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Neue Kunstwerke 2019


Alexander Laner

Mit einem auf Bahnhöfen üblichen Zugzielanzeiger als Symbol für Reisen in ferne Städte überzeugte der Künstler Alexander Laner die Jury 2018 bei dem Wettbewerb für ein Kunstwerk auf dem Areal des ehemaligen Nordbahnhofs, der vor allem für den Güterverkehr genutzt worden war. Als „Traummaschine“ bezeichnet Alexander Laner seine Installation, die im zufälligen Wechsel verschiedene internationale Ziele anzeigt. Die funktionale Anlage mit ihrem vertrauten Klacken der Fallanzeige erscheint in der neubebauten Umgebung geradezu surreal und lädt die Passantinnen und Passanten über das Moment der Irritation zu einer imaginären Reise ein. Die Arbeit nimmt Bezug auf die Geschichte des Nordbahnhofs, der im Laufe seines Bestehens immer wieder zum Personenverkehrsbahnhof ausgebaut werden sollte. Neben den Reisezielen ist die Zugzielanzeige auch dafür programmiert, persönliche Botschaften in den zu öffentlichen Raum zu senden.

Weitere Informationen:


Installation von Alexander Laner darstellt ein Zugzielanzeiger als Symbol für Reisen

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Titel:

Nordbahnhof

Material:

Zugzielanzeiger, Stahlmast, Stationsschild, Beleuchtung, elektronische Steuerung

Aufstellung:

2019

Standort:

Am Nordbahnhof / Höhe Uhlandstraße 44 / Kinder- und Jugendhaus Nordlicht



Winfried Baumann

1997 gewann Winfried Baumann den Wettbewerb zur Gestaltung des 80 m langen Karl-Bröger-Tunnels mit einem Konzept, das einen Brunnenblock und eine Bodenskulptur an den Tunnelenden und als verbindendes Element ein Granitband im Tunnelboden vorsah. Im Jahr 2000 wurde die Brunnenanlage realisiert, doch dann stagnierte das Projekt jahrelang und konnte erst 2019 abgeschlossen werden. Auf die räumliche und zeitliche Ausdehnung weist der Titel Extension 97/19 ebenso hin wie auf die ergänzenden Eingriffe in das vorhandene Material. Die an einigen feuchten Stellen entstandenen Stalaktiten-Bildungen wurden herausgearbeitet und die Brüche und Risse an mehreren Stellen in den hell gefliesten Wänden durch schwarze Kacheln ersetzt und mit gelben, roten und blauen Fugen im Boden verbunden. Aktuell lädt Baumann Musiker*innen ein, in situ zu den Notationen der schwarzen Fliesen zu improvisieren. Diese Einspielungen neuer, akustischer Fugen sind anschließend beim Passieren des Tunnels zu hören.

Weitere Informationen:


Kachelwandwerk Extensions von Winfried Baumann

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Titel:

Extension 97/19

Material:

Verschiedene Materialien

Aufstellung:

1997/2019

Standort:

Karl-Bröger-Tunner, zwischen Sandstraße und Willy-Prölß-Platz



Anja Schoeller

Insgesamt vier Jahre hat Anja Schoeller ergebnisoffen mit Bewohner*innen der Sebalder Altstadt und Zeitzeug*innen die Geschichte des Viertels recherchiert, das nach dem zweiten Weltkrieg von Bomben zerstört war. In ausgiebiger Quellenarbeit und 14 sogenannten Gedächtniswerkstätten wurde nicht nur die Geschichte des Stadtteils erforscht, sondern auch gefragt, welche Rolle die Bürger*innen heute bei der Mitgestaltung ihrer Lebensumgebung spielen. Die Hausbesitzer*innen waren ebenfalls in das partizipative Projekt einbezogen, denn die Ergebnisse der Erinnerungs- und Forschungsarbeit wurden in zwei Wandgemälde und eine symbolische Begrünung übertragen, um an einer Straßenkreuzung einen zentralen Ort und Kompass für die Bewohner*innen der ehemaligen „Steppe“ schaffen.

Weitere Informationen:


Installation von Anja Schoeller

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Titel:

Kompass Sebalder Steppe

Material:

Wandtattoos Herzpunkte und Pionierinnen der Steppe, Wandbegrünung mit Clematis, Hopfen und Waldrebe

Aufstellung:

2019/2020

Standort:

Tucherstraße 21 / Wunderburggasse 33


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