Die Blaue Nacht

Die Blaue Nacht


Ausschreibung zum Blaue-Nacht-Kunstwettbewerb 2027

Seit dem Jahr 2000 verwandelt Die Blaue Nacht die Nürnberger Altstadt in eine Bühne für Kunst, Kultur und Begegnung – mit rund 110.000 Besucher*innen, über 200 Programmpunkten und mehr als 50 beteiligten Institutionen.

Der Blaue-Nacht-Kunstwettbewerb lädt seit 2005 Kunstschaffende ein, ortsspezifische Projekte in Innenhöfen, besonderen Räumen und auf Plätzen der Nürnberger Altstadt zu realisieren. Gefragt ist Kunst, die Räume bespielt, Besucher*innen einbezieht und über zwei Nächte trägt. Bewerben können sich Einzelpersonen und Gruppen mit Arbeiten aus allen Bereichen der Kunst, z.B. Installationen, Lichtkunst, Performance, Medienkunst, interaktive und partizipative Aktionen.

Bewerbungsschluss:
Fr., 31. Juli 2026

Die Blaue Nacht 2027:
Fr., 23. April 2027, 20 bis 24 Uhr: Preview des Kunstwettbewerbs
Sa., 24. April 2027, 19 bis 24 Uhr: Die Blaue Nacht

Das Thema 2027
Ikaros wagt den Flug – und stürzt. Der Mythos erzählt von Übermut, Sehnsucht, Selbstüberschätzung und dem Preis des Aufbruchs. Für 2027 laden wir Kunstschaffende ein, diese uralte Geschichte mit Fragen der Gegenwart kurzzuschließen: Wo fliegen wir gerade zu nah an die Sonne? Welche Utopien tragen uns – und welche stürzen uns in den Abgrund?

Die Geschichte von Ikaros und seinem Vater Daidalos, die ihrer Gefangenschaft mit Flügeln aus Wachs entfliehen, gewinnt in unserer Zeit der wissenschaftlichen und technologischen Neuerungen neue Relevanz. Technologischer Fortschritt ergibt sich aus dem Wechselspiel von Problem und Innovation, das sich seit der Industrialisierung stetig in seiner Intensität und Geschwindigkeit steigert. Nie strebte die Menschheit schneller zur Sonne, und auch heute gibt es zahlreiche Warnungen vor dem Scheitern des „höher, schneller, weiter“.

In Zeiten radikaler Beschleunigung der technischen Entwicklung, Multi-Krisen und schmerzhafter gesellschaftlicher Transformationen kann uns Ikaros als Warnung, aber auch als leuchtendes Beispiel und Projektionsfläche dienen. Sein Mythos ist Aufforderung, über sich hinaus zu wachsen, genauso wie Mahnung, dabei am Ende nicht zu weit zu gehen. Wir können auf das Gelingen hoffen, aber auch im Scheitern liegt eine unleugbare Schönheit. Die Assoziationsfelder sind bewusst weit gefasst – von der griechischen Mythologie über die Romantik bis zur Raumfahrt, vom dramatischen Scheitern bis zum kollektiven Aufbruch. Klimawandel, Demografie, künstliche Intelligenz, politische Polarisierung, persönliche Grenzen: Ikaros ist überall.

Die Blaue Nacht 2027 öffnet den Raum zwischen Utopie und Hybris weit.

Bitte planen Sie folgende Besonderheiten der Veranstaltung unbedingt ein:

Besucherströme: Rund 10.000 Besucher*innen mit Ticket verteilen sich auf 8 bis 10 Kunstorte – Ihr Projekt muss auch bei hohem Andrang funktionieren.

Dauer: Das Projekt muss freitags und samstags über 4 bis 5 Stunden durchgehend erlebbar sein. Performances müssen ggf. mehrfach gezeigt werden.

Anwesenheit: Künstler*innen müssen während der Veranstaltung am Freitag und am Samstag bei ihrem Projekt anwesend sein.

