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Mit der Straßenbahn in das neue Stadtviertel „Lichtenreuth“


Lageplan Strassenbahn Lichtenreuth

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Die Stadt Nürnberg plant die Verlängerung der Straßenbahnlinie von der Allersberger Straße in den neuen Stadtteil Lichtenreuth bis zur U-Bahnstation Bauernfeindstraße.

Die Verlängerung der Straßenbahn ist integraler Bestandteil des vom Stadtrat im Verkehrsausschuss am 11. Mai 2017 beschlossenen Mobilitätskonzeptes für die Gesamtentwicklung des neuen Wohn-, Gewerbe- und Universitätsviertels an der Brunecker Straße. „Durch den Neubau der Tramstrecke wird von Beginn an eine optimale Erschließung des Gebietes mit dem ÖPNV erreicht“, so Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich.

Die künftige Trasse quert aus der Allersberger Straße kommend die Frankenstraße, führt dann zwischen Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und Z-Bau Richtung Süden über die Ingolstädter Straße ins Areal des ehemaligen Südbahnhofes. Nördlich der Bauernfeindstraße entsteht an Stelle des heutigen P+R-Parkplatzes eine Wendeschleife mit direktem Übergang zum U-Bahnhof. Die Straßenbahn wird auf einem eigenen begrünten Gleiskörper (Rasengleis) geführt werden. Parallel zur Gleistrasse ist eine Geh-/Radwegverbindung vorgesehen. Es sind insgesamt fünf neue barrierefreie Straßenbahnhaltestellen geplant.

Am 21.06.2022 fand online eine öffentliche Informationsveranstaltung zu den Planungen statt. Hier können Sie sich die Präsentation ansehen:

Hier finden Sie eine Zusammenstellung der im Rahmen der Veranstaltung gestellten Fragen sowie der zugehörigen Antworten:

1. Linienführung / Verortung Haltestellen

Hätte man nicht zwischen Hasenbuck und Bauernfeindstr. noch eine U-Bahnstation direkt an der Uni planen können?

Im südlichen Bereich des neuen Stadtteils Lichtenreuth wird die Möglichkeit eines zusätzlichen U-Bahnhofs vorbehalten. Zwar bietet die U-Bahn leistungsmäßige Vorteile, aber durch die Randlage im Gebiet würde diese zunächst nur den südlichen Bereich des neuen Universitätsstandortes erschließen. Daher ist ein weiterer U-Bahnhof aus wirtschaftlichen Gründen derzeit nicht realisierbar. Dennoch wird in den aktuellen Planungen eine Nachrüstung berücksichtigt.

Wird es perspektivisch auf der Strecke bei einer Linie (zwischen Hbf & Lichtenreuth) bleiben oder werden auch andere Direktverbindungen eingerichtet?

Zunächst wird auf der Strecke nur eine Linie verkehren. Perspektivisch ist geplant eine zweite Verstärkerlinie einzusetzen, die ggf. andere Ziele ansteuern kann.

Kann der Randbereich des Areals entlang der Münchner Str. auch durch zusätzl. Haltepunkte der aktuell durchfahrenden Buslinie 53 erschlossen werden?

Der Hinweis zur Schaffung zusätzlicher Haltepunkte an der Münchner Straße der Buslinie 53 wird dankend aufgenommen und im weiteren Planungsprozess geprüft.

Wann soll die Straßenbahn zur Messe / Karl-Schönleben-Straße verlängert werden?

Ein Zeitpunkt zur Umsetzung der Straßenbahnverlängerung in Richtung Messe steht derzeit noch nicht fest. Für die Verlängerung der Strecke wurde eine Untersuchung der Wirtschaftlichkeit verschiedener Trassen vorgenommen. Die Nutzen-Kosten-Untersuchung ist ein wichtiger Bestandteil für das Zuschussverfahren. Die aktuell vorgeschlagene Trasse entlang der Messe ist eine Vorstudie, die aktuell noch nicht verbindlich festgelegt ist.
Die Bertolt-Brecht-Schule selbst ist fußläufig von der U1 aus zu erreichen, welche als Nahverkehrsangebot besteht.

2. PKW/Fuß/Rad-Verkehr

Werden die Radwege unter Einhaltung der Forderungen des Mobilitätsbeschlusses geplant oder sind, zunächst erst mal nur die Mindestbreiten eingeplant?

