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Das Erfahrungsfeld: Erleben mit allen Sinnen

Das Erfahrungsfeld kehrt zurück!

Unsere Fähigkeiten und Sinne entwickeln und entfalten sich in der Natur, im Kontakt mit der realen Welt. Das ist seit jeher die Kernbotschaft des Erfahrungsfeldes zur Entfaltung der Sinne. Und die ist heute aktueller denn je. „Analog und Draußen“ lautet daher das Motto in diesem Jahr, wenn das Erfahrungsfeld seine Pforten wieder öffnet. Es geht darum, zu erleben, zu erfahren, selber zu machen und all das an der frischen Luft!

Aufgrund der aktuellen Bestimmungen der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung können wir leider nicht wie vorgesehen am 1. Mai öffnen. Präsenzveranstaltungen wird es im Amt für Kultur und Freizeit frühestens ab dem 25. Mai geben. Unsere Eröffnung verschiebt sich also etwas nach hinten. Mitte Mai werden wir Ihnen nähere Informationen vermelden können, wie es weitergeht. Sicher ist aber: Dieses Jahr wartet eine spannende Saison auf Sie, Ihre Kinder und Schüler*innen, selbst, wenn sie ein wenig später startet als gewohnt.

Wir halten Sie auf dem Laufenden!


Das mobile Erfahrungsfeld

Das Erfahrungsfeld gibt es nicht nur auf der Wöhrder Wiese, es ist auch unterwegs. Der große Bus des mobilen Erfahrungsfelds hat rund 25 Wahrnehmungsstationen im Gepäck und geht auch diesen Sommer wieder auf Tour.


Am 23.03.2021 starb völlig unerwartet unsere liebe Kollegin Louisa (Yaba) Djagba Atouga.

Sie hinterlässt ein tiefes Loch in unseren Reihen. Seit 2001 war sie bis 2015 der Mittelpunkt des Afrikazelts, wo sie uns und unseren Besucher*innen mit viel Herz das Leben in Westafrika näherbrachte. Später arbeitete sie als gutgelaunte Mitarbeiterin an den anderen Erfahrungsfeldstationen.

Den Konzepten an der Afrikastation flößte sie mit ihrer unvergleichlichen Art Leben und auch Herz ein. Wir werden nicht vergessen, mit welcher Inbrunst sie mit den Kindern das Regenlied gesungen und selbst die Größeren und ganz Großen dazu gebracht hat, mitzumachen. Mit den Pagnes (traditionelle, mit bunten Mustern bedruckten Stoffe), kleinen Instrumenten, und Schmuck aus ihrer Heimat, verwandelte sie das Afrikazelt in ein Schmuckstück und einen kleinen Basar.

Noch lange nach der Schließung des Afrikazeltes fragten kleine Mädchen nach geflochtenen Zöpfchen von Louisa. Bei Akwaba (der Afrikawoche auf dem Erfahrungsfeld) sorgte sie in wunderschönen Kleidern für gute Laune. Unser Abschiedsfest bereicherte sie immer wieder mit den leckersten Gerichten.

Dabei war sie aber auch inhaltlich involviert und engagierte sich sehr stark konzeptionell. Bei jedem Aufenthalt in Togo überlegte sie (auch im Austausch mit ihren Freundinnen), was sie für die Ausstattung mitbringen und wie man die Themen gut vermitteln kann. Denn Louisa kam vom Fach: Sie absolvierte in Togo eine Lehrerinnen-Ausbildung und arbeitete dort auch in ihrem Beruf.

20 Jahre lang war Louisa jeden Sommer auf dem Erfahrungsfeld, doch jedes Jahr direkt nach der Saison im September packte sie die Koffer, um in ihre Heimat Togo zu fliegen.
Sie packte nicht nur alles Ersparte, sondern auch, was sie sonst sammeln konnte: Alles, was für ihre Landsleute von Nutzen war. Der Erlös aus ihren Verkäufen beim Südstadtfest oder Afrikafestival ging an das Projekt „Reveil de la Femme“ in Dapong im Norden von Togo: Ein Verein, in dem sich alleinstehende, ältere Frauen gegenseitig umeinander kümmern. Sie ermöglichte mit dem Geld außerdem Jugendlichen eine Ausbildung, nahm Kinder und junge Mütter bei sich im Haus auf und versorgte sie wie ihre eigene Familie. Sie betrieb Aidsaufklärung und verteilte dazu Broschüren und Kondome.
Unsere ehemalige Kollegin Irit Holzheimer, die sie in Togo besuchte, nannte Louisa „eine wandelnde Sozialstation.“

Louisa, du wirst so fehlen – tu nous manques!


Bitte beachten Sie!

Es gelten die aktuellen Bestimmungen der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.

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"Empathie lernt man nicht am PC"

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