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Spielplatzsanierung

Planungsziele

Der Spielplatz an der Hohen Marter hat eine wichtige Bedeutung als Spieleinrichtung und soziale Freifläche. Das Quartier ist gekennzeichnet durch einen Mangel an Spielmöglichkeiten für verschiedene Altersgruppen. Die Maßnahme soll zur bedarfsgerechten Erweiterung und Verbesserung des Spielangebots erfolgen. Das Bauvorhaben umfasst die Neugestaltung des vorhandenen Spielplatzes und die Erweiterung des Spielangebots für zwei Altersgruppen: Der Spielplatz wird für die Zielgruppen der 3- bis 6-jährigen und der 6- bis 14-jährigen Kinder neugestaltet. Ergänzend werden Freizeitgeräte für Jugendliche vorgesehen, die in die südwestliche Rasenfläche der Grünanlage integriert werden.

Hohe Marter Spielplatz

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Eine Reihe mit Findlingen trennt, beziehungsweise verbindet die beiden Spielbereiche. Sowohl Kleinkinder, als auch die Gruppe der 6 bis 14 Jährigen findet hier ein abwechslungsreiches Spielangebot. Im Gegensatz zur alten Gestaltung, gibt es im neuen Entwurf zwei Spiellandschaften die Möglichkeiten zum rutschen, klettern, balancieren etc.

Nutzerbeteiligung

Die Planung erfolgte in Abstimmung und im Einvernehmen mit den zuständigen städtischen Dienststellen (SÖR, Jugendamt). Es wurden zwei Nutzerbeteiligungen durchgeführt.

Bestand

Der bestehende Spielplatz umfasst nur Spielmöglichkeiten für die Altersgruppe der 3- bis 6-Jährigen. Für ältere Kinder sind keine Spielangebote vorhanden. Die Bestandsgeräte sind einzeln aufgestellt, es besteht kein Spielverbund. Die Geräte sind teilweise abgenutzt.

Baumbestand

Die zahlreichen Großbäume und Gehölzgruppen sind wichtige raum- und ortsprägende Bestandsstrukturen. Sie sind wertvoll für Schattenspende, Raumbildung, Sichtschutz und stadtklimatische Wohlfahrtswirkungen. Der Baum- und Gehölzbestand wird deshalb erhalten und in die Spielplatzplanung integriert.

Spielplatz

Die vorhandenen Freizeitgeräte für Jugendliche sind gestalterisch, räumlich und funktional ungünstig platziert. Sie stehen vereinzelt und es gibt Nutzungskonflikte (Fehlnutzung durch Fremdgruppen, Störung des Kinderspielplatzes, Störung der Parknutzung zur Erholung). Sie sollen einen neuen gemeinsamen Standort in der Grünanlage erhalten. Damit wird auch ein Spielverbund angestrebt. Die neue Spielplatzgestaltung soll vielfältige Spielanreize für Kinder von 3 bis 14 Jahren bieten und sowohl die Motorik fördern als auch Sinneserfahrungen und naturnahe Erlebnisse ermöglichen.

Spielgeräte

Als Spielausstattung sind orts- und projektspezifisch entwickelte Spielkombinationen vorgesehen, die alle wesentlichen Wünsche und Forderungen aus den beiden Nutzerbeteiligungen erfüllen. Als Spielaktivitäten werden wie gewünscht angeboten: Objekte zum Rutschen, Schaukeln, Hangeln, Balancieren und Klettern in verschiedenen Schwierigkeitsgraden, schräge Elemente und Ebenen (Balken, Seile, Netze, Holzflächen), Versteckmöglichkeiten, Möglichkeiten zum Verweilen, Beobachten, Sitzen, Sandspiel, natürliches Spielen. Die Spielgeräte werden altersspezifisch differenziert gestaltet.

Spielbereich 3- bis 6-Jährige

Die Anlage bietet eine Kletter- / Rutschkombination mit Vogelnestschaukel, Versteckhütte und Sandbaustelle sowie Möglichkeiten für naturnahes Spielen und Sinneserfahrungen (Findlinge als Kletter- / Sitzsteine, Erdmodellierungen, Gebüschgruppen, naturnahes, beschattetes Spielen im Bereich der vorhandenen Gehölze auf natürlichem Boden). In den östlichen Gehölzrand wird eine Wackelplatte integriert.

Spielbereich 6- bis 14-Jährige

Die Anlage bietet eine Kletter- / Rutschkombination mit Doppelschaukel und ebenfalls Möglichkeiten für naturnahes Spielen und Sinneserfahrungen (wie oben beschrieben). Die beiden Spielbereiche werden aufgrund ihrer räumlichen Verbundwirkung korrespondierend als gesamtheitliche Spiellandschaft gestaltet (identische Materialien, Formgebungen, Farben). Die Spielausstattungen werden entlang der bestehenden Gehölzflächen angeordnet (Erhalt und Schattenspende). Die Erdmodellierung am südlichen Gehölzrand dient neben der Spielfunktion auch der Raumgliederung, der Einfassung der Fallschutzbeläge und als Sichtschutz zur Zweibrückener Straße. Die bauliche Einfassung der Fallschutzbeläge erfolgt durch Betonelemente und Quadersteine. Zur Trennung der Fallschutzbeläge dienen Spiel- und Sitzsteine aus Findlingen.

Grüngestaltung

Zur Intensivierung der Begrünung werden neue Strauchgruppen im Bereich der Modellierung und punktuelle Nachverdichtungen im Gehölzbestand gepflanzt.

Auf die Anlage von Rasen wurde entsprechend der Bestandssituation aufgrund der intensiven Spiel- und Flächennutzung verzichtet. Die Spielanlage wird über das bestehende Parkwegesystem erschlossen. Im nordöstlichen Bereich wird ein neuer Spielplatzzugang geschaffen (einflügeliges Tor). Der bestehende Seiteneingang im südwestlichen Gehölzrandbereich entfällt. Für Pflegefahrzeuge ist ein zweiflügeliges Tor vorgesehen (3,50 m lichte Weite). Die Spielplatzzugänge werden gestalterisch betont. Die Spielplatzbeläge orientieren sich am Grünanlagenbestand und werden als wassergebundene Decken und Betonsteinpflasterflächen erstellt.

Sitzgelegenheiten und Aufenhaltsbereiche

Der Spielplatz wird mit acht Sitzbänken, zwei Langbänken und zwei Sitzmauern ausgestattet. Auf Tischgruppen wird verzichtet aufgrund der bestehenden Fehlnutzung durch Fremdgruppen. Unter der großen Bestandseiche werden aufgrund eines möglichen Befalls mit dem Eichenprozessionsspinner keine Sitzelemente aufgestellt. Die Randeinfassungen, Quadersteine und Findlinge können ebenfalls zum Sitzen genutzt werden. Die bestehende Einfriedung aus Jägerzaun wird durch einen neuen Zaun aus Stabgittermatten ersetzt. Die Zaunführung wird im westlichen, südlichen und östlichen Bereich nach außen versetzt, um Spielfläche für naturnahes Spielen im Gehölzrandbereich zu gewinnen.

Jugendspielbereich

Für den Jugendspielbereich in der südwestlichen Rasenfläche der Grünanlage ist folgende Ausstattung vorgesehen:
Aufstellung eines Streetballständers, einer Tischtennisplatte und von vier Mini-Fußballtoren. Dafür werden die bauseits vorhandenen Bestandsgeräte verwendet. Ergänzt wird das Spielangebot durch die Aufstellung eines Calisthenics-Geräts.
Die Freizeitgeräte entsprechen den Wünschen aus der Nutzerbeteiligung.

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