Neue Fahrradstraßen in Nürnberg

Die Stadt Nürnberg fördert den Radverkehr und baut das Radwegenetz schrittweise aus. Der Verkehrsausschuss hat am 18. April 2024 beschlossen, folgende Straßen in Fahrradstraßen umzuwandeln:


Nürnberg Mitte:

Frankenstraße zwischen Markgrafenstraße und Gibitzenhofstraße

Die Frankenstraße zwischen Markgrafenstraße und Gibitzenhofstraße schließt nach einer kurzen Überbrückung an die bereits im September letzten Jahres beschlossene Fahrradstraße in der Sperberstraße an. Die Frankenstraße ist ebenfalls Teil der Radvorrangroute Nummer 3 sowie der südlichen Ost-West-Achse durch die Südstadt für den Radverkehr.

Durch die Einrichtung der Fahrradstraße wird die heutige Hauptfunktion der Frankenstraße als Erschließungsstraße für das Gewerbegebiet im östlichen Planungsbereich nicht verändert und die Verkehrsführung am neu gestalteten Helmut-Herold-Platz bleibt unverändert.

Zusätzlich entsteht im Einmündungsbereich der Gibitzenhofstraße eine neue, größere Grünfläche, in der die vorhandenen Baumscheiben vergrößert und sechs neue Baumstandorte geschaffen werden. Insgesamt wird eine Fläche von 349 Quadratmetern entsiegelt, die einen weiteren Beitrag auf dem Weg zur Schwammstadt leisten kann. Die Umsetzung der Maßnahme ist für 2025 beziehungsweise 2026 geplant.

Forsthofstraße und Lichtenhofstraße

Die Forsthofstraße und die Lichtenhofstraße sind Teil der priorisierten Radvorrangroute Nummer 2 von Laufamholz nach Schweinau und Teil der nördlichen Ost-West-Radverkehrsachse durch die Südstadt. Im Zuge der Umgestaltung zur Fahrradstraße wird die Parksituation im westlichen Bereich der Forsthofstraße zwischen Allersberger Straße und Kriemhildstraße durch die Markierung von Parkstandsflächen geordnet. Dadurch können Rettungsfahrzeuge im Einsatzfall zukünftig uneingeschränkt passieren. Durch die versetzte Anordnung der Parkplätze wird eine Verkehrsberuhigung erreicht. Auch die Verkehrssicherheit für Radfahrer wird zukünftig durch einseitiges Parken erhöht und die nutzbare Gehwegfläche für Fußgänger deutlich vergrößert.

Zur weiteren Verkehrsberuhigung des Wohnquartiers und des Schulbereiches sieht die Planung zusätzlich eine Sperrstelle in Höhe der Forsthofstraße 20 vor, die den Radverkehr passieren lässt, den Kfz-Durchgangsverkehr jedoch unterbindet. Es werden elf neue Baumstandorte geschaffen und insgesamt 360 Quadratmeter entsiegelt. Die Umsetzung ist im Laufe des Jahres 2025 geplant.


Nürnberg Nord:

Mittelstraße zwischen Lohestraße und Marienbergpark

Die Mittelstraße wird zwischen Lohestraße und Marienbergpark zukünftig zur Fahrradstraße. Sie ist Teil der Radvorrangroute Nummer 4, die von Schniegling über den Marienbergpark nach Mögeldorf führt. Mit dem Beschluss wird die künftige Radschnellverbindung nach Erlangen über den Kleinreuther Weg, die Mittelstraße und die Lohestraße an den Marienbergpark angebunden.

Damit wird die Attraktivität der geplanten Radschnellverbindung weiter gesteigert. Gleichzeitig bleibt die Erreichbarkeit der Grundstücke und die Nutzbarkeit der Straße für den landwirtschaftlichen Verkehr erhalten. Eine Realisierung ist im Laufe des Jahres 2024 vorgesehen.

Am Thoner Espan und Michaelstraße

Der Straßenzug Am Thoner Espan und Michaelstraße ist ebenfalls Bestandteil der Radvorrangroute Nummer 4, die von Schniegling über den Marienbergpark nach Mögeldorf führt. Mit der Planung wird ein weiterer Anschluss an die künftige Radschnellverbindung nach Erlangen geschaffen.