Dunkelheit: Die Sonne geht am 23./24. April gegen 20.30 Uhr unter; volle Dunkelheit herrscht erst gegen 21 Uhr. Lichtkünstlerische Arbeiten müssen dies konzeptionell berücksichtigen oder räumlich z.B. durch Verdunkelung ausgleichen.

Präsentationsform: Gemälde und Skulpturen im Sinne einer klassischen Ausstellung können nicht berücksichtigt werden.

Honorar

Die ausgewählten Kunstschaffenden oder Kollektive erhalten ein Pauschalhonorar von 1.500 € (ggf. zzgl. gesetzl. USt.).
Das Honorar umfasst Konzept, Vorbereitung, Auf- und Abbau sowie die Anwesenheit am Ausstellungsort während Preview und Blauer Nacht. Es wird nicht mit der Personenzahl erhöht.


Materialkosten

Zusätzlich zum Honorar werden durch Rechnungen nachgewiesene Projektkosten bis maximal 4.500 € (inkl. MwSt.) erstattet. Diese Summe deckt alle projektbezogenen Ausgaben ab: Technik, Transport, Unterkunft, Reisekosten, Auf- und Abbaupersonal, Absperrungen, Aufführungsrechte etc. Leihgebühren können angesetzt werden.

Nicht erstattungsfähig sind:
• Anschaffung dauerhaft nutzbarer Geräte (Projektoren, Laptops etc.) über 300 € netto.
• Verpflegungskosten
• Ausgaben für die Dokumentation

Bei der Planung sind Nachhaltigkeit (Wiederverwertbarkeit von Materialien) und Kosteneffizienz (z.B. Leihen statt Kaufen) zu berücksichtigen.

Ein Vorschuss von bis zu 750 € ist auf Anfrage möglich.


Abrechnung

Nach Abschluss des Projekts sind innerhalb von zwei Monaten eine Abrechnung inkl. aller Belege und der Kostenplan vorzulegen. Originalbelege sind fünf Jahre aufzubewahren.


Hinweise zur Kalkulation

Die Kostenkalkulation ist Bestandteil der Bewerbung. Nach der Juryzusage kann sie für den konkreten Veranstaltungsort angepasst werden. Diese abgestimmte Kalkulation ist bindend. Durch die Kunstschaffenden akquirierte Sach-/Sponsoringmittel werden nach Rücksprache mit den Organisatoren dem Werketat zugeschlagen.

Einzelheiten regelt der Künstlervertrag.

Der Wettbewerb ist offen. Eine Fachjury wählt im Herbst 2026 bis zu 10 Projekte für die Realisierung im April 2027 aus. Die Entscheidungen der Jury sind endgültig und werden nicht begründet. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Einzureichende Unterlagen:

• Kurzkonzept zur Projektidee (max. 2 Seiten)
• Detaillierte Kostenkalkulation (Material, Personal, Technik, Transport, Unterkunft, ggf. Aufführungsrechte)
• Angaben zu Auf- und Abbau
• Vita (max. 1 Seite) sowie Website / Social-Media-Kanäle
• Vollständige Kontaktdaten (E-Mail, Mobilnummer, Adresse)

Bewerbungen sind ausschließlich digital bis 31. Juli 2026 an blaue.nacht@stadt.nuernberg.de zu senden. Jede Bewerbung wird per Mail bestätigt.

Bei der Bewerbung können ein oder mehrere bevorzugte Ausstellungsorte angegeben werden. Die Entscheidung über die Verortung trifft die Jury.

Ab Mitte Mai 2026 finden Begehungen der Wettbewerbsorte statt. Bei Interesse bitte frühzeitig melden.

Kriterien für die Auswahl:
• Künstlerische Qualität und Eigenständigkeit des Konzepts
• Auseinandersetzung mit dem Thema – maßgeblich ist die künstlerische Bearbeitung, nicht die Illustration
• Eignung für den konkreten Aufstellungsort und die Veranstaltungssituation
• Plausibilität und Einhaltung des Finanzrahmens

Im Herbst 2026 wird eine Jury bis zu zehn Projekte für die Realisierung in der Blauen Nacht am 23. und 24. April 2027 in Nürnberg auswählen.

