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Umgestaltung des Nägeleinsplatzes

Planung Nägeleinsplatz gesamt

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Der Nägeleinsplatz liegt am westlichen Rand der Altstadt und direkt an der Pegnitz, in Sichtweite befinden sich beliebte Sehenswürdigkeiten wie der Kettensteg und der Weinstadel. Bisher wurde der Platz hauptsächlich als Parkplatz genutzt. Mehr Grün, ein attraktiver Zugang zum Wasser, bessere Wege und mehr Aufenthaltsqualität sind die Ziele der Umgestaltung, die als Teil der „grünen Perlenkette“ auch die Bereiche Hallertürlein, Kettensteg und Weinstadel beinhalten wird. Der erste von drei Bauabschnitten ist abgeschlossen. Der Bereich am Hallertürlein, Kettensteg und Nägeleinsplatz wurde im November 2022 eröffnet. Details zu den Maßnahmen der einzelnen Bauabschnitte lesen Sie unter dem Abschnitt „Künftige Nutzung“.


Fakten zum Projekt:

Lage

Der Nägeleinsplatz liegt im Westen der Nürnberger Altstadt und grenzt zwischen der Maxbrücke und dem Kettensteg an das nördliche Pegnitzufer. Mit dem Nägeleinsplatz sollen auch die Bereiche rund um Hallertürlein, Kettensteg und Weinstadel umgestaltet werden.

Flächen

Der gesamte Umgestaltungsbereich von Nägeleinsplatz, Kettensteg, Hallertürlein und Weinstadel umfasst eine Fläche von etwa 10.000 Quadratmetern.

Künftige Nutzung

Aus dem Nägeleinsplatz wird ein attraktiver Platz am Wasser: Direkt an der Pegnitz ist eine Uferpromenade geplant. Das sichtdurchlässige Geländer gibt dabei den Blick auf den Fluss frei. Dahinter schließen sich Rasenflächen an, die mit mobilen Liegen zum Ausruhen und Entspannen in der Sonne oder im Schatten von Bäumen einladen. Für Radfahrer stehen überdachte Fahrradparkplätze bereit. Durch die Umgestaltung entfallen am Hallertürlein, Nägeleinsplatz und Maxplatz 37 Parkplätze. Bisher frei verfügbare Parkplätze in der Umgebung wurden deswegen in Anwohnerparkplätze umgewandelt.

1. Bauabschnitt (2022):

Im Bereich rund um das Hallertürlein entstanden neue Sitzbereiche sowie eine offene Wiesenfläche mit Blick auf das Wasser. Die Richtung des Treppenlaufs und die Wegeführung wurden geändert, um Gefahrenstellen zu entschärfen und mehr Platz für Fußgänger zu schaffen.

Der Vorplatz zum Kettensteg wurde geöffnet und schafft dadurch bessere und barrierefreie Verbindungen für Fußgänger. Das untere Plateau am Fluss blieb erhalten. Hier gibt es einen direkten Zugang zur Pegnitz mit einer naturnah gestalteten Uferfläche. Zwei Flachwasserzonen mit Findlingen und Sitzstufen zum Wasser laden zum Verweilen ein. Ein Fluttor ermöglicht das Absperren der Fläche im Hochwasserfall.

Am Nägeleinsplatz wurde eine Blumenwiese angesät. Ein Rasenteppich mit Sitzgelegenheiten unter alten und neuen Bäumen schafft einen angenehmen Aufenthaltsraum. Einrahmende Pflanzungen bieten Vielfalt für Mensch und Tier und sichern zugleich die Privatsphäre der Anlieger. Entlang der Ufermauer lädt die Promenade zum Flanieren ein. Der Parkplatz wurde etwa um die Hälfte verkleinert und wird um rund 50 überdachte Fahrradstellplätze ergänzt.

Die Blumenwiese ist noch bis Frühjahr 2023 gesperrt, bis die Wiese trittfest ist. Das Promenadengeländer kann aufgrund von Lieferengpässen erst 2023 montiert werden. Zur Absicherung werden Bauzäune aufgestellt. Der Bereich ist damit ab Ende Dezember 2022 begehbar. Der Durchgang entlang der Häuserzeile zwischen Kettensteg und Maxbrücke ist durchgehend nutzbar.

Bei der Umgestaltung standen die Artenvielfalt und die Verbesserung des Klimas im Mittelpunkt. Elf Bäume mussten bei der Sanierung gefällt werden. Im Gegenzug wurden zwölf neue klimaangepasste Bäume und 13 Großsträucher gepflanzt. Dazu kommen Wildhecken, Blühwiesen und rund 10.000 Zwiebelpflanzen, die vor allem im zeitigen Frühjahr blühen werden.


2. und 3. Bauabschnitt (2023 bis 2024):

Auch das Pegnitzufer östlich des Weinstadels auf der anderen Seite der Maxbrücke wird in eine Uferpromenade umgebaut und damit in die „Perlenkette“ der Grünflächen am Wasser integriert. Dort laden Sitzstufen direkt am Wasser ein, den neuen Blick zum Trödelmarkt zu genießen.

Der zweite Bauabschnitt mit dem Umfeld Weinstadel bis Karlstraße ist für Februar bis Dezember 2023 geplant. Die Umgestaltung der Karlstraße wird aufgrund der Verzögerung des Baus der Neuapostolischen Kirche auf 2024 verschoben. Der dritte Bauabschnitt mit dem Umfeld am Nägeleinswehr und der Karlstraße ist für 2024 geplant.

Träger

Träger des Projekts ist die Stadt Nürnberg.

