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Sanierung Volksbad Nürnberg

Visualisierung der Schwimmalle I

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Das Volksbad ist ein Bauwerk, das den Nürnbergern wie kaum ein anderes in der Stadt am Herzen liegt. Der Stadtrat hat am 21. Oktober 2020 den Plänen der Verwaltung zugestimmt und beschlossen, das Bad zu sanieren und wieder in Betrieb zu nehmen. Voraussichtlich 2024 soll es wieder öffnen.


Bautagebuch zur Sanierung

Sie können den Fortgang der Arbeiten im Internet mitverfolgen. Im Bautagebuch finden Sie regelmäßig aktuelle Fotos, Videos und Texte, die über die einzelnen Arbeitsschritte informieren.


Video zum Projekt:


Fakten zum Projekt:

Lage

Das Nürnberger Volksbad befindet sich im Stadtteil Gostenhof in der Rothenburger Straße in unmittelbarer Nähe zum Plärrer. In der Nachbarschaft liegen das Nicolaus-Copernicus-Planetarium, das Betriebsgebäude der N-Ergie, der Rochusfriedhof und Wohngebäude.

Durch die Lage am Plärrer ist der Standort mit U-Bahn, Straßenbahn und Bussen ideal an das Netz des öffentlichen Nahverkehrs angebunden. Außerdem plant die N-Ergie den Bau eines Parkhauses mit Zufahrten in der Imhoffstraße sowie der Straße „Beim Rochusfriedhof“. Dort sollen rund 600 Autos Platz finden.

Flächen

Die Gesamtfläche des Gebäudes beträgt 62.058 Quadratmeter. Es umfasst eine zentrale Wartehalle, drei Schwimmhallen sowie Bereiche mit Wannen- und Duschbädern, Umkleiden und Ruheräumen. Im hinteren Teil des Grundstücks ist ein Kesselhaus angeschlossen. Damit war das Volksbad bei seiner Eröffnung im Jahr 1914 die größte Badeanstalt Deutschlands.

Künftige Nutzung

Das Volksbad soll ein Hallenschwimmbad mit großem Wellness-Anteil werden. Darüber hinaus soll das Bad von Schulen und Vereinen genutzt werden. Gerade im Nürnberger Stadtwesten besteht in diesen Bereichen ein großes Defizit, da dort kein Hallenbad angesiedelt ist. Der Großteil der Schulklassen in Nürnberg, die ohne Schwimmunterricht auskommen müssen, liegt im Westen. Hatten die Sportvereine dort früher starke Schwimmabteilungen, sind diese seit Schließung des Volksbads sukzessive geschwächt worden.

Konkret sieht die Planung Folgendes vor:

Halle I:
Für das öffentliche Schwimmen steht in der ehemaligen Männerschwimmhalle das große Schwimmbecken im Jugendstilambiente zur Verfügung. Nebenan wird es einen modernen Baby- und Kleinkinderbereich geben, in dem sich Eltern entspannen können.

Halle II:
Hier sind vier Bahnen für das Schul- und Vereinsschwimmen mit Meterbrett geplant. Eine Besonderheit ist der Hubboden. Damit kann die Wassertiefe stufenlos variiert werden. Abends und am Wochenende könnte hier Nürnbergs größtes Planschbecken entstehen. Oder der Boden wird komplett angehoben und es ist Platz für Tagungen und Veranstaltungen in besonderem Ambiente. Das Kesselhaus wird neu gebaut und enthält ein Lehrschwimmbecken und Umkleiden.

Halle III:
Die ehemalige Frauenschwimmhalle wird mit voraussichtlich vier bis sechs Saunen zum Sauna- und Wellnessbereich umgebaut. Die Halle ist direkt an einen großen Physiotherapiebereich und an die Gastronomie angebunden. Dort können auch externe Gäste, die nicht schwimmen wollen, hoch oben im ehemaligen Lichthof mit Blick auf die historische Fassade und hinein in die Halle II speisen.

Träger

Die Stadt Nürnberg ist Träger des Projekts.

Kosten

Die Entwurfsplanung mit genauer Kostenberechnung sieht Gesamtkosten in Höhe von 55,6 Millionen Euro vor. Der Freistaat Bayern beteiligt sich mit 18 Millionen Euro an der Sanierung. Weitere 8 Millionen Euro erhält die Stadt aus Mitteln des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“.

Zeitplan

Nach einer positiven Machbarkeitsstudie wurde die Verwaltung im Dezember 2018 beauftragt, eine Entwurfsplanung mit Kostenberechnung zu erarbeiten. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung im Oktober 2020 den Plänen zugestimmt.

Der nächste Schritt war die Abgabe des Bauantrags im Sommer 2021. Für die Genehmigung durch die Bauordnungsbehörde war ein halbes Jahr eingeplant. Ab Sommer 2021 wurde das Gebäude ausgeräumt. In den weitläufigen, verwinkelten Kellerbereichen und auf den Dachböden lagen noch viele Gerätschaften aus den vergangenen Jahrzehnten wie historische Garderoben, Beleinungen der Bahnen und das eine oder andere Sofa aus den alten Ruheräumen.

