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17. Offenes Forum Familie "Familie und Medien: Kommunikation und Alltag in Zeiten der Digitalisierung"

Am 7. und 8. März 2018 im Haus eckstein, Burgstraße 1 – 3, Nürnberg

Innerhalb weniger Jahre hat sich die Mediennutzung in Familien rasant verändert und weitere, tief greifende Veränderungen stehen bevor.

Die Alltagskommunikation mit Familienmitgliedern, Freunden oder Behörden findet zunehmend digital statt, ebenso der Konsum von Filmen, Musik, Nachrichten und Büchern. Wir organisieren unseren Kalender mit elektronischen Tools und erleben, wie die Digitalisierung vielfach in unsere Arbeitswelt und unsere Haushalte einzieht.

Wie kommen Familien in der veränderten Medienlandschaft zurecht? - Wie erlangen Kinder, Eltern, Großeltern einen souveränen Umgang mit digitalen Medien? - Und wie die pädagogischen Fachkräfte, die mit Familien zu tun haben und Chancen, aber auch Risiken sehen? - Wie gelingt gutes Familienleben im digitalen Wandel? ...

Diesen Fragen stellten sich die Teilnehmenden des 17. Offenen Forums Familie. Gemeinsam wurde den Fachvorträgen gelauscht, in Workshops diskutiert und beim gemeinsamen Essen sich kennen gelernt und ausgetauscht. Zuerst wurde der Frage nach gegangen, wie eine Vereinbarkeit von verschiedenen Medien und dem familiären Alltag erreicht werden kann und welche Kompetenzen dafür nötig sind. Am zweiten Tag des Forums wurde ein Einblick in die Themen geschlechterspezifische Aspekte, sowie der Mediennutzung von jungen Geflüchteten gegeben. Anschließend konnten Workshops besucht werden, um einzelne Themenfelder zu vertiefen.

Programm

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17. Offenes Forum Familie

Die Plenumsvorträge

Mittwoch

Mobile Medien und Familie

Dr. Susanne Eggert, JFF Institut für Medienpädagogik, München

Smartphones, Tablets & Co. haben sich ihren Platz in Familien erobert und Eltern wie auch Kinder können sich ein Leben ohne sie kaum mehr vorstellen. Mobile Medien können den Alltag in vielen Situationen erleichtern und es macht besonders Kindern Spaß, sich mit ihnen zu beschäftigen. Ergebnisse der Studie "Mobile Medien in der Familie" zeigen, worin die Konflikte für Eltern und Erziehende bestehen, die versuchen, Kinder zu einem souveränen Umgang mit Medien zu erziehen ...

Mittwoch

Mit digitalen Medien aufwachsen

Prof. Dr. Stefan Aufenanger, Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz

Digitale Medien spielen in fast allen Familien eine große Rolle. Sie führen häufig auch zu Stress und familialen Konflikten. Eltern machen sich Gedanken, welchen Einfluss diese Medien auf ihre Kinder haben. Der Vortrag zeigte auf, welche Herausforderungen für Erziehung und Zusammenleben, entstehen und wie aus wissenschaftlicher Sicht der Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern einzuschätzen ist. Es wurden Anregungen gegeben, wie familiale Medienerziehung reagieren soll.

Mittwoch

Wofür brauchen wir Medienkompetenz?

Prof. Dr. Bernd Schorb, München

Medienaneignung ist der Prozess in dem Medienkompetenz erworben wird durch Nutzung, Wahrnehmung, Bewertung und Verarbeitung von Medien:

Donnerstag

Geschlechtsspezifische Aspekte der Mediennutzung in Familien

Prof. Dr. Phil. Dorothee Meister, Institut für Medienwissenschaften an der Universität Paderborn

Hinsichtlich der Mediennutzung zeigen sich schon früh geschlechtsspezifische Unterschiede, die sich bis ins hohe Alter fortsetzen. Der Beitrag ging, ausgehend von unterschiedlichen Lebenslagen und Familienkonstellationen, Bedürfnissen und Interessen, auf bestehende geschlechtsspezifische Differenzen in der Mediennutzung ein und zeigte auf, welche Funktionen den Medien im familialen Kontext zukommen können. Abschließend wurden Thesen zur gendersensiblen Medienkompetenzförderung diskutiert.

