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Radverkehrsnetz

Radverkehrsplanung umfasst nicht nur die Anlage separater Radverkehrsanlagen. Sie setzt auch auf ein kooperatives Miteinander der verschiedenen Verkehrsteilnehmer auf gemeinsamen Flächen. Die Entscheidung, ob der Radverkehr im Mischverkehr oder auf eigenen Anlagen geführt wird und welche Führungsform gewählt wird, ist von mehreren Faktoren abhängig.

Mischprinzip – Tempo 30-Zonen

Den Tempo 30-Zonen und verkehrsberuhigten Bereichen kommt wegen der radverträglichen Geschwindigkeiten eine wesentliche Bedeutung für das gesamtstädtische Radwegenetz zu.

Die flächenhafte Verkehrsberuhigung in Form von Tempo 30-Zonen und verkehrsberuhigten Bereichen wird von der Stadt Nürnberg seit 1985 betrieben. In etwa zwei Dritteln der Straßen gelten mittlerweile diese Regelungen, so dass hier Radverkehr ohne eigene Wege meist problemlos möglich ist. Die Gesamtlänge der Straßen im Stadtgebiet beträgt rund 1 140 Kilometer.

Separationsprinzip – Radwege

Die steigende Nutzung des Fahrrads und die hohe Kraftfahrzeugbelastung entlang von Hauptverkehrsstraßen haben den Bedarf an Radwegen erhöht. Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, ist die Stadt Nürnberg seit Jahren bemüht, das Netz der Fahrradwege schrittweise auszubauen.

Darunter fallen:

  • benutzungspflichtige Radstreifen
  • getrennte und gemeinsame Geh-/Radwege
  • nicht benutzungspflichtige, sogenannte andere Radwege
  • Gehwege, die per Beschilderung ausnahmsweise für den Radverkehr freigegeben sind.

1939 belief sich das Netz der Fahrradwege auf 50 Kilometer. Bis Anfang der 70er Jahre hat sich daran nicht viel geändert. 1975 gab es dann etwa 80 Kilometer Radwege, 1980 etwa 130 Kilometer und 1990 etwa 210 Kilometer.

Mittlerweile sind in Nürnberg über 295 Kilometer Radwege ausgewiesen. Dazu kommen 50 Kilometer öffentliche Feld- und Waldwege und 17 Kilometer Betriebswege entlang des Main-Donau-Kanals.

Zu einem attraktiven Radverkehrsnetz gehören auch Einbahnstraßen, die für den Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet sind sowie durchfahrbare Sackgassen. Gesonderte Regelungen, die auf die Bedürfnisse der Fußgänger abgestimmt sind, gelten in den ausgedehnten Fußgängerzonen in Nürnberg. Sie haben für den Radverkehr wichtige Verbindungsfunktionen.

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