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Die Erweiterung der U-Bahnlinie U3 - Bauabschnitt 2.1 im Südwesten (Großreuth bei Schweinau)

Allgemeine Informationen, Bauzeiten, Kosten

Der nun fertiggestellte Bauabschnitt 2.1 der U3 endet am U-Bahnhof Großreuth bei Schweinau. Er umfasst neben dem Bahnhof Großreuth bei Schweinau auch die dazugehörigen Tunnelstrecken und die an den U-Bahnhof anschließende Wendeanlage.

Mit dem ersten Rammschlag begannen am 17. Oktober 2014 die Rohbauarbeiten. Am 23. März 2015 erfolgte der Tunnelanschlag für den Bauabschnitt 2.1 und am 14. Juni 2016 der Tunneldurchschlag im Tunnelabschnitt zwischen Großreuth bei Schweinau und Gustav-Adolf-Straße. Die Inbetriebnahme dieses Betriebsabschnitts mit dem Bahnhof Großreuth bei Schweinau erfolgte am 15. Oktober 2020.

Zum Schutz der vorhandenen Bebauung hinsichtlich Erschütterungen und sekundärem Luftschall durch den U-Bahnbetrieb wurden für den Bauabschnitt 2.1 die beiden Gleise entsprechend dem Schallschutzgutachten durch den Einbau eines Masse-Feder-Systems gedämmt.

Die Baukosten (ohne AGT) für den Bauabschnitt 2.1 betragen rund 62 Mio. Euro. Für den fahrerlosen Betrieb (AGT) kommen noch einmal rund 7 Mio. Euro dazu. Insgesamt wurde die Maßnahme mit rund 43 Mio. Euro durch die Bundesrepublik Deutschland und den Freistaat Bayern bezuschusst.

Bahnhof Großreuth bei Schweinau

Der ca. 239 m lange Bahnhof liegt östlich der Straßenkreuzung Züricher Straße / Appenzeller Straße / Gerhart-Hauptmann-Straße und erschließt einen Stadtteil mit einer nördlich der Züricher und Appenzeller Straße vorhandenen sehr dichten Bebauung mit durchwegs 5 - 8 ge-schossiger Wohnbebauung. In der bislang landwirtschaftlich genutzten Fläche zwischen der Züricher Straße, Hartungstraße und Gerhart-Hauptmann-Straße wird gemäß städtebaulicher Rahmenplanung mehrgeschossige Wohnbebauung entstehen.

Die einfache Tiefenlage des Bahnhofs ermöglichte es, einen übersichtlichen, einfachen und damit sicheren Bahnhof mit kurzen und bequemen Wegen an die Oberfläche zu bauen, was auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten von Vorteil ist.

Die Bahnsteigebene liegt im Mittel ca. 6,5 m unter der Geländeoberfläche und verfügt an beiden Enden über direkte Zugänge von der Oberfläche. Neben den Festtreppen ist zusätzlich auf jeder Seite eine aufwärtsführende Fahrtreppe vorhanden. Der westliche Aufgang liegt im Gehwegbereich der Züricher Straße, der im Aufgangsbereich angepasst wurde. Der östliche Aufgang liegt zwischen Züricher Straße und Gerhart-Hauptmann-Straße und wurde bedarfsorientiert im Zuge der Gebietsentwicklung über neu zu schaffende öffentliche Geh- / Radwege an die vorhandenen Straßen angebunden. Mit der Anbindung an die Züricher Straße wurden zusätzlich zu den städtebaulichen Entwicklungsflächen südlich der Züricher Straße auch die bereits bebauten Gebiete nördlich des Bahnhofs entlang der Züricher Straße und der Rothenburger Straße erschlossen. Beide Aufgänge wurden zum Schutz vor der Witterung und aus Gründen des Schallschutzes überdacht.

In der Decke über dem Bahnsteig wurden Lichtöffnungen installiert, um so eine natürliche Belichtung der Bahnsteigebene zu ermöglichen.

Für mobilitätseingeschränkte Personen steht zusätzlich zu den vorgesehenen Fahrtreppen ein behindertengerecht ausgestatteter Aufzug zur Verfügung.

