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Neubau von Schulen

Unterricht an einer weiterführenden Schule.

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Nürnbergs Stadtbevölkerung wächst und die Schülerzahlen steigen weiter an. Die Stadt wird daher bis 2025 etliche Schulen erweitern und acht neue Schulen bauen: vier Grundschulen, eine Mittelschule, eine Realschule und zwei Gymnasien.


Aktuelle Projekte


Acht neue Schulen bis 2025

Grundlage für die Investitionen ist die sogenannte „Schulraumentwicklungsplanung“. Diese stellt den Bestand, die Bedarfe sowie Entwicklungsideen im öffentlichen Schulbau vor. Unabhängig davon werden alle Sanierungsbedarfe an bestehenden Gebäuden betrachtet und die notwendigen Maßnahmen beschrieben. Die konkreten Maßnahmen werden den Ausschüssen zum Beschluss vorgelegt. Oberbürgermeister Marcus König sieht die Schulraumentwicklungsplanung als eines der zentralen städtischen Themen: „Schulraumentwicklungsplanung ist ein wichtiger Teil der Stadtplanung.“ Stadtplanung als gesellschaftliche Aufgabe müsse den Bestand und die Bedarfe analytisch in den Blick nehmen, sie sichere durch Erhalt, Veränderung und Verbesserung die Zukunftschancen der gesamten Stadt, so der Oberbürgermeister, dem das Thema Bildung sehr am Herzen liegt: „Wir investieren immense Summen in den nächsten Jahren. Die Investitionen müssen zielgerichtet sein und die Bevölkerungsentwicklung berücksichtigen.“


Notwendiger Schulraum

Die Stadt ist nicht nur Schulträgerin für die 47 kommunalen Schulen, sondern auch Sachaufwandsträgerin für 96 staatliche Schulen in Nürnberg. Für diese Schulen sind Räume und Flächen in ausreichender Anzahl und Qualität zur Verfügung zu stellen, die Planungen hierfür werden regelmäßig aktualisiert. Basis der Fortschreibung 2022 ist die Bevölkerungsvorausberechnung des Statistikamts zum Stand Juni 2021. Zusammen mit den Oktober-Statistiken der einzelnen Schularten erstellt die städtische Schulverwaltung Schüler- und Klassenprognosen für die öffentlichen Schulen Nürnbergs.

Mit diesen Daten werden alle früher benannten und noch nicht begonnenen Maßnahmen nochmals auf Zeitpunkt und Umfang des Bedarfs überprüft. Außerdem werden neue Bedarfe ermittelt, um auch unter Betrachtung der finanziellen Situation der Stadt die notwendigsten Schulraumerweiterungen mit oberster Priorität anzugehen. Mit der Fortschreibung 2022 werden die Daten und Entwicklungsvorschläge für die einzelnen Schularten vorgestellt.


Geplante Neubauten

Aufgrund von Geburtenzahlen und Zuzügen wird Nürnbergs Stadtbevölkerung weiterwachsen. Geplant sind daher vier Grundschulen, eine Mittelschule, eine Realschule und zwei Gymnasien. „Unser Ziel ist es, durch eine auskömmliche räumliche Versorgung für alle Schülerinnen und Schüler eine qualitativ hochwertige und ganzheitliche Bildung und Pädagogik zu ermöglichen und so auch den bestmöglichen Übergang in Ausbildung und Berufstätigkeit, aber auch ins Erwachsenenleben zu gewährleisten“, so Schulreferentin Cornelia Trinkl.


Baumaßnahmen im Überblick

Grundschulen

Die Anzahl der Kinder im Grundschulalter wird voraussichtlich von knapp 18.000 im Jahr 2020 auf circa 19.600 im Jahr 2030 ansteigen. Insbesondere für diese Kinder sind gemäß dem Motto „Kurze Beine – kurze Wege“ im nächsten Jahrzehnt mindestens vier zusätzliche öffentliche Grundschulen im direkten Wohnumfeld anzubieten. Bei diesen Planungen wird eng mit dem Jugendamt im Rahmen der Masterplanung zusammengearbeitet, um synergetisch auch das Angebot an Ganztagsbetreuung auszubauen.

Die höhere Anzahl an Kindern kommt zeitlich versetzt auch an den allgemeinbildenden weiterführenden Schulen an, so dass hier ebenfalls Raumkapazitäten geschaffen werden müssen.

