Aktivinseln mit Elementen für Spiel und Bewegung bieten neue Qualitäten“, so Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich. Außengastronomie trägt zusätzlich zu einer Belebung der Breiten Gasse bei und ein neues Beleuchtungskonzept soll die Breite Gasse attraktiver machen.
Der öffentliche Raum wird auch klimafreundlicher: Erreicht wird dies durch Entsiegelung und zusätzliche Versickerungsflächen, Baumneupflanzungen und verbesserte Baumstandorte sowie die Aufstellung von Trinkbrunnen.