Verkehrsplanung Nürnberg

Logo Stadt Nürnberg
Titelbild Verkehrsplanung Nürnberg
 
Suche:
 
Sie sind hier: 
 

Ampeln   

Link zum Thema weiter unten

Wie funktioniert die "Grüne Welle"?

Link zum Thema weiter unten

Blindensignalisierung

Ampeln für Straßenbahn- und Autoverkehr

Fußgängerampel

Ampelanlage

Ampeln sorgen für Sicherheit und Flüssigkeit im Straßenverkehr

Ampeln werden im fachlichen Sprachgebrauch als "Lichtsignalanlagen" mit der Abkürzung "LSA" bezeichnet. Mit Hilfe der Lichtsignalanlagen werden folgende Ziele gewährleistet:

  • Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer
  • Leistungsfähigkeit des Straßennetzes
  • Flüssigkeit des Verkehrsablaufs

Die Abteilung Verkehrstechnik im Verkehrsplanungsamt befasst sich mit der Planung von Lichtsignalanlagen, der Steuerung der Anlagen einschließlich der "Grünen Welle", der Bevorrechtigung bzw. Beschleunigung von öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Straßenbahn und der Verkehrsunfallauswertung.

Der Bau und der Unterhalt der Lichtsignalanlagen wird vom Servicebetrieb Öffentlicher Raum (Fachbereich Planung und Bau - Elektrotechnik) durchgeführt.

Externer Link

Störungsmeldungen von Ampelanlagen

Im Stadtgebiet von Nürnberg sind zurzeit über 530 Lichtsignalanlagen in Betrieb – angefangen vom einfachen Fußgängerüberweg bis hin zur großen Kreuzung. Diese bieten je nach Ausstattung und Örtlichkeit verschiedenen Verkehrsteilnehmergruppen besondere Hilfe. So werden zum Beispiel Fußgänger, blinde und sehbehinderte Mitbürger, Busse oder Straßenbahnen an einer Vielzahl von Lichtsignalanlagen besonders unterstützt.

Es sind zurzeit ausgerüstet (Stand 12/2010):

  • 128 LSA mit Zusatzeinrichtungen für Blinde und Sehbehinderte
  • 116 LSA als reine Fußgängerüberwege (ohne Signalisierung von Kreuzungen)
  • 213 Kreuzungs-LSA mit Fußgängeranforderung
  • 104 LSA mit Anforderung für Vorrang der Straßenbahn
  • 109 LSA mit Anforderung für Busvorrang
  • 141 LSA mit Anforderung von Grün für Fahrzeuge durch Kontaktschleifen
  • 201 LSA mit Vorrangprogramm für Feuerwehr
Download

Merkblatt für Fußgänger an Ampeln
PDF-Datei (16 KB)

Zurück zum Seitenanfang

Grünpfeilschilder

Seit der bundesweiten Einführung des Grünpfeilschildes im Jahr 1994 gibt es in Nürnberg über 30 Grünpfeilschilder an Lichtsignalanlagen.

Download

Hinweise zum Verhalten an einer Ampel mit Grünpfeilschild
PDF-Datei (69 KB)

Warum sind nachts viele Ampeln aus?

Seit 1. Juli 1980 wird in Nürnberg ein Teil der Lichtsignalanlagen (LSA) nachts abgeschaltet, derzeit sind es über 200 Ampeln.

Gemäß der Verwaltungsvorschrift (VwV-StVO § 37 Absatz VI) ist nächtliches Ausschalten nur nach eingehender Prüfung zu verantworten: Auch ohne Lichtzeichen muss ein sicherer Verkehrsablauf für alle Verkehrsteilnehmer möglich sein und es dürfen keine anderen Gefahren durch das Abschalten entstehen. Das heißt: Grundsätzlich sind stets die Kriterien der Verkehrssicherheit, Qualität des Verkehrsablaufes, der Umwelt und die Belästigung der Anwohner abzuwägen. Die Abstimmungen zur Einführung von Nachtabschaltungen erfolgen zwischen Vertretern der Polizei, des Servicebetriebes Öffentlicher Raum (Bereich Straßen- und Verkehrsrecht) und des Verkehrsplanungsamts.

Bei der Nachtabschaltung werden verschiedene gestaffelte Zeiten praktiziert, je nach Abhängigkeit der Erfordernisse für die Verkehrssicherheit.

Zurück zum Seitenanfang

Wie funktioniert die "Grüne Welle"?

In Nürnberg werden rund 30 Straßenzüge des Hauptverkehrsstraßennetzes in koordinierter Steuerung geschaltet, regelmäßig überarbeitet und angepasst. Ziel ist es, dass Autofahrer an möglichst vielen aufeinander folgenden Ampeln ohne Halt durchfahren können. Bei optimalen Rahmenbedingungen ist eine Grüne Welle durchgehend möglich und wird in der Programmierung umgesetzt.

