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Naturschutzgebiet Pegnitztal Ost

Pegnitztal Ost

Am Fluss entlang schlendern, den grasenden Schafen zuschauen, im Schatten von alten Bäumen Picknick machen – für viele ist das Pegnitztal Ost eine kostbare Naturidylle mitten in der Stadt. Doch seine vielfältigen Lebensräume sind nicht nur wichtig für Erholungssuchende, sondern auch für die Tier- und Pflanzenwelt. Deshalb hat die Regierung von Mittelfranken am 17. Dezember 2018 das östliche Pegnitztal offiziell als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Bereits im Februar 2017 hatte dies der Nürnberger Stadtrat beschlossen und das Naturschutzgebiet bei der Regierung von Mittelfranken beantragt.

Während des gesamten Verfahrens stand die Stadt in einem breiten Dialog mit unterschiedlichen Interessensgruppen, denn auch die Naherholung sollte weiterhin für Bürger möglich sein. Umweltreferent Peter Pluschke freut sich über die Umsetzung und betont, dass es nun gilt, "den Interessensausgleich zwischen Naturschutz, Landwirtschaft und Naherholung gemeinsam zu gestalten".

Auwälder, Nasswiesen und vieles mehr: das Pegnitztal Ost


Damit steht ein 221 Hektar großes Gebiet unter Naturschutz, das sich südlich der Bundesstraße B 14 vom Wöhrder See bis zur Autobahn A 3 erstreckt. Allerdings mit einer Ausnahme: Das Wiesenstück zwischen Langseebad und Ebenseesteg gehört nicht dazu. Um auch Besuchern den Zutritt zu dem Gebiet zu gewähren, gibt es ausgewiesene Wege und Pfade, die kleine und große Rundwege ermöglichen. Außerdem werden zwei Freilaufzonen für Hunde eingerichtet. Neben dem Hainberg und den Sandgruben am Föhrenbuck ist das Pegnitztal Ost das dritte Naturschutzgebiet in Nürnberg.


Schafherde im Pegnitztal Ost

Auch sie werden weiterhin Bestandteil des Pegnitztals Ost bleiben: Auf ausgewiesenen Weidenflächen dürfen Schafe als vierbeinige Landschaftspfleger grasen.


Was soll geschützt werden?

Ein Fachgutachten zur Schutzwürdigkeit und Schutzbedürftigkeit, das Umweltreferent Pluschke im April 2016 der Öffentlichkeit vorgestellt hat, beschreibt genau, was im Pegnitztal Ost geschützt werden soll: Vor allem die vielen unterschiedlichen Landschaften machen das Tal so attraktiv und gleichzeitig so wertvoll. Ufergehölze, Auenwälder und Nasswiesen wechseln sich mit Eichenwäldern, Hecken, mageren Flachland-Mähwiesen und Sandmagerrasen ab – um nur einige der vielfältigen Lebensräume zu nennen.

Was sind magere Flachland-Mähwiesen?

Magere Flachland-Mähwiesen sind nährstoffarme, landwirtschaftlich genutzte Wiesen, die in Deutschland extrem selten geworden und daher in hohem Maß gefährdet sind. Sie werden extensiv genutzt, also wenig gedüngt und seltener gemäht. Dadurch wachsen auf ihnen viele verschiedene Pflanzenarten, die woanders verdrängt werden würden.

Viele seltene Tier- und Pflanzenarten, zum Beispiel der Eremit-Käfer, das Braunkehlchen oder die Sandgrasnelke, sind im Pegnitztal Ost zuhause. Insgesamt 158 Arten stehen davon auf der Roten Liste Bayern und sind vom Aussterben bedroht.


Pegnitztal Ost

Auwälder mit Schwarzerlen und Eschen, wie es sie im Pegnitztal Ost gibt, gelten als besonders schützenswert. Hier leben Eisvogel und Biber, aber auch viele Insektenarten.


Naturschutz und Naherholung – beides ist möglich

Gefährdet sind diese Arten vor allem durch die vielen Trampelpfade, zurückgelassene Abfälle und Hundekot. Als Schutzmaßnahme gilt nun ein Zonen- und Wegekonzept, das erholungssuchende Besucher und Hundehalter lenkt. Das Pegnitztal Ost soll also kein Sperrgebiet werden, sondern als Naherholungsgebiet mit seiner ökologischen Vielfalt erhalten bleiben. Als Beispiel dieser Art gilt das Naturschutzgebiet Hainberg, das Naturschutz und Naherholung seit Jahren erfolgreich vereint.

Zonen- und Wegekonzept

Pegnitztal Ost Zonen

Was darf betreten werden?

Pegnitztal Ost Betretbarkeit

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