Das Wettbewerbsergebnis wird allen Teilnehmenden bis Ende November 2026 in Schriftform per Mail mitgeteilt.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Entscheidungen seitens der Jury werden grundsätzlich nicht begründet.

Die ausgewählten Kunstwerke sind und bleiben Eigentum der Künstler*innen.

Sie gestatten dem Auftraggeber, selber bzw. durch von diesem beauftragte Fotografen Fotos und Videos von dem Kunstwerk zu machen. Diese Fotos werden im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Nürnberg verwendet, um für Die Blaue Nacht (auch nach der Veranstaltung) und für den Veranstalter zu werben sowie zu Dokumentationszwecken aufbewahrt.

Mit allen von der Jury ausgewählten Künstler*innen wird ein Vertrag bezüglich der Präsentation des Kunstwerks in der Blauen Nacht 2025 geschlossen. Der Vertrag regelt weitere wichtige finanzielle, juristische, urheberrechtliche und organisatorische Fragen zwischen der Stadt Nürnberg und den ausgewählten Kunstschaffenden.

Projektleitungen Die Blaue Nacht:

Stephanie Milling
E-Mail: stephanie.milling(at)stadt.nuernberg.de

Barbara Schwesig
E-Mail: barbara.schwesig(at)stadt.nuernberg.de

Der Veranstalter schlägt für die Realisierung der Arbeiten des Wettbewerbs konkrete Orte vor (Plätze, Höfe und andere Räume in der Nürnberger Altstadt, 90402 und 90403 Nürnberg, siehe unten). Eine Bewerbung für einen der im Folgenden genannten und beschriebenen Orte ist nicht zwingend nötig, eine Beschreibung der für das Kunstprojekt notwendigen „idealen“ Bedingungen (Dunkelheit, Größe des Raumes, geschlossener oder offener Raum, etc.) ist allerdings erforderlich.

Der Veranstalter behält es sich vor, ausgewählten Projekten einen anderen als den gewünschten Ort zuzuweisen.

An den meisten Orten sind keine Bohrungen in Wände und Boden möglich! Die Stromversorgung ist an den meisten Kunstorten auch mit höheren Anschlussleistungen als angegeben möglich. Die Kosten sind aber um ein Vielfaches höher als bei den „normalen“ Stromanschlüssen und müssen in die Kalkulation aufgenommen sowie über den Etat der Projektkosten abgerechnet werden. Bei Bedarf bieten wir eine Vor-Ort-Besichtigung ab Mitte Mai 2026 für alle Interessenten an. Bitte dafür frühzeitig melden.

Für Die Blaue Nach 2027 kommen die folgenden Areale in Frage:

Altes Rathaus Wolff‘scher Bau, Ehrenhalle

Altes Rathaus Wolff‘scher Bau, Ehrenhalle
Rathausplatz 2

Zweischiffige, neo-gotische Säulenhalle (mit drei großen Sandstein-Säulen), von Jakob Wolff d. Ä. 1617 bis 1622 errichtet. Im Zweiten Weltkrieg zerstört und wiederaufgebaut. Säulen, Boden und Wände aus Sandstein. Es darf nichts gebohrt / gedübelt / geklebt werden. Ca. 28 Meter lang, 12 Meter breit, 6 Meter hoch. Ca. 30 kleinere Lampen und vier moderne Hängelampen (von der Decke) mit jeweils ca. 20 Einzelglühlampen. Diese sind in der Farbe teilweise anpassbar, in der Position aber nicht verstellbar. Der Sandsteinboden steigt in nördlicher Richtung leicht an (Höhenunterschied ca. 30 cm). Der Boden ist beim Umgang mit Flüssigkeiten zu schützen. Transporte mit Hubwagen etc. sind nur bedingt und nach Rücksprache mit dem Bürgermeisteramt möglich. Der Boden ist gegebenenfalls auch hier durch Unterlegen zu schützen.