Dabei gilt:

  • Die Abstände zwischen den signalisierten Kreuzungen müssen genau passen, damit die Grüne Welle in beiden Richtungen möglich ist. Ansonsten funktioniert sie nur in einer Richtung optimal – oder es müssen Kompromisse für beide Richtungen gesucht werden.
  • Das Verkehrsaufkommen darf nicht zu hoch sein und es darf nicht zu viele Ein- und Abbieger geben. Kommt es im Verkehrsablauf zu Stauungen, sinkt die Durchschnittsgeschwindigkeit so stark, dass die Qualität der Grünen Welle leidet.
  • Gleich lange Umlaufzeiten (Zeitdauer eines einmaligen Signalprogrammablaufes) der betreffenden Lichtsignalanlagen sind notwendig.
  • Oft steht der Grünen Welle die Notwendigkeit entgegen, alle Verkehrsteilnehmer – also auch Fußgänger, Radfahrer sowie Bus und Bahn – sicher und ohne übermäßige Wartezeiten bedienen zu können.

Diese Rahmenbedingungen führen dazu, dass die Grüne Welle in manchen Straßenzügen oder zu manchen Tageszeiten nur eingeschränkt umgesetzt werden kann.

Zurück zum Seitenanfang

Blindensignalisierung

Warum tickt die Ampel?

Ansicht eines Tackers an einer Ampel

Der Tacker ist ein akustisches Signal zum Auffinden des Ampelmastes

Da blinde Menschen oft Probleme haben, den Ampelmast zu finden, ist ein Lautsprecher angebracht, aus dem permanent ein "Tickgeräusch" ertönt. Daher wird diese Einrichtung auch "Tacker" genannt. Die Lautstärke dieses Geräusches ist übrigens abhängig vom Lärm der Umgebung. Das bedeutet: Wenn ein Lastwagen vorbeifährt, wird das Ticken lauter. Nachts, wenn es ruhig ist, ist auch das Ticken leiser, damit Anwohner nicht gestört werden.

Wozu dient das gelbe Kästchen?

Ansicht eines Blindentasters an einer Ampel

Der Blindentaster ist ein taktiles Signal, das bei Grün vibriert

Das Kästchen beinhaltet ein sogenanntes taktiles Signal, also für Blinde und Sehbehinderte fühlbar. Auf der Unterseite des Kästchens befindet sich ein tastbarer Pfeil, der vibriert, wenn das Fußgängersignal Grün zeigt. An manchen Ampeln können blinde Menschen durch leichtes Drücken des Pfeils ein akustisches, also hörbares Grünsignal auslösen. Diese Signal ertönt aus einem Lautsprecher, der direkt unter dem Grünlicht angebracht und als "Piepen" wahrnehmbar ist.

Warum piept die Ampel?

Lautsprecher an einer Ampel

Bei der akustischen Freigabe zeigt ein "Piepton" an, wenn die Ampel auf Grün geschaltet hat

Weil blinde und sehbehinderte Menschen das Grünlicht für Fußgänger nicht bzw. nicht gut sehen können, ermöglicht ihnen ein Piepton das sichere Überqueren der Straße. Dieses Signal ertönt aus einem Lautsprecher, der direkt unter dem Grünlicht angebracht ist.

Wozu sind die Rillen in der Bodenplatte?

Ansicht einer Riffelplatte an einer Ampel

Die Riffelplatte ist ein taktiles Bodenelement und mit dem Blindenstock ertastbar

Blinde Menschen können die Rillen mit dem Blindenstock ertasten und erkennen so, dass erhöhte Aufmerksamkeit nötig ist, bevor sie die Straße betreten. Die Rillen weisen übrigens immer in die Richtung, in der man die Straße überqueren soll.

Warum gibt es nicht an jeder Ampel eine blindengerechte Ausstattung?

Nicht nur die Anschaffung ist teuer, sondern auch der Unterhalt. Daher konzentriert sich die Stadt darauf, die Lichtsignalanlagen blindengerecht auszustatten, die höchste Priorität haben. Derzeit sind dies ca. 100 Anlagen bzw. 20 Prozent. Die Stadt Nürnberg arbeitet dabei eng mit dem Blinden- und Sehbehindertenbund e. V. zusammen.

Zielsetzung ist es, bis 2015 etwa 280 Ampeln blindengerecht auszustatten. Denn besonders hilfsbedürftige Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass ihre "Hilfe" zuverlässig funktioniert. Daher die Bitte an dieser Stelle: Melden Sie bitte defekte Ampeln oder zeigen Sie Sabotagen an.

Externer Link

Störungsmeldungen

Download

Informationsblatt: Übersicht Ampeln mit Blindenausstattung
PDF-Datei (161 KB)

skip

  •  
Hilfe|Datenschutz|Zugangseröffnung

URL zu dieser Seite:
<http://www.nuernberg.de/internet/verkehrsplanung/ampeln.html>

 
  • Bildquellen:
  •  Titelbild: © Verkehrsplanungsamt Stadt Nürnberg