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Alf Lechner


1925 München

2017 Obereichstätt

Titel:

17/71 SUN, 1971

Material:

Vierkantstahlrohr, polyesterbeschichtet

Maße:

460 cm x 730 cm x 280 cm

Patenschaftsgeber:

Universitätsbauamt Erlangen
(Heute Staatliches Bauamt Erlangen-Nürnberg)

Standort SUN71:

Bereich der technischen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg, Cauerstraße 7–9, Erlangen

Standort 2021:

um einige Meter versetzt, zurzeit eingerüstet

Haltestelle:

Erlangen Süd (Bus 30, 199, 295



Alf Lechner wurde zusammen mit Marian Bogusz für die Gestaltung des Geländes der Technischen Fakultät der Universität in Erlangen ausgewählt. Der noch am Beginn seiner Karriere stehende Lechner hatte 1970 an dem aufsehenerregenden Projekt UmweltAkzente in Monschau teilgenommen und stellte im selben Jahr auch
erstmals in der Galerie Defet aus. Für Lechner war die Teilnahme am Symposion eine der Wegmarken, mit der seine erfolgreiche Karriere als Stahlbildhauer begann. Heute gehört er neben Erich Hauser oder Otto Herbert Hajek zu den Künstlern, dessen umfangreiches Werk die Städte in Deutschland maßgeblich geprägt hat.

Lechners Entwurf beruht auf einer klaren geometrischen Ordnung: Drei große, offene Würfel aus Vierkantstahlrohr bilden eine rechtwinklige Einheit, die ursprünglich pyramidenförmig auf je zwei Kanten der Kuben stand. Durch eine äußere Krafteinwirkung im Kaltpressverfahren wurde die Konstruktion aufgebrochen: Sie öffnete und verwand sich. Lechners Werkgruppe der Verformungen, in die sich das Erlanger Objekt einordnen lässt, entstand ab 1967, nachdem der Künstler in einer Münchner Schrotthandlung ein Stück gequetschtes Rohr entdeckt hatte und von dem verformten Hohlkörper fasziniert war.

Die ungeheure Kraft, die auf die knapp fünf Meter hohe Plastik eingewirkt hat, erzeugt eine Irritation, denn sie suggeriert einerseits eine Weichheit des Materials und gibt andererseits dem Zufall als Gegenpol zur geometrischen Ordnung eine Sichtbarkeit. Ihre Spannung erhält die Erlanger Skulptur somit aus dem Zusammentreffen von einer klaren, konstruierten Ausgangsform und deren gezielter Zerstörung, die nur bis zu einem gewissen Grad kontrollierbar ist.

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