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Die Erweiterung der U-Bahnlinie U3 - Bauabschnitt 2.1 im Südwesten (Großreuth bei Schweinau)

Planung / Verfahren / Vorbereitende Maßnahmen

Die Planungen zum Weiterbau im Südwesten mussten im Zuge eines Klageverfahrens vor dem bayerischen Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) überarbeitet / angepasst werden. Der BayVGH hat mit Beschluss vom 13. August 2013 im Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes entschieden, dass die Stadt Nürnberg von dem Planfeststellungsbeschluss zum Bau der Verlängerung der U-Bahnlinie 3 im Südwesten der Stadt Gebrauch machen darf, woraufhin am 1. Oktober 2013 mit den vorbereitendenden Baumaßnahmen im Bereich Züricher Straße / Gerhart-Hauptmann-Straße (Rodung, Spartenverlegung) begonnen wurde. Im Folgenden stimmten die Prozessparteien zu, die Hauptsache im schriftlichen Verfahren zum Abschluss zu bringen.
Mit Urteil vom 16. April 2014 wurden vom BayVGH die Klagen endgültig abgewiesen. Nach Auffassung des Gerichts leidet der Planfeststellungsbeschluss nach seiner vielfachen Ergänzung und Verbesserung zum Schutz der Belange der Klägerinnen nicht mehr unter rechtlichen Mängeln, die Rechte der Klägerinnen verletzen und zur Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses oder seiner Nichtvollziehbarkeit führen würden. Ebenfalls abgelehnt wurden deshalb die erneuten Anträge der Klägerinnen auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung. Der BayVGH hat die Revision gegen sein Urteil nicht zugelassen.

Raumbildender Ausbau

Die Planung des U-Bahnhofs Großreuth bei Schweinau (raumbildender Ausbau) wurde im Baukunstbeirat am 26.11.2009 behandelt. Dem Bau- und Vergabeausschuss wurde der aktuelle Planungsstand am 18.05.2010 vorgestellt (Bericht).

Detaillierte Beschreibung inkl. Trassenverlauf sowie Bauweise

Im August 2014 starteten die Rohbauarbeiten vom bestehenden U-Bahnhof Gustav-Adolf-Straße bis zum zukünftigen U-Bahnhof Großreuth bei Schweinau. Der Bauabschnitt 2.1 verlängert die U3-Südwest über den bereits im Betrieb befindlichen U-Bahnhof Gustav-Adolf-Straße hinaus in Richtung Gebersdorf, vorerst bis Großreuth bei Schweinau.

Rohbau:
Die Strecke beginnt im Westen mit einem bergmännischen Tunnelbauwerk, das im Wesentlichen südlich der Appenzeller Straße liegt. Das Bauwerk erstreckt sich bis an den Bahnhof Großreuth bei Schweinau östlich der Züricher Straße. Der Bahnhof wird in offener Bauweise errichtet. Nach dem zukünftigen U-Bahnhof Großreuth bei Schweinau verläuft die Trasse in östlicher Richtung. Sie wird in bergmännischer Bauweise in Form von zwei Einzelröhren gebaut.

Bergmännische Tunnelstrecken:
Vom U-Bahnhof Großreuth bei Schweinau aus führen zwei eingleisige Tunnelröhren, die in bergmännischer Bauweise errichtet werden, in Richtung U-Bahnhof Gustav-Adolf-Straße. Die Überdeckung über Tunneloberkante bis zur Oberfläche beträgt unmittelbar am U-Bahnhof Großreuth bei Schweinau ca. 5,2 m. Im weiteren Verlauf nimmt die Überdeckung zu. An der tiefsten Stelle liegt die Tunneloberkante ca. 12,7 m unter Gelände.
Das Tunnelbauwerk westlich des U-Bahnhofs Großreuth bei Schweinau liegt größtenteils südlich, parallel der Appenzeller Straße. Am Bauabschnittsanfang ist die Tunnelstrecke als zweigleisiger Tunnel geplant. Die Zweigleisigkeit endet ca. 50 m vor dem U-Bahnhof Großreuth bei Schweinau. Dort teilt sich der Tunnel in zwei eingleisige Röhren.

Lärm-/Schallschutz:
Es werden umfangreiche Maßnahmen zum Schallschutz während der Bauzeit vorgesehen. So gibt es zum Beispiel im Bereich der Züricher Straße / Appenzeller Straße eine Lärmschutzwand und einen sog. Lärmdeckel über dem westlichen Bereich der Bahnhofsbaugrube.

Ausbau:
Noch vor Abschluss der Rohbauarbeiten startet bereits der Ausbau. Grundidee für die Innengestaltung des zukünftigen U-Bahnhofs ist ein freundlicher und einladend gestalteter Innenraum. Die Gestaltung wird von der Farbe Blau geprägt, an den beiden Seitenwänden werden Himmel und Wolkenmotive entstehen.

Bauzeiten / Allgemeine Informationen

Die Bauarbeiten für den Bauabschnitt 2.1 (von Gustav-Adolf-Straße bis Großreuth bei Schweinau) erfolgen von 2014 bis 2019.
Im Anschluss an die Roh- und Ausbauarbeiten wird das Automatische Betriebssystem (fahrerlose U-Bahn) installiert. Nach Fertigstellung des Bauabschnitts 2.1 - die Inbetriebnahme ist für 2020 vorgesehen - wird die U3 dann zwischen Nordwestring und Großreuth bei Schweinau auf einer ca. 9,6 km langen Strecke mit 14 Bahnhöfen automatisch verkehren.

Pressemitteilungen

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Anliegerinfoflyer zum Rohbaubeginn

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