Kontakt

Frankenschnellweg

Beim Tunnelportal West führt der Frankenschnellweg zweispurig i

Weniger Stau und mehr Grün – das sind ganz kurz zusammengefasst die Ziele des derzeit größten Infrastrukturprojekts in Nürnberg, dem kreuzungsfreien Ausbau des Frankenschnellwegs. Ein 1,8 Kilometer langer Tunnel, Lärmschutz und ein neuer Stadtpark sind die wichtigsten Eckpunkte des 660 Millionen Euro teuren Projekts.


Fakten zum Projekt

Lage

Der Frankenschnellweg verläuft im Westen von Nürnberg. Er soll zwischen der Stadtgrenze Nürnberg / Fürth und der Otto-Brenner-Brücke in zwei voneinander getrennten Abschnitten kreuzungsfrei ausgebaut werden.

Verkehrsaufkommen

Über 60.000 Fahrzeuge aus Nürnberg und der Metropolregion fahren täglich über den Frankenschnellweg.

Künftige Nutzung

Im Abschnitt West zwischen der Anschlussstelle Nürnberg / Fürth und der Jansenbrücke soll in Fahrtrichtung Hafen eine dritte Fahrspur gebaut werden. Außerdem sollen auf beiden Seiten des Frankenschnellwegs Lärmschutzwände errichtet werden.

Im Abschnitt Mitte von der Rothenburger Straße bis zur Otto-Brenner-Brücke soll ein 1,8 Kilometer langer Tunnel dafür sorgen, dass eine kreuzungsfreie Durchfahrt unter drei Straßen möglich ist: der Rothenburger Straße, der Schwabacher Straße und der Landgrabenstraße / An den Rampen.

Der Verteilerverkehr zu den angrenzenden Stadtteilen und zur Innenstadt soll oberhalb des Tunnels abgewickelt werden. Dort sind fünf Kilometer Rad- und Gehwege geplant. Auf der südlichen Tunneldecke soll ein neuer Stadtteilpark entstehen.

Träger

Die Stadt Nürnberg ist Träger dieses Projekts.

Kosten

Der kreuzungsfreie Ausbau des Frankenschnellwegs ist aktuell mit 660 Millionen Euro veranschlagt.

Zeitplan

Aktuell verzögert sich der Ausbau auf Grund von Klagen gegen das Bauvorhaben. Die Stadt führt Gespräche mit den Klägern, um einen Vergleich auszuhandeln und um mit dem Projekt beginnen zu können. Zwischen Planfeststellungsbeschluss und Baubeginn ist mindestens ein Jahr Vorlaufzeit nötig. Bis der Verkehr im neuen Tunnel und an der Oberfläche fließen kann, sind zehn Jahre Bauzeit geplant.

Bürgerbeteiligung

Im projektbegleitenden Forum treffen sich Bürgervereine und Interessenvertretungen mit dem städtischen Projektteam. Hier wird informiert, diskutiert und gemeinsam über das Projekt beraten. Das Forum soll außerdem bei der Planung des neuen Stadtteilparks mitwirken. Nächste Termine finden bei Bedarf statt.

Pressemitteilungen

Hier finden Sie eine chronologische Übersicht der von der Stadt Nürnberg veröffentlichten Pressemitteilungen zum Thema kreuzungsfreier Ausbau des Frankenschnellwegs.

Stadtrat und Ausschüsse

Auch Stadtrat und Ausschüsse beschäftigen sich mit dem Thema kreuzungsfreier Ausbau des Frankenschnellwegs. Hier eine chronologische Übersicht der Sitzungen.

Vorgeschichte

2009 beschlossen die Mitglieder des Verkehrsausschusses den kreuzungsfreien Ausbau des Frankenschnellwegs. Mit dem Ende des darauffolgenden Planfeststellungsverfahrens erhielt das Projekt im Juli 2013 Baurecht. Im August 2013 klagten der BUND Naturschutz in Bayern e.V. und zwei Privatkläger gegen das Bauvorhaben. Das Baurecht wurde daher vorerst aufgehoben. Das Landgericht Ansbach wies die Klage im Juli 2014 ab. Daraufhin legten zwei der Kläger, der BUND und ein Privatkläger, im Oktober 2014 beim Verwaltungsgericht in München Antrag auf Berufung ein.

Auf Empfehlung der Regierung von Mittelfranken gab die Stadt im Juli 2015 eine Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) sowie eine Aktualisierung des Verkehrsgutachtens mit einem Prognosehorizont bis 2030 in Auftrag. Beides ergänzt die vorliegenden Planungsfeststellungsunterlagen. Die UVS wurde im Februar 2019 fertiggestellt. Der Landesvorstand des BUND einigte sich Mitte 2019 mit der Stadt sowie dem Freistaat Bayern auf einen Vergleich.

Momentan steht noch der Mitgliederentscheid der BUND-Kreisgruppe Nürnberg-Stadt aus. Denn erst, wenn auch die Kreisgruppen-Mitglieder und anschließend der Nürnberger Stadtrat mehrheitlich ihre Zustimmung zu dem Vergleich gegeben haben, ist die Einigung mit dem BUND rechtsgültig. Mit dem endgültigen Ergebnis wird bis spätestens 31. Januar 2020 gerechnet.


Bilder zum Projekt

Frankenschnellweg. Im Hintergrund liegt die Silhouette der beleuchteten Altstadt.

Frankenschnellweg heute: Im Hintergrund ist die Altstadt mit der Kaiserburg zu sehen.

Die Kreuzung Frankenschnellweg/Rothenburger Straße in der Dämmerung.

Frankenschnellweg heute: Kreuzung Frankenschnellweg / Rothenburger Straße.

Tunnelportal West des Frankenschnellwegs im Modell.

Der Abschnitt Mitte beginnt mit dem Tunnel in Höhe der Rothenburger Straße.

Modell des Frankenschnellwegs mit Lärmschutzwand im Abschnitt West.

Der Frankenschnellweg mit Lärmschutzwand im Abschnitt West.

Modellbild: So könnte der Park auf dem grünen Deckel des neuen Tunnels aussehen.

So könnte der Stadtteilpark auf dem grünen Deckel des neuen Tunnels aussehen.


Weitere Projekte

Stadtentwicklungsprojekte ziehen manchmal große Veränderungen im Stadtbild nach sich und werden in der Öffentlichkeit rege diskutiert. Ausgewählte Projekte stellen wir Ihnen auf unserer Seite „Stadtentwicklung“ in loser Folge vor.


Weitere Informationen:

Zurück zum Seitenanfang URL dieser Seite:
<http://www.nuernberg.de/internet/stadtportal/frankenschnellweg.html>