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Urbane Gartenschau Nürnberg 2030

Der Stadtrat hat am 23. Juni die Abgabe einer Interessensbekundung für die Ausrichtung der 50. Landesgartenschau im Jahr 2030 beschlossen. Die „Urbane Gartenschau 2030“ soll im Stadtgraben und angrenzenden Bereichen in und außerhalb der Altstadt stattfinden. Das Konzept einer „Urbanen Gartenschau“ wäre einzigartig für eine Landesgartenschau. Statt wie sonst bei Gartenschauen üblich auf großen Flächen Bepflanzungen, Blumenschauen und Ausstellungen zu präsentieren, ist die Gartenschau in Nürnberg mitten in der Stadt geplant. Mit der Gartenschau sollen Antworten auf die Herausforderungen des Klimawandels in einer dichtbebauten Innenstadt gezeigt werden.


Fakten zum Projekt:

Lage

Die „Urbane Gartenschau 2030“ soll im Stadtgraben und angrenzenden Bereichen in und außerhalb der Altstadt stattfinden. Das Areal liegt mitten in der Innenstadt und ist gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Außerdem sind zahlreiche Denkmäler in unmittelbarer Umgebung sowie die besondere Atmosphäre der mittelalterlichen Stadtbefestigung vorteilhaft für die Nürnberger Bewerbung.

Flächen

Die Grundfläche des fünf Kilometer langen Stadtgrabens rund um die Altstadt beträgt etwa 13,5 Hektar. Diese für eine Gartenschau eher geringe Größe des Areals ist kein Hinderungsgrund für eine Bewerbung, denn der Stadtgraben soll durch Plätze und Straßen in und außerhalb der Altstadt ergänzt werden.

So könnten zum Beispiel bereits vorhandene Grünverbindungen – im Osten von der Insel Schütt zur Wöhrder Wiese sowie in den Cramer-Klett-Park, im Westen vom Hallertor in den Kontumazgarten und zur Hallerwiese sowie in den Rosenaupark – mit in die Planung einbezogen werden. In der Altstadt zählen zum Beispiel die Königstraße, der Hauptmarkt und der Egidienplatz zu den Plätzen und Straßenräumen, die durch mehr Grün aufgewertet werden könnten.

Künftige Nutzung

Der Stadtgraben wird bisher von Anwohnern und Hundebesitzern für Spaziergänge genutzt. Er lädt allerdings wenig zum Verweilen ein. Der Graben besteht überwiegend aus vernachlässigten Rasenflächen, Sitzmöglichkeiten und Blühpflanzen sind dagegen rar. Das Potential des Stadtgrabens ist daher hoch und nicht annähernd ausgeschöpft. Nürnberg bliebe zwar nur für ein Jahr Veranstaltungsort der Gartenschau, der Stadtgraben würde durch die Umgestaltung aber langfristig aufgewertet werden. Mitten in der Stadt würde eine neue grüne Oase entstehen.

Eine Urbane Gartenschau im Stadtgraben wäre eine außergewöhnliche, bislang einzigartige Gartenschau in einer urbanen Umgebung. Zum einen kann damit die Altstadt klimaresistenter gestaltet werden, zum anderen sollen Antworten auf die Herausforderungen des Klimawandels in einer dichtbebauten Innenstadt gezeigt werden.

Träger

Die Stadt Nürnberg ist Eigentümerin der Flächen. Sie verantwortet auch die Umgestaltung. Die Veranstaltung selbst wäre eine eigene GmbH „Landesgartenschau Urbanes Nürnberg 2030“, deren Gesellschafter die Stadt Nürnberg und die Bayerische Landesgartenschau GmbH wären.

Kosten

Nach Angaben der Bayerischen Landesgartenschau GmbH beliefen sich die Gesamtkosten bei vergangenen Landesgartenschauen auf 20 bis 40 Millionen Euro. Die Stadt Nürnberg rechnet mit einem Kostenbeitrag von etwa 20 Millionen. Hinzu kommen Fördermittel und Sponsorengelder.

