Kontakt

Umgestaltung der Freiflächen an der Christuskirche abgeschlossen

Die Umgestaltung der Freifläche rund um die Christuskirche am Siemensplatz ist als eines der ersten Projekte des Masterplans Freiraum abgeschlossen. Es handelt sich hierbei um eine der wenigen öffentlichen Grünflächen in der Südstadt. Sie war stadtgestalterisch in unbefriedigendem Zustand und bot wenig Aufenthalts- und Nutzungsqualität. Bis jetzt - im Rahmen der Städtebauförderung Galgenhof/Steinbühl aus dem Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ wurden die Freiflächen um die Christuskirche städtebaulich aufgewertet. Ziel war es, einen Treffpunkt für Jung und Alt zu schaffen und dem Stadtteil eine attraktive Fläche für vielfältige Nutzungen zur Verfügung zu stellen.

Bürgerbeteiligung

Im Januar 2017 wurde deshalb eine Projektgruppe gegründet, die alle Bevölkerungsgruppen widerspiegelt und die die Planung aktiv mitentwickelt hat: Als Interessengruppen und Multiplikatoren waren unter anderem die anliegende Schule, Vereine, der Bund Naturschutz, Kindergärten, die Stadtteilkoordination und natürlich die Kirchengemeinde Christuskirche beteiligt.

Auf Basis der Ideensammlung der ersten Projektgruppensitzung wurde ein Vorentwurf entwickelt. Darin wird das Umfeld der Christuskirche in unterschiedlich gestaltete Räume gegliedert, die sowohl eine intensive Nutzung durch die verschiedenen Zielgruppen zulassen als auch den Anforderungen des Klimawandels (Schattenräume) und der Biodiversität nachkommen (Förderung der Artenvielfalt). Der südliche Bereich – im Eigentum der Christuskirche – wurde entsprechend der Absprachen in der ersten Projektgruppensitzung in die Gestaltung integriert.

Dieser Vorentwurf wurde erneut zur Diskussion gestellt. Die geäußerten Verbesserungsbedarfe und damit verbundenen Maßnahmenvorschläge wurden fachlich geprüft, der Vorentwurf entsprechend angepasst, und in einer dritten Sitzung fiel die Entscheidung für einen Entwurf.

Am 24. September 2017 konnten sich die Quartiersbewohnerinnen und -bewohner im Rahmen eines Gemeindefestes an einem Infostand und bei Rundgängen über die Umgestaltung informieren und zu den Plänen äußern. Die Entwurfsplanung wurde durch die interessierten Quartiersbewohnerinnen und -bewohner bestätigt, das Feedback war überaus positiv.

Gemeinsam zu einem guten Ergebnis

Als Ergebnis des engen Abstimmungsprozesses im Rahmen der Bürgerbeteiligung zeichnet sich die Fläche jetzt durch multifunktional nutzbare Räume aus. Es entstehen Flächen für Bewegungsspiele sowie ruhigere Aufenthaltsbereiche mit Bänken und Tischen. So kann den vielen Ansprüchen an den doch sehr begrenzten, engen Freiraum begegnet werden. Der eigentliche Kirchenvorplatz im Süden, der Spielplatz und der Rosengarten um den Kirchturm waren nicht Bestandteil der Planung.

Am Freitag, den 24.05.2019, wird die Freifläche um die Christuskirche offiziell eingeweiht und den Bürgerinnen und Bürgern zur Erholung, Spiel und Begegnung übergeben.

