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Aktuelles zur Stadtentwicklung am Marienberg

Aufhebung Vorkaufsrechtssatzung

Zur Sicherung der Ziele einer städtebaulichen Entwicklung des Areals östlich der Flughafenstraße und nördlich der Marienbergstraße wurde begleitend zu den Vorbreitenden Untersuchungen gemäß §165 Abs. 4 Baugesetzbuch die Satzung Nr. 10 über ein besonderes Vorkaufsrecht beschlossen.
Da sich im Laufe der Untersuchungen die Hinweise verdichteten, dass das Entwicklungspotenzial des Gebiets geringer als angenommen ist, wird für diese Potenzialflächen inzwischen eine Entwicklung mit herkömmlichen Planungsinstrumenten angestrebt. Die Vorbereitenden Untersuchungen werden sich demnach im weiteren Verlauf darauf konzentrieren, für die verbleibenden Entwicklungsflächen mögliche Varianten der planungsrechtlichen Umsetzung zu untersuchen.

Um den Belangen der Eigentümer innerhalb des ursprünglich groß gefassten Untersuchungsgebiets frühzeitig Rechnung tragen zu können und auf Grund der überwiegenden Mitwirkungsbereitschaft der Eigentümer entwickelbarer Flächen, wird bereits vor Abschluss der Vorbereitenden Untersuchungen auf das per Satzung festgelegte besondere Vorkaufsrecht verzichtet.
Der Stadtrat der Stadt Nürnberg hat deshalb in seiner Sitzung vom 29.09.2021 die Satzung zur Aufhebung der Satzung Nr. 10 über ein besonderes Vorkaufsrecht gemäß § 25 BauGB für den Bereich östlich der Flughafenstraße und nördlich der Marienbergstraße in den Gemarkungen Lohe und Ziegelstein (Vorkaufsrechtssatzung Nr. 10 - VorkRS Nr. 10) beschlossen.
Diese Aufhebungssatzung wurde am 13.10.2021 im Amtsblatt Nr. 21 veröffentlicht und ist am 14.10.2021 in Kraft getreten.

Auf die gutachterlich ermittelten Grundstückswerte hat dies keine Auswirkungen.
Unabhängig von der Aufhebung der Vorkaufrechtssatzung ist das Liegenschaftsamt der Stadt Nürnberg nach wie vor interessiert und Willens, zu den bekannten gutachterlich ermittelten Werten plus Indexierung Grunderwerbe vorzunehmen.
Bei Verkaufswunsch kann man sich gerne weiterhin an das Liegenschaftsamt unter
0911 2 31 - 25 58 wenden.


Hydrogeologisches Gutachten

Zur Bewertung des Baugrundes wird im Rahmen der Vorbereitenden Untersuchungen ein hydrogeologisches Gutachten angefertigt.
Im Zuge dessen wurde Ende 2019 in vier Versickerungsversuchen in Schürfen die Durchlässigkeit des Untergrundes untersucht und die Baugrundschichten bestimmt. Eine Versickerung wird als grundsätzlich möglich erachtet.

Eine geologische Übersicht soll Angaben zur Bodenbeschaffenheit machen, eine hydrologische Übersicht die Grundwasserfließrichtung und vorhandene Grundwasserstände aufzeigen.

Für diese Erkundungen wurden im Juni 2020 drei neue Grundwassermessstellen im Gebiet errichtet. Diese wurden ebenso wie bereits bestehende Grundwassermessstellen mit Datenloggern (d.h. digitalen Mess-/ Aufzeichnungsgeräten) versehen. Durch turnusmäßige Messungen soll hier der jahreszeitliche Verlauf der Grundwasserstände unter Einfluss des Niederschlaggeschehens festgestellt werden.
Binnen 6 Monaten bis zu einem Jahr werden aussagekräftige detaillierte Aussagen zu den vorhandenen Grundwasserverhältnissen erwartet.


