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Radschnellverbindungen

Seewiesenweg Und Cuxhafener Str

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Seewiesenweg und Cuxhafener Straße
Quelle: Planersocietät et al. 2016

Ziele

Die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswege (FGSV 2014) definiert Rad-schnellverbindungen (RSV) als kreuzungsfreie Verbindungen innerhalb eines Radverkehrsnetzes einer Kommune oder Stadt-Umland-Region, die wichtige Zielbereiche mit entsprechend hohen Quell- und/oder Zielverkehren über größere Entfernungen verknüpfen und durchgängig ein sicheres und attraktives Befahren bei hohen Reisegeschwindigkeiten ermöglichen. Vor allem in Ballungsgebieten mit hohen Pendlerverflechtungen sollen RSV als mögliche Alternative zur Pkw-Nutzung angeboten werden. Hiermit wird Pendlern eine Möglichkeit zur Verfügung gestellt, auch längere Distanzen zügig mit dem Fahrrad zurückzulegen. Dies schont nicht nur die Umwelt, sondern ist auch gesundheitsfördernd.

Was bisher geschah

Im Jahr 2015 einigten sich die Städte Nürnberg, Fürth, Erlangen, Herzogenaurach und Schwabach gemeinsam mit den Landkreisen Nürnberger Land, Fürth, Roth und Erlangen-Höchststadt eine Studie zur Prüfung von RSV in der Metropolregion Nürnberg in Auftrag zu geben. Ziel dieser Studie ist es, zum einen Qualitätsstandards für ein Radschnellverbindungsnetz zu entwickeln, die in einem Leitfaden mit dem Titel der „Bayerische Weg“ Eingang finden soll, der wiederum allen Kommunen zur Verfügung steht. Zum anderen soll die technische, verkehrliche und wirtschaftliche Machbarkeit einzelner Trassen für Radschnellverbindungen in der Region geprüft werden. Unterstützt wird dieses Vorhaben vom Bayerischen Staatsministerium des Inneren, für Bau und Verkehr sowie der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V.

Radschnellverbindungsnetz

Aus den anfänglich 21 Korridoren wurden im Laufe der Studie anhand verschiedener Bewertungskriterien, wie beispielsweise Netzbedeutung, Pendlerbeziehungen, Einwohner, Arbeits-, Studien- und Schulplätze sowie regionale Freizeiteinrichtungen, folgende Korridore ausgewählt:

• Nürnberg – Fürth
• Nürnberg – Erlangen
• Nürnberg – Oberasbach (mit einer Verbindung nach Zirndorf und Stein)
• Nürnberg – Lauf an der Pegnitz
• Nürnberg – Schwabach
• Fürth – Erlangen
• Erlangen – Herzogenaurach

Derzeit wird ein zweites Bewertungsraster erarbeitet, das dazu dient, in einem weiteren Schritt die Trassen zu ermitteln, deren volkswirtschaftliches Nutzen eine bauliche Realisierung zuließe. Bis Mitte des Jahres sollen erste Erkenntnisse vorliegen. Danach werden sich die beteiligten Gebietskörperschaften an die Öffentlichkeit wenden.

Entwurf Radschnellverbindungen

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Quelle: Planersocietät et al. 2016

Wiedererkennung

RSV sollen in erster Linie das Umland mit den Städten verbinden. Aufgrund der baulichen Spezifika und der begrenzten Flächenverfügbarkeit können RSV i.d.R. nicht bis in die Innenstädte geführt werden. Deshalb ist es besonders wichtig, geeignete Anschlussstellen für den Radverkehr zu schaffen. In Form von Schutz- und Radstreifen, aber auch Fahrradstraßen sollen RSV mit dem städtischen Radverkehrsnetz verbunden werden. Somit entsteht ein Radverkehrsnetz, welches je nach Bedürfnis auf Pendler, Alltags- oder Freizeitradler abgestimmt ist. Aber woran erkennen nun Radfahrer Radschnellverbindungen? Der Belag einer RSV kann vollständig eingefärbt, oder mit einem Beistrich als Randmarkierung versehen sein. Dabei wird auf eine Leitfarbe zurückgegriffen, um den Netzcharakter hervorzuheben und den Wiedererkennungseffekt zu steigern. Die gestalterischen Elemente für das Radschnellverbindungsnetz in der Metropolregion Nürnberg werden noch festgelegt und anschließend der Öffentlichkeit vorgestellt.

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