Zwischen Frankenschnellweg und der Straße An den Rampen verläuft die Schwabacher Straße über eine Brücke des alten Ludwigkanals und verbindet die beiden Nürnberger Stadtteile Gostenhof und Schweinau miteinander. Bei einer Brückenprüfung durch den zuständigen Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg (Sör) wurde eine mangelnde Tragfähigkeit des westlichen Brückenteils festgestellt, der eine umgehende Sperrung des Geh- und Radwegs auf dem betroffenen Brückenabschnitt erforderlich macht.

Damm ersetzt alte Brücke über den ehemaligen Ludwig-Donau-Main-Kanal
Alte Kanalbrücke an der Schleuse 78
Die Brücke im Kreuzungsbereich Schwabacher Straße / Frankenschnellweg muss dringend durch einen Damm ersetzt werden. Das Bauwerk stammt aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert und ist bereits seit längerem nur eingeschränkt nutzbar, da es erhebliche Schäden aufweist. Sowohl Straßen- als auch Gehwegverkehr sind betroffen, unter der Brücke verläuft zudem eine Fernwärmeleitung der N-ERGIE. Die Arbeiten beginnen im Frühjahr 2026.
(Aufnahme um 1950 | Straßenbauamt der Stadt Nürnberg)
Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen zu den Bauarbeiten an der Brücke Schwabacher Straße. Wir informieren transparent über Verkehr, Natur- und Denkmalschutz sowie die Baustellenlogistik.
Die Brücke ist alt, stark beschädigt und nicht mehr standsicher. Sie wird durch eine sichere Dammschüttung ersetzt. Die aktuell vorhandene Einschränkung der Traglast auf 16 Tonnen sowie die Sperrung eines Teilbereichs können somit nach dieser Maßnahme wieder entfallen.
Für den Rückbau der Brücke und die Dammschüttung ist der Freischnitt des Baufelds sowie einer Zufahrt zum Bauwerk notwendig. Es werden nur so viele Bäume entfernt, wie für die Baustelle nötig sind. Wir achten darauf, Eingriffe in die Natur möglichst gering zu halten.
Nein. Die Bäume sind überwiegend Wildwuchs mit einem Alter von maximal rund 40 Jahren und kleineren Stammdurchmessern.
Ja. Baumfällungen dürfen nicht während der Vogelschutzzeit von Anfang März bis Ende September stattfinden, um brütende Vögel zu schützen.
Das Baufeld wurde vor Ort so angepasst, dass einige Bäume erhalten bleiben. Stattdessen werden weniger wertvolle Flächen wie Brombeer- und Grasflächen genutzt.
Das Gelände ist komplex, mit Höhenunterschieden durch das ehemalige Hafenbecken. Zusätzliche Flächen werden für Baustelleneinrichtung und Logistik benötigt.
Sie dient sowohl dem Baustellenverkehr als auch der Verkehrsumleitung während der Bauzeit. Bestehende Asphaltflächen werden möglichst erhalten und genutzt.
Bei der Planung und Umsetzung der Maßnahme wird darauf geachtet, die Auswirkungen auf den Verkehr des Frankenschnellwegs möglichst auf ein Minimum zu reduzieren.
Die Erdbauten des alten Kanalhafens sind ein Bodendenkmal. Alle Arbeiten werden archäologisch begleitet, bevor Bodeneingriffe erfolgen oder historische Flächen überbaut werden.
Ja. Eingriffe erfolgen nur, wenn sie unvermeidbar sind, und alle Belange werden sorgfältig abgewogen.
Brücke Schwabacher Straße über den alten Ludwigskanal
Geänderte Verkehrsregelung seit Ende 2024
Seit November 2024, gilt bis auf Weiteres folgende Verkehrsregelung: Damit der Geh- und Radweg weiterhin genutzt werden kann, wird vor Ort eine rund 15 Meter lange Passage für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie für Radfahrende eingerichtet, die auf der westlichen Linksabbiegerspur der Schwabacher Straße verläuft.

Teilabbruch des maroden Bauwerks als provisorische Lösung

Maßnahme gehört nicht zum Frankenschnellweg-Ausbau
Eigentlich sollte die Brücke im Zuge des geplanten Frankenschnellweg-Ausbaus abgebrochen werden. Durch das langwierige Klageverfahren gegen das Projekt hat sich die Umsetzung verzögert, sodass dieses Provisorium notwendig wird, um die Schwabacher Straße für den Verkehr aufrechterhalten zu können.
Die Maßnahme hat nichts mit dem Ausbau des Frankenschnellwegs zu tun, sondern dient allein der Verkehrssicherheit und der Funktionsfähigkeit der wichtigen Nord-Süd-Verbindung an der Schwabacher Straße.
Christian Vogel, Bürgermeister und Erster SÖR-Werkleiter , betont:
„Die Sanierung der Brücke ist dringend notwendig, um die Nord-Süd-Verbindung an der Schwabacher Straße aufrechtzuerhalten. Pendlerinnen und Pendler, Handwerksbetriebe und alle, die täglich auf diese Strecke angewiesen sind, profitieren von der Maßnahme. Dass wir nun zusätzlich ein Provisorium an dieser Stelle errichten müssen, ist leider eine direkte Folge der langen Verzögerungen durch die Klagen gegen den Frankenschnellweg."






