Kontakt

Zur Geschichte der Familie Süßheim

Ausstellungsplakat

Im Kleinen Foyer der Norishalle zeigte das Stadtarchiv vom 6. Juli bis 18. Dezember 2015 die Ausstellung "Die Süßheims. Jüdische Bürger, Politiker, Wissenschaftler in Bayern".
Die Ausstellung skizzierte die bewegte und bewegende Geschichte der Nürnberger Familie Süßheim von deren sozialem Aufstieg als erfolgreiche Hopfenhändler in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts und als Akademiker während der Weimarer Republik über die Verfolgung und Emigration in der NS-Zeit bis zum Neuanfang in England, der Türkei und den USA.

Anlass der Präsentation war die durch eigene Forschungen im Rahmen des Projekts "Lost Art" erfolgte Klärung der Provenienz des 1941 vom Stadtarchiv erworbenen "Meisterbuchs der Nürnberger Sattler" aus der Sammlung Karl Süßheim in München sowie der zwischen dem Stadtarchiv Nürnberg und den Süßheimschen Erben im Juli 2015 geschlossene Depositalvertrag über diese Handschrift aus dem 17. Jahrhundert.

Die Darstellung der Vita des Münchener Orientalistikprofessors und Buchsammlers Karl Süßheim bildete daher einen Schwerpunkt der Schau und wurde durch ausgewählte Exponate, u.a. Fotos und Autographen aus Familienbesitz, veranschaulicht. Karls Geschwister Max und Paula fanden auf eigenen Ausstellungstafeln ebenso eine ausführliche Würdigung wie die Biografien der Elterngeneration Sigmund Süßheim und Clara Morgenstern sowie der Großelterngeneration David Morgenstern und Regina Adlerstein.

Ein weiterer Ausstellungsteil widmete sich den Buch- und Kunstsammlungen der Familie Süßheim, deren Sammeleifer vor allem auf Clara Süßheim, der Fürther Politiker- und Industriellendynastie Morgenstern entstammend, zurückgeführt werden kann.

Exlibris

Exlibris Klara Süßheim (StadtAN E 14/2 Nr. 24)

Das ausgestellte "redende" Exlibris Clara Süßheims stand stellvertretend für die umfangreichen Bibliotheken der Süßheims, die während der NS-Zeit zerschlagen und in alle Winde zerstreut wurden. Durch gezieltes Vorgehen von Gauleitung, Reichsfinanzverwaltung und anderer Institutionen erfolgten nämlich nicht nur die Konfiszierung und der Zwangsverkauf der Bibliothek von Karl Süßheim, sondern ebenso der Kunstsammlungen von Max Süßheim sowie Paula Süßheim-Kirschbaum. Abgesehen von Einzelstücken, die zwischen 1940 und 1944 an die Stadt Nürnberg gelangten, fehlt von den Süßheimschen Sammlungen bisher jede Spur.

Die in der Ausstellung präsentierten Forschungsresultate des Stadtarchivs über die Familie Süßheim sind – ergänzt und vertieft – in den 2018 erschienenen Sammelband "Die Süßheims. Unternehmer, Politiker, Wissenschaftler, Sammler" eingeflossen.

Dr. Dominik Radlmaier

Telefon: 09 11 / 2 31-86 39

Telefax: 09 11 / 2 31-40 91

Zur verschlüsselten Übertragung Ihrer Nachricht:

Kontaktformular:
</global/ajax_kontaktformular.html?cfid=49679>


Gerhard Jochem

Telefon: 09 11 / 2 31-54 88

Telefax: 09 11 / 2 31-40 91

Zur verschlüsselten Übertragung Ihrer Nachricht:


Interner Link: Kulturhauptstadt Europas 2025. Wir bewerben uns!

Publikation über die Familie Süßheim

Zurück zum Seitenanfang URL dieser Seite:
<http://www.nuernberg.de/internet/stadtarchiv/projekte_juedische_geschichte_suessheim.html>