Donnerstag

Lisa-Marie Kreß, Universität Vechta

Der Vortrag fokussierte die Mediennutzungspraktiken junger Geflüchteter, insbesondere richtete sich der Blick auf die Herstellung von Familie über digitale Medien.
Interpersonelle Kommunikation über v.a. WhatsApp und Skype spielt für junge Geflüchtete eine zentrale Rolle, um mit ihren Familien in Verbindung zu bleiben. Die Bedeutung der räumlichen Distanz, aber zugleich (temporärer) virtueller Nähe, wurde aus einer Transmigrationsperspektive diskutiert.


Die Forumsvorträge

Forum 2

Mediennutzung älterer Menschen und die Erfahrungen des CCN50plus

Wolfgang Schleemilch, CCN50plus, Nürnberg

Die digitalen Medien haben sich mit einer hohen Geschwindigkeit in unserem heutigen Leben etabliert und breiten sich stetig weiter aus. Zunehmend werden selbst Dienstleistungen die bisher vor Ort erbracht wurden - siehe Banken oder auch Ämter - auf Online-Bearbeitungen umgestellt, sodass man gezwungen ist, sich auf diese neue Technologie einzustellen und sie zu nutzen. Für die ältere Generation stellt dies meist eine größere Herausforderung dar. Es wurden die wichtigsten Aspekte und Möglichkeiten zu diesem Thema vorgestellt und diskutiert.

Forum 1

Vereinbarkeit 4.0. Chancen/Herausforderungen f Familien im Digitalzeitalter

Dr. Claudia Zerle-Elsäßer, Deutsches Jugendinstitut, München

Die Verbreitung digitaler Technologien hat Kommunikation in allen Bereichen des Lebens stark verändert und damit auch zu fortschreitenden Digitalisierung familialer Lebenswelten beigetragen. Dies wirkt wie ein Motor auf die zunehmende Entgrenzung von Erwerbs- und Familienleben. Dabei können digitale Tools dem Vereinbarkeitsmanagement dienen (z.B. durch erleichtertes Home-Office), machen jedoch auch die Etablierung neuer, individueller Grenzziehungsstrategien nötig. Beiden Aspekten widmete sich der Workshop.

Forum 4

Digitale Medien im Grundschulalter

Stephanie Ingrid Müller, Institut mediastep, Nürnberg

Für eine souveräne Mediennutzung brauchen Kinder auch Übungsfelder, um beispielsweise einen sozialen digitalen Umgang zu erlernen, um einschätzen zu können, welche Informationen wahr und falsch sind und wie sie mit verängstigenden Inhalten umgehen können. Aktuelle Themen und Präventionsmöglichkeiten wurden aus Sicht des mediastep-Instituts aufgezeigt und diskutiert.

Forum 5

Chancen der Online-Beratung und –Unterstützung für Familien, am Beispiel ..

Dr. Richard Reindl, Technische Hochschule Georg Simon Ohm, Nürnberg

Den Blick einmal nicht auf die Probleme des Medienkonsums und der Durchdringung des Alltags mit Medien zu richten, sondern nach den Chancen zu fragen, die für Familienangehörige damit verbunden sind, ist Ziel dieses Workshops. Anhand zweiter praktischer Beispiele - Erziehungsberatung und Portal für pflegende Angehörige - wurden erfolgreiche Ansätze zur internetgestützten Beratung und Unterstützung bei Erziehungsproblemen sowie bei pflegenden Angehörigen vorgestellt und mit den Teilnehmenden diskutiert.

Forum 6

Medienkompetenzen in der Ausbildung und Berufsbildung 4.0

Dr. Heike Krämer, Bundesinstitut für Berufsbildung, Bonn

Die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung von Technologien und die damit einhergehende Verbreitung von Computern und Internetanwendungen in allen Bereichen verlangt die Kompetenz zur Nutzung, Gestaltung und Produktion von Medien – sowie die Kompetenz zur kritischen Reflexion des Umgangs mit diesen Technologien. Welche Medienkompetenzen werden durch welche Institutionen (Schule, Ausbildungsbetrieb) geschult und entwickelt? Wie ist die künftige Entwicklung einzuschätzen? ...


Bildergalerie des 17. Offenen Forums Familie am 7./8. März 2018

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