Nuernberg, 26. September 2008: Kettensteg

Servicebetrieb Öffentlicher Raum

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Innovatives Pilotprojekt im Westpark: Nürnberg realisiert CO₂-freien Gebäudeabbruch

Die Stadt Nürnberg setzt ein Zeichen für nachhaltiges und zukunftsfähiges Bauen: SÖR beginnt mit dem vollständig klimaneutralen Rückbau der ehemaligen Gärtnerei Sauerbrey im Westpark. Damit wird erstmals ein Gebäudeabbruch über weite Teile des Prozesses hinweg CO₂-frei umgesetzt – von den Abbrucharbeiten bis hin zum Transport.

Erweiterung des Westparks

Der Rückbau des Gärtnerei-Areals ist Teil der Erweiterung und Neugestaltung des Westparks im Nürnberger Südwesten. Die Stadt hat das Gelände der ehemaligen Gärtnerei Sauerbrey gekauft und erweitert damit den Park im Osten um 7 000 Quadratmeter – so können ehemals gewerblich genutzte Flächen in öffentlichen Grünraum umgewandelt werden.

  1. Areals der stillgelegten Gärtnerei Sauerbrey

    Der Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg (Sör) beginnt mit dem vollständig klimaneutralen Rückbau der ehemaligen Gärtnerei Sauerbrey im Westpark., Bild © Kathrin Lehnerer
  2. Brachfläche rund um die Gärtnerei

    Der Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg (Sör) beginnt mit dem vollständig klimaneutralen Rückbau der ehemaligen Gärtnerei Sauerbrey im Westpark., Bild © Kathrin Lehnerer
  3. Teil der Erweiterung und Neugestaltung des Westparks

    Der Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg (Sör) beginnt mit dem vollständig klimaneutralen Rückbau der ehemaligen Gärtnerei Sauerbrey im Westpark., Bild © Kathrin Lehnerer / Stadt Nürnberg
  4. Ehemals gewerblich genutzte Flächen soll Grün werden

    Der Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg (Sör) beginnt mit dem vollständig klimaneutralen Rückbau der ehemaligen Gärtnerei Sauerbrey im Westpark., Bild © Kathrin Lehnerer / Stadt Nürnberg

Nachhaltiger Rückbau und Urban Mining

Das Projekt umfasst neben dem maschinellen Rückbau die fachgerechte Separierung schadstoffbelasteter Baustoffe sowie die Verwertung der anfallenden Materialien. Das Gebäude wird dabei als Rohstofflager im Sinne des „Urban Mining“ verstanden. Ziel ist es, Abfälle zu minimieren und natürliche Ressourcen zu schonen.

Herausforderungen im Bauwesen

Baustellen und Abbrucharbeiten gelten traditionell als besonders energieintensiv und emissionsreich. Vor allem dieselbetriebene Baumaschinen, Schwerlastverkehr sowie ein hoher Energieverbrauch verursachen erhebliche CO₂-Emissionen, Lärm und Luftbelastungen.
Mit dem Projekt im Westpark geht Nürnberg deshalb bewusst neue Wege und zeigt, wie kommunale Baustellen künftig klimafreundlicher umgesetzt werden können.

Der Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg (Sör) beginnt mit dem vollständig klimaneutralen Rückbau der ehemaligen Gärtnerei Sauerbrey im Westpark., Bild © SÖR / Stadt Nürnberg

Strenge CO₂-Vorgaben für die Baustelle

Besonders innovativ sind die strengen CO₂-Vorgaben für die Baustelle: Sämtliche eingesetzten Maschinen, Geräte und Transportfahrzeuge müssen emissionsfrei betrieben werden. Zugelassen sind ausschließlich elektrische oder wasserstoffbetriebene sowie weitere CO₂-freie Antriebe. Der Einsatz klassischer Verbrennungsmotoren – auch in Hybridform oder mit alternativen Kraftstoffen – ist ausgeschlossen. Ebenso dürfen keine stromerzeugenden Aggregate mit fossilen Antrieben für Ladeprozesse genutzt werden.

Beitrag zur Klimaneutralität

Durch den Verzicht auf fossile Antriebe werden Feinstaub, Stickoxide und Lärm deutlich reduziert. Die spätere Erweiterung des Westparks verbessert zusätzlich das Stadtklima und schafft neue Erholungs-, Begegnungs- und Grünflächen für die Nürnberger Bevölkerung.

Vorteile für Umwelt und Bevölkerung

Der Rückbau zeigt damit beispielhaft, wie kommunale Bau- und Abbruchprozesse künftig ressourcenschonend, energieeffizient und klimaverträglich umgesetzt werden können. Gleichzeitig trägt das Vorhaben zur Umsetzung des integrierten Klimaschutzkonzepts der Stadt Nürnberg bei und unterstützt das Ziel der Klimaneutralität bis 2035.

Ausblick und Zeitplan

Der Abbruchzeitraum erstreckt sich von Mai bis Juli 2026. Anschließend wird die Fläche als Rasen angesät und in die Planungen des erweiterten Westpark integriert.