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Projekte

Die Fachberatung Suchtprävention unterstützt jedes Jahr suchtpräventive Projekte durch fachliche Beratung, Begleitung und finanzielle Förderung. Im Folgenden werden einige Projekte beispielhaft dargestellt.

mon€yCheck

Workshops zum Umgang mit Geld
für Jugendliche und junge Erwachsene

mon€yCheck ist das Nürnberger Netzwerk zur Jugendschuldenprävention.
Erfahrene Partner aus der Schuldnerberatung, der Jugend- und Sozialarbeit freier Träger sowie der Sucht- und Armutsprävention der Stadt Nürnberg haben sich zusammengeschlossen, um Workshops für Jugendliche und junge Erwachsene anzubieten.

Innerhalb der Workshops wird finanzielles Grundwissen vermittelt und gemeinsam mit den Jugendlichen Wege zum gelungenen Umgang mit Geld erarbeitet. Wenn finanzielle Probleme drohen oder bereits entstanden sind, werden Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt.

Die Workshops richten sich an Nürnberger Allgemeinbildende und Berufsschulen, an die Jugendberufshilfe und Jugendverbände – generell an Jugendliche im Alter von 14 bis 25 Jahren. Dabei werden ganz konkrete Fragestellungen aus dem Lebensalltag der Jugendlichen und jungen Erwachsenen aufgegriffen.

Im Zuge dieses Projekts wurde eine Animation entwickelt, die jährlich im Herbst in allen Nürnberger U-Bahnhöfen und im Hauptbahnhof über Infoscreen zu sehen ist.

Ein weiteres Beispiel für ein gelungenes Kooperationsprojekt des AK mon€yCheck ist die Ausstellung „Schulden sind doof und machen krank“, das vom Jugendamt organisiert wurde und im März/April 2017 im Rathaus der Stadt Nürnberg für zwei Wochen zu sehen war.
Die Präventive Kinder- und Jugendhilfe entwickelte eigens ein Konzept für die ausgeliehenen Tafeln der Wanderausstellung, um das Thema Konsum-Schulden-Geld interaktiv mit den Jugendlichen in Kleingruppen zu behandeln. Ferner sollte das Thema auch in die Öffentlichkeit getragen und die oben genannten Workshops beworben werden.



K.O.-Tropfen

Am 6. Juni 2013 wurde in einer Sitzung des Jugendhilfe- und Schulausschusses das Thema „K.O.-Tropfen: Aufklärung und Prävention“ behandelt.
Die Präventive Kinder- und Jugendhilfe erhielt den Auftrag, sich um diese Problematik zu kümmern und lud im September 2013 die entsprechenden Beratungsstellen in Nürnberg, die Kliniken und die Polizei zu einem Arbeitskreis ein.

Aktionen, die bisher gelaufen sind

- Präventionspostkarte

Als erste gemeinsame Aktion wurde eine Präventionspostkarte mit einer Auflistung der zuständigen Beratungsstellen in Nürnberg erstellt.

Die Vorderseite der Karte zeigt das mittlerweile bekannte Cocktail-Motiv „K.O.cktail? Fiese Drogen im Glas“ und auf der Rückseite werden neben Verhaltenstipps zum Schutz, die in Nürnberg vorhandenen Beratungsstellen aufgelistet.
Besonders zu betonen ist, dass wir hier in Nürnberg das Glück haben, dass es sowohl Beratungsstellen für Mädchen und Frauen, als auch für Jungen und Männer gibt.

Die Präventionspostkarte wurde an Einrichtungen der örtlichen Jugend- und Suchthilfe, Beratungsstellen, Polizei, Schulen mit dem Schwerpunkt Berufsschulen und FrauenärztInnen verteilt.

Seit 2013 findet die Verteilung fünfmal im Jahr über CityCards an 120 Szene-Standorten statt und zwar immer zu einem für diese Thematik sensiblen Zeitpunkt, wie Fasching, Frühlingsfest, Bardentreffen, Halloween, Weihnachten und Sylvester.
Gesamtauflage pro Jahr: 30.000 Stück

Zusätzlich werden die Präventionspostkarten bei Rock im Park über den alkoholfreien Cocktailbus des Jugendamts und die Streetworker verteilt.