Die Planungen der Straßenbahntrasse entlang der Brunecker Straße sind bereits vor dem Mobilitätsbeschluss erfolgt. Dennoch werden die im Mobilitätsbeschluss vom Januar 2021 gefassten Anforderungen zur Förderung des Radverkehrs so gut wie möglich in den aktuellen Plänen berücksichtigt.

Wird zwischen Bushaltestelle und Radweg (Allersberger Straße / Frankenstraße) so viel Platz sein, dass die Wartenden nicht auf dem Radweg warten?

Grundsätzlich werden bei Straßenplanungen die Belange aller Verkehrsträger berücksichtigt und stets versucht mit verschiedenen Maßnahmen eine Verbesserung für die unterschiedlichen Nutzergruppen zu erreichen. Im Bereich der Allersberger Straße und Frankenstraße ist der zur Verfügung stehende Straßenraum durch die angrenzende Bebauung sehr begrenzt. Somit können im Zuge der neuen Straßenbahntrasse zunächst nicht überall Anpassungen für Zufußgehende und Radfahrende erfolgen.

Dort wo die Straßenbahntrasse und der Geh-/Radweg neben dem Z-Bau auf die Frankenstr. trifft, wäre ein Übergang für den Fuß-/Radverkehr sinnvoll.

Eine weitere Querungsanlage und beidseitig breite Radwege sind aus technischen Gründen nicht umsetzbar. Da bereits die Kreuzung an der Tiroler Straße und die Kreuzung zur Allersberger Straße komplett signalgesteuert sind, würde eine weitere Querungsanlage den Verkehrsfluss für den ÖPNV und Kfz-Verkehr zu sehr einschränken. In den Planungen ist derzeit an der Südseite der Frankenstraße ein Zweirichtungsradweg vorgesehen, um eine sichere Erreichbarkeit der nächstliegenden Kontenpunkte zu ermöglichen.

Wie wird der Weg für Radfahrer aus Lichtenreuth in die Sperberstr. und die Weiterführung via Kleestr./Hummelsteiner Weg zum Hbf optimal gestaltet?

Die Anbindung der Radverkehrsanlagen an die Sperberstraße ist in Planung.
Die Allersberger Straße stellt eine Engstelle dar, die wenig bis keinen Spielraum für Radverkehrsanlagen ermöglicht. Derzeit werden die Anforderungen zur Gewährleistung eines sicheren Straßenraumes für alle Verkehrsteilnehmenden abgewogen und verschiedene Lösungsansätze untersucht.

Laut Mobilitätsbeschluss ist für Gehwege eine Mindestbreite von 2,50m vorgesehen. Wird dieser eingehalten?

Grundsätzlich erfolgt bei Planungen eine Abwägung wie der vorhandene Raum in der Straße verteilt wird und welche Rahmenbedingungen sich aus andere Planungsprozessen ergeben. Letztendlich ist die Planung ein Kompromiss zwischen den Anforderungen aller Verkehrsträger. Dennoch ist der Mobilitätsbeschluss maßgebend und Abweichungen von dessen Zielen müssen begründet werden.

Die Festlegung der Fahrbahnbreiten erfolgt unter der Berücksichtigung der zu erwartenden Verkehrsstärken und Flächenbedarfe für Busverkehr, etc. Grundlage sind hier die bundesdeutschen Richtlinien zur Anlage von Stadtstraßen und die städtischen Verkehrsprognosen.

3. Betrieb/Fahrplan

Welcher Takt ist zur Hauptverkehrszeit bzw. zu den Randzeiten auf der Straßenbahntrasse Brunecker Straße vorgesehen?

Zunächst wird ein 10-Minuten-Takt mit einer Linie realisiert. Je nach Fortschritt der Bebauung wird gemäß dem Mobilitätsbeschluss bzw. dem Maßnahmenpaket 2030 mit einer zweiten Linie ein 5-Minuten-Takt zur Verdichtung angestrebt.

Welche Höchstgeschwindigkeit ist auf der Tramtrasse vorgesehen?

Aufgrund der Beschaffenheit der Strecke sind Geschwindigkeiten von maximal 50 km/h möglich und auch angemessen.

Wenn zur Signalsteuerung zusätzlich Oberleitungs-Kontakte verbaut werden, heißt das, dass auch historische Straßenbahnen Vorrang am Ring erhalten?

Das übliche Funksystem generiert normalerweise Freigabe und Komfort an signalgesteuerten Kreuzungen. Das Oberleitungs-System sichert als Ersatz nur eine Sicherstellung der Freigabe, aber nicht die Beschleunigung. Historische Straßenbahnen bekommen daher die Freigabe, die am wenigsten störend ist für alle Verkehrsteilnehmer und müssen ggf. etwas länger warten.

