Nuernberg, 26. September 2008: Kettensteg

Servicebetrieb Öffentlicher Raum

Teilabriss der Brücke Schwabacher Straße

Zwischen Frankenschnellweg und der Straße An den Rampen verläuft die Schwabacher Straße über eine Brücke des alten Ludwigkanals und verbindet die beiden Nürnberger Stadtteile Gostenhof und Schweinau miteinander. Bei einer Brückenprüfung durch den zuständigen Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg (SÖR) wurde eine mangelnde Tragfähigkeit des westlichen Brückenteils festgestellt.

Deshalb ist der Geh- und Radweg auf diesem Brückenabschnitt gesperrt. Als Ausgleich wurde eine rund 15 Meter lange Passage für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie für Radfahrende eingerichtet, die auf der westlichen Linksabbiegerspur der Schwabacher Straße verläuft. Deshalb entfällt auf dem Frankenschnellweg in Fahrtrichtung Hafen ab der Kreuzung Rothenburger Straße die zweite linke Linksabbiegerspur in Richtung Gostenhof.

Bauarbeiten von August bis Oktober 2026

Von Donnerstag, 13. August, bis Ende Oktober 2026 baut SÖR den westlichen Brückenteil zurück, ersetzt den Unterbau durch einen Erdwall und stellt die Fahrbahn wieder her. Währenddessen ist die Brücke gesperrt, der Verkehr wird umgeleitet.

Das stark beschädigte Bauwerk wird größtenteils abgebrochen und durch einen Straßendamm ersetzt. Entfernt werden der rund 9 Meter lange und etwa 21 Meter breite Überbau sowie weitere nicht mehr benötigte Bauteile. Die Pfeiler bleiben stehen. Der Raum zwischen den Pfeilern wird mit geeignetem Material aufgefüllt und zu einem stabilen Damm ausgebaut. Anschließend stellt SÖR die Fahrbahnen sowie Geh- und Radwege wieder her.

Da die Arbeiten im Bereich des historischen Ludwig-Donau-Main-Kanals stattfinden, werden die Bauarbeiten archäologisch begleitet. So können mögliche historische Funde fachgerecht dokumentiert und gesichert werden.

Während der voraussichtlich rund zehnwöchigen Arbeiten ist die Überfahrt von der Schwabacher Straße über den Frankenschnellweg in Richtung Kohlenhof und Gostenhof nicht möglich. Auch Verkehrsteilnehmende, die auf dem Frankenschnellweg in Richtung Hafen unterwegs sind, können an der Schwabacher Straße nicht nach links in Richtung Kohlenhof abbiegen. Für sie wird rund 200 Meter südlich der Bahnbrücke eine Wendeschleife eingerichtet.

Nach dem Wenden können sie auf dem Frankenschnellweg in Richtung Fürth zurückfahren und anschließend nach rechts in Richtung Kohlenhof und Innenstadt abbiegen. Damit das Wendemanöver sicher möglich ist, errichtet SÖR zwischen der Straße An den Rampen und der Schwabacher Straße für die Dauer der Bauarbeiten eine mobile Ampelanlage. Nach Abschluss der Arbeiten ist das Linksabbiegen vom Frankenschnellweg in Richtung Kohlenhof und Gostenhof wieder möglich.

Parallel dazu, vom 13. August 2026 voraussichtlich bis August 2027, führt die N-ERGIE hier umfangreiche Arbeiten zum Ausbau des Fernwärmenetzes durch. In dieser Zeit ist die Schwabacher Straße zwischen Am Leonhardspark und Frankenschnellweg gesperrt.

Der Verkehr wird umgeleitet über Schlachthofstraße und Am Leonhardspark; die Einbahnstraßenregelung wird für die Dauer der Bauarbeiten aufgehoben. Die Einfahrt auf den Frankenschnellweg erfolgt auf Höhe der Evenord-Bank.

Für Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende wird eine Umleitung eingerichtet. Sie führt vom Gostenhofer Abschnitt der Schwabacher Straße zunächst entlang des Bahndamms bis zur Rothenburger Straße. Dort kann der Frankenschnellweg überquert werden. Fußgängerinnen und Fußgänger gelangen anschließend über die Schlachthofstraße und die Straße Am
Leonhardspark zurück zur Schwabacher Straße.

Die Umleitung für Radfahrende führt ab der Querung des Frankenschnellwegs über die Rothenburger Straße, die Schweinauer Straße und die Webersgasse. Eine zweite Umleitungsstrecke führt ab der Schwabacher Straße über die Kurt-Karl-Doberer-Straße und die Michael-Ende-Straße zur Rothenburger Straße.

Ursprünglich sollte die Brücke im Zuge des geplanten kreuzungsfreien Ausbaus des Frankenschnellwegs abgebrochen werden. Da sich die Umsetzung dieses Projekts jedoch jahrelang verzögert hat, ist jetzt dieses Provisorium notwendig. Denn wegen des schlechten Zustands des Bauwerks kann mit dem Ersatz nicht länger gewartet werden. Die nun beginnende Maßnahme ist kein
Bestandteil des Ausbaus des Frankenschnellwegs. Sie ist unabhängig davon erforderlich, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und die Verbindung über die Schwabacher Straße langfristig wieder vollständig zu ermöglichen.

Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen zu den Bauarbeiten an der Brücke Schwabacher Straße. Wir informieren transparent über Verkehr, Natur- und Denkmalschutz sowie die Baustellenlogistik.

Die Brücke ist alt, stark beschädigt und nicht mehr standsicher. Sie wird durch eine sichere Dammschüttung ersetzt. Die aktuell vorhandene Einschränkung der Traglast auf 16 Tonnen sowie die Sperrung eines Teilbereichs können somit nach dieser Maßnahme wieder entfallen.

Für den Rückbau der Brücke und die Dammschüttung ist der Freischnitt des Baufelds sowie einer Zufahrt zum Bauwerk notwendig. Es werden nur so viele Bäume entfernt, wie für die Baustelle nötig sind. Wir achten darauf, Eingriffe in die Natur möglichst gering zu halten.

Nein. Die Bäume sind überwiegend Wildwuchs mit einem Alter von maximal rund 40 Jahren und kleineren Stammdurchmessern.

Das Baufeld wurde vor Ort so angepasst, dass einige Bäume erhalten bleiben. Stattdessen werden weniger wertvolle Flächen wie Brombeer- und Grasflächen genutzt.

Das Gelände ist komplex, mit Höhenunterschieden durch das ehemalige Hafenbecken. Zusätzliche Flächen werden für Baustelleneinrichtung und Logistik benötigt.

Sie dient sowohl dem Baustellenverkehr als auch der Verkehrsumleitung während der Bauzeit. Bestehende Asphaltflächen werden möglichst erhalten und genutzt.

Bei der Planung und Umsetzung der Maßnahme wird darauf geachtet, die Auswirkungen auf den Verkehr des Frankenschnellwegs möglichst auf ein Minimum zu reduzieren.

Die Erdbauten des alten Kanalhafens sind ein Bodendenkmal. Alle Arbeiten werden archäologisch begleitet, bevor Bodeneingriffe erfolgen oder historische Flächen überbaut werden.

Ja. Eingriffe erfolgen nur, wenn sie unvermeidbar sind, und alle Belange werden sorgfältig abgewogen.