Zeitplan

Zunächst musste die Stadt bis 30. Juni 2021 ihr Interesse bekunden. Dies hatte der Stadtrat am 23. Juni entschieden. Die eigentliche Bewerbung, die gemeinsam mit der Bürgerschaft und wichtigen Akteuren, zum Beispiel der Burgverwaltung, erarbeitet werden soll, muss dem Stadtrat vor April 2022 zum Beschluss vorgelegt werden. Danach wird die Bewerbung bei der Bayerischen Landesgartenschau GmbH (BayLGS GmbH) bis 8. April 2022 eingereicht, die die Entscheidung Mitte 2022 treffen wird. Über die Vergabe wird ein Fachbeirat beraten. Dieser besteht aus Vertretern verschiedener Staatsministerien, der beteiligten Berufsverbände und der BayLGS GmbH. Sollte die Stadt Nürnberg den Zuschlag erhalten, folgen die weiteren Schritte jeweils mit Einbindung der Öffentlichkeit: Ideensammlung und Wettbewerb (2023/2024), Planung (2025/2026) und Ausführung (2027 bis 2029).

Bürgerbeteiligung

Landesgartenschauen sollen Vorbilder für Bürgerbeteiligungen sein: In allen Phasen der Ideenfindung, Bewerbung, Planung und Durchführung soll Partizipation ermöglicht und gestärkt werden. Erste Bausteine einer Beteiligung für eine „Urbane Gartenschau Nürnberg 2030“ könnten zum Beispiel „Grabenspaziergänge“ im Herbst 2021 sein.

Pressemitteilungen

Hier finden Sie eine chronologische Übersicht der von der Stadt Nürnberg veröffentlichten Pressemitteilungen zum Thema „Urbane Gartenschau Nürnberg 2030“.

Stadtrat und Ausschüsse

Auch Stadtrat und Ausschüsse beschäftigen sich mit dem Thema „Urbane Gartenschau Nürnberg 2030“. Hier eine chronologische Übersicht der Sitzungen:

Vorgeschichte

Der Stadtgraben wurde ab 1430 ausgehoben und bis 1452 fertiggestellt. Der Graben war durchschnittlich zwölf Meter tief und bis zu 20 Meter breit, aber nie mit Wasser gefüllt. Bis zum 19. Jahrhundert blieben Stadtmauer und Stadtgraben trotz einiger Kriege völlig intakt. Danach wurde der Graben zum Teil zugeschüttet, um Verbindungsstraßen von der Altstadt in die Außenbezirke anlegen zu können. In den 1930er Jahren begannen Restaurierungen: Störende Einbauten des 19. Jahrhunderts sowie Bäume und Sträucher wurden entfernt. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadtbefestigung durch Luftangriffe stark beschädigt. Nach dem Krieg entschied sich die Stadt dagegen, Trümmerschutt in den Stadtgraben zu schütten – stattdessen wurden Befestigung und Graben wiederhergestellt. Der Stadtgraben wurde zum überörtlich bedeutenden Baudenkmal erklärt. In den 1960ern wurden die Zwinger zu Grünanlagen ausgebaut und Fußwege angelegt.


Bilder zum Projekt

Plan, der die mögliche Anlage der Gartenschau 2030 zeigt.

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Die Karte zeigt: Neben dem Stadtgraben könnten bereits vorhandene Grünverbindungen sowie Plätze und Straßenräume mit in die Planung einbezogen werden.

Menschen verbringen ihre Freizeit im Stadtgraben in Nürnberg.

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Obwohl es bisher wenig Sitzmöglichkeiten und Abwechslung gibt, verbringen die Menschen schon heute ihre Freizeit gern im Stadtgraben.

Kaiserburg

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Blick von der Kaiserstallung zur Kaiserburg nach Süden. Rechts im Bild der nordwestliche Abschnitt des Stadtgrabens.

Hallerwiese und Schnepperschütz im Sommer.