- Anzeige im Mädchenkalender

Im Mädchenkalender 2014/2015 erschien eine Anzeige zu K.O.-Tropfen.
Der Kalender "MIA Mädchen in Aktion" wird regional von Fachkräften der Mädchenarbeit erstellt und in einer Auflage von 2.000 Stück verkauft.

- Doppelseitige Anzeige im Veranstaltungskalender "WEIL`S ROCKT"

Seit Herbst 2015 erscheint jeden Monat im Veranstaltungsplaner von "GLÜXXKIND EVEVTS & PROMOTION" für Franken mit einer Auflage von 50.000 Stück im handlichen Hosentaschen-Format A7 eine doppelseitige Anzeige zu K.O.-Tropfen.

Schulferienkalender 2016

Der Schulferienkalender 2016 des Jugendschutzes der Stadt Nürnberg mit Informationen zum Jugendschutz enthielt im Jahr 2016 Infos zu K.O.-Tropfen mit Verhaltenstipps und einer Beratungstelefonnummer.

Fortbildungen

19. Januar 2015
Fortbildung mit dem Thema " K.O.-Tropfen: Möglichkeiten der Prävention und Intervention in Gastronomie, Discotheken und Gastgewerbe" im ArtiSchocken

20. Mai 2015
Fortbildung im Vorfeld von Rock im Park mit dem Thema: "K.O.-Tropfen: Möglichkeiten der Prävention und Intervention bei Großveranstaltungen" im Polizeipräsidium Mittelfranken für Polizeikräfte

16. März 2016
Schulung für Notärzte

27. April 2016
Fortbildung im Vorfeld von Rock im Park mit dem Thema: "K.O.-Tropfen: Möglichkeiten der Prävention und Intervention bei Großveranstaltungen" im Polizeipräsidium Mittelfranken für Polizeikräfte

15. März 2017
Fortbildung mit dem Thema "K.O.-Tropfen - Möglichkeiten der Prävention und Intervention" für Fachkräfte sozialer Berufe aller Träger, insbesondere Mitarbeitende der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, sowie Mitarbeitende des Amts für Kultur und Freizeit


Bericht im Jugendhilfeausschuss vom 06.06.2013 zum Thema K.O.-Tropfen: Aufklärung und Prävention

Das Jugendamt Nürnberg hat am 6. Juni 2013 in der gemeinsamen Sitzung des Jugendhilfe- und Schulausschusses auf Antrag der CSU-Stadtratsfraktion zum Thema „K.O.-Tropfen: Aufklärung und Prävention“ berichtet.

Erfahrungen und Einschätzungen der örtlichen Jugend- und Suchthilfe, von Kliniken, Beratungsstellen und Polizei flossen in diesen Bericht mit ein. Inhalte der Vorlage waren Informationen zu Substanz, Konsum/Verabreichung und Wirkung, zur rechtlichen Situation, eine Beschreibung der örtlichen Rechercheergebnisse und Aussagen zu vorhandenen und geplanten Präventionsangaben.


Informationen zu K.O.-Tropfen

Sexualisierte Gewalt unter Einfluss von K.O. Tropfen verhindern!

Das Thema K.O.-Tropfen wird in den letzten Jahren immer wieder in den Medien aufgegriffen.
In Beratungsstellen gibt es Anfragen von Jugendlichen und Erwachsenen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben und vermuten, dass ihnen vorher sogenannte K.O.-Tropfen verabreicht wurden.
Da der Nachweis dieser Substanzen nur sehr kurze Zeit möglich ist, bleibt es für die Betroffenen meist ungeklärt ob sie mit ihrer Vermutung Recht haben oder nicht.

Was sind K.O.-Tropfen?

Hinter sogenannten K.O.-Tropfen können sich unterschiedliche Substanzen verbergen. Sehr häufig handelt es sich dabei um die Gamma-Hydroxy-Buttersäure(GBH). Die Wirkung von GBH ist dosisabhängig und individuell sehr verschieden. In geringen Dosen kann GBH z.B. entspannend und enthemmend wirken. Doch auch geringe Mengen können bereits Benommenheit, Übelkeit und Bewusstlosigkeit verursachen. Außerdem setzt die Droge das Erinnerungsvermögen außer Kraft.
K.O.-Tropfen kann man nicht sehen, nicht riechen und nicht schmecken, d.h. die Betroffenen haben kaum eine Chance, die heimlich zugeführten Tropfen in ihrem Getränk zu bemerken.

