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Fußverkehrsstrategie für Nürnberg

Grüne Fußgängerampel in Nürnberg., Bild © Jörg Hüttenhöls / AdobeStock

In der autogerechten Stadt dominiert das Auto den öffentlichen Raum. Das soll sich ändern. Nürnberg will fußgängerfreundlicher werden – damit mehr Menschen wieder gern und sicher zu Fuß unterwegs sind.

Modellprojekt „Fußgängerfreundliche Stadtteile“

In diesem Modellprojekt werden bis 2030 alle Stadtteile innerhalb des Bundesstraßenrings auf Fußgängerfreundlichkeit geprüft und nach und nach angepasst. Sie können sich einbringen – etwa bei Stadtteilbegehungen, um Vorschläge zu sammeln und zu priorisieren. Das Projekt ist Teil des Mobilitätsbeschlusses und der Fußverkehrsstrategie der Stadt.

Neu: St. Johannis

Das Projekt „Fußgängerfreundliche Stadtteile“ geht in die dritte Runde: 2026 nimmt die Stadt gemeinsam mit dem Bürgerverein St. Johannis-Schniegling-Wetzendorf e. V. den Stadtteil St. Johannis in den Blick. Bei der Auftaktveranstaltung, der Onlinebeteiligung und beim Stadtteilspaziergang können Sie sich einbringen.

Bei der Auftaktveranstaltung für das Projekt „Fußgängerfreundliche Stadtteile“ in St. Johannis am Donnerstag, 23. April, um 18 Uhr im Eckstein (Raum E.01) werden das Projekt, der Ablauf und die Ziele vorgestellt. Bei dem Infoabend können alle Interessierten Rückmeldungen zu Problemen, Handlungsbedarfen, Defiziten, aber auch gute Beispiele aus der Perspektive von Zufußgehenden einreichen. So können Bürgerinnen und Bürger, die sich vor Ort im Stadtteil auskennen, beispielsweise fehlende Bordsteinabsenkungen, zugeparkte Gehwege oder gewünschte Querungshilfen oder neue Fußgängerüberwege nennen.

Darüber hinaus können Sie bei der vierwöchigen Onlinebeteiligung vom 20. April bis zum 17. Mai 2026 Lob und Kritik vorbringen und Anregungen zu Orten in St. Johannis auf einer Onlinekarte markieren.

Informationen in Leichter Sprache

Das Projekt Fußgänger·freundliche Stadt·teile geht weiter. Im Jahr 2026 untersucht die Stadt den Stadt·teil St. Johannis. Dabei hilft der Bürger·verein St. Johannis.

Termine

  • Auftaktveranstaltung

    Vorstellung des Projekts in St. Johannis. Beginn um 18 Uhr, Eckstein, Burgstraße 13

  • Onlinebeteiligung

    Bis 17. Mai können Sie Anregungen zu Orten in St. Johannis auf einer Karte markieren.

  • Stadtteilspaziergang

    Öffentlicher Stadtteilspaziergang in St. Johannis. Start um 17 Uhr, Palmplatz.

Mehr Fußgängerüberwege, neue Querungshilfen und abgesenkte Bordsteine: Das sind zentrale Ergebnisse für St. Leonhard und Schweinau. Die Stadt hat die beiden Stadtteile 2024 gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern sowie dem Bürgerverein untersucht. Ein Maßnahmenpaket wurde im April 2025 im Verkehrsausschuss vorgestellt, die Umsetzung erfolgt schrittweise.

Geplant sind unter anderem neue Überwege in der Schweinauer Hauptstraße und in der Fuggerstraße. Bordsteine werden nach und nach abgesenkt. Die Kreuzung Schweinauer Straße/Leopoldstraße wird fußgängerfreundlich umgebaut. In der nördlichen Bertha-von-Suttner-Straße entsteht eine Querungsinsel, die Baumscheibe wird vergrößert. Auch an der Jansenbrücke wird die Mittelinsel verbreitert.

2023 fanden in Rennweg und Wöhrd Stadtteilspaziergänge statt. Bürgerinnen und Bürger diskutierten mit der Stadt und dem Vorstadtverein Nürnberg-Wöhrd e. V. Probleme und Lösungen vor Ort. Die Ergebnisse stellte die Verwaltung im März 2024 im Verkehrsausschuss vor.

Viele Maßnahmen wurden beschlossen: Gehwegparken soll in engen Straßen auf die Fahrbahn verlagert werden, um mehr Platz für Fußgänger zu schaffen. In der Ludwig-Feuerbach-Straße wird der Durchgangsverkehr mit einer Diagonalsperre unterbunden. Weitere Fußgängerüberwege sind geplant, zentrale Plätze werden umgestaltet.

Fußverkehrsstrategie für Nürnberg

Früher gingen viele Wege zu Fuß. Mit der autogerechten Stadt ist das verloren gegangen. Bis heute prägen Autos den öffentlichen Raum – mit Folgen für Umwelt und Lebensqualität. Mobilität muss sich ändern. Nach Radverkehr und öffentlichem Nahverkehr rückt nun das Zufußgehen stärker in den Fokus. Die Stadt hat dafür eine Fußverkehrsstrategie entwickelt. Sie geht auf den Mobilitätsbeschluss 2021 zurück und wurde 2022 beschlossen. Ziel ist es, Unfälle zu reduzieren, das Zufußgehen zu stärken und die Lebensqualität in Nürnberg zu verbessern. Die Strategie beschreibt dafür Ausgangslage, Potenziale und konkrete Maßnahmen.

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Aktualisiert am 21.04.2026, 15:49 Uhr