Nuernberg, 26. September 2008: Kettensteg

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Frankenschnellweg: Ausbau Abschnitt West

Blick vom Leiblsteg auf den Frankenschnellweg - Visualisierung, Bild © ediundsepp / Stadt Nürnberg

Der Abschnitt West umfasst ein 2,2 Kilometer langes Straßenstück von der Anschlussstelle Nürnberg / Fürth bis zur Anschlussstelle Nürnberg-Westring an der Jansenbrücke. Im Februar 2027 beginnen hier die Arbeiten.

FSW Abschnitt West Karte: Der Abschnitt West umfasst ein 2,2 Kilometer langes Straßenstück von der Anschlussstelle Nürnberg / Fürth bis zur Anschlussstelle Nürnberg-Westring an der Jansenbrücke., Bild © SÖR / Geobasisdaten: © Stadt Nürnberg, Geo und © Bayerische Vermessungsverwaltung. Darstellung der Flurkarte als Eigentumsnachweis nicht geeignet.

SÖR errichtet beidseits des Frankenschnellwegs von der Jansenbrücke bis zur ehemaligen Ringbahnbrücke Lärmschutzwände. Diese haben eine Höhe von acht Metern, um Lärmemissionen möglichst effektiv zu verringern. Zum Abschnitt West gehören daneben die Erneuerung der gesamten Straße in diesem Abschnitt sowie der Neubau der Straßenentwässerung und eines Stauraumkanals zur Rückhaltung von Niederschlagswasser bei Starkregen. Zudem wird ein zusätzlicher Fahrstreifen in Richtung Hafen gebaut, um den Verkehr zwischen der Einfahrt von der B 8 an der Stadtgrenze und der Ausfahrt Jansenbrücke besser zu entflechten. Dieser Verflechtungsstreifen dient der Erhöhung der Verkehrssicherheit zwischen diesen beiden hochbelasteten Ein- und Ausfahrten, weil er den Verkehrsfluss verstetigt. Schließlich wird die Brücke Sigmundstraße erneuert und es erfolgen abschließend Landschaftsbauarbeiten.

Bauablauf

Im Herbst 2026 erfolgen Rückschnitt- und Fällarbeiten, um das Baufeld entlang der Fahrbahnen freizumachen. Im Februar 2027 beginnen dann die Bauarbeiten.

Damit der Verkehr zwei Fahrspuren nutzen kann, werden die Standstreifen in beiden Fahrtrichtungen ertüchtigt. Anschließend wird im Mittelstreifen ein neuer Entwässerungskanal verlegt. Wenn der Kanalbau beendet ist, planmäßig im Herbst 2027, wird der Verkehr auf die nördliche Fahrbahn, Richtung Fürth, verlegt und die Bauarbeiten entlang der Fahrtrichtung Hafen beginnen. Das bedeutet: Die alte Schachtringwand entlang der südlichen Fahrspuren wird abgebrochen, zur Abgrenzung der Grundstücke wird ein Zaun dahinter errichtet, der Bewuchs hinter der alten Wand wird entfernt. Anschließend beginnt SÖR hier mit dem Bau der neuen Lärmschutzwand einschließlich des neuen Wartungswegs. Diese Arbeiten sollen bis Mitte 2028 abgeschlossen sein.

Parallel dazu, voraussichtlich ebenfalls noch in 2027, beginnt der Neubau der Sigmundbrücke an ihrer Nordseite (in Fahrtrichtung Fürth). Die Arbeiten an der Südseite sollen sich Mitte 2028 unmittelbar daran anschließen.

Voraussichtlich im Frühjahr 2028 beginnt SÖR mit der Sanierung der bestehenden südlichen Fahrbahnen, diese erfolgt in mehreren Abschnitten. Planmäßig ab Ende 2028 wird dann die Lärmschutzwand auf der Nordseite des Frankenschnellwegs gebaut. Nach ihrer Fertigstellung im Laufe des Jahres 2029 folgen die Straßenbauarbeiten an den nördlichen Fahrbahnen (Fahrtrichtung Fürth). Hierfür wird der Verkehr über die sanierten südlichen Fahrbahnen geleitet. In 2030 werden noch Restarbeiten sowie die abschließenden Landschaftsbauarbeiten durchgeführt.

Bauvorbereitung: Rückschnitt- und Fällarbeiten an der Emmy-Noether-Straße

Für die Arbeiten im Abschnitt West werden Baustelleneinrichtungs- und Lagerflächen an der Emmy-Noether-Straße benötigt. Um diese Flächen einzurichten, werden hier zwischen Montag, 19. Oktober, und Freitag, 23. Oktober 2026, Bäume und Sträucher zurückgeschnitten oder entfernt. Vorab wurde das Gelände bereits von Müll und Unrat befreit. Die Bäume unmittelbar entlang der Kohlenhofstraße bleiben erhalten, um Sicht- und Staubschutz für die Anlieger zu bieten.