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Blick auf die direkt an der Pegnitz gelegene Hallerwiese und das Café Schnepperschütz. Die Hallerwiese ist eine Grünverbindung, die von der Altstadt nach Westen führt.

Hallerwiese in Nürnberg.

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Der alte Baumbestand macht die Hallerwiese besonders attraktiv. Genutzt wird die Grünanlage vorwiegend von Menschen aus St. Johannis und den umliegenden Stadtteilen.

Kontumazgarten im Sommer.

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Gleich gegenüber der Hallerwiese liegt der Kontumazgarten, eine weitere Grünverbindung aus der Altstadt in Richtung Westen. Der ruhige Park bietet einen Spielplatz, einen Rundweg und zahlreiche alte Bäume, darunter einige Naturdenkmale.

Kontumazgarten im Sommer.

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Im Frühjahr 2017 wurde der Kontumazgarten mit einem Fuß- und Radweg direkt an die Altstadt angebunden und in diesem Zuge leicht umgestaltet.

Rosenaupark im Sommer.

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Die dritte Grünverbindung im Westen ist der Rosenaupark im Stadtteil St. Johannis. Ganz nah an der Altstadt und dem Plärrer gelegen, ist der Rosenaupark eine grüne Oase.

Insel Schütt aus der Vogelperspektive gesehen.

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Im Osten führt eine Grünverbindung von der Insel Schütt in der Altstadt aus zur Wöhrder Wiese, die außerhalb der Stadtmauern liegt.

Pegnitzufer auf der Insel Schütt im Frühling.

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Seit 2016 ist die Pegnitz wieder ein Stück zugänglicher: An der südlichen Insel Schütt lädt ein neu gestalteter Bereich zum Entspannen nahe des Flusses ein.

Wöhrder Wiese im Sommer.

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Die Wöhrder Wiese ist eine der beliebtesten Grünanlagen Nürnbergs. Idyllisch liegt sie an der Pegnitz in unmittelbarer Nähe der Altstadt.


Häufig gestellte Fragen

Warum will sich Nürnberg für die Landesgartenschau 2030 bewerben?

Im Jahr 2030 feiert die Landesgartenschau ihr 50. Jubiläum. Zu diesem besonderen Ereignis soll es eine besondere Gartenschau geben. Nürnberg möchte sich mit einer „Urbanen Gartenschau“ im Stadtgarten bewerben. Es ist ein Alleinstellungsmerkmal für die Jubiläums-Schau. Dies hat es bisher in dieser Form noch nicht gegeben. Die Gartenschau bietet die Chance, den Nürnberger Stadtgraben erheblich aufzuwerten. Er soll zudem wieder viel stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung als innerstädtische Grünfläche und nahen Erholungsraum für alle Generationen gerückt werden. Aber es geht um mehr als einen „grünen Ring“ um die Altstadt. Die Aufwertung soll auch auf umliegende Bereiche ausstrahlen, zum Klimaschutz beitragen und die Biodiversität erhöhen.

Warum musste der Stadtrat einer Interessenbekundung zustimmen?

Die Bewerbung besteht aus zwei Phasen: einer Interessenbekundung, die die Stadt bis 30. Juni 2021 abgeben musste, und der eigentlichen Bewerbung bis 8. April 2022. Die Vergabe der Gartenschau erfolgt Mitte 2022. Erfahrungsgemäß dauert die Vorbereitung sieben bis acht Jahre. Aktuell können sich Kommunen für den Zeitraum zwischen 2028 und 2032 bewerben. Landesgartenschauen gibt es seit 1980.

Wer entscheidet über die Vergabe der Gartenschau?

Es gibt eine Bayerische Landesgartenschau Gesellschaft (BayLGS Gmbh). Ein Fachbeirat aus Vertretern verschiedener Ministerien sowie Berufsverbände überwiegend aus dem Bereich Garten- und Landschaftsbau berät über die Bewerbungen und spricht eine Empfehlung aus. Die Entscheidung über den Zuschlag trifft am Ende das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz in Abstimmung mit dem Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Was ist das Besondere an einer „Urbanen Gartenschau“?