Wer macht so etwas?

Die Tropfen werden von Tätern gezielt in offen stehende Getränke gegeben. Dies geschieht in Discos, Kneipen und auf Partys. Allerdings sind es nicht nur fremde Täter, sondern auch flüchtige Bekannte oder Freunde, mit denen man unterwegs ist, oder die man auf einer privaten Party trifft können zu Tätern werden.

Wie wirken K.O.-Tropfen?

Direkt nach der Einnahme von K.O.-Tropfen merken die Betroffenen meist nur, dass ihnen übel und schwindlig wird. Sie vermuten häufig, dass dies die Wirkung des Alkohols ist, obwohl sie bis dahin dachten, gar nicht so viel getrunken zu haben. Zu Beginn wirken die Substanzen euphorisierend; Mädchen oder Jungen können plötzlich “aufdrehen” und heftig flirten, auch die Freundinnen oder Freunde bemerken bei den Betroffenen manchmal einen schlagartigen Stimmungswechsel und plötzlich auftretendes sexualisiertes Verhalten.
Bereits vor dem Verlust des Bewusstseins sind die Mädchen oder auch Jungen durch die Wirkung der K.O.- Tropfen schon willenlos und sehr leicht manipulierbar.
Trotzdem können sie dann noch eine Zeit lang normal reden und sich bewegen und ihre Freundinnen, Freunde oder andere Außenstehende bemerken nicht, dass sie schon einen “Blackout” haben.
Dies erklärt, warum K.O.-Tropfen in öffentlichen Räumen verabreicht werden. Dem Täter bleibt genug Zeit, mit dem Mädchen oder Jungen Kontakt aufzunehmen, sich vielleicht vermeintlich hilfsbereit als Begleitung nach draußen anzubieten, um ihr dann auf dem Parkplatz oder in einem nahe liegenden Gebüsch Gewalt anzutun. Manche Täter nutzen die Willenlosigkeit des Mädchens aus, um sie an einen anderen Ort zu bringen.

Die Opfer müssen mit der Ungewissheit leben

Nach dem Erwachen aus der Bewusstlosigkeit haben die Betroffenen das Problem, dass sie sich gar nicht oder nur sehr bruchstückhaft erinnern können an das, was passiert ist. Manche haben nur das vage Gefühl, dass etwas Seltsames passiert ist, oder sie spüren, dass es zu einem sexuellen Übergriff gekommen ist. Manche wissen nicht mehr wann, wie und von wem sie wohin gebracht wurden.
Sie wachen vielleicht an Orten auf, die sie nicht kennen und die unter Umständen auch nicht mit dem möglichen Tatort identisch sind.
Falls der Täter ein Freund oder Bekannter war, behauptet er, das Mädchen hätte es so gewollt und alle sexuellen Handlungen freiwillig und aktiv mitgemacht.
Da die Betroffenen sich nicht wirklich erinnern können, zweifeln sie oft an sich selbst.
Aus Angst, dass ihnen niemand glaubt oder ihnen unterstellt wird, sie hätten einfach nur zuviel getrunken, sprechen viele nicht über den “Vorfall”. Sie leben mit der bleibenden Ungewissheit und dem Erinnerungsverlust.

Wie merkt man, dass K.O.-Tropfen eingesetzt wurden?

Zeichen für eine Vergiftung durch K.O.-Tropfen können sein:
• Plötzliche Übelkeit und /oder Schwindelgefühl
• Wahrnehmungsschwierigkeiten
• Dämmerzustand(z.B. “wie in Watte gepackt”)
• Gefühle der Willenlosigkeit
• Einschränkung der Beweglichkeit bis hin zur Reglosigkeit
• Erinnerungsstörung bis hin zu zeitweiligem Erinnerungsverlust, der oft auch schlagartig einsetzt
• Nachdem die Opfer wieder zu sich gekommen sind, können sie unter starker Übelkeit, Erbrechen, Panik- und Angstanfällen leiden.

Wie kann man sich schützen?

