Kontakt

Umgestaltung des Nägeleinsplatzes

Der Nägeleinsplatz liegt am westlichen Rand der Altstadt und direkt an der Pegnitz, in Sichtweite befinden sich beliebte Sehenswürdigkeiten wie der Kettensteg und der Weinstadel. Bisher wird der Platz hauptsächlich als Parkplatz genutzt. Dies soll sich nun ändern: Mehr Grün, ein attraktiver Zugang zum Wasser, bessere Wege und mehr Aufenthaltsqualität sind die Ziele der geplanten Umgestaltung, die als Teil der „grünen Perlenkette“ auch die Bereiche Hallertörlein, Kettensteg und Weinstadel beinhalten wird.


Fakten zum Projekt:

Lage

Der Nägeleinsplatz liegt im Westen der Nürnberger Altstadt und grenzt zwischen der Maxbrücke und dem Kettensteg an das nördliche Pegnitzufer. Mit dem Nägeleinsplatz sollen auch die Bereiche rund um Hallertörlein, Kettensteg und Weinstadel umgestaltet werden.

Flächen

Der gesamte Umgestaltungsbereich von Nägeleinsplatz, Kettensteg, Hallertörlein und Weinstadel umfasst eine Fläche von etwa 10.000 Quadratmetern.

Künftige Nutzung

Aus dem Nägeleinsplatz wird ein attraktiver Platz am Wasser: Direkt an der Pegnitz ist eine Uferpromenade geplant. Das sichtdurchlässige Geländer gibt dabei den Blick auf den Fluss frei. Dahinter schließen sich Rasenflächen an, die mit mobilen Liegen zum Ausruhen und Entspannen in der Sonne oder im Schatten von Bäumen einladen. Für Radfahrer stehen überdachte Fahrradparkplätze bereit. Durch die Umgestaltung entfallen am Hallertörlein, Nägeleinsplatz und Maxplatz 37 Parkplätze. Bisher frei verfügbare Parkplätze in der Umgebung werden deswegen in Anwohnerparkplätze umgewandelt. Deren Anzahl erhöht sich damit von aktuell 39 auf künftig 46 Plätze.

Im Bereich rund um das Hallertörlein entstehen neue Sitzbereiche sowie eine offene Wiesenfläche mit Blick auf das Wasser. Die Richtung des Treppenlaufs und die Wegeführung werden geändert, um Gefahrenstellen zu entschärfen und mehr Platz für Fußgänger zu schaffen.

Am Kettensteg zwischen Hallertörlein und Nägeleinsplatz gibt es künftig einen direkten Zugang zur Pegnitz mit einer naturnah gestalteten Uferfläche und Flachwasserzonen. Der Vorplatz zum Kettensteg wird geöffnet und schafft dadurch bessere Verbindungen für Fußgänger. Für Radfahrer gibt es auf dem neu gestalteten Platz Fahrradständer.

Auch das Pegnitzufer östlich des Weinstadels auf der anderen Seite der Maxbrücke wird in eine Uferpromenade umgebaut und damit in die „Perlenkette“ der Grünflächen am Wasser integriert. Dort laden Sitzstufen direkt am Wasser ein, den neuen Blick zum Trödelmarkt zu genießen.

Für die beiden Zugänge zum Wasser müssen in den Bereichen Weinstadel und Kettensteg elf Bäume gefällt werden. Im Gegenzug werden bei der Umgestaltung 29 Bäume neu gepflanzt.

Träger

Träger des Projekts ist die Stadt Nürnberg.

Kosten und Finanzierung

Die Gesamtkosten des Projekts betragen schätzungsweise 3,8 Millionen Euro. Ein Anteil von etwa zwei Millionen Euro wird voraussichtlich über Fördermittel des Bund-Länder-Programms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ sowie der Stadterneuerung „Nördliche Altstadt“ gedeckt. Die Stadt Nürnberg muss damit noch etwa 1,8 Millionen Euro finanzieren.

Zeitplan

Die Umgestaltung des Nägeleinsplatzes ist in drei Bauabschnitte aufgeteilt, die im Idealfall jeweils ein Jahr dauern werden. Die Arbeiten für den ersten Bauabschnitt in den Bereichen Hallertörlein, Kettensteg und der westlichen Hälfte des Nägeleinsplatzes sollen im Februar 2021 beginnen. Ab 2022 sind die Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt im Bereich Weinstadel geplant. Zuletzt werden ab 2023 in einem dritten Bauabschnitt der östliche Teil des Nägeleinsplatzes und der Bereich rund um die Maxbrücke umgebaut.