Der Einsatz von Nebel, Rauch oder Feuer ist nicht möglich.

Der Aufbau ist ab Donnerstag, 22. April 2027, möglich.

Stromversorgung: CEE 32 A, Schuko-Anschluss.
Zugang in der Blauen Nacht: zwei Holztüren vom Rathausplatz und zwei große Glastüren vom/zum Innenhof.

Ehrenhalle, Bild © Matteo Hupfer / Stadt Nürnberg

Rathaus - Ehrenhalle

Altes Rathaus Wolff‘scher Bau, Historischer Rathaussaal

Altes Rathaus Wolff‘scher Bau, Historischer Rathaussaal
Rathausplatz 2

Zwischen 1332 und 1340 errichtet, war er mit einer Länge von 40 und einer Scheitelhöhe von 12 Metern, zur Zeit seiner Entstehung der größte Profanbau nördlich der Alpen. Unter Dürers Leitung entstand ab 1521 mit Wandgemälden, Glasmalereien, Vertäfelungen, einer Holztonnendecke und Wandleuchten ein Gesamtkunstwerk der Renaissance. 1649 fand im Rathaussaal das Friedensmahl statt (Ende des 30jährigen Krieges). Dürers Bemalung wurde mehrere Male überarbeitet und im 2. Weltkrieg schließlich zerstört.

1945 brannte der Rathaussaal bis auf die Umfassungsmauern nie-der. 1956-58 erfolgte der äußere Wiederaufbau, ab 1980 die Wiederherstellung des Inneren mit Rekonstruktion von Holztonne, Vertäfelung und Steinfußboden.

Die vorhandenen Querverstrebungen können nicht benutzt werden. Auch sonst sind keine Hängepunkte vorhanden. Es darf nichts geklebt werden – auch nicht an den Holzvertäfelungen. Der Einsatz von Nebel, Rauch oder Feuer ist nicht möglich.

Der Sandsteinboden ist beim Umgang mit Flüssigkeiten zu schüt-zen. Transporte mit einem Hubwagen sind nur bedingt und nach Rücksprache mit dem Bürgermeisteramt möglich. Der Boden ist gegebenenfalls auch hier durch Unterlegen zu schützen.
Gleiches gilt für Aufbauten, die den Boden beschädigen könnten z. B. Gerüste. Bei massiven Aufbauten sind auf der Bühne sowie im Saal gegebenenfalls Gewichtsbeschränkungen zu überprüfen / zu erfragen. Eine Verdunkelung ist nicht möglich.

Der Aufbau ist ab Donnerstag, 22. April 2027, möglich.

Stromversorgung: CEE 32 A, CEE 16 A, Schuko-Anschluss.
Zugang in der Blauen Nacht: über die Ehrenhalle Eingang Rathausplatz 2 und eine Treppe ins Zwischengeschoss. Aufzüge sind vorhanden (separate Aufzüge für Publikum und Lasten).

Historischer Rathaussaal, Bild © Christine Dierenbach / Stadt Nürnberg

Rathaus - Historischer Rathaussaal

Altes Rathaus Wolff‘scher Bau, Innenhof

Altes Rathaus Wolff‘scher Bau, Innenhof
Rathausplatz 2 oder Fünferplatz 7

Alltags ein Parkplatz für Oberbürgermeister, Bürgermeister und Stadträte. An drei Seiten drei- bzw. viergeschossige Renaissancefassaden mit insgesamt 41 Rundbögen (25 bis 30 Meter hoch). Auf der östlichen Seite Neubau von 1962/63. Die zahlreichen Fenster der vier Flügel können für Illuminationen genutzt werden.

In der Mitte befindet sich ein Puttenbrunnen von Pankraz Labenwolf (1549-57). Der Hof ist nicht überdacht und hat die Maße 28 x ca. 17 Meter. Der Boden besteht aus mittelgroßem, gerade verlegtem Kopfsteinpflaster, er steigt in nördlicher Richtung leicht an. Die Wände sind aus Sandstein. Zum Hof hinaus gehen die Fenster der Flure und Büros. In der nordöstlichen Ecke (Einfahrt/Ausfahrt) befinden sich zwei große Lampen.

