Nuernberg, 26. September 2008: Kettensteg

Servicebetrieb Öffentlicher Raum

Teilabriss der Brücke Schwabacher Straße

Die Brücke Schwabacher Straße verbindet über den Frankenschnellweg hinweg die Stadtteile Gostenhof und St. Leonhard. Der westliche Teil der Brücke ist stark beschädigt und kann nicht dauerhaft weiter genutzt werden. Deshalb baut der Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg (SÖR) diesen Teil des Bauwerks zurück und ersetzt ihn durch einen Straßendamm.

Abriss der alten Kanalbrücke Schwabacher Straße - Frankenschnellweg, Bild © André Winkel / Stadt Nürnberg
Die Arbeiten haben am Donnerstag, 13. August 2026, begonnen und dauern voraussichtlich bis Ende Oktober 2026. Während dieser Zeit ist die Überfahrt der Schwabacher Straße über den Frankenschnellweg gesperrt.

Aktueller Stand

Der Brückenüberbau ist inzwischen zurückgebaut. Derzeit laufen die Arbeiten zur Herstellung des Straßendamms. Die Arbeiten liegen nach aktuellem Stand im Zeitplan.

Brückenköpfe und Fernwärmeleitung der alten Kanalbrücke an der Schwabacher Straße. Der Brückenoberbau ist bereits abgebrochen und entfernt., Bild © André Winkel / Stadt Nürnberg
Die Brückenköpfe der alten Kanalbrücke an der Schwabacher Straße. Der Brückenoberbau ist bereits abgebrochen und entfernt. Die Fernwärmeleitung der N-ERGIE wurde erneuert.

Die wichtigsten Informationen im Überblick:

  • Die Schwabacher Straße ist im Bereich der Brücke über den Frankenschnellweg während der SÖR-Arbeiten gesperrt.
  • Die Bauarbeiten von SÖR dauern voraussichtlich bis Ende Oktober 2026.
  • Danach kann der Verkehr vom Frankenschnellweg wieder nach links in Richtung Kohlenhof abbiegen.
  • Der derzeit notwendige U-Turn im Bereich der Eisenbahnbrücke entfällt damit.
  • Parallel arbeitet die N-ERGIE am Fernwärmenetz. Diese Arbeiten dauern voraussichtlich bis September 2027.
  • Deshalb bleibt die Schwabacher Straße zwischen Am Leonhardspark und Am Pferdemarkt weiterhin für den Autoverkehr gesperrt.
  • Eine durchgehende Nord-Süd-Verbindung für den Kfz-Verkehr zwischen St. Leonhard und Gostenhof ist somit bis voraussichtlich September 2027 nicht möglich.
  • Für Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende sind Umleitungen eingerichtet.
Die Übersicht zeigt den Baustellenbereich an der Schwabacher Straße sowie die Verkehrsführungen während der Bauarbeiten.

Warum wird die Brücke teilweise abgebrochen?

Bei einer Brückenprüfung hat SÖR festgestellt, dass die Tragfähigkeit des westlichen Brückenteils nicht mehr ausreicht. Deshalb war die Nutzung bereits vor Beginn der Bauarbeiten eingeschränkt. Unter anderem galt für die Brücke eine Gewichtsbeschränkung auf 16 Tonnen.

Teilsperrung der Brücke Schwabacher Straße, Bild © André Winkel / Stadt Nürnberg
Mit einer dauerhaften Nutzung des beschädigten Brückenteils kann nicht länger gewartet werden. Gleichzeitig liegt die Verbindung der Schwabacher Straße über den Frankenschnellweg im Bereich der zukünftigen Tunneleinfahrt des kreuzungsfreien Ausbaus des Frankenschnellwegs. Ein vollständiger Neubau der heutigen Brücke wäre deshalb nicht sinnvoll: Das Bauwerk würde beim späteren Ausbau des Frankenschnellwegs wieder verschwinden und die Verbindung an dieser Stelle neu konzipiert.

SÖR hat sich daher für eine Lösung entschieden, die wirtschaftlich und zugleich dauerhaft belastbar ist. Der beschädigte Überbau wird entfernt und durch einen stabilen Straßendamm ersetzt. Die vorhandenen Brückenköpfe und Widerlager bleiben dabei erhalten.

Das ist die kostengünstigste Möglichkeit, die wichtige Verkehrsverbindung bis zum späteren Umbau des Frankenschnellwegs zuverlässig nutzbar zu halten. Eine ausreichend stabile Lösung ist notwendig, weil die Schwabacher Straße auch von einem hohen Anteil an Schwerverkehr genutzt wird. Nach Abschluss der Arbeiten kann die bisherige Gewichtsbeschränkung aufgehoben werden.

Während der SÖR-Arbeiten ist die Überfahrt von der Schwabacher Straße über den Frankenschnellweg in Richtung Kohlenhof und Gostenhof nicht möglich.

Auch Verkehrsteilnehmende, die auf dem Frankenschnellweg in Richtung Hafen unterwegs sind, können an der Schwabacher Straße während der Bauarbeiten nicht direkt nach links in Richtung Kohlenhof abbiegen.

Für sie ist im Bereich der Eisenbahnbrücke eine Wendeschleife eingerichtet. Nach dem Wenden können sie auf dem Frankenschnellweg in Richtung Fürth zurückfahren und anschließend nach rechts in Richtung Kohlenhof und Innenstadt abbiegen.