Mittelschulen

Bei den Mittelschulen wird ein weiterer neuer Schulstandort gesucht, mehrere Erweiterungen sind geplant.

Realschulen

Bei den Realschulen herrscht ebenfalls weiterhin Raumknappheit. Die Neugründung einer weiteren Realschule wurde erfreulicherweise bereits durch das Staatsministerium für Unterricht und Kultus genehmigt. Der Standort steht bereits fest: das ehemalige Prinovis-Gelände an der Breslauer Straße 300 in Langwasser.

Das Schulzentrum Südwest ist bereits im Bau: Mit 85 Klassen für rund 2.500 Schüler wird das Schulzentrum in der Pommernstraße 10 errichtet. Im Schulzentrum sind angesiedelt die Schulneubauten Peter-Henlein-Realschule und Sigmund-Schuckert-Gymnasium, deren Ganztagesbetreuung, eine kombinierte Schul- und Stadtteilbibliothek sowie Gebäude für Sportnutzung mit sieben Übungseinheiten für den Hallensport, Freisportanlagen und Außenanlagen. Die Gesamtinvestitionssumme für die Maßnahme beträgt rund 191 Millionen Euro. Der Bau soll Mitte 2023 fertiggestellt sein.

Gymnasien

Die Gymnasien haben zusätzlich zur demografischen Entwicklung auch die Wiedereinführung des G9 zu bewältigen: Im Schuljahr 2025/2026 wird ein Jahrgang mehr und damit zusätzlich circa 1.300 Kinder adäquat räumlich unterzubringen sein. Damit sind letztlich zwei weitere Gymnasien notwendig.

Grünes Licht aus dem Kultusministerium gibt es bereits für ein Gymnasium auf dem ehemaligen Prinovis-Gelände in der Breslauer Straße 300. Das Gelände wird in verschiedenen Bauabschnitten im Rahmen der schulischen Bedarfe mit einer Fachoberschule, einer Realschule und dem nun genehmigten Gymnasium bebaut werden. Es entsteht ein pädagogischer Campus mit ganzheitlichem Ansatz. Zum Schuljahr 2027/2028 sollen die Baumaßnahmen für das fünfzügige Gymnasium abgeschlossen sein und die Schule in Betrieb genommen werden. Die Genehmigung für das zweite Gymnasium ist etwas zeitversetzt zu erwarten.

Das Schulzentrum Südwest ist bereits im Bau: Mit 85 Klassen für rund 2.500 Schüler wird das Schulzentrum in der Pommernstraße 10 errichtet. Im Schulzentrum sind angesiedelt die Schulneubauten Peter-Henlein-Realschule und Sigmund-Schuckert-Gymnasium, deren Ganztagesbetreuung, eine kombinierte Schul- und Stadtteilbibliothek sowie Gebäude für Sportnutzung mit sieben Übungseinheiten für den Hallensport, Freisportanlagen und Außenanlagen. Die Gesamtinvestitionssumme für die Maßnahme beträgt rund 191 Millionen Euro. Der Bau soll Mitte 2023 fertiggestellt sein.

Berufs- und Förderschulen

Die Schülerzahlen an beruflichen Schulen unterliegen einer anderen Betrachtungsweise. Sie werden von wirtschaftsstrukturellen und gesellschaftlichen Entwicklungen und Veränderungen beeinflusst. Hier ist die Anzahl der vorhandenen Räume in den nächsten Jahren insgesamt ausreichend, doch es sind viele Räume entsprechend der beruflichen Anforderungen zu sanieren und zu modernisieren, vor allem die fortschreitende Digitalisierung in allen Branchen muss auch in den Ausbildungsstätten umgesetzt werden.

Auch für einige der Förderschulen ist die Stadt Sachaufwandsträgerin. Die entsprechenden Baumaßnahmen wurden erstmalig auch in den Bericht der Schulraumentwicklungsplanung aufgenommen und damit auch die bestehenden Verbindungen zwischen den Schulformen dargestellt.


Stadtrat am 26. Januar 2022

Den ausführlichen Bericht „Schulraumentwicklungsplanung der Stadt Nürnberg - Fortschreibung 2022“ finden Sie unter Tagesordnungspunkt 4.


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