Beim Einsatz von Nebel ist darauf zu achten, dass dieser nicht in die Ehrenhalle bzw. über die Fenster in das Zwischengeschoss gelangt.

Achtung: Der Aufbau ist erst ab Freitag, 23. April 2027, möglich.

Stromversorgung: 3xCEE 32 A, Schuko-Anschluss.
Zugang in der Blauen Nacht: von bzw. durch die Ehrenhalle des Rathauses sowie durch eine Toreinfahrt vom Fünferplatz.

Rathaus Innenhof, Bild © Matteo Hupfer / Stadt Nürnberg

Rathaus - Innenhof

Krafft‘scher Hof und Eingangsbereich Krafft‘sches Haus

Krafft‘scher Hof und Eingangsbereich Krafft‘sches Haus
Theresienstraße 7

Im Sommer Ort für kulturelle Veranstaltungen. Ehemaliger „Welserhof“ aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Nach dem letzten Besitzer später Krafft‘sches Haus genannt. Im Krieg fast völlig zerstört, 1961-63 wiederaufgebaut. Von der Straße aus betritt man zunächst den Eingangsbereich. Es handelt sich um eine offenbar rekonstruierte Eingangshalle mit neogotischem Gewölbe (15 Meter lang, 11 Meter breit). In der Mitte der Vorhalle stehen zwei dicke Sandstein-Säulen. Die Halle ist sehr gut und differenziert ausgeleuchtet (wird gelegentlich als Ausstellungsreal genutzt). Von der Tür aus gesehen befindet sich rechts eine Glaswand, die den Eingangsbereich von einem Treppenhaus zu den Büros trennt.

Durch zwei größere Glastüren vom Eingangsbereich getrennt, schließt sich diesem der Hof an. Er ist einer der wenigen verbliebenen Altstadthöfe. Er steigt nach Norden leicht an. Auf der Eingangsseite: im 1. und 2. Stock Sandstein-Arkaden / Maßwerkverbrüstungen.

An der linken Seite: Dreigeschossiger (im Erdgeschoss weitgespannte Bögen auf dünnen Säulen), halb offener, feingliedriger Sandsteinturm mit Aufgang zu den Arkaden im 1. und 2. Stock. Der Treppenturm ist ca. 18 Meter hoch und hat an der Spitze eine Wetterfahne aus Metall.

An der Stirnseite (sieht neu aus, ist aber alt verputzt): kleiner barocker Wandbrunnen („Mauritiusbrunnen“), ein Renaissance-Chörlein (um 1550) und eine abgetrennte Mini-Grünanlage mit einem Baum und einem Strauch.

Der Hof ist 18 Meter lang und 13 Meter breit. Er ist nicht überdacht bis auf einen Teil an der rechten Seite (18 Meter lang, 2,50 Meter breit). Vier moderne Betonsäulen (bewachsen) teilen diesen überdachten Teil vom Hof ab.

Der Boden besteht aus mittelgroßem Granitpflaster, „lebendig“ verlegt, die Wände aus Sandstein. Es gibt keine Beleuchtung.

Stromversorgung: Schuko-Anschluss.
Zugang in der Blauen Nacht: über Theresienstraße 7

Krafftscher Hof, Bild © Christine Dierenbach / Stadt Nürnberg

Krafft`scher Hof und Eingangsbereich

St. Egidien

St. Egidien
Egidienplatz 37

Die evangelisch-lutherische Egidienkirche ist als Kulturkirche des Dekanats Nürnberg schon lange im Bereich der Bildenden Kunst am städtischen Kulturleben beteiligt.

