Radschnellverbindungen

Seewiesenweg Und Cuxhafener Str

Seewiesenweg und Cuxhafener Straße Quelle: Planersocietät et al. 2016

Ziele

Radschnellverbindungen sind hochwertige und möglichst eigenständige Verkehrsanlagen für Radfahrende, die wichtige Quell- und Zielgebiete mit hohem Nutzerpotential verknüpfen und ein sicheres Befahren mit hohen Reisegeschwindigkeiten ermöglichen. Sie bieten z.B. pendelnden Berufstätigen auf ihrem täglichen Weg zwischen Wohn- und Arbeitsort mehr Sicherheit und einen höheren Komfort, sodass das Fahrrad auch auf längeren Distanzen eine echte Alternative zum Auto wird. Mit einem effektiven Radschnellverbindungsnetz innerhalb der Städteachse können somit neue Potenziale für den Radverkehr erschlossen und damit ein wichtiger Beitrag zu einer umweltverträglicheren Bewältigung des alltäglichen Verkehrs geleistet werden.

Machbarkeitsstudie

Das Thema Radschnellverbindungen als innovativer Ansatz zur Förderung des Alltagsradverkehrs hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Vor diesem Hintergrund hat die Stadt Nürnberg in Kooperation mit den Städten Erlangen, Herzogenaurach, Fürth und Schwabach und den Landkreisen Fürth, Nürnberger Land, Roth und Erlangen-Höchstadt im Jahr 2015 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse nun vorliegen.
Ziel dieser Studie war, zum einen Qualitätsstandards für ein Radschnellverbindungsnetz zu entwickeln, die in einen Leitfaden mit dem Titel der „Bayerische Weg“ Eingang finden sollen. Zum anderen wurde die technische, verkehrliche und wirtschaftliche Machbarkeit einzelner Trassen für Radschnellverbindungen in der Region geprüft. Unterstützt wurde dieses Vorhaben vom Bayerischen Staatsministerium des Inneren, für Bau und Verkehr sowie der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V.

Der „Bayerische Weg“

Neu an der angestrebten Lösung ist die Konzipierung eines Radschnellverbindungsnetzes, das nicht an der Ortsbebauung endet, sondern auch weiter in die dicht besiedelten städtischen Bereiche geführt und in das schon bestehende Radwegenetz integriert werden kann. Die definierten Qualitätsstandards für das Radschnellverbindungsnetz umfassen daher drei Stufen, die je nach Nutzeraufkommen, Verkehrsbedeutung und örtliche Gegebenheiten zum Einsatz kommen sollen:

- Radschnellwege
- Radhauptverbindungen
- Radverbindungen

Radschnellverbindungsnetz

Aus den anfänglich 21 Korridoren wurden im Laufe der beauftragten Studie anhand verschiedener Bewertungskriterien, wie beispielsweise Netzbedeutung, Pendlerbeziehungen, Einwohner, Arbeits-, Studien- und Schulplätze sowie regionale Freizeiteinrichtungen, sieben Korridore ausgewählt, für die in einer Machbarkeitsuntersuchung detaillierte Trassenführungen mit Maßnahmenvorschlägen erarbeitet und die Umsetzbarkeit der entwickelten Qualitätsstandards geprüft wurden.
Die Machbarkeitsuntersuchung ergab, dass von den sieben näher untersuchten Trassen vier für eine Umsetzung als Radschnellwege geeignet sind, da hier mehr als 90 Prozent der Stecken und Knoten der jeweiligen Trassen auf Niveau des höchsten Standards umgesetzt werden können:

- Nürnberg - Erlangen
- Nürnberg - Fürth
- Nürnberg - Oberasbach/Zirndorf/Stein
- Erlangen - Herzogenaurach

Außerdem ergab die Untersuchung, dass sich drei weitere Trassen als Radhauptverbindungen eignen:

- Erlangen - Fürth
- Nürnberg - Lauf an der Pegnitz
- Nürnberg - Schwabach

Hier können zwischen 80 und 90 Prozent der Strecken und Knoten der jeweiligen Trassen im Standard von Radhauptverbindungen umgesetzt werden.

Entwurf Radschnellverbindungen

Quelle: Planersocietät et al. 2016

Mit den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie Radschnellverbindungen liegt nun eine umfangreiche und bereits sehr detaillierte Grundlage vor, auf deren Basis die erforderlichen nächsten Schritte zur Realisierung eines Radschnellverbindungsnetzes in der Region unternommen werden können.

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