Lachgas ist eine andere Bezeichnung für Distickstoffmonoxid, ein farbloses Gas mit süßlichem Geruch. Die chemische Formel lautet N2O.
Verbot von Lachgas und K.O. Tropfen
Lachgas (N20) und sogenannte K.O. Tropfen fallen unter das NpSG.
Ab dem 12. April 2026 dürfen Minderjährige kein Lachgas erwerben oder besitzen. Der Verkauf an Minderjährige in Ladengeschäften ist genauso verboten wie der Verkauf in Automaten oder online. Der Verkauf oder die Verabreichung von K.O.-Tropfen ist unter Strafe gestellt.
Lachgas
Helium ist ein unbrennbares, geruch- und farbloses Edelgas mit der chemischen Formel He und wird und anderem verwendet um Ballons steigen zu lassen (sogenanntes Ballongas). Bei Inhalation kommt ist zum Micky-Maus-Effekt, die Stimme wird höher als gewöhnlich. Es besteht die Gefahr, zu wenig Sauerstoff zu bekommen, Bewusstlosigkeit und Gehirnembolie können die Folgen sein. Erwachsenen sollten auf das Vorführen des Micky-Maus-Effekt verzichten und Kinder nicht mit Helium experimentieren lassen.
Lachgas wird unter anderem in der Medizin zur Schmerzlinderung und Verringerung von Angstzuständen, als Lebensmittelzusatzstoff, als Treibstoff zur Herstellung von Sahne (Sprühsahne) oder als Zusatzstoff bei Autorennen verwendet.
Lachgas wird inhaliert. Meist wird das Gas zuerst in einem Luftballon gefüllt ums es dann daraus zu inhalieren. Die Behälter stehen unter Druck, so dass bei direktem Konsum aus der Kapsel oder Flasche eine hohe Gefahr von Kälteverbrennungen und Lungenverletzungen besteht. Daher wird das Gas zuerst in Luftballons gefüllt, woraus es dann inhaliert wird.
Die Behälter stehen unter Druck, so dass bei direkten Konsum aus den Kapsel, Patronen oder Flaschen eine hohe Gefahr von Kälteverbrennungen und Lungenverletzungen besteht.
Bei häufigen Konsum kann das Knochenmark und das Nervensystem schwer geschädigt werden. Dies kann sich als Kribbeln oder Taubheitsgefühlen in Händen, Armen, Beinen oder Füßen bemerkbar machen. Chronischer Missbrauch erhöht die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit. Mischkonsum mit anderen psychoaktiven Substanzen kann zu einer Überdosierung von Lachgas führen.
Erstmals wurden im Jahr 2024 Todesfälle mit Lachgas in Verbindung gebracht.
Es ist vor allem bei Jugendlichen und Heranwachsenden auch wegen der geringen Kosten beliebt.
Distickstoffmonoxid ist ein starkes Treibhausgas und mit Hauptursache für die Zerstörung der Ozonschicht. Bei den Kartuschen und Zylinder handelt es sich um Stahl, der gut recycelt werden kann, falls sie dem Wertstoffkreislauf zugeführt werden. Die Ballons bleiben lange in der Umwelt und können von Wildtieren gefressen werden, die dann daran ersticken können.
Ab dem 12. April 2026 ist bei Lachgas verboten:
• Erwerb und Besitz für Minderjährige
• Verkauf an Minderjährige in Ladengeschäften wie Supermärkte, Kioske oder Tankstellen
• Verkauf in Automaten und im Versandhandel
Erlaubt bleibt
• Verkauf von Sahnekapseln (max. 8,4 Gramm N2O, max. 10 Behälter) an Volljährige
• Erläuterung, was das Gas ist, wie es verwendet wird, welche Auswirkungen es hat, welche unerwünschten Nebenwirkungen es hat und welche sonstigen Risiken es birgt.
• Erklärung, warum das Einatmen aus einem Ballon anstelle einer Patrone oder eines Zylinders das Risiko von Verbrennungen, Lungenverletzungen und Erstickungen verringert.
• Hinweis, dass sich Menschen in einer sicheren Umgebung aufhalten sollten, bevor sie das Gas einatmen, damit verhindert wird, dass Verletzungen durch Ohnmacht oder Verlust der Koordination und des Gleichgewichts bei Trunkenheit verursacht werden.
• Hinweis auf die Gefahren, die mit dem Fahren von Autos oder Fahrrädern oder Rollern während eines Rausches verbunden sind. Der offensichtlichen Wahrnehmung, dass man während des Gasgebrauchs sicher fahren kann, muss möglicherweise ebenfalls Rechnung getragen werden.
• Hervorheben der Gefahren des gleichzeitigen Konsums anderer Drogen, einschließlich Alkohol.
• Erläuterung des Bedarfs an medizinischer Notfallversorgung bei Verbrennungen.
• Hervorheben der Risiken chronischer Toxizität aufgrund des häufigen und starken Konsums; besonders wichtig sind Botschaften über die Erkennung der frühen Anzeichen einer Nervenschädigung und die Notwendigkeit, so schnell wie möglich ärztliche Hilfe zu erhalten.
• Ratschläge, was in einer Notlage zu tun ist.
• Verweis auf weitere Informationen, Behandlungen und Dienste.
K.O.-Tropfen
GBL und BDO dürfen ab 12. April 2026 nicht mehr verkauft, weitergegeben oder gehandelt werden – weder als reine Stoffe noch in Mischungen mit über 20 % Anteil. Erlaubt bleibt nur die Nutzung für nachweisbare wissenschaftliche und industrielle Zwecke.