Raumprägend sind das ovale Hauptschiff mit ca. 430 Sitzplätzen mit der Rieger-Orgel, der runde freistehende Altar unter der Vierungskuppel, unverstellte Querschiffe nach Nord und Süd sowie ein großflächiger freier Ostchor, der zu Zeiten des Benediktinerklosters dem mönchischen Stundengebet gedient hat. An das südliche Querschiff schließen sich drei gut erhaltene mittelalterliche Kapellen mit reicher Ausstattung an Epitaphien und anderen Bildwerken an.

Die Baugeschichte lässt verschiedene stilistische Ebenen und Raumcharaktere überlappen: ursprünglich eine romanische Klosterbasilika (um 1150), die bis 1418 von iroschottischen Mönchen besiedelt war, wurde sie mit der Reformation 1525 zu einer protestantischen Predigtkirche mit einem modellhaften Gymnasium in den Klostergebäuden. Ein Großbrand 1696 erforderte einen Neubau auf dem alten Grundriss im barock-frühklassizistischen Stil (u.a. mit reicher Stuckatur von Donato Polli) - in dieser Form einzigartig in Nürnberg. Allerdings ging die barocke Ausstattung durch die Bombardierung im 2. Weltkrieg weitgehend verloren, so dass im Wiederaufbau eine Synthese aus reduzierten Barockelementen mit der schlichten Leichtigkeit der Architektur der 50er Jahre umgesetzt wurde. Das schlichte Stichkappengewölbe im Hauptschiff mit dem zurückgesetzten Lichtspiegel ist eine beliebte Fläche für Projektionen. Ein großes dunkles Bronzekreuz von 1963 in Form eines Lebensbaumes mit dem segnenden Christus dominiert heute die Blickachse vom Hauptschiff in den noch bzw. wieder stuckierten Ostchor.

Der weite, säulenfreie und in hellen Tönen gehaltene Raum lässt viel "Luft" für künstlerische Interventionen, auch in freier Hängung. Die Akustik ist aufgrund des langen Nachhalls v.a. für Vokalmusik oder kleine Ensembles hervorragend geeignet und lädt dazu ein, mit bildnerischem Arbeiten im Übergang zu klanglicher Performance zu experimentieren.


Höhe: max. 16 m;

Die Türgrößen sind:
Hauptportal: hoch 4,00m; breit 1,75m
Zwischentür Glaswand: hoch 2,65m; breit 2,25m

Stromversorgung: mehrere Schuko-Anschlüsse, Starkstrom
Instrumente: Hauptorgel, mobile Truhenorgel, zwei Flügel
Zugang in der Blauen Nacht: über Egidienplatz 37

St. Egidien, Bild © Birgit Fuder / Stadt Nuernberg

Egidienkirche

Katharinenruine im KunstKulturQuartier

Katharinenruine im KunstKulturQuartier
Am Katharinenkloster 6A

Seit Jahrzehnten eine der Bühnen des alljährlich stattfindenden Bardentreffens, ist sie seit vielen Jahren Hauptspielort des St. Katharina Open Airs. Das Kloster wurde 1293 erbaut, die Katharinenkirche 1297. Kloster und Kirche brannten nach einem Luftangriff im 2. Weltkrieg völlig aus. Die Umfassungsmauern der Kirche wurden in den 60er und 70er Jahren gesichert, die Kirche aber nicht mehr aufgebaut (keine Decke!).

Eine Bühne ist eingebaut. Licht- und Tontechnik müssen einkalkuliert werden.

Größe: ca. 19 m breit x 25 m lang (ohne Chor)
Stromversorgung: 4 x CEE 32 A, Schuko-Anschluss
Zugang in der Blauen Nacht: über die Peter-Vischer-Straße/Am Katharinenkloster