Tunnelstrecke Großreuth bei Schweinau - Gustav-Adolf-Straße

Die zwischen den beiden Bahnhöfen liegende Tunnelstrecke ist insgesamt circa 644 Meter lang. Vom U-Bahnhof Großreuth bei Schweinau aus führen zwei eingleisige Tunnelröhren, die in bergmännischer Bauweise errichtet wurden, in Richtung U-Bahnhof Gustav-Adolf-Straße. Die Überdeckung über Tunneloberkante bis zur Oberfläche beträgt unmittelbar am U-Bahnhof Großreuth bei Schweinau ca. 5,2 m. Im weiteren Verlauf nimmt die Überdeckung zu. An der tiefsten Stelle liegt die Tunneloberkante ca. 12,7 m unter Gelände.

Die Tunnelröhre ist in bergmännischer Spritzbetonbauweise aufgefahren worden. Der Anfahrschacht lag im Bereich des offen gebauten Bahnhofs Großreuth bei Schweinau zwischen Züricher Straße und Hartungstraße. An der tiefsten Stelle des Tunnels befinden sich in einem Querschlag der aufgrund der Tunnellänge erforderliche Notausstieg und die Tiefpunktentwässerung. Der Notausstieg erfüllt die maßgebenden Vorschriften und gewährleistet eine Rettungsweglänge im Tunnel von weniger als 300 m. Der Notausstieg liegt in einer Grünfläche am öffentlichen Geh-/Radweg, der die Kattowitzer Straße mit der Elsa-Brändström-Straße und der Genfer Straße verbindet. Sowohl der Geh-/Radweg zum Notausstieg als auch die zusätzlichen Aufstellflächen am Notausstieg zwischen Kattowitzer Straße und Elsa-Brändström-Straße wurden für den Einsatz von Feuerwehr- und Rettungsfahrzeugen ausgelegt.

Tunnelstrecke Wendeanlage Großreuth bei Schweinau

Der Bauabschnitt 2.1 beginnt mit einem bergmännischen Tunnelbauwerk, das südlich der Appenzeller Straße liegt. Das Bauwerk ist ca. 237 m lang und erstreckt sich von ca. 51 m westlich der Herbststraße bis in die Züricher Straße am Bahnhof Großreuth bei Schweinau. Am Bauabschnittsanfang beginnt das Bauwerk mit einer zweigleisigen Tunnelröhre mit einer Länge von ca. 181 m. In der zweigleisigen Tunnelröhre wurde zwischen den beiden Gleisen eine zur Betriebsabwicklung notwendige Gleisverbindung über zwei Weichenanlagen mit einem kurzen Zwischengleis realisiert. Im Anschluss an die zweigleisige Tunnelröhre führen zwei eingleisige Tunnelröhren mit einer Länge von je ca. 56 m bis zum Bahnhof Großreuth bei Schweinau.

Die U-Bahntunnel liegen in ausreichender Tiefenlage. Die Überdeckung über Tunneloberkante bis zur Oberfläche betragen unmittelbar am Bahnhof Großreuth bei Schweinau ca. 3,6 m. Bis zum Bauabschnittsanfang steigt dieser Wert auf ca. 7,3 m an. Die Tiefenlage ergibt sich aus der Lage des im Osten angrenzenden Bahnhofs Großreuth bei Schweinau und der im Westen im weiteren Verlauf der U3 Südwest zu unterquerenden Trasse der vorhandenen Ringbahnlinie (Deutsche Bahn).

Westlich der Herbststraße wurden ein aufgrund der Tunnellänge erforderlicher Notausstieg und die Tiefpunktentwässerung angeordnet. Der Notausstieg ist nach den maßgebenden Vorschriften erforderlich und gewährleistet eine Rettungsweglänge im Tunnel von weniger als 300 m und von weniger als 100 m zum Tunnelende des BA 2.1. Der Notausstieg liegt in einer landwirtschaftlich genutzten Fläche an der Herbststraße.

Pressemitteilungen

U-Bahn Heft 19

Anliegerinfoflyer zum Rohbaubeginn

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