Es gibt mehrere Besonderheiten, die eine „Urbane Gartenschau“ in Nürnberg einzigartig machen: Die zentrale Lage mitten in der Innenstadt, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln exzellent angebunden ist. Oder die attraktive Nähe zur Altstadt, die ringförmig vom Stadtgraben umschlossen ist. Besonders ist aber auch vor allem, dass nicht nur der Stadtgraben, sondern auch Platz- und Straßenräume in und außerhalb der Altstadt mehr Grün erhalten sollen. Das wird nur gelingen, wenn der öffentliche Raum neu und anders verteilt wird als heute und mehr Platz für Bäume, Grünflächen oder Aufenthalts- und Wegeflächen entsteht.

Was wird die „Urbanen Gartenschau“ die Stadt voraussichtlich kosten?

In der Regel liegen die Kosten für eine Landesgartenschau – je nach Konzept, Ansatz, Umfang und Programm – bei einem Gesamtvolumen von 20 bis 40 Millionen Euro. Nach den Erfahrungen der jüngeren Vergangenheit liegt der städtische Anteil mindestens bei einem Drittel. Im Falle einer Großstadt, angesichts der komplexen Rahmenbedingungen und aufgrund der bis 2030 zu erwartenden Kostenentwicklung, geht die Stadt derzeit von einem eigenen Anteil von 20 Millionen Euro aus. Für die dauerhaften Anlagen der Gartenschau ist eine Förderung von maximal fünf Millionen Euro vorgesehen. Eine zusätzliche Unterstützung aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und der Städtebauförderung ist möglich.

Warum bewirbt sich die Stadt nicht auf eine Bundesgartenschau?

Die konkrete Lage und die Größe des angedachten Areals ist für eine Bundesgartenschau zu klein(teilig). Bundesgartenschauflächen sind in der Regel mindestens dreimal so groß wie Landesgartenschauareale. Auch die Kosten liegen erfahrungsgemäß um ein Dreifaches höher. Daher bewirbt sich Nürnberg mit dem Stadtgraben für eine Landesgartenschau.

Wie lange dauert eine Gartenschau?

Eine Landesgartenschau in einer Großstadt dauert in der Regel sechs Monate. Sie findet zwischen April und Oktober statt.

Wie groß ist der Stadtgraben?

Der Stadtgraben ist etwa fünf Kilometer lang. Er umgrenzt die Nürnberger Altstadt entlang der Stadtmauer. Die eigentliche Grabenfläche beträgt 13,5 Hektar. Mit angrenzenden Bereichen ergeben sich sogar etwa 20 Hektar.

Wem gehören diese Flächen?

Die Flächen gehören – eine Voraussetzung für die Bewerbung – nahezu komplett der Stadt und sind langfristig verfügbar.

Ist der Stadtgraben in diesem Zeitraum frei zugänglich?

Der Zutritt zu umzäunten Bereichen einer Gartenschau ist in den sechs Veranstaltungsmonaten nur mit einer Eintrittskarte möglich. Welche Teile konkret eingezäunt werden, ist Teil der Konzeption und kann zum derzeitigen Zeitpunkt nicht beantwortet werden. Über die Höhe der Eintrittspreise im Jahr 2030 kann zum heutigen Zeitpunkt ebenfalls noch keine Angabe gemacht werden.

Werden die Bürger bei der Planung und der Gartenschau beteiligt?

Gartenschauen in Bayern sollen Vorbildprojekte für Bürgerbeteiligung sein. Sie werden daher als Bürgerprojekte gestaltet. In Nürnberg ist vorgesehen, die Bürger sowie wichtige relevante Akteure intensiv an den Vorbereitungen und der Gestaltung einzubeziehen. Es wird regelmäßige Bürgerinformationen und Bürgerbeteiligungen geben.

Warum fließt das Geld nicht in städtische Gebiete mit höherem Gründefizit?