Freifläche Christuskirche: Vor und nach der Umgestaltung

Die Umgestaltung im Detail

  • Im Osten der Christuskirche entsteht eine Bewegungsfläche mit wassergebundener Decke, die ausreichend Platz für Spiele wie z. B. Boule oder Federball bietet. Boulekugeln, Federballschläger und ähnliches werden in der Christuskirche gelagert und können zu den Öffnungszeiten ausgeliehen werden.
  • In der nördlich angrenzenden Fläche entsteht ein geschützter Aufenthaltsbereich mit Tischen und Bänken unter der mit Kletterpflanzen begrünten Pergola. Ein Bodenschach bietet hier Spielmöglichkeiten für Jung und Alt (Ausleihe der Figuren ebenfalls bei der Kirche möglich).
  • Die Platzflächen werden umrahmt von Grünflächen.
  • Im Norden bieten die drei großen Hochbeete, bepflanzt mit drei Zieräpfelbäumen und Stauden, durch die umlaufenden Sitzränder kommunikative Sitzmöglichkeiten. Ergänzt werden diese durch Betonsitzelemente vor der Sträucherpflanzung, die auf Kindersitzhöhe eingebaut werden und stellenweise mit Holzauflagen versehen sind.
  • Im Westen entsteht gegenüber der Wiesenschule ein neuer Aufenthaltsplatz (z.B. für Eltern, die auf ihre Schulkinder warten) durch die Gehwegerweiterung im Bereich des aufgelassenen Straßenbahngleises.
  • Durch die Pflanzung einer Straßenbaumreihe aus zehn Purpurerlen entlang der Tafelfeldstraße entsteht eine räumliche Abgrenzung zur Straße hin. Diese stadträumlich wirksame Raumkante wird durch eine Pergola und geschnittene Hecken mit Sichtschutzfunktion verstärkt. Die Baumreihe, verbunden mit drei weiteren Purpurerlen in der Wiesenstraße, ist für die Südstadt, in der Straßenbaumstandorte rar sind, ein besonderes Juwel. Sie sorgt für ein grüneres Erscheinungsbild und tragen nachhaltig zur Verbesserung der kleinklimatischen Bedingungen bei. Für ihren Vorhandensein wurden und werden enorme Anstrengungen vollführt: Die VAG versetzte im Rahmen der Erneuerung der Oberleitungen einen Masten. Vorhandene Leitungen wurden verlegt und nicht verzeichnete Fundamente beseitigt. Zudem wurde die Pflanzgrube mit erprobtem Nürnberger Baumsubstrat aufgefüllt und die Bäume erhalten eine verlängerte Entwicklungspflege.
  • Im Bereich um die ehemalige Apsis wird als bunter Blickfang eine artenreiche Blumenwiese angesät. Diese soll dazu beitragen, die Artenvielfalt zu fördern und Bienen anzulocken.
  • Zwischen den bestehenden Stellplatzflächen und dem Spielhof entsteht ein Pflanzbeet mit Obstspalier, Beerensträuchern und Blumen, welches von der Kirchengemeinde angelegt und gepflegt wird.

Die Pflanzenauswahl

Bei der Pflanzenauswahl für die Kleinbäume, Sträucher und Stauden wurde auf die
Aspekte Blüten, Duft, Herbstfärbung, essbare Früchte oder Insektenfreundlichkeit
besonderen Wert gelegt. Zum Beispiel werden an der Pergola Weintrauben ranken, aber auch Actinidia "Weiki", die "Bayern Kiwi". Duftkräuter wie Pfefferminze, Lavendel, Origanum, Frauenmantel oder Beinwell bereichern das Sortiment. Bei den Sträuchern wurden Insektenmagneten wie Sommerflieder, Duftsträucher wie Apfeldorn oder Sträucher mit essbaren Früchten wie schwarze Apfelbeere oder deutsche Mispel gepflanzt.

Kosten und Finanzierung

Die Kosten für die Umgestaltung belaufen sich auf ca. 540 000 Euro. Davon werden 425 000 Euro (ca. 78%) aus Mitteln der Städtebauförderung Galgenhof/Steinbühl und 80 000 Euro aus dem Ansatz „Masterplan Freiraum“ des Mittelfristigen Investitionsplans (MIP) finanziert. 10 000 Euro entfallen auf die Kirchengemeinde. Besonders hervorzuheben ist eine große Spende in Höhe von 25 000 Euro vom Rotary-Club Nürnberg-Kaiserburg, der als Stadtteilpate für Steinbühl für 17 neue Bäume gespendet hat. Die Folgekosten für die jährliche Pflege liegen bei 18 000 Euro pro Jahr.

Umgesetzt wurden die Arbeiten von August 2018 bis Februar 2019.

Masterplan Freiraum

Die Sanierung des Bereichs um die Christuskirche ist ein Projekt des Masterplans Freiraum. Ziel des Masterplans Freiraum ist es, in der dichtbesiedelten und bebauten Stadt trotzdem genug Grün und Erholungsflächen zu schaffen.

Zurück zum Seitenanfang URL dieser Seite:
<http://www.nuernberg.de/internet/soer_nbg/christuskirche.html>