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Fußverkehrsstrategie für Nürnberg

Grüne Fußgängerampel in Nürnberg., Bild © Jörg Hüttenhöls / AdobeStock

In der autogerechten Stadt dominiert das Auto den öffentlichen Raum. Das soll sich ändern. Nürnberg will fußgängerfreundlicher werden – damit mehr Menschen wieder gern und sicher zu Fuß unterwegs sind.

Modellprojekt „Fußgängerfreundliche Stadtteile“

In diesem Modellprojekt werden bis 2030 alle Stadtteile innerhalb des Bundesstraßenrings auf Fußgängerfreundlichkeit geprüft und nach und nach angepasst. Sie können sich einbringen – etwa bei Stadtteilbegehungen, um Vorschläge zu sammeln und zu priorisieren. Das Projekt ist Teil des Mobilitätsbeschlusses und der Fußverkehrsstrategie der Stadt.

Neu: St. Johannis

Wie kann St. Johannis fußgängerfreundlicher werden? Nach der großen Resonanz auf die Onlinebeteiligung haben die Stadt Nürnberg und der Bürgerverein St. Johannis-Schniegling-Wetzendorf am 24. Juni 2026 zu einem Stadtteilspaziergang eingeladen. Dabei konnten Interessierte vor Ort auf Hindernisse, Gefahrenstellen und Verbesserungsvorschläge aufmerksam machen.

Mehr Fußgängerüberwege, neue Querungshilfen und abgesenkte Bordsteine: Das sind zentrale Ergebnisse für St. Leonhard und Schweinau. Die Stadt hat die beiden Stadtteile 2024 gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern sowie dem Bürgerverein untersucht. Ein Maßnahmenpaket wurde im April 2025 im Verkehrsausschuss vorgestellt, die Umsetzung erfolgt schrittweise.

Geplant sind unter anderem neue Überwege in der Schweinauer Hauptstraße und in der Fuggerstraße. Bordsteine werden nach und nach abgesenkt. Die Kreuzung Schweinauer Straße/Leopoldstraße wird fußgängerfreundlich umgebaut. In der nördlichen Bertha-von-Suttner-Straße entsteht eine Querungsinsel, die Baumscheibe wird vergrößert. Auch an der Jansenbrücke wird die Mittelinsel verbreitert.

2023 fanden in Rennweg und Wöhrd Stadtteilspaziergänge statt. Bürgerinnen und Bürger diskutierten mit der Stadt und dem Vorstadtverein Nürnberg-Wöhrd e. V. Probleme und Lösungen vor Ort. Die Ergebnisse stellte die Verwaltung im März 2024 im Verkehrsausschuss vor.

Viele Maßnahmen wurden beschlossen: Gehwegparken soll in engen Straßen auf die Fahrbahn verlagert werden, um mehr Platz für Fußgänger zu schaffen. In der Ludwig-Feuerbach-Straße wird der Durchgangsverkehr mit einer Diagonalsperre unterbunden. Weitere Fußgängerüberwege sind geplant, zentrale Plätze werden umgestaltet.

Fußverkehrsstrategie für Nürnberg

Früher gingen viele Wege zu Fuß. Mit der autogerechten Stadt ist das verloren gegangen. Bis heute prägen Autos den öffentlichen Raum – mit Folgen für Umwelt und Lebensqualität. Mobilität muss sich ändern. Nach Radverkehr und öffentlichem Nahverkehr rückt nun das Zufußgehen stärker in den Fokus. Die Stadt hat dafür eine Fußverkehrsstrategie entwickelt. Sie geht auf den Mobilitätsbeschluss 2021 zurück und wurde 2022 beschlossen. Ziel ist es, Unfälle zu reduzieren, das Zufußgehen zu stärken und die Lebensqualität in Nürnberg zu verbessern. Die Strategie beschreibt dafür Ausgangslage, Potenziale und konkrete Maßnahmen.

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Aktualisiert am 25.06.2026, 19:57 Uhr