Bürgerbeteiligung

Die Planungen wurden in fünf Bürgerbeteiligungen mit den Anwohnern und anderen Akteuren in der Altstadt – unter anderem dem Bürgerverein Altstadt, dem Einzelhandel und sozialen Trägern – abgestimmt. In einer Onlinebeteiligung konnten die Nürnberger außerdem die Vorentwürfe zur Umgestaltung ansehen und kommentieren.

Pressemitteilungen

Hier finden Sie eine chronologische Übersicht der von der Stadt Nürnberg veröffentlichten Pressemitteilungen zum Thema Umgestaltung des Nägeleinsplatzes.

Stadtrat und Ausschüsse

Auch Stadtrat und Ausschüsse beschäftigen sich mit dem Thema Umgestaltung des Nägeleinsplatzes. Hier eine chronologische Übersicht der Sitzungen:

Vorgeschichte

Im Bereich des heutigen Nägeleinsplatzes standen vom 15. Jahrhundert bis zum Jahr 1943 die sogenannten Nägeleinsmühlen mit insgesamt zwölf Mühlrädern. Im Bereich des Kettenstegs gab es einen Flachwasserzugang, der als Pferdetränke genutzt wurde – für Kinder damals ein idealer Wasserspielplatz. Nach dem Zweiten Weltkrieg errichtete die Stadt dort zum Schutz vor Hochwasser eine Mauer, der Zugang zum Wasser war damit Geschichte. Die jetzigen Planungen öffnen eine Passage in der Mauer und damit den Zugang zum Wasser. Ein Fluttor kann bei Hochwasser diese Öffnung verschließen, damit der Platz nicht überflutet wird.

In den 1970er Jahren wurde der Nägeleinsplatz im Sinne einer autogerechten Stadt umgestaltet. Bis heute hat sich daran nichts geändert: Der Platz dient vor allem als Parkplatz. Den modernen Ansprüchen nach Freiräumen in der Altstadt wird dieser Umstand nicht mehr gerecht.

Das städtische Projekt „Altstadt ans Wasser“ soll die Ufer der Pegnitz aufwerten und für die Bürger attraktiver machen. Der Nägeleinsplatz wurde in diesem Zusammenhang als Ort mit hohem Handlungsbedarf und guter Entwicklungsperspektive definiert. Weitere Studien wie das integrierte Stadtentwicklungskonzept „Nürnberg am Wasser“ und das Gestaltungshandbuch „Nürnberger Linie“ mündeten 2018 in der Machbarkeitsstudie „Nägeleinsplatz mit Umfeld“.


Bilder zum Projekt:

Blick auf Nägeleinsplatz und Pegnitz

Bild vergrößern

Blick von Süden auf den heutigen Nägeleinsplatz.

Planung Nägeleinsplatz gesamt

Bild vergrößern

Die Planung: Von links nach rechts reihen sich die Grünflächen in den Bereichen Hallertörlein, Kettensteg, Nägeleinsplatz und Weinstadel wie eine „grüne Perlenkette“ aneinander.

Visualisierung der Planung für den Kettensteg.

Bild vergrößern

Der kleine Platz am Kettensteg wird zum Knotenpunkt zwischen Kettensteg, Maxplatz und Nägeleinsplatz. Ein Teil der Biergartenfläche wird auf dem untersten Plateau in einen naturnah gestalteten Zugang zum Wasser umgestaltet.

Visualisierung Nägeleinsplatz und Hallertörlein.

Bild vergrößern

Gefahrenstelle entschärft: Am Hallertörlein wird der unterste Treppenlauf gedreht und endet damit nicht mehr vor dem Tordurchgang, sondern auf einer kleinen Fläche daneben. Auch hier gibt es viele neue Sitzgelegenheiten.

Spielende Kinder im Flachwasser der Pegnitz.

Bild vergrößern

Im Bereich des heutigen Nägeleinsplatzes befand sich bis in die 1940er Jahre eine zugängliche Flachwasserzone, die Kinder gern zum Spielen nutzten.

Historische Aufnahme der Vorderen Nägeleinsgasse.

Bild vergrößern

Die Nägeleinsmühlen um die Jahrhundertwende. Dahinter überspannt der Kettensteg unterhalb des Westtorzwingers die Pegnitz.


Weitere Projekte

Stadtentwicklungsprojekte ziehen manchmal große Veränderungen im Stadtbild nach sich und werden in der Öffentlichkeit rege diskutiert. Ausgewählte Projekte stellen wir Ihnen auf unserer Seite „Stadtentwicklung“ in loser Folge vor.


Weitere Informationen:

Zurück zum Seitenanfang URL dieser Seite:
<http://www.nuernberg.de/internet/stadtportal/naegeleinsplatz.html>