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Quellen und Forschungen zur Geschichte und Kultur der Stadt Nürnberg 39

Die Süßheims. Unternehmer, Politiker, Wissenschaftler, Sammler

Herausgegeben von Michael Diefenbacher
Nürnberg 2018, IX, 426 S. mit 130 Abb.

ISBN 978-3-925002-39-7
Erhältlich im Stadtarchiv
Verkaufspreis: 36 Euro

Die hier vereinten Studien zeichnen Aufstieg und Fall einer bemerkenswerten deutsch-jüdischen Familie bis zur erzwungenen Flucht nach:

  • Auf ihre oberfränkischen Wurzeln geht Christian Porzelt in "Die Familie Süßheim in Kronach" ein.
  • Barbara Ohm gibt Einblicke in "Die Fürther Familie Morgenstern", eine kunstsinnige und karitativ engagierte Unternehmer- und Politiker-Dynastie, in die der Neu-Nürnberger Sigmund Süßheim einheiratete.
  • Der Beitrag "Zum jüdischen Hopfenhandel in Nürnberg vor 1945" von Gerhard Jochem beleuchtet das komplexe Gewerbe, in dem Sigmund den Wohlstand der Süßheims schuf.
  • Der grundlegende Aufsatz "Die Süßheims in Nürnberg. Geschichte der Familie und ihrer Sammlungen von den Gründerjahren bis in die NS-Zeit" von Dominik Radlmaier stellt die Biografien ihrer Mitglieder mit Schwerpunkten auf den Geschwistern Max, Karl und Paula sowie die Zerschlagung ihrer Sammlungen seit 1940 dar.
  • In „'Ein Sohn des Volkes wollt er sein' – Quellentexte zu Person und Wirken von Dr. Dr. Max Süßheim" kompiliert Gerhard Jochem Zitate aus Zeitungsartikeln, Stadtratsprotokollen und Korrespondenz von und über ihn.
  • Kerstin Gardill beschreibt in "Max Süßheim: Streichers größter Gegner" die Anfeindungen durch die Nationalsozialisten, denen er schon lange vor 1933 ausgesetzt war.
  • Der niederländische Orientalist Jan Schmidt zeichnet in "Prof. Karl Süßheim als Vermittler zwischen Orient und Okzident" seine vielfältigen Aktivitäten in Deutschland und dem Osmanischen Reich nach.
  • Die Untersuchung "Die Sammlung Süßheim als Depositum im Stadtarchiv Nürnberg und ihre Bedeutung für die Nürnberger Stadtgeschichte" von Antonia Landois spürt der Geschichte und den Inhalten der 46 Handschriften, Drucke sowie Urkunden nach, die Max seinem jüngeren Bruder Karl vermacht hatte, in der NS-Zeit beschlagnahmt und seit 2015 als Leihgaben der Familie dem Stadtarchiv übergeben wurden.
  • Den Abschluss bildet der Bericht über ein von Harald Leder 2015 in New York geführtes Interview mit Margot Suesheim, der ältesten Tochter Karls.

English Abstracts und ein Register der Personen und Institutionen erschließen die vielfältigen Inhalte des Buches, das erstmals eine Nürnberger Ausnahme-Familie würdigt, die in ihrer Heimat aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden war.

Ein umfangreicher Abbildungsteil illustriert die Texte mit bisher überwiegend unveröffentlichtem Bildmaterial.

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