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Naturschutzgebiet Pegnitztal Ost

Jetzt ist es beschlossen: Die beliebte Stadtoase Pegnitztal Ost wird ein Naturschutzgebiet.

Pegnitztal Ost

Das Pegnitztal Ost, eine kostbare Naturidylle mitten in der Stadt.

Am leise plätschernden Fluss entlang schlendern, den grasenden Schafen zuschauen, im Schatten von alten Bäumen Picknick machen, den Blick über weite Wiesen schweifen lassen, Ball spielen, mit dem Hund herumtoben, Licht, Luft und Sonne tanken – das ist Naturidylle für alle mitten in der Stadt. Das ist das Pegnitztal Ost. So soll es bleiben, auch wenn es jetzt als Naturschutzgebiet ausgewiesen wird. Das hat der Nürnberger Stadtrat in seiner Sitzung am 15. Februar 2017 beschlossen, mit einer Einschränkung: Das Wiesenstück zwischen Langseebad und Ebenseesteg gehört nicht dazu. Im nächsten Schritt wird das Naturschutzgebiet bei der Regierung von Mittelfranken beantragt.

Bereits 2012 hatte der Umweltausschuss die Stadtverwaltung beauftragt zu prüfen, ob das Tal als Naturschutzgebiet ausgewiesen werden soll. Seitdem ist die Stadt im Dialog mit unterschiedlichen Interessensgruppen. Ein Fachgutachten zur Schutzwürdigkeit und Schutzbedürftigkeit, das Umweltreferent Peter Pluschke im April 2016 der Öffentlichkeit vorgestellt hat, beschreibt genau, was im Pegnitztal Ost geschützt werden soll.

Was soll geschützt werden?

Vor allem die vielen unterschiedlichen Landschaften machen das Pegnitztal Ost so attraktiv und gleichzeitig so wertvoll: Ufergehölze, Auenwälder und Nasswiesen wechseln sich mit Eichenwäldern, Hecken, mageren Flachland-Mähwiesen und Sandmagerrasen ab – um nur einige der vielfältigen Lebensräume zu nennen.

Was sind magere Flachland-Mähwiesen?

Magere Flachland-Mähwiesen sind nährstoffarme, landwirtschaftlich genutzte Wiesen, die in Deutschland extrem selten geworden und daher in hohem Maß gefährdet sind. Sie werden extensiv genutzt, also wenig gedüngt und seltener gemäht. Dadurch wachsen auf ihnen viele verschiedene Pflanzenarten, die woanders verdrängt werden würden.

Viele seltene Tier- und Pflanzenarten, zum Beispiel der Eremit-Käfer, das Braunkehlchen oder die Sandgrasnelke, sind im Pegnitztal Ost zuhause. Insgesamt 158 Arten stehen davon auf der Roten Liste Bayern und sind vom Aussterben bedroht.

Naturschutz und Naherholung – beides ist möglich

Gefährdet sind diese Arten vor allem durch die vielen Trampelpfade, zurückgelassene Abfälle und Hundekot. Als Schutzmaßnahme wurde ein Zonen- und Wegekonzept vorgeschlagen, das erholungssuchende Besucher und Hundehalter lenkt. Das Pegnitztal Ost soll also kein Sperrgebiet werden, sondern als Naherholungsgebiet mit seiner ökologischen Vielfalt erhalten bleiben. Als Beispiel dieser Art gilt das Naturschutzgebiet Hainberg, das Naturschutz und Naherholung seit Jahren erfolgreich vereint.

Zonen- und Wegekonzept und Betretbarkeit

Pegnitztal Ost Zonen

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Zonen- und Wegekonzept

Pegnitztal Ost Betretbarkeit

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Konzept Betretbarkeit

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