Die Arbeiten dauern wenige Tage, sie haben keine Auswirkungen auf den Verkehr. Die Aurelis Real Estate GmbH wird auf dem anliegenden Gelände ebenfalls Fäll- und Rückschnittarbeiten durchführen.

Die Arbeiten von SÖR betreffen ca. 120 Gehölze sowie knapp 1.600 Quadratmeter Aufwuchs auf der künftigen Lagerfläche. Rund 100 Gehölze haben einen Stammdurchmesser zwischen 10 und 30 Zentimetern, etwa 20 Bäume haben einen Stammdurchmesser zwischen 30 und 50 Zentimetern. Im Zuge der Planung wurden Gehölze und Aufwuchs eingehend darauf hin geprüft, ob ein Erhalt möglich ist. Jedes Gehölz wurde einzeln betrachtet und die jeweilige Entscheidung sorgfältig abgewogen.

Der Gehölzbestand wurde im Rahmen der Planfeststellung durch eine Umweltverträglichkeitsprüfung bewertet. Alle Eingriffe werden, den gesetzlichen Vorgaben und dem Planfeststellungsbeschluss entsprechend, ausgeglichen. Die entsprechenden Landschaftspflegerischen Begleitpläne und die dazugehörenden Erläuterungsberichte sind online einsehbar. Die Ausgleichs- und Ersatzflächen wurden bereits hergestellt.

Bei planfestgestellten Projekten ist die Anwendung der Baumschutzverordnung gesetzlich nicht vorgesehen. SÖR wendet diese aber freiwillig zusätzlich an; für die Fällungen an der Emmy-Noether-Straße werden deshalb voraussichtlich rund 40 Bäume ersatzgepflanzt. Soweit möglich, erfolgen diese Pflanzungen im direkten Umfeld des Frankenschnellwegs, weitere Ersatzpflanzungen werden im Stadtgebiet durchgeführt.

Weitere Baustelleneinrichtung und Lagerflächen

SÖR hat bereits mehrere Flächen für die zukünftige Baustelleneinrichtung sowie als Lagerflächen eingerichtet.

Für die Herstellung der Lagerfläche auf dem Gelände des sogenannten „Gleisdreiecks“ war die Räumung der ehemaligen Schrebergartenparzellen sowie die Entfernung des dort vorhandenen Strauch- und Baumbewuchses erforderlich. Die Fläche dient der Zwischenlagerung des Erdaushubs, der im Rahmen der Baumaßnahme anfällt, sowie des Bauschutts der alten Lärmschutzwand im westlichen Abschnitt. Das Material wird hier vor seiner weiteren Entsorgung gemäß den geltenden abfallrechtlichen Bestimmungen beprobt und untersucht. Die Fläche liegt im Zentrum der zukünftigen Tunnelbaustelle. Sie gehört jedoch zum Westabschnitt des Projekts: Da im Bereich der alten Lärmschutzwände keine vergleichbare städtische Fläche zur Verfügung steht, fiel die Wahl auf das verkehrstechnisch gut angebundene Areal im Gleisdreieck.

Die Herstellung der Lagerfläche wurde im Frühsommer 2026 abgeschlossen. Da Rodungsarbeiten gemäß § 39 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) ausschließlich in der Zeit vom 1. Oktober bis 28. Februar zulässig sind, wurde mit den entsprechenden Maßnahmen zur Freimachung der Fläche bereits Anfang Oktober 2025 begonnen. Eine spätere Durchführung im Jahr 2026 hätte den termingerechten Beginn der Hauptbauarbeiten im Februar 2027 gefährdet.

Vegetation Gleisdreieck

Für die Herstellung der Lagerfläche war die Räumung der ehemaligen Schrebergartenparzellen sowie die Entfernung des dort vorhandenen Strauch- und Baumbewuchses erforderlich. Im Bereich der stillgelegten Fernwärmeleitung hatten sich in den vergangenen Jahren insbesondere Pappeln und Walnussbäume angesiedelt, die teilweise Höhen von bis zu 20 m erreicht haben. Bäume, die unter die Baumschutzsatzung der Stadt Nürnberg fallen, werden gemäß den geltenden Vorgaben durch Ersatzpflanzungen an geeigneten Standorten im Stadtgebiet kompensiert.

Reptilienschutzzaun Gleisdreieck

FSW-Lagerfläche im Gleisdreieck: Um die lokale Eidechsenpopulation zu schützen, wurde ein Reptilienschutzzaun entlang der beiden Eisenbahnböschungen aufgestellt, die das Gelände im Westen und Osten einfassen.

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Aktualisiert am 14.10.2026, 09:33 Uhr