Nuernberg, 26. September 2008: Kettensteg

Servicebetrieb Öffentlicher Raum

Grünanlagen-FAQ

Auf dieser Seite informiert SÖR über häufig gestellte Fragen rund um Grünanlagen im Stadtgebiet.

Öffentliche Toiletten in Grünanlagen befinden sich vor allem an stark frequentierten Standorten. Im direkten Umfeld von Spielplätzen stehen derzeit sechs WC-Anlagen zur Verfügung: Aufseßplatz, Hintere Insel Schütt, Münchener Straße, Falknerweg (Marienberg), Wöhrder See (Umweltstation) und Jamnitzerplatz.
Die jährlichen Kosten für Reinigung, Unterhalt und Instandhaltung dieser Anlagen belaufen sich auf rund 150.000 Euro. Der Aufwand richtet sich unter anderem nach der Nutzung, dem Verschmutzungsgrad und möglichen Vandalismusschäden.

Bei der Planung und Neugestaltung von Spielplätzen berücksichtigt SÖR den Hitzeschutz grundsätzlich. Die wichtigste Maßnahme ist die natürliche Beschattung durch Bäume. Bereits in der Planung wird geprüft, an welchen Standorten Bäume sinnvoll gepflanzt werden können.

Eine vollständige Beschattung aller Spielflächen wird jedoch bewusst nicht angestrebt. Spielplätze sollen sowohl sonnige als auch schattige Bereiche bieten, damit sie zu unterschiedlichen Jahreszeiten gut genutzt werden können. Zudem müssen bei der Anordnung der Spielgeräte verschiedene Anforderungen wie Verkehrssicherheit, Fallschutz, Barrierefreiheit und Spielwert berücksichtigt werden. Sonnensegel werden auf öffentlichen Spielplätzen in der Regel nicht eingesetzt, da sie kostenintensiv, vandalismusanfällig und häufig nur eingeschränkt wirksam sind. Deshalb setzt SÖR langfristig auf natürliche Beschattung durch Bäume.

Spielgeräte aus Metall, Kunststoff oder auch Holz können sich bei intensiver Sonneneinstrahlung stark aufheizen. Bereits bei der Planung berücksichtigt SÖR Maßnahmen zur Reduzierung der Erwärmung, beispielsweise die Ausrichtung von Edelstahlrutschen nach Norden. An sehr heißen Sommertagen lässt sich eine starke Erwärmung der Geräte jedoch nicht vollständig vermeiden.

Wasserspielgeräte sorgen an heißen Tagen für Abkühlung, sind jedoch in Bau, Betrieb und Wartung sehr aufwendig und werden daher nur an ausgewählten Standorten errichtet, beispielsweise am Wöhrder See, Jamnitzer Platz, Züricher Park oder Heinickeplatz.

Die Errichtung von Trinkbrunnen der N-ERGIE wird bei Neubau- und Sanierungsprojekten grundsätzlich geprüft. Voraussetzung sind ein geeigneter Wasseranschluss sowie die erforderlichen Finanzmittel. Die Trinkbrunnen leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgung mit kostenlosem Trinkwasser und zur Abkühlung im öffentlichen Raum.

Die Standorte von Sitzmöglichkeiten werden nach den jeweiligen Gegebenheiten vor Ort festgelegt. Dabei berücksichtigt SÖR die Bedürfnisse der Anwohnerschaft und der Besucherinnen und Besucher sowie die Nutzung der Grünanlage. Ziel ist es, möglichst ausgewogene Lösungen zu schaffen, die den unterschiedlichen Interessen gerecht werden.

Brunnen werden saisonal betrieben und regelmäßig gewartet. Fällt ein Brunnen aus, liegt dies häufig an technischen Defekten, Vandalismus oder notwendigen Wartungsarbeiten. Da viele Reparaturen spezielles Fachwissen erfordern, müssen diese in der Regel von Fachfirmen durchgeführt werden. Häufig sind zudem Ersatzteile zu beschaffen, was die Reparaturzeit verlängern kann. SÖR setzt alles daran, den Betrieb der Brunnen schnellstmöglich wiederherzustellen.

Nicht jede Grünfläche wird gleich häufig gemäht. Viele Wiesen werden bewusst seltener gemäht, um Lebensräume für Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten zu erhalten. Auch Blühflächen, höheres Gras und teilweise stehen gelassenes Totholz fördern die Artenvielfalt und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Naturschutz.
Intensiv genutzte Bereiche wie Liegewiesen, Spiel- und Aufenthaltsflächen sowie Wege werden dagegen regelmäßig gepflegt. So bringt SÖR Naturschutz, Erholung und Verkehrssicherheit in Einklang.

