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Volksbad: Projektteam arbeitet an Entscheidungsgrundlage

Blick ins ehemalige Nürnberger Volksbad

Seit der Schließung des städtischen Volksbads im Jahr 1994 bewegt die Frage nach dem künftigen Umgang mit dem Baudenkmal aus der Jugendstilzeit die Gemüter vieler Nürnberger. Mehrere Initiativen versuchten das Bad mit unterschiedlichen Konzepten wieder zu neuem Leben zu erwecken. Bislang scheiterten jedoch alle Pläne an der Finanzierung.

Mit der Zusage des Freistaats Bayern vom September 2018, sich mit 18 Millionen Euro zu beteiligen, rückt die Wiederbelebung des Bads ein Stück näher. Oberbürgermeister Ulrich Maly bezeichnete den versprochenen Zuschuss als „eine ausgesprochen frohe Botschaft“. Im Dezember 2018 hat der Stadtrat entschieden, eine neue Abteilung des Eigenbetriebs NürnbergBad mit der weiteren Planung zu beauftragen. Sie wird nun die Entwürfe konkretisieren und fundierte Zahlen erarbeiten. Auf dieser Grundlage wird dann der Stadtrat seinen endgültigen Beschluss für oder gegen das Projekt fassen.

Blick ins Nürnberger Volksbad


Wiederbelebung des Volksbads möglich

Eine Machbarkeitsstudie von 2016 zeigt: Eine erneute Nutzung als Schwimmbad mit Sauna wäre möglich. Voraussetzung ist allerdings, dass Bund und Land das Projekt mit unterstützen. Das betonten Bürgermeister Christian Vogel, erster Werkleiter des städtischen Bäderbetriebs NürnbergBad, sowie Schul- und Sportbürgermeister Klemens Gsell am 17. Februar 2016 bei der Vorstellung der Ergebnisse der Studie.

Das Büro Fritz Planung hatte im Auftrag der Stadt Nürnberg die Studie erarbeitet und darin drei Varianten einer künftigen Nassnutzung des Volksbads entwickelt, die sich vor allem im Anteil der Wellnessbereiche voneinander unterschieden. Die Variante mit dem geringsten Wellness-Anteil wird von Seiten der Stadt nicht weiterverfolgt, da sie ein negatives Ergebnis bei den Betriebskosten erwarten ließe.

Vision für die Saunalandschaft des Volksbads

So könnte die Saunalandschaft im Volksbad einmal aussehen.

Häufige Fragen zum Thema (FAQ)

Fehlen im Umfeld des Volksbads nicht die Parkplätze für die erwarteten Besucher?

Durch die Lage direkt am Plärrer ist der Standort mit U-Bahn, Straßenbahn und Bussen ideal an das Netz des Öffentlichen Nahverkehrs angebunden. Außerdem plant die N-Ergie den Bau eines Parkhauses mit Zufahrten in der Imhoffstraße sowie der Straße „Beim Rochusfriedhof“. Dort sollen rund 600 Autos Platz finden.

Ist die Bausubstanz und die Technik des Volksbads nach rund 20 Jahren Leerstand überhaupt noch nutzbar?

Die Bausubstanz ist insgesamt positiv zu bewerten, wie Bürgermeister Christian Vogel 2016 betonte. Die Badewasser-, Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs- und Elektrotechnik müsste jedoch komplett erneuert werden.

Ist das Vorgehen mit dem Denkmalschutz abgestimmt?

Das Büro Fritz Planung hat die Denkmalschutzbehörde bei der Machbarkeitsstudie bereits intensiv eingebunden. Einige Bereiche des Volksbads müssten sowohl im Hinblick auf Hülle als auch auf Ausstattung zum großen Teil erhalten werden, bei anderen wären lediglich Außenfassade, Gebäudeform und Dachlandschaft beizubehalten.

Warum wäre das Volksbad für das Schul- und Vereinsschwimmen so wichtig?

Gerade im Nürnberger Stadtwesten besteht in diesen Bereichen ein großes Defizit, da dort kein Hallenbad angesiedelt ist. Der Großteil der Schulklassen in Nürnberg, die ohne Schwimmunterricht auskommen müssen, liegt im Westen. Verfügten die Sportvereine dort früher über starke Schwimmabteilungen, sind diese seit Schließung des Volksbads sukzessive geschwächt worden.


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