Wird die zum Zeitpunkt des Baubeginns die erst wieder in den Linienbetrieb aufgenommene Strecke Hauptbahnhof – Stadtpark Schleife auch bedient werden?

Zwischen den beiden Straßenbahnlinienästen besteht kein unmittelbarer Zusammenhang. Wenn die Stadtparkschleife in Betrieb geht, wird dort auch die Straßenbahn fahren. Es wird durch die Baumaßnahmen an der Brunecker Straße – abgesehen vom konkreten Endpunkt der Linie in der Südstadt – keine betriebliche Auswirkung auf die Linie zum Stadtpark geben.

4. Auswirkungen auf Busverkehr

Entfällt die Busspur vor der Kreuzung am Ring ersatzlos? Wenn ja, wird die Vorrangschaltung die Verzögerungen abfangen können?

Der bestehende Busverkehr an der Frankenstraße bleibt erhalten und erfährt keine Nachteile. Lediglich in Einzelfällen der gleichzeitigen Durchfahrt von Bus und Straßenbahn am Knotenpunkt kann eine Abwägung nötig sein, ob der Bus oder die Straßenbahn Vorrang erhält. Die Busspur wird nur verkürzt und behält ihre Funktion.

Wenn der Tunnel Bayernstr. verfüllt wird, kann die Straßenbahn nicht mehr bis zur Tristanstr. fahren – wo wird Schienenersatzverkehr erst wenden?

Eine Wendemöglichkeit am Südring ist grundsätzlich möglich, muss aber im Rahmen der Baustellenplanung geprüft werden. Der Bereich an der Haltestelle Tristanstraße ist grundsätzlich auch ohne Straßenbahnlinie durch umliegende Straßenbahn- und Bushaltestellen erschlossen.

5. Bau/Gestaltung + Bauphase

Wie wird die zeitliche Abfolge des Rückbaus der Rampe an der Tristanstr. und des Neubaus der Strecke zur Bauernfeindstr. sein?

vorzubereiten, während die Rampe rückgebaut wird?
Das vorgeschlagene Vorgehen mit Behelfsgleisen würde Sinn machen, wenn der Rest der Straßenbahnstrecke schon vorhanden wäre. Es gibt derzeit jedoch keine Gleisanlagen, die einen direkten Anschluss während der Bauphase ermöglichen.

Wurden die Stände/Kioske am Hiroshimaplatz bei der Planung berücksichtigt?

Die ansässigen Kioske sind vom Rückbau der Tunnelanlage betroffen. Die Betreibenden wurden bereits informiert.

Wird die Linie für die gesamte Bauzeit komplett stillgelegt? Wohin wird die Linie 7 während der Rückbau- bzw. Bauphase geführt?

Eine komplette Stilllegung der Linie 7 ist während der Bauzeit nicht vorgesehen. Es werden derzeit verschiedene Möglichkeiten zum weitgehenden Erhalt des Linienverkehrs geprüft, zum Beispiel ein Endhalt am Dutzendteich.

Die VAG wird hierzu frühzeitig informieren.

Werden die Weichen für die Verlängerung Richtung Messe schon eingebaut?

In den aktuellen Planungen wird der Einbau von Weichen zur Verlängerung der Straßenbahnlinie in Richtung Messe berücksichtigt. Der Einbau selbst erfolgt erst in der Realisierung dieser Weiterführung, um unnötigen Verschleiß zu vermeiden.

6. Weiteres

Ab wann wird in Lichtenreuth die Uni den Betrieb aufnehmen und die Wohnungen bezogen?

Ziel ist es, dass die meisten Menschen, die in das neue Stadtquartier Lichtenreuth hinziehen, eine Straßenbahn im Betrieb vorfinden - höchstens die allerersten Nutzer werden noch keine fertige Bahn haben. Die Uni entwickelt sich in den nächsten 10-30 Jahren, daher wird die große Mehrzahl der Studierenden und Angestellten erst kommen, wenn die neue Linie in Betrieb ist.

Nach aktuellem Planungsstand ist eine Inbetriebnahme der Straßenbahntrasse für das Jahr 2026 vorgesehen.

Weiterführende Informationen zu den Bebauungsplänen in Lichtenreuth finden Sie auf der Homepage des Stadtplanungsamtes Nürnberg.

Weitere Informationen zur Technische Universität Nürnberg können Sie auf folgender Homepage abrufen.

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