Im November 2021 hat die Stadt die erste Teilbaugenehmigung erhalten. Die Sanierung des Volksbads beginnt mit der Entfernung der künstlichen Mineralfasern aus den Dächern. Danach steht das Ergebnis der Begutachtung der Musterflächen an. Dabei wird untersucht, wo welche original Wandbemalung vorhanden ist und wie sie sichtbar gemacht oder konserviert werden kann. Danach kommt zu Beginn des Jahres 2022 der Rohbau des neuen Kesselhauses an die Reihe.

Die Wiedereröffnung ist für das Jahr 2024 geplant.

Bürgerbeteiligung

Im Herbst 2019 liefen Gespräche mit Vereinen und Verbänden aus dem Stadtteil, um Ideen und Erwartungen für das Volksbad abzufragen. Auf einer Website zum Volksbad konnten die Bürger ihre Anregungen abgeben und lesen, was bisher vorgeschlagen wurde.

Vorgeschichte

Seit der Schließung des städtischen Volksbads im Jahr 1994 bewegte die Frage nach dem künftigen Umgang mit dem Jugendstilbau die Gemüter vieler Nürnberger. Mehrere Initiativen hatten versucht, das Bad mit unterschiedlichen Konzepten wieder zu neuem Leben zu erwecken. Bislang waren jedoch alle Pläne an der Finanzierung gescheitert. Mit der Zusage des Freistaats Bayern im September 2018, sich mit 18 Millionen Euro zu beteiligen, rückte die Wiederbelebung des Bads ein Stück näher. Im Dezember 2018 hat der Stadtrat dann entschieden, eine neue Abteilung des Eigenbetriebs NürnbergBad mit der weiteren Planung zu beauftragen.

Im Vorfeld ergab eine Machbarkeitsstudie von 2016, dass eine erneute Nutzung als Schwimmbad mit Sauna möglich wäre, falls Bund und Land das Projekt mit unterstützen. Das Büro Fritz Planung hatte im Auftrag der Stadt die Studie erarbeitet und darin drei Varianten einer künftigen Nassnutzung des Volksbads entwickelt, die sich vor allem im Anteil der Wellnessbereiche voneinander unterschieden. Die Variante mit dem geringsten Wellness-Anteil wurde von Seiten der Stadt nicht weiterverfolgt, da sie ein negatives Ergebnis bei den Betriebskosten erwarten ließe.

Im November 2019 beauftragte der Stadtrat zwei Büros mit der Vorplanung: Das Büro Fritz Planung, einem in Deutschland bekannten Bäderbauer mit jahrzehntelanger Erfahrung, wurde als Planer für Architektur und Gebäudetechnik eingesetzt. Das Architekturbüro hat in Nürnberg bereits das Südstadtbad und das Westbad saniert. Unterstützt wurde es von der Firma Tragraum Ingenieure, einem Nürnberger Statik-Büro, das beim Umbau des Plärrer-Hochhauses beteiligt war.

Historisches

Bei seiner Eröffnung im Januar 1914 galt das Volksbad als die größte und modernste Badeanstalt in Deutschland. Warum das Bad so zukunftsweisend war und wie es ihm in seiner über 100-jährigen Geschichte erging, hat Daniel Gürtler vom Verein Geschichte für Alle zusammengefasst.


Bilder zum Projekt:

Visualisierung des Eingangsportals mit Bestuhlung und Begrünung.

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Visualisierung: Das künftige Eingangsportal des Volksbad mit Bestuhlung und Begrünung.

Visualisierung der Schwimmalle I

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Visualisierung: Öffentliches Schwimmen in Halle I, der ehemaligen Männerschwimmhalle.

Visualisierung des Baby- und Kleinkinderbereichs in Schwimmhalle I.

Visualisierung: Baby- und Kleinkinderbereich in Halle I, der ehemaligen Männerschwimmhalle.

Visualisierung der Schwimmhalle II für Schulen und Vereine.

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Visualisierung: Halle II ist für das Schul- und Vereinsschwimmen reserviert.

Visualisierung der Schwimmhalle II bei Events.

Visualisierung: Aus Halle II wird abends ein Raum für Tagungen und Events. Der Boden des Schwimmbeckesn wird dazu einfach angehoben.

Visualisierung der Schwimmhalle III.

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Visualisierung: Sauna, Wellness und Gesundheit in Halle III, der ehemaligen Frauenschwimmhalle.

Neues Volksbad Planungsstand im März 2020.

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Die geplante Nutzung der drei Hallen und Funktionsbereiche.


Planungen im Detail

Ausführliche Informationen zum Projekt inklusive detaillierter Beschreibungen und Pläne der künftigen Nutzungsbereiche finden Sie in den Unterlagen für die Stadtratssitzung am 21. Oktober 2020 (PDF).


Bildergalerie


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Aktualisiert am 18.01.2022, 17:47 Uhr

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