Damit dieses Wendemanöver sicher möglich ist, hat SÖR zwischen der Straße An den Rampen und der Schwabacher Straße für die Dauer der Bauarbeiten eine mobile Ampelanlage eingerichtet.

Parallel dazu, vom 13. August 2026 voraussichtlich bis August 2027, führt die N-ERGIE hier umfangreiche Arbeiten zum Ausbau des Fernwärmenetzes durch. In dieser Zeit ist die Schwabacher Straße zwischen Am Leonhardspark und Frankenschnellweg gesperrt.

Der Verkehr wird umgeleitet über Schlachthofstraße und Am Leonhardspark; die Einbahnstraßenregelung wird für die Dauer der Bauarbeiten aufgehoben. Die Einfahrt auf den Frankenschnellweg erfolgt auf Höhe der Evenord-Bank.

Für Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende wird eine Umleitung eingerichtet. Sie führt vom Gostenhofer Abschnitt der Schwabacher Straße zunächst entlang des Bahndamms bis zur Rothenburger Straße. Dort kann der Frankenschnellweg überquert werden. Fußgängerinnen und Fußgänger gelangen anschließend über die Schlachthofstraße und die Straße Am
Leonhardspark zurück zur Schwabacher Straße.

Die Umleitung für Radfahrende führt ab der Querung des Frankenschnellwegs über die Rothenburger Straße, die Schweinauer Straße und die Webersgasse. Eine zweite Umleitungsstrecke führt ab der Schwabacher Straße über die Kurt-Karl-Doberer-Straße und die Michael-Ende-Straße zur Rothenburger Straße.

Geh- und Radwegverbindung zwischen Gostenhof und St. Leonhard

Brückenabriss Frankenschnellweg - Schwabacher Straße. Umleitung für den Geh- und Radverkehr, Bild © Stadt Nürnberg, Geo und Bayerische Vermessungsverwaltung | Darstellung der Flurkarte als Eigentumsnachweis nicht geeignet.
Die direkte Verbindung über die Schwabacher Straße ist während der Bauarbeiten gesperrt. Die Karte zeigt die ausgeschilderten Umleitungen für Radfahrerinnen und Radfahrer zwischen Gostenhof, der Rothenburger Straße und St. Leonhard. Fußgängerinnen und Fußgänger folgen zwischen Rothenburger Straße und Schwabacher Straße der Umleitungsempfehlung über die die Schlachthofstraße und Am Leonhardspark.

Ursprünglich sollte die Brücke im Zuge des geplanten kreuzungsfreien Ausbaus des Frankenschnellwegs abgebrochen werden. Da sich die Umsetzung dieses Projekts jedoch jahrelang verzögert hat, ist jetzt dieses Provisorium notwendig. Denn wegen des schlechten Zustands des Bauwerks kann mit dem Ersatz nicht länger gewartet werden. Die nun beginnende Maßnahme ist kein
Bestandteil des Ausbaus des Frankenschnellwegs. Sie ist unabhängig davon erforderlich, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und die Verbindung über die Schwabacher Straße langfristig wieder vollständig zu ermöglichen.

Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen zu den Bauarbeiten an der Brücke Schwabacher Straße. Wir informieren transparent über Verkehr, Natur- und Denkmalschutz sowie die Baustellenlogistik.

Die Brücke ist alt, stark beschädigt und nicht mehr standsicher. Sie wird durch eine sichere Dammschüttung ersetzt. Die aktuell vorhandene Einschränkung der Traglast auf 16 Tonnen sowie die Sperrung eines Teilbereichs können somit nach dieser Maßnahme wieder entfallen.

Für den Rückbau der Brücke und die Dammschüttung ist der Freischnitt des Baufelds sowie einer Zufahrt zum Bauwerk notwendig. Es werden nur so viele Bäume entfernt, wie für die Baustelle nötig sind. Wir achten darauf, Eingriffe in die Natur möglichst gering zu halten.

Nein. Die Bäume sind überwiegend Wildwuchs mit einem Alter von maximal rund 40 Jahren und kleineren Stammdurchmessern.

Das Baufeld wurde vor Ort so angepasst, dass einige Bäume erhalten bleiben. Stattdessen werden weniger wertvolle Flächen wie Brombeer- und Grasflächen genutzt.

Das Gelände ist komplex, mit Höhenunterschieden durch das ehemalige Hafenbecken. Zusätzliche Flächen werden für Baustelleneinrichtung und Logistik benötigt.

Sie dient sowohl dem Baustellenverkehr als auch der Verkehrsumleitung während der Bauzeit. Bestehende Asphaltflächen werden möglichst erhalten und genutzt.

Bei der Planung und Umsetzung der Maßnahme wird darauf geachtet, die Auswirkungen auf den Verkehr des Frankenschnellwegs möglichst auf ein Minimum zu reduzieren.

Die Erdbauten des alten Kanalhafens sind ein Bodendenkmal. Alle Arbeiten werden archäologisch begleitet, bevor Bodeneingriffe erfolgen oder historische Flächen überbaut werden.

Ja. Eingriffe erfolgen nur, wenn sie unvermeidbar sind, und alle Belange werden sorgfältig abgewogen.