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Maciej Szankowski

*1939

Wola Libertowska/Polen, lebt und arbeitet in Warschau/Polen

Titel:

Hommage à Dürer, 1969–1971

Material:

Stahlblech, braun gestrichen

Maße:

580 x 250 x 250 cm

Patenschaftsgeber:

Gerhard Günther Dittrich, Architekt

Ausführung:

Kupferschmiedefabrik Georg Dorner, Nürnberg

Standort SUN71:

Neutorgraben, Nürnberg

Standort 2021:

unverändert
Haltestelle: Hallertor (Tram 4, 6)



Die Plastik von Maciej Szankowski reiht sich harmonisch ein in die zeitgenössische Formensprache der anderen Skulpturen des Symposions. Der Künstler hat auf äußerst spannungsvolle Weise die Vorstellung von der geschlossenen Skulptur aufgebrochen und hier eine Räumlichkeit entstehen lassen, die aus dem Zusammentreffen flacher Einzelformen als Faltung resultiert. In der Tradition des Konstruktivismus ist die Plastik nicht mehr allein auf einen Betrachterstandpunkt ausgerichtet, sondern zeigt sich aus jedem Blickwinkel neu.

In Polen war in den 1970er-Jahren eine äußerst vorwärtsgewandte Künstlerszene anzutreffen, die abseits des staatlichen Kulturdiktats Möglichkeiten fand, an die Öffentlichkeit zu treten. Häufig war es den osteuropäischen Künstler*innen erst im Ausland möglich, Projekte wie in Nürnberg zu realisieren. Szankowski konnte durch ein Stipendium der französischen Regierung sowie die Teilnahme an verschiedenen Bildhauersymposien mehrere Arbeiten für den öffentlichen Raum realisieren.

Die Idee für seine Plastik in Nürnberg entwickelte Szankowski bereits 1969. Dass diese mit ihrer wechselnden Silhouette sowohl mit den Rundungen des Neutorturms als auch mit der umliegenden Bebauung korrespondierte, ergab sich erst nach der Realisierung vor Ort. Der Künstler zeigte sich zunächst enttäuscht, als er auf Wunsch des Patenschaftsgebers, des Architekten Gerhard Günther Dittrich, für die Arbeit statt der Burgkulisse den Standort vor dessen Atelierhaus zugewiesen bekam. Heute fügt sich die rotbraune Plastik so in die urbane Situation ein, als wäre sie schon immer dafür gedacht gewesen, und nimmt ganz unprätentiös die Rolle eines Wegweisers entlang der stark frequentierten Straße am Burggrab.

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