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Andreu Alfaro


1929*

Valencia/Spanien – 2012 ebenda

Titel

Un arbre per l’any 2000 (Ein Baum für das Jahr 2000), 1971

Material:

Alcan-Aluminium, 800 x 210 x 235 cm, Ø 100 cm

Patenschaftsgeber:

Baugesellschaft Schöner Wohnen GmbH & Co.

Materialspende:

Alcan-Aluminiumwerke, Nürnberg

Ausführung:

Metallkunst Udo Vogel, Brand am Sand

Standort SUN71:

Am Plärrer / Dennerstraße, Nürnberg

Standort 2021:

unverändert

Haltestelle:

Plärrer (U1, 2, 3, Tram 4, 6, Bus 34, 36)



Andreu Alfaro war als Künstler Autodidakt. Ab Mitte der 1950er-Jahre beteiligte er sich an Ausstellungen in seiner Heimatstadt Valencia; 1958 entstanden die ersten Werke aus Blech und Draht. Nur ein Jahr später gewann Alfaro einen Kunst-am-Bau-Wettbewerb für den Neubau der Deutschen Schule in Valencia. Einladungen zu den Biennalen in São Paulo 1961 und Venedig 1966 brachten ihm darüber hinaus weitere
wichtige Aufträge für den öffentlichen Raum ein.

Für Nürnberg entwarf Alfaro die Plastik Un arbre per l’any 2000 (Ein Baum für das Jahr 2000), eine der ersten Arbeiten aus der Werkgruppe Generatrices, für die der Künstler Metallstäbe oder Vierkantrohre in serieller Abfolge zu sich auffächernden, geschwungenen Formen anordnete. Die aus 46 Aluminiumstangen aufgebaute Skulptur greift formal die Situation des Plärrers, bis heute ein Hauptverkehrsknotenpunkt der Stadt, auf und spielt gleichzeitig mit der Assoziation zur Natur.

Wie bei einem Baum wachsen die Streben proportional in die Höhe und gehen dabei um jeweils zwei Grad versetzt von der Horizontalen in die Vertikale über. Bewusst verwendete Alfaro hier Materialien, die einen industriellen Verarbeitungsprozess erfordern. Mit dieser positiven Modernitätsvorstellung fügte sich seine Plastik in die seit den 1960er-Jahren entstehende Bebauung des Nürnberger Plärrers, zu der 1971 auch ein modernes Wohnhaus des Patenschaftsgebers gehörte.

Alfaro verstand seinen Entwurf nicht als Sinnbild einer urbanen Utopie; sie war für ihn Ausdruck einer gegenwärtigen Stadtstruktur, in der die Skulptur die Rolle eines identitätsstiftenden Elements einnehmen sollte: Sie „soll in den Alltag der Menschen integriert werden und so die Aufgabe der Bäume erfüllen.“

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