Mit der Umgestaltung zur Fahrradstraße wird nicht nur das Radfahren sicherer, sondern auch die Verkehrssituation für die Schulkinder verbessert, da die Planung auch eine Neuordnung der Parkplätze durch Parkwinkel auf der Nordseite vorsieht. Dadurch wird die Gefährdung der jüngsten Verkehrsteilnehmer durch den fließenden und ruhenden Verkehr verringert. Außerdem werden neue Bäume gepflanzt und insgesamt rund 165 Quadratmeter Fläche entsiegelt. Eine Umsetzung ist im Laufe des Jahres 2025 geplant.


Nürnberg Ost:

Schupfer Straße

Die Schupfer Straße ist Teil der Radvorrangroute Nummer 10 nach Osten, deren erster Teil, die Strindbergstraße, bereits im Januar beschlossen wurde und noch in diesem Jahr umgesetzt werden soll. Die Radvorrangroute beginnt an der östlichen Stadtgrenze in Schwaig, führt über Laufamholz, Rehhof, Mögeldorf nach Sankt Peter zur Regensburger Straße und weiter nach Schweinau.

Ein großer Teil dieser Route ist bereits als Fahrradstraße umgesetzt, darunter die Gleißhammerstraße, die Dientzenhoferstraße, die Balthasar-Neumann-Straße und die Thäterstraße. Mit der Planung für die Schupfer Straße kann nun der zweite Schritt in Richtung Lückenschluss zur Stadtgrenze erfolgen.

Neben der Umgestaltung zur Fahrradstraße werden an zwei einmündenden Gehwegen, die das Quartier erschließen, komfortable Querungen für den Fußverkehr geschaffen. Davon profitieren vor allem Fußgänger, mobilitätseingeschränkte Personen und radelnde Kinder. Die Umsetzung der Maßnahme ist ab Ende 2025 geplant.

Happurger Straße und Teil der Straße „In der Finstermail“

Die Happurger Straße und ein Teil der Straße „In der Finstermail“ bilden den dritten Teil der Ost-West-Vorrangroute Nummer 10 und die Verlängerung der Schupfer Straße. Zusätzlich wird im Zuge der Umgestaltung zur Fahrradstraße eine Querung für den Fußverkehr im Bereich der einmündenden Erschließungsstraße S-Bahnhof geschaffen. Diese dient auch der Verkehrsberuhigung für das umliegende Wohngebiet. Eine Umsetzung ist ab Ende 2025 geplant.


Karte: Aktuell geplante Fahrradstraßen

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Übersichtsplan

Alle in Nürnberg geplanten Fahrradstraßen, Radschnellverbindungen und Radvorrangrouten finden Sie im Übersichtsplan zum Fahrradstraßenkonzept des Verkehrsplanungsamts.


Was ist was?

Fahrradstraßen

Als Fahrradstraßen kommen Straßen in Frage, in denen vor allem Radfahrer unterwegs sind. Besonders geeignet sind Straßen, die bereits Teil einer ausgeschilderten Fahrradroute sind oder eine wichtige Radverkehrsverbindung darstellen. In Nürnberg werden seit 2019 geeignete Straßen als Fahrradstraßen ausgewiesen.

In einer Fahrradstraße haben Radfahrer Vorrang und dürfen nebeneinander fahren, auch in Gruppen. Andere Fahrzeuge dürfen die Straße benutzen, wenn sie durch ein Zusatzschild zugelassen sind. Sie müssen sich der Geschwindigkeit des Radverkehrs anpassen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt Tempo 30, gegebenenfalls müssen Autofahrer ihre Geschwindigkeit verringern und hinter dem Radverkehr fahren. In Fahrradstraßen gilt in der Regel Vorfahrt, einmündende Straßen sind untergeordnet.

Radschnellverbindungen

Radschnellverbindungen, kurz Radschnellwege, sind die „Autobahnen für Radfahrer“. Auf Radschnellwegen Sie können längere Strecken sicher und schnell zurücklegen. Damit wird das Fahrrad auch für Berufspendler zu einer echten Alternative zum Auto. Eine Machbarkeitsstudie für mehrere Trassen liegt vor.

Radvorrangrouten

Radvorrangrouten sind durchgehende Radwege, auf denen Sie längere Strecken sicher und komfortabel zurücklegen können – in die Innenstadt und aus der Innenstadt in die Stadtteile sowie auf einzelnen Tangenten. Zu diesem Netz gehören auch Fahrradstraßen und Radschnellverbindungen. Radvorrangrouten haben eine hohe Priorität in der Bauplanung, erste Routen wurden bereits umgesetzt.


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Aktualisiert am 18.04.2024, 14:55 Uhr

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