Pächterbefragung

Erste Erkenntnisse aus den Fachgutachten sowie der Eigentümerbeteiligung lassen erkennen, dass es im Untersuchungsgebiet Flächen geben wird, die für eine bauliche Entwicklung nicht herangezogen werden können. Da bis zu einer fundierten Flächenbeurteilung weitere Untersuchungen und Abwägungen erfolgen müssen, wird die Pächterbefragung zunächst noch nicht durchgeführt. Sobald ein erster belastbarer Flächenumgriff hinsichtlich einer potentiellen Entwicklung definiert werden kann, werden die entsprechend beteiligten Pächter natürlich in den Entwicklungsprozess miteinbezogen.


Eigentümerbeteiligung

„die STEG" Stadtentwicklung GmbH, Stuttgart, führt seit Mai 2019 die Vorbereitenden Untersuchungen durch. In diesem Zusammenhang fanden am 02.05.2019 und am 16./ 17.07.2019 Eigentümerinformationsveranstaltungen statt, um Instrument, Arbeitsumfang und das weitere Vorgehen zu erläutern.
Danach wurden die Eigentümerbelange zur Vorbereitung von persönlichen Einzelgesprächen, die dann von November 2019 bis Februar 2020 von die STEG durchgeführt wurden, schriftlich mittels Fragebogen abgefragt. Fast alle Eigentümer im Gebiet nutzten das Angebot, sich in einem persönlichen Gespräch zu informieren und sich über die Entwicklung auszutauschen.
Nach Abschluss der Gespräche erfolgte deren Auswertung seitens „die STEG“, welche bei den weiteren Untersuchungsprozessen berücksichtigt wird. Anregungen und Fragestellungen aus den Gesprächen wurden soweit möglich bereits durch eine schriftliche Projektinformation an die Eigentümer im März 2020 beantwortet.
Werden im Rahmen der weiteren Untersuchungen und der Gebietsentwicklung weitere Beteiligungsformate angeboten, werden die Eigentümer als wichtige Schlüsselgruppe explizit involviert.


Vorbereitende Untersuchungen zur STEM Marienberg

Die Stadt Nürnberg hat zur Unterstützung der Stadtverwaltung nach einer öffentlichen Ausschreibung das Büro „die STEG" Stadtentwicklung GmbH, Stuttgart, mit der Durchführung der Vorbereitenden Untersuchungen beauftragt.
Das Büro arbeitet seit Mitte 2019 an dem Projekt. Die Gebietsanalyse läuft ebenso wie die Erarbeitung der dafür erforderlichen Fachgutachten.


Informationsveranstaltung für interessierte Bürgerinnen und Bürger im Schloss Almoshof

Mit dem Thema „Wie geht es weiter mit der STEM – Stadtentwicklungsmaßnahme Marienberg" lud am 11. Juni 2018 der Vorstadtverein Nürnberg Nord e.V. interessierte Bürgerinnen und Bürger ins Schloss Almoshof ein.
Nach einer kurzen Präsentation wurden die Fragen der Bürgerschaft beantwortet.
Der Ausschreibungsprozess zur Vergabe der Vorbereitenden Untersuchungen ist noch nicht abgeschlossen. Sobald ein Ergebnis vorliegt, wird sich das beauftragte Gutachterteam der interessierten Öffentlichkeit und insbesondere den Eigentümerinnen und Eigentümern, Pächterinnen und Pächtern sowie Nutzerinnen und Nutzern vor Ort vorstellen und die weitere Vorgehensweise erläutern.


Einleitung einer Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme im Bereich Marienberg

Zur Deckung des erhöhten Bedarfs an Wohn- und Arbeitsstätten hat der Stadtrat am 25. Oktober 2017 beschlossen, dass für den Bereich östlich der Flughafenstraße und nördlich der Marienbergstraße in den Gemarkungen Lohe und Ziegelstein die Durchführung einer Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme nach §§ 165 BauGB vorbereitet werden soll.

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