Es gibt einen Masterplan Freiraum in Nürnberg. Darin geht es um die Entwicklung der Grünflächen in der Stadt. Hier gibt es zahlreiche Flächen, die vorgesehen sind, auch zum Beispiel in der Südstadt, aber auch in vielen anderen Stadtteilen Nürnbergs. Ein Projekt des Aktionsplans ist die Aufwertung des Stadtgrabens als Teil der Altstadt. Es besteht ein hoher Sanierungsbedarf. Ziel ist es, den Stadtgraben wieder deutlich aufzuwerten. Ein großer Teil besteht aus vernachlässigten Rasen- und Teilflächen. Der Graben lädt nicht gerade zum Verweilen ein. Es fehlen Sitzmöglichkeiten. Es blüht wenig. Der Stadtgraben ist kleinteilig und zum Teil durchbrochen durch Wege und Straßen. Die Fläche wird daher als Erholungsraum wenig genutzt. Durch die Gartenschau besteht die Chance, den Stadtgraben als einheitliche Grünanlage zu entwickeln, aufzuwerten und zu profilieren. Und ihn zusammen mit der Gartenschau auch „weiter zu denken“, also die angrenzenden Plätze und Straßenräume in und außerhalb der Altstadt mit einzubeziehen. Damit könnten auch Plätze und Straßenräume in der Südstadt von einer Gartenschau profitieren. Die Projekte des Masterplan Freiraum in der Südstadt werden wegen der Urbanen Gartenschau 2030 nicht vernachlässigt.

Hat eine Gartenschau auch touristische Auswirkungen?

Durch die unmittelbare Nähe zur Altstadt ist der Stadtgraben grundsätzlich natürlich auch für Touristen attraktiv, die Nürnberg besuchen. Eine deutliche Aufwertung würde diesen grünen, schattigen und ruhigeren Ort auch für Gäste viel interessanter machen. Generell bringt eine Gartenschau dem Veranstalter immer sehr hohe Aufmerksamkeit durch die vielen Besucher. Und es kommen auch Gäste wieder, die sich Nürnberg noch einmal – zum Beispiel an einem Wochenende – anschauen wollen. Außerdem unterstützt eine besucherstarke Gartenschau auch die Nürnberger Wirtschaft.

Welche Herausforderungen bestehen im Vorfeld?

Teile der Flächen werden zum Beispiel für Schulsport oder Kleingärten genutzt. Hier müssen Lösungen gefunden werden. Wie auch für die Sicherung von Rettungswegen und die barrierefreie Erschließung. Auch muss die Verträglichkeit mit dem Denkmalschutz geprüft werden. Die staatliche Burgen- und Schlösserverwaltung (Nürnberger Burg) muss in die Planungen mit einbezogen werden. Es muss auch geklärt werden, wie der Parallelbetrieb von Großveranstaltungen (beispielsweise Bardentreffen) in diesem Jahr zu behandeln ist. Für das Rahmenprogramm der Gartenschau (etwa Bühne, Gastronomie) werden zusätzliche Flächen gebraucht.

Ist eine Gartenschau noch zeitgemäß in Zeiten des Klimawandels?

Die „Urbane Gartenschau“ in Nürnberg soll genau auf die Herausforderungen des Klimawandels und der dichten Bebauung in einer Großstadt Antworten finden. Es geht nicht nur darum, den Stadtgraben schöner zu gestalten, sondern klimaresistent zu machen. Neue und pfiffige Ideen sollen gefunden werden, wie wir mehr Grün in die Stadt bekommen. Das könnten zum Beispiel hängende Gärten, neue Formen der Dachbegrünung oder vieles mehr sein.


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Stadtentwicklungsprojekte ziehen manchmal große Veränderungen im Stadtbild nach sich und werden in der Öffentlichkeit rege diskutiert. Ausgewählte Projekte stellen wir Ihnen auf unserer Seite „Stadtentwicklung“ in loser Folge vor.


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Aktualisiert am 25.07.2021, 19:31 Uhr

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