Kosten und Finanzierung

Die Gesamtkosten des Projekts betragen schätzungsweise 3,8 Millionen Euro. Ein Anteil von etwa zwei Millionen Euro wird voraussichtlich über Fördermittel des Bund-Länder-Programms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ sowie der Stadterneuerung „Nördliche Altstadt“ gedeckt. Die Stadt Nürnberg muss damit noch etwa 1,8 Millionen Euro finanzieren.

Zeitplan

Die Umgestaltung des Nägeleinsplatzes ist in drei Bauabschnitte aufgeteilt, die jeweils etwa ein Jahr dauern. Die Arbeiten für den ersten Bauabschnitt in den Bereichen Hallertürlein, Kettensteg und der westlichen Hälfte des Nägeleinsplatzes wurden im November 2022 abgeschlossen. Ab 2023 sind die Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt am Weinstadel geplant. Zuletzt werden ab 2024 in einem dritten Bauabschnitt der östliche Teil des Nägeleinsplatzes und das Areal rund um die Maxbrücke umgebaut.

Bürgerbeteiligung

Die Planungen wurden in fünf Bürgerbeteiligungen mit den Anwohnern und anderen Akteuren in der Altstadt – unter anderem dem Bürgerverein Altstadt, dem Einzelhandel und sozialen Trägern – abgestimmt. In einer Onlinebeteiligung konnten die Nürnberger außerdem die Vorentwürfe zur Umgestaltung ansehen und kommentieren.

Pressemitteilungen

Hier finden Sie eine chronologische Übersicht der von der Stadt Nürnberg veröffentlichten Pressemitteilungen zum Thema Umgestaltung des Nägeleinsplatzes.

Vorgeschichte

Im Bereich des heutigen Nägeleinsplatzes standen vom 15. Jahrhundert bis zum Jahr 1943 die sogenannten Nägeleinsmühlen mit insgesamt zwölf Mühlrädern. Im Bereich des Kettenstegs gab es einen Flachwasserzugang, der als Pferdetränke genutzt wurde – für Kinder damals ein idealer Wasserspielplatz. Nach dem Zweiten Weltkrieg errichtete die Stadt dort zum Schutz vor Hochwasser eine Mauer, der Zugang zum Wasser war damit Geschichte. Die jetzigen Planungen öffnen eine Passage in der Mauer und damit den Zugang zum Wasser. Ein Fluttor kann bei Hochwasser diese Öffnung verschließen, damit der Platz nicht überflutet wird.

In den 1970er Jahren wurde der Nägeleinsplatz im Sinne einer autogerechten Stadt umgestaltet. Bis heute hat sich daran nichts geändert: Der Platz dient vor allem als Parkplatz. Den modernen Ansprüchen nach Freiräumen in der Altstadt wird dieser Umstand nicht mehr gerecht.

Das städtische Projekt „Altstadt ans Wasser“ soll die Ufer der Pegnitz aufwerten und für die Bürger attraktiver machen. Der Nägeleinsplatz wurde in diesem Zusammenhang als Ort mit hohem Handlungsbedarf und guter Entwicklungsperspektive definiert. Weitere Studien wie das integrierte Stadtentwicklungskonzept „Nürnberg am Wasser“ und das Gestaltungshandbuch „Nürnberger Linie“ mündeten 2018 in der Machbarkeitsstudie „Nägeleinsplatz mit Umfeld“.


Bilder zum Projekt:

Plateau am Fluss am Nägeleinsplatz.

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Das neue Plateau am Fluss ist ein attraktiver Aufenthaltsort direkt am Wasser.

Plateau am Fluss am Nägeleinsplatz.

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Das neue Plateau am Fluss ist ein attraktiver Aufenthaltsort direkt am Wasser.

Hallertürlein am Nägeleinsplatz.

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Die neue Wegeführung am Hallertürlein.

Blick auf den Kettensteg vom Nägeleinsplatz aus.

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Neu gestalteter Bereich mit Blick auf den Kettensteg.

Blick auf Nägeleinsplatz und Pegnitz

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Vor Baubeginn: Blick von Süden auf den Nägeleinsplatz.

Planung Nägeleinsplatz gesamt

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Die Planung: Von links nach rechts reihen sich die Grünflächen in den Bereichen Hallertürlein, Kettensteg, Nägeleinsplatz und Weinstadel wie eine „grüne Perlenkette“ aneinander.

Visualisierung der Planung für den Kettensteg.

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Der kleine Platz am Kettensteg wird zum Knotenpunkt zwischen Kettensteg, Maxplatz und Nägeleinsplatz. Ein Teil der Biergartenfläche wird auf dem untersten Plateau in einen naturnah gestalteten Zugang zum Wasser umgestaltet.

Visualisierung Nägeleinsplatz und Hallertürlein.

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Gefahrenstelle entschärft: Am Hallertürlein wird der unterste Treppenlauf gedreht und endet damit nicht mehr vor dem Tordurchgang, sondern auf einer kleinen Fläche daneben. Auch hier gibt es viele neue Sitzgelegenheiten.

Spielende Kinder im Flachwasser der Pegnitz.

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Im Bereich des heutigen Nägeleinsplatzes befand sich bis in die 1940er Jahre eine zugängliche Flachwasserzone, die Kinder gern zum Spielen nutzten.

Historische Aufnahme der Vorderen Nägeleinsgasse.

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Die Nägeleinsmühlen um die Jahrhundertwende. Dahinter überspannt der Kettensteg unterhalb des Westtorzwingers die Pegnitz.


Weitere Projekte

Stadtentwicklungsprojekte ziehen manchmal große Veränderungen im Stadtbild nach sich und werden in der Öffentlichkeit rege diskutiert. Ausgewählte Projekte stellen wir Ihnen auf unserer Seite „Stadtentwicklung“ in loser Folge vor.


Weitere Informationen:

Aktualisiert am 05.12.2022, 16:56 Uhr

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