• Lass dein Glas nie unbeobachtet, bestelle im Zweifelsfall ein neues Getränk
• Besprich mit deinen Freundinnen, dass ihr gegenseitig auf eure Gläser achtet
• Nimm nur Getränke an, deren Weg du von der Theke an verfolgt hast
• Wenn du mit Freundinnen ausgehst, dann geht auch gemeinsam wieder nach Hause
• Wenn dir bei einer Freundin auffällt, dass sie schlagartig total aufgedreht ist, wahllos auf Jungs oder Männer zugeht und heftig flirtet, behalte sie im Blick und lass sie nicht alleine zurück
• Sei dir bewusst, dass die Täter sowohl Fremde als auch Freunde sein können
• Zögere nicht die Disco oder eine Feier zu verlassen, wenn du dich dort nicht sicher fühlst
• Wende dich an Freundinnen oder an das Personal, wenn dir in der Disco, der Kneipe oder auf einer privaten Feier plötzlich übel, schwindlig oder dämmerig wird
• Gehe sofort ins Krankenhaus und/oder wende dich an die Polizei

(Wir danken dem Frauennotruf Bielefeld e.V. für die Überlassung der Textbausteine.)



Ice Breaker

"Ice Breaker" ist ein pädagogisches Theaterstück, das sich mit Depression im Jugendalter und möglichen Auswirkungen auf Angehörige beschäftigt.
Es wurde von Jean-Francois Drozak vor allem für Schulen konzipiert.
In nur vier Tagen wird das Stück mit Schülerinnen und Schülern der jeweiligen Schule zur ersten öffentlichen Aufführung gebracht, um dann am 5. Tag vor den Schülern der Schule dargeboten zu werden.
Da das Publikum während der Aufführung immer wieder aufgefordert wird, Stellung zu dem auf der Bühne Dargebotenen zu nehmen und sich damit auseinanderzusetzen, erreicht man in dieser einen Schulwoche aller Schülerinnen und Schüler mit diesen Themen.

Ziel des Stückes:
"Die Zuschauer erkennen, das sich psychische Erkrankungen oft schleichend und zunächst unbemerkt entwickeln. Sie lernen Verdachtsmomente einer beginnenden oder vorhandenen Depression zu erkennen und diese anzusprechen. Vor allem aber lernen sie, dass Depression eine heilbare Krankheit ist.
Durch theaterpädagogisches Erleben finden die Zuschauer einen neuen Zugang zu der Erkrankung Depression und zu der Problematik der in der Familie Beteiligten, besonders die der Geschwisterkinder.
Die interaktive und dadurch sehr intensive und persönliche Auseinandersetzung nimmt der Krankheit das Fremde und schafft Verständnis für den Erkrankten und sein direktes Umfeld." (Drozak)

Flusslandschaft im Winter

Durchführung des Projekts Ice Breaker

Schuljahr 2014/2015

Im Schuljahr 2014/2015 fand die Projektwoche im Förderzentrum Bärenschanzstraße von Montag, 3. November bis Freitag, 7. November 2014
und außerdem in der MS St. Leonhard
von Montag, 12. Januar bis Freitag, 16. Januar 2015 statt.


Im Schuljahr 2016/2017 wird das Theaterstück von Montag, 10. Oktober bis Freitag, 14. Oktober 2016 in der MS Theo-Schöller eingeübt und aufgeführt.

Schuljahr 2015/2016

Im Schuljahr 2015/2016 fand die Projektwoche an der MS Friedrich Städler von Montag, 14. Dezember bis Freitag, 18. Dezember 2015 statt.

Zusätzlich wurde das Projekt von Montag, 20. Juni bis Freitag, 24. Juni 2016 an der MS Thusnelda gemeinsam mit der Montessori Schule durchgeführt.

Schuljahr 2016/2017

Im Schuljahr 2016/2017 fand die Projektwoche von Montag, 10. Oktober bis Freitag, 14. Oktober 2016 in der MS Theo-Schöller statt.

Zusätzlich wurde das Theaterstück von Montag, 23. Januar bis Freitag, 27. Januar 2017 in der RS Pachelbel eingeübt und durchgeführt.

Von Montag, 19. Juni bis Freitag, 23. Juni 2017 findet Ice Breaker im Scharrer Gymnasium statt.

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