Die Blaue Nacht 2019, Rollercoaster, Bild © Uwe Niklas

Katharinenruine

Germanisches Nationalmuseum

Germanisches Nationalmuseum
Kartäusergasse / Straße der Menschenrechte

Kartäuserkirche
Das Herz des Germanischen Nationalmuseums bildet die Kartäuserkirche aus dem 14. Jahrhundert. Die Kirche gehört zum Klosterkomplex des Kartäuserklosters, das auf eine Stiftung im Jahr 1380 zurückgeht. Die Grundsteinlegung war 1381 (Bauzeit der Gesamtanlage bis 1459). Ab 1525, wegen der Reformation als Kloster aufgegeben, wurden die Gebäude profan genutzt. Seit 1857 gehört das Kartäuserkloster mit Kirche zu den Gebäuden des Germanischen Nationalmuseums und wird als Ausstellungfläche genutzt. Im Zweiten Weltkrieg durch Bombenangriffe stark beschädigt, wurde die Kartäuserkirche in den Nachkriegsjahren wieder hergestellt.

Es handelt sich um einen einschiffigen, gotischen Kirchenbau aus Sandstein mit Kreuzrippengewölbe, in dem momentan spätmittelalterliche Werke ausgestellt sind. Von der mittelalterlichen Ausstattung ist fast alles verloren gegangen.
Im Germanischen Nationalmuseum ist die Kartäuserkirche von der Eingangshalle aus über den Kreuzgang schnell zu erreichen.

Maße: 320 qm, ca. 40 m lang und 9 m breit
Stromversorgung: Schuko-Anschluss 16A, CEE 32A möglich
Zugang in der Blauen Nacht: Über den Museumseingang, Kartäusergasse / Straße der Menschenrechte

Kleiner Klosterhof
Der kleine Klosterhof ist ein von vier Seiten geschlossener Hof zwischen den Gebäuden des Germanischen Nationalmuseums.
An den Längsseiten befinden sich auf der Südseite die mit Efeu bewachsenen Mönchshäuser und gegenüber der zweigeschossige Galeriebau. Auf der schmaleren Westseite sind ein historischer Steinbrunnen (ohne Funktion) und die Rückseite der Eingangshalle des Museums. Der Zugang zum Hof erfolgt durch das Museum den Kreuzgang des ehemaligen Kartäuserklosters entlang durch eine große Glastür von der Ostseite des Hofs. Mit seinem Baumbestand und den modernen Kunstwerken bietet dieser Hof eine stille Abgeschiedenheit mitten in der Stadt. (Haus-)Strom kann in den Hof gelegt werden.

Beleuchtung ist nicht vorhanden, müsste und könnte im Bedarfsfall installiert werden.

Maße: 13 x 53 m
Stromversorgung: Schuko-Anschluss 16A, CEE 32A möglich
Zugang in der Blauen Nacht: Über den Museumseingang, Kartäusergasse / Straße der Menschenrechte

Germanisches Nationamuseum Eingang, Bild © GNM / Stadt Nürnberg

Germanisches Nationalmuseum

Staatsheater Nürnberg, 3. Etage

Staatsheater Nürnberg / 3. Etage
Richard-Wagner-Platz 2-10

Die 3. Etage ist der kleinste Veranstaltungsraum des Staatstheaters Nürnberg. Sie ist 9 x 14 m groß bei einer Deckenhöhe von 4,8 m (Unterkante Traversen 3,88 m, Unterkante Lüftung 4,44 m, Unterkante Vorhangschiene 3,87 m). Außerdem kann der Raum variabel genutzt und bestuhlt werden.

Es gibt einen Transportzugang über den Foyerfahrstuhl mit max. Baumaß von 1,1 x 2 x 2 m. Der Einsatz von Nebel, Rauch oder Feuer ist nicht möglich.

An der hinteren Seite zwei einflügelige Türen in den Ecken, an der vorderen Seite zwei zweiflügelige Türen, die als Zugänge genutzt werden können. Der Boden der 3. Etage besteht aus Stationärpodesten, die in 16,6er-Schritten (nicht szenisch) hervorgefahren werden können.

Licht- und Tonanlage sind vorhanden.

Stromversorgung: CEE 16 A, Schuko-Anschluss
Zugang in der Blauen Nacht: Schauspielhaus

Staatstheater - 3. Etage, Bild © Marion Bührle / Stadt Nürnberg

Staatstheater - 3. Etage