Bäume, Hecken und Sträucher werden regelmäßig kontrolliert und bedarfsgerecht gepflegt. Dabei stehen die Gesundheit der Pflanzen sowie die Verkehrssicherheit im Vordergrund. Gleichzeitig berücksichtigt SÖR die gesetzlichen Vorgaben zum Schutz brütender Vögel. Während der Brutzeit werden daher grundsätzlich nur notwendige Pflegearbeiten oder Rückschnitte aus Gründen der Verkehrssicherheit durchgeführt.

Die Anzahl und der Standort von Abfallbehältern richten sich nach der Größe und Nutzung einer Grünanlage. Besonders stark frequentierte Bereiche werden entsprechend ausgestattet. In naturnahen Bereichen wird die Anzahl der Mülleimer bewusst reduziert, um das Landschaftsbild zu erhalten und Wildtiere nicht anzulocken. SÖR bittet alle Besucherinnen und Besucher, Abfälle in den vorhandenen Behältern zu entsorgen oder wieder mitzunehmen.

Das Füttern von Wildtieren schadet häufig mehr, als es nutzt. Futterreste verschmutzen Gewässer und Grünanlagen, locken Ratten an und können die Gesundheit der Tiere beeinträchtigen. Wildtiere finden in ihrem natürlichen Lebensraum ausreichend Nahrung und sollten deshalb nicht gefüttert werden. So werden sowohl die Tiere als auch die Grünanlagen geschützt.

Spielgeräte, Bänke und andere Ausstattungsgegenstände werden regelmäßig kontrolliert. Gefährliche Schäden werden umgehend abgesichert oder die betroffenen Einrichtungen außer Betrieb genommen. Anschließend erfolgt je nach Art und Umfang des Schadens die Reparatur oder der Austausch. Nicht alle Ersatzteile sind sofort verfügbar. Insbesondere bei speziellen Spielgeräten müssen Ersatzteile häufig erst beschafft werden. Dadurch kann sich die Instandsetzung im Einzelfall verzögern.

Vorübergehende Sperrungen können aus verschiedenen Gründen erforderlich sein. Rasenflächen werden beispielsweise abgesperrt, damit sich neu eingesäter Rasen oder frisch angelegte Pflanzungen entwickeln können. Wege oder ganze Grünanlagen werden aus Gründen der Verkehrssicherheit gesperrt, etwa während Baumpflegearbeiten, Bau- und Sanierungsmaßnahmen oder nach Unwettern.

Laub und Totholz erfüllen wichtige ökologische Funktionen in Grünanlagen. Laub schützt den Boden, speichert Feuchtigkeit und bietet Lebensraum für zahlreiche Tiere. Totholz ist ein wichtiger Lebensraum für Insekten, Pilze, Vögel und andere Organismen.
Deshalb bleibt Laub in Grünflächen und Totholz an geeigneten Stellen teilweise bewusst erhalten, sofern keine Gefahr für Besucherinnen und Besucher besteht. Geh- und Radwege sowie Bereiche mit erhöhtem Sicherheitsbedarf werden weiterhin regelmäßig gereinigt und gepflegt.

Anhaltende Hitze und Trockenheit stellen Grünflächen vor besondere Herausforderungen. SÖR bewässert insbesondere junge Bäume und empfindliche Pflanzungen, da diese besonders auf ausreichend Wasser angewiesen sind. Eine flächendeckende Bewässerung aller Grünflächen ist jedoch weder ökologisch noch personell möglich.
Viele Rasenflächen sind an trockene Sommerphasen angepasst und erholen sich nach ausreichenden Niederschlägen wieder. Gleichzeitig berücksichtigt SÖR bei der Gestaltung und Pflege von Grünanlagen zunehmend Aspekte des Klimaschutzes und der Klimaanpassung.

Schäden wie defekte Bänke, beschädigte Spielgeräte, überfüllte Mülleimer oder andere Mängel können über den Mängelmelder der Stadt Nürnberg gemeldet werden. So können die zuständigen Mitarbeitenden den Hinweis prüfen und die erforderlichen Maßnahmen veranlassen.

  • Mängelmelder<https://www.nuernberg.de/internet/soer_nbg/maengelmelder.html>